Synertics ist das Startup der Woche 27: Datengetriebene Mobilitätslösungen


IT & IKT, Mobilität

Mobilität ist eines der großen Buzzwords der letzten Jahre. Wir brauchen neue Mobilitätskonzepte, wenn wir eine nachhaltige und trotzdem effiziente Zukunft aufbauen wollen. Datenauswertung und Datennutzung kann uns dabei helfen, Prozesse zu optimieren. Wer kümmert sich um solche Lösungen? Zum Beispiel das Startup der Woche Synertics. CEO Manuel Pessanha stand uns im heutigen Interview Rede und Antwort.

Hallo Manuel! Schön, dass du heute Zeit für uns hast. Lass uns direkt mit der ersten Frage starten: Was macht ihr bei Synertics?

Bei Synertics entwickeln wir für Investoren, Betreiber und Gemeinden in der Mobilitätsindustrie digitale und datengetriebene Lösungen, um die Standortplanung und den Flotteneinsatz produktiver und wirtschaftlich effizienter zu gestalten.

Ein spannendes Thema. Wie setzt ihr das um?

Wir bieten Plattformlösungen an, um die Produktivität und die Wirtschaftlichkeit von Dienstleistungen und Produkten in der Mobilitätsindustrie zu steigern. Dazu werden Daten aus verschiedenen Quellen aktiv gesammelt, bereinigt und ausgewertet. Die Resultate sind anschließend auf den von uns entwickelten Plattformlösungen abgebildet, um den Nutzern Einblicke zu geben, die ihnen erlauben, ihre Prozesse effizienter zu strukturieren. So sollen Standorte systematischer ausgewertet, Flotten zielgerichteter eingesetzt und Logistik-Teams sinnvoller engagiert werden.

Effizienzsteigerung in der Mobilität ist nicht unbedingt ein neues Thema. Wie geht ihr das im Hinblick auf die Ideen von anderen Startups an?

Im Vergleich zu anderen Lösungen, die oft nur deskriptiv Daten darstellen (z.B. Batteriestände, Buchungsdaten), bieten wir Lösungen an, die gezielt Daten auswerten, mit externen Datenbanken verschmelzen und so durch die Erstellung von Algorithmen und die Anwendung von KI Methoden für die Nutzer signifikante Mehrwerte generieren. Wir bieten also ein analytisches Tool an, das durch Auswertung von Daten wertvolle Einblicke gewährt.

Wie sieht euer Geschäftsmodell dazu aus?

Unsere Plattformlösungen sind aufeinander aufbauend und modular strukturiert. Die Preise sind daher nach Funktionalität gestaffelt. Das Pricing-Modell ist Subscription basiert.

Du hast vorhin erwähnt, dass ihr Investoren, Betreiber und Gemeinden in der Mobilitätsindustrie ansprecht. Die Mobilitätsindustrie umfasst viele einzelne Teilbereiche. Sind eure Lösungen für alle Bereiche der Mobilität ausgerichtet?

Der Markt für die Synertics Plattformlösungen unterteilt sich in die folgenden Bereiche:
1. Ladeinfrastruktur (Betreiber, Investoren und Gemeinden)
2. Mikromobilität (Betreiber und Investoren)
3. Car Sharing (Betreiber und Investoren)
Wir sind zur Zeit vor allem in Deutschland unterwegs und planen in der Zukunft europaweit präsent zu sein.

Wie weit seid ihr mit euren Lösungen schon vorangeschritten? Was sind eure Pläne für die zweite Jahreshälfte?

In 2019 haben wir unsere Beta Version Lösung entwickelt und durch Pilotprojekte am Markt getestet. Zusätzlich, um unsere Lösungsansätze zu testen, haben wir an unserem ersten Mobility Hackathon teilgenommen, in dem wir zweiter wurden. Aufgrund des positiven Feedbacks am Markt haben wir Anfang 2020 offiziell die Startup gegründet. Um unsere Technologie weiter ausreifen zu können, suchen wir stets nach Partnern, die daran interessiert sind, ihre Produktivität durch datengetriebene Ansätze zu steigern.

Manuel, vielen Dank für das spannende Interview! Wir wünschen euch für eure weitere Unternehmensentwicklung viel Erfolg und hoffen, noch viel von euch zu hören. Wer Synertics unterstützen will, kann gerne einen näheren Blick auf euer Innoloft Profil werfen oder euch über unseren Messenger kontaktieren.

Vimbee ist das Startup der Woche 26: Die Plattform für Kunden und Unternehmen


IT & IKT

Wo sammelt man das Kundenfeedback, was ein Unternehmen zu seinen Leistungen erhält? Wie zieht man den größten Nutzen aus den Meinungen und Anregungen? Klar ist, man braucht dafür eine Schnittstelle, die es ermöglicht, Verbraucherresonanzen auszuwerten und konkrete Maßnahmen auszuführen. Das Startup der Woche Vimbee hat dazu eine Plattform entwickelt, die diese Schnittstelle bieten soll. Wir sprechen heute mit CEO Ehsan Shirangi über die Mission und Fähigkeiten von Vimbee.

Hallo Ehsan! Vielen Dank, dass du dir heute Zeit für uns nimmst. Lass uns direkt mit der ersten Frage beginnen: Was ist Vimbee?

Vimbee ist ein globales Netzwerk mit dessen Unterstützung Unternehmen in Echtzeit und konsumbezogene Informationen nutzen können. Außerdem können sie ebenfalls Konsumentenmeinungen und –wünsche zur Trends- und Marktforschung und zum automatisch generierten Empfehlungsmarketing erhalten. Vimbee kann somit zum weltweit ersten und einzigen Prosumer Netzwerk werden, das Konsumenten für Unternehmen zu wertvollen Prosumern werden lässt.

Ein sehr spannendes Thema! Wie genau gestaltet sich eure Mission im Hinblick auf die eingesetzte Technologie?

Auf Basis unserer mehrdimensionalen strukturierten Daten- und Softwarearchitektur schaffen wir ein selbstständig wachsendes System, womit wir wirtschaftlich relevante Informationen synergetisch verknüpfen und in Relation zueinander setzen. Das globale Wirtschaftssystem wird in digitaler Form abgebildet wodurch echte Data Mining Innovation, Wachstum und Wissen auf globalem Level gefördert wird. Mit Hilfe unserer eigenständigen Multi-Sided Plattform können diese Daten genutzt werden, um Produkte auf Basis von realen Kundenbedürfnissen effizient zu entwickeln und zu vermarkten.

