TeDaLoS ist das Startup der Woche 7: die Zukunft im Internet of Things


Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT

Bestandsüberwachungssysteme sind im digitalen Zeitalter sehr wichtig. Aber nur 5% der aktuellen Lagerflächen können durch robotergestützte Systeme automatisiert werden. Um die Prozesse effizienter zu machen, muss eine andere Lösung her. Unser Startup der Woche, TeDaLoS, hat ein System auf den Markt gebracht, das Daten in Echtzeit liefert, ohne externe Ressourcen oder Infrastruktur zu benötigen. Thomas Tritremmel, CEO von TeDaLoS, hat uns mehr dazu erzählt.

Hallo Thomas! Danke, dass du uns heute Rede und Antwort stehst. Erzähl uns doch gerne mal, was ihr bei TeDaLoS macht.

Sehr gerne! Wir haben ein patentiertes System entwickelt, das eine sensorbasierte, digitale und mobile Bestandsüberwachung von Waren in Echtzeit ermöglicht. Damit erfassen wir nicht nur eine stückgenaue Menge der Waren, sondern können auch den Zustand überwachen. Zustand heißt zum Beispiel Temperatur oder Erschütterung. Außerdem können wir noch den Standort der Ware im Betrieb oder im Transport überwachen. Die Art der Ware spielt dabei keine Rolle.

Um das TeDaLoS-Sysystem erfolgreich zu nutzen, sind keine externen Ressourcen oder Stützinfrastruktur möglich. Es muss auch niemand für das System geschult werden.

Das klingt nach einer sehr nutzer-orientierten Lösung. Gib uns gerne mehr Informationen darüber.

Unsere Sensoreinheiten senden Informationen verschlüsselt direkt an unsere Cloud-Software, die diese Daten entschlüsseln, validieren, interpretieren und umgerechnet darstellen. Die Daten können über Schnittstellen auch direkt an ein führendes System übergeben werden. Eingestellte Schwellwerte lösen, bei Überschreitung, sofort eine Alarm-Nachricht aus.

Mit diesem System kann man die physische Verteilung der Bestände an dezentralen Lagerorten in Echtzeit messen. Darüber hinaus ist es möglich, Lieferanten anzubinden und akkurate Inhaltsmengen in Transportbehältern zu ermitteln. Es gibt aber noch viele andere Möglichkeiten für den Einsatz. Das System ist vollautonom ohne lokale Ressourcenbindung, beinhaltet spezielle Sensorik, Funktechnik, Datenkommunikation, Cloud Software und IT-Schnittstelle.

IoT ist ja schon lange ein großes Schlagwort und gerade im Bereich Logistik wird immer mehr digitalisiert. Was ist das Besondere bei TeDaLoS?

Viele Abteilungen eines Unternehmens profitieren von unserer Lösung. Die Prozesse in den Abteilungen laufen effizienter. Das Lager spart zum Beispiel Platz, Suchzeiten und Inventurkosten. In der Produktion entsteht eine schnellere Materialbereitstellung auf weniger Produktionsfläche. Auch der Einkauf und die Finanzabteilung profitiert von genaueren Informationen, die in Echtzeit bereitgestellt werden. Bei TeDaLoS liegt der Return of Invest liegt bei unter 2 Jahren.

Ein weiterer Vorteil ist, dass jeder Lagerort und jede Art von Warenstrom nachgerüstet werden kann. Die Anwendung erfolgt standortübergreifend und stückgenau.

Wie integriert ihr eure Leistung in ein Geschäftsmodell?

Unser Pricing-Modell besteht aus dem Kauf der Hardware (Kauf, Mietkauf oder Miete), monatliche Kosten für die Telekommunikation, Datenübertragung und die Miete der Basisfunktion der Cloud-Software, sowie Einmalkosten.

Da euer Produkt mit Warenlagerung zutun hat, ist euer Kundensegment wahrscheinlich auch in dem Bereich der Logistik angesiedelt. Macht ihr da noch genaue Abgrenzungen?

Nicht wirklich. 95% aller Lagerflächen und Intralogistikwarenströme, sind nicht digital überwacht. Der Markt für Bestandsüberwachung mittels Internet of Things wird bis zum Jahr 2025 rund 300 Milliarden US-Dollar schwer sein. Somit haben wir viele Anwendungsmöglichkeiten.

Unsere Hauptzielgruppen siedeln sich natürlich vorrangig im Bereich Logistik und Transport an. Wir beliefern aber auch Kunden im Gesundheitswesen, Handel oder in der Industrie. Dabei sind wir nicht auf bestimmte Länder fokussiert, sondern bieten unsere Leistungen auf internationaler Ebene an.

Ist euer Produkt den schon einsatzfähig?

Ja. Seit 2017 ist TeDaLoS im operativen Einsatz bei Kundenprojekten von den Niederlanden bis Griechenland. Wir produzieren eine Standard-Sensoreinheit, aber auch spezielle Anpassungen an diverse Ladungsträger. Kunden, wie Kellner & Kunz AG und Canon setzen unsere Sensortechnik bereits erfolgreich ein.

Im September 2019 bestärkte BITO-Lagertechnik, als international operierendes Industrieunternehmen im Bereich der Lager- und Kommissioniertechnik, die Zusammenarbeit mit uns. Seitdem beteiligt sich der BITO Campus als Gesellschafter. Die Kooperation verfolgt das Ziel, mit vereintem Know-How mobile und autonome Systeme für die Material- und Bestandsüberwachung mittels Internet der Dinge anbieten zu können.

Internationale Vertriebspartner mit Fokus in den Anwender-Zielgruppen konnten bereits akquiriert werden.

Vielen Dank Thomas, für dieses spannende Interview! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg mit eurer Idee. Wer mehr über euch erfahren möchte, kann sich gerne euer Innoloft Profil anschauen.