Unternehmen haben die Möglichkeit, ihre Unternehmens- und Produktstruktur darzustellen, Teil des Netzwerkes zu werden, Auswertungen und Statistiken zu konsumbezogenen Daten zu erhalten und am automatisch generierten Empfehlungsmarketing teilzunehmen. Unternehmen aller Größenordnungen wird durch Vimbee die Möglichkeit geboten, auf effiziente Weise anhand jeder einzelnen Konsumenteninteraktion Vertrauen und eine maximale Reichweite zur Neukundengewinnung zu erlangen.

Konsumenten können auf einfache Weise gewünschte Produkt- und Dienstleistungsinformationen in Bezug auf Lage, Preis, Verfügbarkeit und Qualität auffinden und anhand der Meinungen Anderer in Sekundenschnelle vergleichen. Zudem wird ermöglicht, nachhaltig durch die eigene Meinungsäußerung hohen Einfluss auf Unternehmen zu nehmen.

Was macht ihr anders, als Tools, die zum Beispiel auch Feedback sammeln?

Wir bieten unseren Nutzern 5 große Vorteile. Erstens ermöglichen wir es, Informationen gezielt zu kommunizieren und strukturiert zu erfassen. In dem Zuge können Unternehmen den User Generated Content kommerziell und transparent nutzen.
Zweitens stehen alle Informationen in Echtzeit und sprachunabhängig zur Verfügung. Das ist ein großer Vorteil. So kann jedes Unternehmen und auch jeder Konsument Vimbee nutzen.
Darüber hinaus sind wir sehr stolz auf unsere eigene Cloud-Struktur. Die reduziert die Datenmenge auf ein Minimum, indem Informationen über Produkte und Unternehmen nur einmal im System hinterlegt, aber beliebig oft verknüpft werden können. Unternehmen können auf unserer Plattform ihre real existierenden Beziehungen digital und skalierbar darstellen.
Der vierte Vorteil ist die Kommunikation zwischen Konsument und Unternehmen. Die erhalten nämlich die Möglichkeit, auf Basis von einzelnen Produkten oder Dienstleistungen zu kommunizieren. Kundenmeinungen und -verhalten kann jetzt einfach und schnell erfasst werden. Das sind wertvolle Informationen für die Vertriebsförderung und zur kundenorientierten Anpassung des Produktportfolios.
Der letzte Vorteil, den ich heute erwähnen möchte, ist die Reichweitenerhöhung der Unternehmen. Das funktioniert auf Basis der Konsumenteninteraktion. Innerhalb der Plattform werden Produktplatzierungen durch den Earned Content gesetzt. Da die Kommunikation anhand von einzelnen Produkten stattfinden kann, ist eine Abwertung eines gesamten Unternehmens wegen Mängeln in einem Produkt nicht möglich.
Im Vergleich zu allen amerikanischen oder chinesischen Unternehmen schaffen wir eine transparente und für alle zugängliche Open-Economy-Daten für eine erfolgreiche Kreislaufwirtschaft des globalen Wirtschaftssystems. Mit unserer Datenarchitektur erstellen wir Big-Smart-Data, die direkt Verbrauchern und Unternehmen gehören und dem Wohl der Allgemeinheit dienen.

Ihr bietet keine bezahlte Werbung innerhalb der Plattform an. Welches Preismodell nutzt ihr für Vimbee?

Einnahmen werden hauptsächlich durch die angemeldeten Unternehmen generiert, die ihre Unternehmens- und Produktstruktur einstellen und administrieren können und dadurch Zugang zu den Kunden-Informationen erhalten. Wir haben da verschiedene Pakete.

Als Einstiegsmöglichkeit wird Unternehmen durch ein Freemium-Paket die kostenfreie Administration von maximal 10 Produktprofilen ermöglicht. Der Funktionsumfang kann nur durch den Wechsel in eines der sechs kostenpflichtigen Pakete erweitert werden, deren Hauptunterschied im Wesentlichen in der Anzahl der Produkt- oder Dienstleistungsprofile besteht, die administriert werden können. Dabei reicht das Angebot von 10 bis max. 1.000 Profile und ist so für Unternehmen aller Größenordnungen zugänglich.

Optional sind die Pakete mit zusätzlichen Profilen erweiterbar. Das Basispaket wird 19,99 € monatlich kosten. Der geplante Preis für das umfangreichste Paket beträgt 799 € im Monat. Die optionale Reichweitensteigerung durch Produktplatzierungen und Deals wird im Stil von gängigen Affiliate-Systemen abgerechnet. Dabei besteht für Unternehmen die Möglichkeit, die Kosten durch festgelegte Budgets von vornherein einzugrenzen.

Für Konsumenten wird die Nutzung der Plattform und der dazugehörigen App kostenlos sein.

Du hast bereits erwähnt, dass Vimbee für Unternehmen jeder Größe geeignet ist. Welche Marktsegmente adressiert ihr genau?

Unser Geschäftsfeld kann basierend auf den angebotenen Produkten den folgenden Untersegmenten zugeordnet werden: Online-Informationsbeschaffung, Reputationsplattformen, Unternehmenskommunikation (CRM), Affiliate-Marketing, Markt- und Medienforschung. Es kann weltweit von jedem Unternehmen verwendet werden. Vimbee benötigt als Plattform keine kritische Masse und kann direkt mit dem ersten Kunden bzw. Konsumenten gestartet werden. Aufgrund der Eigenschaften, die ich vorhin erwähnte, existiert ein extrem großes Marktvolumen.

Für Business-to-Business bieten wir eine plattformübergreifende und produktbasierte Architektur, die einen zentralen Überblick über alle Daten gibt, die in einzelnen Produkten und im Handel zu finden sind.

Gleichzeitig ermöglichen wir dem Business-to-Consumer Bereich eine direkten produktbezogenen Kommunikationskanal zwischen Konsumenten und Herstellern und bieten eine einzigartige, mehrsprachige Datenarchitektur, mit der alle relevanten Informationen über den Verbraucher, seine Meinung und sein Verbraucherverhalten in Echtzeit strukturiert und analysiert werden können. Dies ist einzigartig und gleichzeitig ohne Verletzung der Datenschutzbestimmungen.

Ist Vimbee schon nutzbar?

In den vergangenen 4 Jahren wurde die Software so weit entwickelt, dass wir kurz vor dem Release stehen. Eine Beta-Version kann bereits demonstriert werden. Das Node-System (Software Architektur und Datenbank) mit allen Funktionen für Back- und Front-End ist bis zu 80% fertig.

Des Weiteren haben wir die Demo-App Kunden und potenziellen Kunden gezeigt und ihr Feedback ist sehr positiv ausgefallen. Nachdem sie die zentralisierte und klare Struktur erkannt hatten, waren sie sehr interessiert und fragten nach Updates für die Einführung. Wir arbeiten außerdem an neuen Features, wie Shops, Deals, Chatfunktionen, Statistiken und Auswertungen.

Esahn, vielen Dank für dieses spannende Interview! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg für den Launch von Vimbee und hoffen, noch viel von euch zu hören!

Wer euch unterstützen will, kann gerne einen näheren Blick auf euer Innoloft Profil werfen oder euch über unseren Messenger kontaktieren.

Famedly ist das Startup der Woche 25: dezentrale Plattform für medizinische Zusammenarbeit


Health & FoodTech

Wie entsteht gute medizinische Versorgung? Und kann die Digitalisierung wirklich dabei helfen? Jede Sekunde werden neue Gesundheitsdaten generiert. Um eine optimale Patientenversorgung zu gewährleisten, müssen diese Daten sicher und effizient ausgetauscht werden. Das Startup der Woche ist Famedly. Mit ihrer dezentralen Plattform gelingt der Datenaustausch schneller. CEO Phillipp Kurtz hat uns im heutigen Interview mehr über ihre Mission verraten.

Hallo Phillipp! Danke, dass du dir heute die Zeit nimmst! Erkläre unseren Lesern doch kurz, was Famedly ist.

Gerne! Famedly ist eine umfassende medizinische Kollaborationsplattform, die als eine einzige dezentrale Anwendung bereitgestellt wird und die Art und Weise der Zusammenarbeit und des Datenaustauschs in der Gesundheitsbranche grundlegend verändert.

Wie muss man sich das vorstellen?

Famedly ist sowohl ein Produkt als auch eine Plattform. Es ist insofern ein Produkt, als es eine einzige dezentrale Anwendung für die medizinische Zusammenarbeit (engl. Care Team Collaboration) ist, die man kaufen und benutzen kann. Es ist zudem eine Plattform und ein Framework, in dem eine unbegrenzte Anzahl zusätzlicher medizinscher Anwendungsfälle abgebildet werden können. Dafür sorgen flexible Schnittstellen und Bots. Medizinische Leistungserbringer verfügen direkt über ein voll funktionsfähiges, sofort einsatzbereites Produkt, aber sie sind in der Erweiterung und Integration mit anderen Systemen nicht eingeschränkt.

Mit der chatbasierten Anwendung geben medizinische Versorger ihren Angestellten einen klassischen, datenschutzkonformen Messenger an die Hand. Die Funktion des Messengers wird durch flexible Rollenkonzepte (bspw. für Dienstärzte etc.) und intersektorale, (teil-)automatisierte Prozesse (bspw. Entlassmanagement) zu einer Kollaborationslösung ergänzt. Diese erweiterten Funktionen werden über ein Administrationpanel verwaltet. Famedly verarbeitet dabei alle Prozesse und relevanten Ereignisse in Echtzeit. Die dezentrale Architektur und flexible, offene Schnittstellen ermöglichen sowohl das Einbinden von lokal verfügbarer Software und Geräten als auch von in der Cloud verfügbaren Digital Health Lösungen. So entsteht eine umfassende Care Team Collaboration Plattform.

Das klingt nach einem spannenden Weg zur Digitalisierung des Gesundheitssektors! Mit dem Ziel, zu Digitalisieren gehen ja viele Startups ins Rennen. Was macht ihr anders?

Famedly verkürzt Prozesse durch höhere Effizienz in allen Bereichen der medizinischen Versorgung. Zum ersten Mal können Versorger in einer einzigen Plattform zusammenarbeiten. Gute Medizin entsteht durch gute Kommunikation und Teamarbeit, daher bündelt Famedly sämtliche Kommunikationskanäle und stellt sicher, dass die richtigen Informationen bei den richtigen Ansprechpartnern landen. Gesundheitsteams haben mit einer einzigen vertrauenswürdigen Informationsquelle vollständige Transparenz über die gesamte Patientjourney, was das Risiko vermeidbarer Fehler vermindert und die Versorgung verbessert.

Im Gegensatz zu sämtlichen Wettbewerbern verfolgt Famedly technologisch einen dezentralen Ansatz und bietet somit absolute Datenhoheit für jede teilnehmende Einrichtung. Die von Famedly verwendeten Open Source Technologien bieten ein so hohes Maß an Datensicherheit, dass sie auch von der französischen Regierung und der deutschen Bundeswehr eingesetzt werden. So erfüllt Famedly alle Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz und bietet Versorgern leistungsstarke Funktionen, die es ermöglichen sämtliche Prozesse zu automatisieren. Mit Famedly verlangsamt Sicherheit und Datenschutz nicht mehr den digitalen Fortschritt in der Medizin, sondern bietet die dezentrale Plattform für einen reibungslosen digitalen Wandel.

Du hast vorhin gesagt, Famedly sei Plattform und Produkt gleichzeitig. Wie spiegelt sich das in eurem Geschäftsmodell wider?

Famedly bietet sein Produkt (Care Team Collaboration Tool) als Software-as-a-Service-Lösung an. Im klassischen Freemium-Modell sind dabei kleine Einrichtungen kostenfrei, die Preise für größere Einrichtungen starten ab 19,90 € zzgl. Mwst. im Einführungszeitraum. Eine On-Premise Installation ist ebenfalls möglich. Für diese muss der Aufwand individuell bewertet werden. Über das Kernprodukt hinaus bietet Famedly Schulungen von Mitarbeitern in der Benutzung der Software an.

Zugänge zur gerade entstehenden Care Team Collaboration Platform für Digital Health Anbieter und IoMT Lösungen werden individuell verhandelt.

Eure dezentrale Plattform zielt auf den Gesundheitssektor ab. Schränkt ihr das noch weiter ein?

Nein. Wir adressieren mit unserem Produkt sämtliche medizinischen Leistungserbringer. Das sind Pflegedienste und -heime, Arzt- und Therapeutenpraxen, Apotheken und vor allem Krankenhäuser. Mit unserer Plattform richten wir uns zusätzlich an Technologie-Anbieter aus den Bereichen Digital Health und Internet of Medical Things (IoMT) sowie Krankenkassen und Pharma-Unternehmen.

Das Produkt selbst, das Care Team Collaboration Tool, ist im kleinen Markt für Clinical Communications and Collaboration angesiedelt. Das Marktvolumen umfasste ca. 549 Mio. US-$ im Jahrah 2017. Über die dezentrale Plattform jedoch werden Produkte und Services aus dem Internet of Medical Things Markt (IoMT, 41 Mrd. US-$ in 2017) und dem Digital Health Markt (95 Mrd. US-$ in 2018) angebunden. So können langfristig relevante Anteile dieser Märkte erreicht werden.

In welcher Entwicklungsphase befindet eure dezentrale Plattform sich gerade?

Nachdem Famedly im vergangenen Jahr bis Anfang des Jahres ein Pilotprojekt mit einem minimal funktionsfähigen Produkt (MVP) durchgeführt hat, starten aktuell die ersten Kunden mit der ersten stabilen Version unseres Care Team Collaboration Tools in den Regelbetrieb. Enthalten sind vollständige Messaging-Funktionen mit vollwertiger Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, rollen- und uhrzeitbasiertes Routing von Informationen, dezentrale, intersektorale Vernetzung von Gesundheitsversorgern sowie Aufgabenmanagemenet und erste Prozess-Automatisierungstools. Zusätzlich befinden sich die Gespräche zu größeren Projekten mit renommierten Kliniken und Pflegeeinrichtungen in der heißen Phase. Wir hoffen, dass wir in der nahen Zukunft hier weitere Ankündigungen werden machen können.

Technisch ist der nächste große Meilenstein die Anbindung an die Primärsysteme (Klinikinformationssysteme und Praxisverwaltungssysteme). Ansonsten ist der nächste große Schritt der Abschluss einer ersten Investmentrunde.

Phillipp, vielen Dank für das spannende Interview! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg mit der Weiterentwicklung von Famedly und der Investmentrunde.

Ihr wollt mehr über Famedly erfahren? Schaut euch auf dem entsprechenden Innoloft Profil um!

Genie Enterprise ist das Startup der Woche 24: Daten- und KI-gesteuerte Anwendungen


IT & IKT

Wann lohnt es sich künstliche Intelligenz in Anwendungen zu verwenden? Wer bringt die richtige Expertise mit? Der Einsatz von maschinellen Lernen und künstlicher Intelligenz ist mittlerweile Gang und Gebe. Zum Beispiel für das Thema e-Commerce und soziale Medien. Aber die Technologien helfen auch nicht-digitalen Unternehmen. Regina Keßler ist Gründerin von Genie Enterprises, unserem Startup der Woche. Mit ihr haben wir darüber gesprochen, wie sie KI einsetzen und wie sie anderen Unternehmen dabei helfen.

Hallo Regina! Danke, dass du heute hier bist! Was ist eure Mission bei Genie Enterprise?

Wir digitalisieren die menschliche Wahrnehmung, indem wir die neuesten Forschungsergebnisse nutzen, um praktische, nachhaltige Lösungen zu schaffen.

Das klingt sehr vielversprechend, aber was bedeutet das im Detail?

Wir entwickeln eigene Produkte, Lösungen und unterstützen Unternehmen mit Consulting. Bisher haben wir zwei eigene Produkte entwickelt. Das Produkt WineGenie ist ein digitaler Sommelier, der in physischen Wein-Stores und Online-Shops genutzt wird. Es befindet sich in der Pilot-Phase bei mehreren Stores im Raum New York als Installation sowie bei einem großen Online-Shop in Deutschland als Shop-Plugin.

Die Lösung CustomerServiceGenie beinhaltet Bausteine, die in kundenindividuelle Anwendungen integriert werden. Die Bausteine bilden Funktionalitäten ab wie Erkennung von Bauteilen/Ersatzteilen über Smartphone-Kameras, Predictive Maintenance und Ermitteln von Reparatur-Vorschlägen aus Handbüchern.

Allen Produkten und Lösungen ist der lösungsorientierte Einsatz von Methoden maschinellen Lernens gemein, wobei stets konkrete Problemstellungen gelöst werden. Um unsere technologischen Möglichkeiten weiter zu entwickeln, sind wir in Forschungsnetzwerken aktiv und an mehreren Projekten mit Hochschulen und Forschungsinstituten beteiligt. Aktuell erforschen wir die Digitalisierung der menschlichen Nase und der Wahrnehmung von Gerüchen.

Das sind sehr viele unterschiedliche Leistungen, die ihr da bietet. Was ist daran besonders interessant für eure Kunden?

Da wir selbst Produkte entwickeln, sind die Mehrwerte bei jedem Produkt anders. Mit WineGenie fördern wir zum Beispiel die Digitalisierung der Weinberatung. Das geschieht durch fundierte Ermittlung von persönlichen Vorlieben auf Basis eines Persönlichkeits-Tests. So können Weine gezielt an passende Kunden vermarktet werden.

Das Besondere an CustomerServiceGenie ist, dass es OCR-Algorithmen auch für schwierigste Situationen beinhaltet. Außerdem erfolgt die Objekt-Erkennung auch sehr ähnlicher Objekt-Klassen aus verschiedenen Blickwinkeln.

Da ihr auch eigene Produkte entwickelt, sind eure Einkommensquellen diversifiziert oder? Liegt jedem Produkt ein anderes Modell zugrunde?

Ja so könnte man es sagen. Unsere Einkünfte bekommen wir aus drei verschiedenen Quellen. WineGenie bieten wir über ein Subscription Modell an. Darüber hinaus sind wir mit einem bestimmten Prozentsatz an den Umsätzen unserer Kunden beteiligt.
Bei CustomerServiceGenie läuft es ein wenig anders. Dort verkaufen wir Lizenzen oder kundenindividuelle Projekte. Das Beratungsgeschäft basiert auch auf individuellen Projekten, die je nach Aufwand berechnet werden.

Eure Zielgruppen sind auch unterschiedlich?

Genau. Je nach Produkt sieht unsere Zielgruppe anders aus. Mit WineGenie bewegen wir uns vor allem in den USA und Europa. Dort sprechen wie circa dreißigtausend Weinhändler an. Auch unser Produkt CustomerServiceGenie ist auf dem amerikanischen und europäischen Markt vertreten. Zielgruppe hier sind große Mittelständler oder Großunternehmen mit komplexen technischen Produkten. Die Kunden, die unsere Consulting Leistungen in Anspruch nehmen, kommen hauptsächlich aus Deutschland, aber auch aus anderen europäischen Ländern. Dabei handelt es sich ebenfalls um große Mittelständler und Großunternehmen

Welche Produkte sind denn schon marktreif? Was plant ihr noch in diesem Jahr?

Die kommenden Monate sind sehr spannend für uns! WineGenie steht kurz vor der Markteinführung. Aktuell läuft noch die Pilot-Phase zur Validierung der Use-Cases und des Business Modells. Wir planen auch die eventuelle Ausgründung eines Spin-Offs, inklusive einer Finanzierungsrunde zum Aufbau von Vertrieb und Weiterentwicklung. Für CustomerServiceGenie sind erste Bausteine in Forschung und Entwicklung vorhanden. Wir erwarten ein marktreifes Produkt Ende 2020. Im Beratungsgeschäft haben wir einen guten Kundenstamm aufgebaut und werden ihn weiter ausbauen.

Außerdem starten wir demnächst mit den neuen Forschungsprojekten zur “Digitalen Nase”, worauf wir uns schon sehr freuen.

Regina, da habt ihr noch ein spannendes Jahr vor euch! Vielen Dank für das spannende Interview. Wir wünschen euch weiterhin noch viel Erfolg.

Wer mehr über Genie Enterprise erfahren möchte, kann sich auf deren Innoloft Profil über Requests und Produkte informieren.

OMNIA ist das Startup der Woche 23: The plural of energy


Energie & Umwelt

Ist es möglich, erfolgreich durch den Prozess der Energiewende zu gehen? Wie geht der Prozess leichter von der Hand? Sich den neuen Herausforderungen der Energiereform zu stellen ist aufwändig und haarsträubend. Es gibt so viel zu beachten: Politische Prozesse und Regulationen, neue Geschäftsmodelle, Marktintegration und noch viel mehr. Das Startup der Woche OMNIA ist ein junges Beratungsunternehmen, welches sich auf diese Transformationen spezialisiert hat. Managing Partner Andreas Pointvogl hat uns OMNIAs speziellen Ansatz genauer erklärt.

Hallo Andreas! Schön, dass du heute hier bist! Lass uns direkt starten: Wie würdest du OMNIA in einem Satz pitchen?

OMNIA hilft weitreichende Transitionsprozesse hin zu mehr ökonomischer und ökologischer Nachhaltigkeit zu bewerkstelligen – im Kleinen wie im Großen.

Wie funktioniert das im Detail?

Wir folgen einem sehr einfachen Ansatz in dem, was wir tun: „master, quantify, implement“. Das führt über unsere bisherige Erfahrung in der Anwendung dazu, dass wir ganzheitlich arbeiten in den wenigen Themenbereichen, die wir unsere nennen. Dabei ist unser Anspruch in jedem Unterthema nicht nur Experte zu sein, sondern dies auch umsetzen zu können, und unsere Partner auf den gleichen Stand zu bringen. Dies wirkt sich auf unsere Produkte aus, die dadurch von unserem gesamtökonomischen Verständnis profitieren, genauso wie von unserem Detailwissen. Dabei nutzen wir zwar etablierte IT-Lösungen, bringen unsere Kunden aber immerfort dazu neue Technologien zu erwägen und zu implementieren.

Was macht ihr dabei anders oder sogar besser als klassische Beratungsunternehmen?

Wir arbeiten sowohl in sehr großen Zusammenhängen, wie z.B. Sektorreformprogrammen, als auch in kleinen Prozessschritten, die notwendig sind, um eine Transitionsanforderung umzusetzen. Unser USP ist, dass wir mit unseren Partnern Hand in Hand durch eine entscheidende Phase in deren Entwicklung gehen und somit Teil des Teams werden. Wir arbeiten dabei als und mit einer Mischung von Fachexperten, Entwicklungshelfern und Politikern, was so am Markt einmalig ist.

Was nutzt ihr für ein Geschäftsmodell?

Wir bieten moderne Standardlösungen im Bereich der Quantifizierung und Umsetzung von strukturellen Transitionsprozessen. Dabei sind wir auf die Bereiche Energiewende und nachhaltige Finanzierung spezialisiert. Wir befinden uns derzeit im Aufbau eines neuen Standards für Reporting und Due Diligence im Bereich Sustainable Finance, der hilft den zukünftigen europäischen Anforderungen frühzeitig zu begegnen und unsere Partner zu first-movern zu machen. Unser Geschäftsmodell ist dabei eine neue Form von Advisory Service, die sich durch eine inhaltliche Verschränkung auf unsere Spezialthemen, aber auch durch eine full-service Attitüde charakterisiert.

Du hast schon eure Spezialgebiete angesprochen, nämlich Themen wie die Energiewende und nachhaltige Finanzierung. Bewegt ihr euch da auch im internationalen Bereich? Wer zählt alles zu euren Kunden?

Ja, genau. Wir agieren hauptsächlich international. Unsere Kunden sind Regierungen, internationale Organisationen, Banken, staatliche und private Unternehmen, die sich in einem Transitionsprozess befinden, diesen begleiten oder anstoßen wollen. Unsere potentielle Zielgruppe sind alle Institutionen, die sich im Energiebereich tummeln, oder sich der Nachhaltigkeit verschrieben haben und somit sehr groß. Eingeschränkt wird dies aber wiederum dadurch, dass wir nur langfristig und partnerschaftlich mit Kunden arbeiten wollen, also nicht in einem klassischen Kunde-Dienstleister-Verhältnis, was für viele bereits einer Anpassung bedarf.

Welche Entwicklungen habt ihr euch für die nähere Zukunft vorgenommen? Und wo steht ihr aktuell?

Wir stehen sehr fest auf einem Bein im Bereich der Transition im Energieumfeld und sind gerade dabei mit starken Partnern unser Offering im Bereich Sustainable Finance auszurollen, also unser zweites Standbein. Perspektivisch werden wir die Bereiche smart city und mobility services in Angriff nehmen und neue Service-Produkte dort ausrollen.

Andreas, vielen Dank für das spannende Interview. Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolge bei der Erschließung neuer Bereiche!

Wer mehr über OMNIA erfahren will, kann sich auf dem entsprechenden Innoloft Profil informieren.

cAPPabilities ist das Startup der Woche 22: Strategie in Verhalten überführen


Energie & Umwelt

Innerhalb eines herausfordernden Geschäftsumfeldes passen Unternehmen ihre Strategie an, treten in neue Märkte ein oder verändern ihre Unternehmenskultur. Um diese Veränderungen tatsächlich umzusetzen, müssen sich die Mitarbeiter und die ganze Organisation entsprechend der neuen Vorgaben verhalten. Die Arbeitnehmer müssen die Möglichkeit bekommen, ihre Fähigkeiten weiter zu entwickeln. So etwas ist leider oft noch sehr aufwändig. Unser Startup der Woche bietet einen systematischen Ansatz, der sich langfristig und einfach einsetzen lässt. Wir haben mit dem Co-Founder von cappabilities, Ralf Bilke, darüber gesprochen.

Hallo Ralf! Danke, dass du heute unsere Fragen beantwortest! Stell doch cappabilities mal in einem Satz vor.

cappabilities bietet eine systematische Entwicklung von Fähigkeiten über eine KI-gestützte App kombiniert mit frischen Trainings- und Beratungsformaten.

Welches Ziel verfolgt ihr damit? Und mit welcher Methode wollt ihr es erreichen?

Wir wollen die Weiterentwicklung von Fähigkeiten wie Kreativität, Kommunikation oder Kollaboration vollständig personalisieren und skalieren.

Grundlage ist unser einzigartiger Lernansatz, der die Nutzer mit den tatsächlichen Herausforderungen ihres Alltages konfrontiert und spezifische Methoden bietet, diese zu meistern. Das spiegelt sich in unseren Trainingsformaten und vor allem in unserer App wider. Mithilfe eines KI-Mechanismus wird ein auf den Anwender zugeschnittenes Übungsprogramm erstellt, sodass Fähigkeiten systematisch trainiert werden können – ähnlich wie bei Fitness-Apps.

Für Unternehmen und deren Mitarbeiter erstellen wir bedarfsorientierte Trainingsprogramme, um die Anwender bei der Entwicklung von Fähigkeiten zu unterstützen. Das Zielbild ist, die Lernbedarfsermittlung und Lösungsformulierung über künstliche Intelligenz komplett zu automatisieren.

Was macht euren Ansatz so besonders?

Der Mehrwert für den Nutzer ist, dass sich durch die Weiterentwicklung der Fähigkeiten neue Möglichkeiten erschließen. Für Unternehmen erlaubt der Ansatz, strategische Vorhaben systematisch in das Verhalten der Mitarbeiter zu überführen. Innovativ, agil oder auch effizient steht dann nicht mehr nur auf dem Papier, sondern wird im Unternehmen gelebt.

Uns unterscheidet, dass wir unsere App und die ergänzenden Leistungen universell aufbauen, sodass wir sie über das App-Design und die KI sowohl personalisieren als auch skalieren können. Wir können verschiedene Fähigkeiten abbilden und entwickeln den Ansatz mit jeder Erfahrung weiter, um das Erlernen der Fähigkeiten stetig zu vereinfachen. Das eröffnet uns graduell die Skalierung in weitere Inhalte, Zielgruppen und Branchen.

Wie integriert ihr die App und eure anderen Leistungen in ein Geschäftsmodell?

Im B2B-Bereich verfügen wir über verschiedene Einnahmequellen. Dazu gehören App-Lizenzen, Beratungs- und Trainingshonorare sowie White-Label-Angebote.

Zu einem späteren Zeitpunkt können wir eine für den B2C-Markt adaptierte App über die Appstores vermarkten.

Trainingsangebote gibt es für alle denkbaren Branchen. Fokussiert ihr euch auf Unternehmen eines bestimmten Sektors?

Es bieten sich weite Einsatzbereiche für unser Produkt. Wir starten zunächst in der uns vertrauten Energiewirtschaft, um Energieversorgern bei ihrer spezifischen Change-Journey zu unterstützen. Für die Zukunft ist geplant, unser Angebot auf weitere Themen und Branchen auszuweiten. Auch den B2C-Markteintritt werden wir prüfen.

Generelle Zielgruppe der App sind Personen und Unternehmen, die erkannt haben, dass die Weiterentwicklung von Fähigkeiten beruflichen und persönlichen Mehrwert bietet. Bei Unternehmen trägt Veränderungsdruck (z.B. branchen- oder technologiebedingt) dazu bei, dass sie sich in diese Richtung orientieren.

Ist eure App schon einsatzbereit?

Die Entwicklung der webbasierten App ist abgeschlossen und wir haben bereits eine Reihe von Trainings u.a. in den Bereichen Innovation, Kommunikation und Nachhaltigkeit durchgeführt. Derzeit konzentrieren wir uns voll auf die Vermarktung, wo wir bereits viele positive Leads aufgebaut haben und eine Kooperation mit einer Unternehmensberatung eingegangen sind. Zudem haben international bereits Kooperationspartner gefunden, um die App weiter zu vermarkten.

Daneben entwickeln wir unsere App und unsere Formate stetig weiter. Dafür suchen wir auch Entwicklungspartner und Investoren, um die Basis für eine weitreichende Skalierung innerhalb und außerhalb Deutschlands in den Bereichen B2B und B2C zu schaffen.

Ralf, damit sind wir leider schon am Ende angelangt. Danke dir für das spannende Interview! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg, insbesondere mit der Investorensuche.

Wer mehr über cappabilities erfahren möchte, findet mehr Informationen auf ihrem Innoloft Profil.

Startups of the Month – April 2020


Energieeffizienz & Umwelt, Energiespeicherung, IT & IKT

Unsere vier Startups der Woche im April auf einen Blick

Mit dem Startup of the Month April Beitrag vermitteln wir euch spannende Einblicke über Innovationen von Wecreation, IoT connctd, Qarnot und Ice on Battery. Wir haben aus ihren Startup of the Week Interviews die wesentlichen Facts in Kürze für euch zusammengetragen. Erfahrt mehr zu ihren Produkten, Technologien, Geschäftsmodellen, Märkten, Zielgruppen. Weitere Details könnt ihr in den ihren Startup of the week – Interviews nachlesen. Um direkt in Kontakt mit ihnen zu treten, könnt ihr unseren Messenger aus unserer Datenbank nutzen. Dazu loggt ihr euch ein oder registriert euch mit eigenem Profil in unserer Datenbank. Es erwarten euch weitere spannende Features!

WeCreation – Den menschlichen Teil der Digitalisierung im Blick (KW15)

Wir befähigen Organisationen dazu, durch Kulturwandel und Zukunftskompetenzen die Zukunft aktiv zu gestalten und Wandel als Chance zu nutzen.“ Christian Binninger, Co-Gründer Wecreation GmbH

Die Digitalisierung wird nicht nur technisch vorangetrieben. Darin involviert sind Menschen. Daher fokussiert sich das Startup WeCreation auf „den menschlichen Teil der Digitalisierung“. Über agile Projekte, in verschiedenen Workshop-Formaten oder mittels Führungs- und Team-Coachings begleiten sie Organisationen bei ihren Transformationsprozessen von innen heraus. Dabei geht es um das Entfalten von Kreativität, um Lernprozesse, Teamfähigkeit und dem Erlangen von Zukunftskompetenzen. Mit ihrer WeAcademy kann das Gelernte in Form von „blended learning“ vertieft werden. In Folge der Corona-Krise hat WeCreation drei neue Online-Formate gelauncht. Zwar können alle Organisationen von ihren Service-Angeboten profitieren. Seit ihrer Gründung ist WeCreation auf die Energiewirtschaft ausgerichtet und arbeitet eng mit Stadtwerken und Versorgungsunternehmen zusammen. Zu ihren Kunden zählen unter anderem die Stadtwerke Haldensleben, die Stadtwerke Menden und die Stadtwerke Dessau. Mehr Details über sie und ihre Leistungen könnt ihr im Interview nachlesen oder erfahrt ihr in ihren Kunden Requests.

Zum Startup der Woche Interview KW15

IoT connctd – IoT-Plattform für skalierbare datenbasierte Services (KW16)

„Wir haben die offene und skalierbare Service Creation IoT Plattform entworfen und realisiert, um die Entwicklung von datenbasierten Services zu vereinfachen.“ Axel Schüßler, Co-Founder und CEO von IoT connctd

IoT connctd hat eine Service-Plattform für die Nutzung und Anwendung von IoT-Daten geschaffen. Diese hilft Kunden dabei, datenbasierte skalierbare Services zu entwickeln. Hierbei unterstützt IoT connctd sowohl bei der technischen Realisierung wie zum Beispiel der Datengenerierung und -auswertung sowie bei der agilen Weiterverarbeitung durch Simulationen, Tests, Piloten und schließlich Skalierung. Ihre cloudbasierte IoT-Service Plattform bildet die einzelnen Schritte ab. Ihr Angebot adressiert IoT connctd an Gerätehersteller in Form von Software. Sie können die IoT-Plattform als IoT-Backend nutzen. Für Service-Entwickler gibt es die GRAPH-API, die wie eine Google-Suchmaschine für das Internet der Dinge funktioniert. Dabei achtet IoT connctd auf die Entkopplung von Nutzer-Daten und IoT-Daten. Sie verschlüsseln alle Interaktionen und erlauben nur authentifizierten Zugriff. Das Hosting erfolgt in Deutschland und der EU. Vom Leistungsangebot ist IoT connctd breit aufgestellt. Zudem etablieren sie einen Datenmarktplatz, um hier den gezielten Austausch von Daten zu organisieren. Ihre Service-Angebote rund um die IoT-Plattform sind weltweit abrufbar. Wogegen sie sich bei Projekten gegenwärtig auf den europäischen Markt fokussieren. Weitere Infos, Kontaktdetails sowie Partnerschaftsgesuche erfahrt ihr in unserer Datenbank in ihren Requests.

Zum Startup der Woche Interview KW16

Qarnot Energy – Patentierter Green IT-Ansatz nutzt Abwärme aus IT-Berechnungen (KW17)

„Wir nutzen Abwärme aus IT-Berechnungen, um Gebäude und Wasser nachhaltig zu heizen.“ Paul Benoit, Co-Founder und CEO

Mit dem verstärkten Einsatz moderner IT-Technologien im Zuge der Digitalisierung steigen ebenso Energieverbräuche. Die Bereitstellung von Rechenkapazitäten in Rechenzentren geht somit mit einem erhöhten Energiebedarf einher. Gleichzeitig erzeugen Rechenzentren sehr viel Abwärme. Einen Lösungsansatz hat Qarnot Energy entwickelt. Sie nutzen die durch Rechenzentren erzeugte Abwärme sinnvoll, indem sie diese durch ihre patentierte Technologie dem Energiesystem erneut zur Verfügung stellen. Hierfür haben sie einen Rechenheizer und einen digitalen Wasserkessel entwickelt. Mit diesen versorgen sie Heizkunden mit Wärme und Rechenkunden mit Rechenleistung. Für eine effektive Verteilung in Gebäuden mit IT-Ressourcen und Wärme sorgen Anschlüsse zum Glasfasernetz. Ihr Vertrieb ist auf den B2B-Bereich ausgerichtet. Die meisten Kunden sind in Frankreich verortet. Qarnot Energy will sein Angebot jedoch auf den europäischen Markt ausdehnen und hat hier insbesondere Großbritannien, den DACH- sowie den nordeuropäischen Raum im Blick. Mit der Rückgewinnung von Abwärme als Ressource kann Qarnot Energy sowohl Energieverbräuche senken als auch zu einem deutlich verringerten Kohlenstoff-Fußabdruck von Rechnern beitragen. Ihre weltweit patentierte Technologie ermöglicht einen innovativen nachhaltigen und wirtschaftlichen Green IT Ansatz, der einen Knotenpunkt zwischen IT und Gebäuden herstellt. Direkten Kontakt zu Qarnot Energy aufnehmen, könnt ihr über unsere Datenbank und ihre Requests.

Zum Startup der Woche Interview KW17

ICE-ON Battery – Energie in Kälte speichern (KW18)

Wir arbeiten an einem innovativen Kälteenergiespeicher. Die Technologie ist patentiert und erlaubt Energieüberschuss zu speichern und Treibhausgase zu reduzieren. Dariusz Ziemski, CEO 

ICE-ON Battery nutzt Eis als Energieträger, um Energie in Form von Kälte zu speichern. Kälte wiederum wird für industrielle Kühlungsvorgänge oder für Klimaanlagen benötigt. Mit der ICE-ON Battery kann sowohl konventionell erzeugte wie auch erneuerbare Energie in Form von Eis gespeichert werden. Bei der Umwandlung von Kälte in elektrischen Strom wird Wärme frei. Eine Kombination dessen schafft Voraussetzungen für eine optimierte Nutzung von Energie in einem Energie-Multisystem. In Verbindung mit Photovoltaik oder Wind kann der Wirkungsgrad der erneuerbaren Energie erhöht werden und gleichzeitig die Energieeffizienz von Kühl- und Heizsystemen verbessert werden. Das bringt wirtschaftliche Vorteile und lässt gleichzeitig Treibhausgas-Emissionen sinken. Ihre Kältespeicher bietet ICE-ON Systemanbietern und Unternehmen der erneuerbaren Energiebranche an. Sie arbeiten ebenso mit Branchenverbänden, Forschungsinstituten und staatlichen Organisationen zusammen. Gegenwärtig sind die ersten Pilotprojekte in Deutschland am Start. Seinen Kunden wird ICE-ON Batteries ein umfassendes Dienstleistungsangebot anbieten, welches von Planungs- und Konzeptstudien, Installation, Wartung und Schulung reicht. Ebenso wird es Softwarelösungen für die Fernsteuerung geben. Werft einen Blick in die Datenbank, um mehr über ihre Kooperationsrequest zu erfahren.

Zum Startup der Woche Interview KW18

BOX ID Systems ist das Startup der Woche 19: Lokalisierung für mobile Assets innerhalb der Supply Chain


Industrie 4.0 & Logistik

Logistische Prozesse sind hochkomplex und genauestens aufeinander abgestimmt. Trotzdem geht viel schief, wenn man nicht genau nachvollziehen kann, wo sich etwas befindet. Dann kann es schnell sehr teuer werden. Unser Startup der Woche BOX ID Systems schafft Abhilfe. Mit ihrer Lösung können Assets aus der gesamten Lieferkette verfolgt werden. Das schafft nicht nur Transparenz, sondern spart auch Kosten. Wir haben mit Shawn Silberhorn, einem der Co-Founder dazu gesprochen.

Hallo Shawn! Danke, dass du uns heute unsere Fragen beantwortest. Lass uns direkt mit der ersten Frage beginnen. Was macht ihr bei BOX ID Systems?

BOX ID Systems bietet End-to-End Ortungslösungen, mit denen Millionen von Logistik-Assets in der gesamten industriellen Lieferkette nachverfolgt werden können. Und zwar europaweit, digital und kosteneffizient. Das kann Standort-zu-Standort, auf Firmengeländen und innerhalb von Gebäuden erfolgen.

Welche Technologie steckt dahinter?

Das System ist eine Komplettlösung, die viele wertvolle Funktionen enthält. Dahinter steckt eine spezialisierte Softwareplattform und LPWAN sensorische Tracking-Geräte. Eine effiziente Verwaltung, einschließlich Funktionen zur Unterstützung der Automatisierung und Prozessoptimierung machen das Ganze dann komplett. So profitieren beispielsweise Kunden aus der Industrie und Automobilproduktion davon, dass ihre Logistikprozesse effizienter und kostenoptimiert erfolgen. Ihre kritischen Prozesse laufen zu 100% transparent ab.

Was ist das Besondere an eurem Produkt?

Die gesamten Prozesse werden vereinfacht, optimiert und sind weniger anfällig für Fehler. So werden Verluste von Behältern und Ladungsträgern vermieden und die Zuordnung von Schäden zu Verursachern fällt leichter.

Andere Vorteile sind zum Beispiel der Entfall von manuellen Suchzeiten und Erfassungszeiten durch automatisierte Ortung und Datenerfassung. Die Verfolgung und Verbuchung der Waren entlang der Lieferkette verläuft automatisiert. Darüber hinaus kann die gesamte Lieferkette überwacht und optimiert werden.

Baut euer Geschäftsmodell auf dem klassischen SaaS Modell auf?

Ja. Wir bieten eine End-to-End-Lösung als Solution-as-a-Service an. Die besteht aus Hardware, Connectivity und Cloudsoftware. Für entsprechend große Kunden ist auch reine Softwarelizensierung als Software-as-a-Service vorgesehen.

Wo sitzen eure Kunden? Und wen wollt ihr erreichen?

Wir beliefern europaweite und internationale Produktionskunden. Dabei liegt ein hoher Fokus auf Produktionslogistik, bei der wiederverwendbare Behälter/Verpackungen in einem Logistikpool eingesetzt werden.

In welcher Entwicklungsphase befindet ihr euch im Moment?

Wir haben bereits viele interessante Projekte mit namenhafte Kunden abgeschlossen. Mit der neuen Version unserer intelligenten Software, fusionieren wir die Daten von tausenden von LPWAN-Tracking-Sensoren mit den Datenquellen des Kunden. Unser gesamtes Produktspektrum ist darauf ausgelegt, möglichst benutzerfreundlich zu sein.

„In einem gemeinsamen Projekt mit BOX ID Systems GmbH konnten wir die Kosten für den Betrieb von Pendelverpackungen in einer Siemens Einheit durch die Einführung der Asset Tracking und Monitoring Lösung von BOX-ID optimieren. Durch die neu gewonnene Transparenz über den Bestand entlang der gesamten Lieferkette können nun Unregelmässigkeiten im Prozess erkannt, die Rücklaufquote erhöht, der ständige Zukauf von neuen Pendelverpackungen vermieden und somit auch die Versorgung der Kunden sichergestellt werden. Neben Kosteneinsparungen werden somit auch eine höhere Kundenzufriedenheit erreicht“, so Ralf Dupal, Senior Consultant Produktion &Ampel; Logistik bei Siemens IoT Services Consulting.

Shawn, damit sind wir leider schon am Ende des Interviews angelangt. Danke für das spannende Gespräch! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg und hoffen, noch viel von euch zu hören. Wer mehr über BOX-ID Systems erfahren möchte, kann sich das Profil und die Requests auf unserer Innovationsplattform anschauen.

ICE-ON Battery ist das Startup der Woche 18: Energie in Kälte umwandeln


Energie & Umwelt, Energieeffizienz & Umwelt, Energiespeicherung

Was wäre wenn man den Phasenübergang von Wasser zu Eis nutzen könnte? Zum Beispiel für die Energiespeicherung? Unser Startup der Woche hat ein Produkt entwickelt, welches Energiespeicherung und Energieabgabe mit diesen Phasenübergängen ermöglicht. Die Idee von ICE-ON Battery ist nicht nur innovativ, sondern auch gut für die Umwelt. In unserem Interview haben wir von CEO Dariusz Ziemski mehr darüber erfahren.

Hallo Dariusz! Schön, dass du heute unsere Fragen beantwortest. Erkläre uns doch noch einmal kurz, was es mit dem Projekt ICE-ON auf sich hat.

Wir bei ICE-ON Battery arbeiten an einem innovativen Kälteenergiespeicher. Die Technologie ist patentiert und erlaubt Energieüberschuss zu speichern und Treibhausgase zu reduzieren.

Welche Technologie steckt dahinter?

Der Kälteenergiespeicher ICE-ON nutzt den Phasenübergang von Wasser zu Eis zwecks der Energiegewinnung. Im Grunde wird bei der ICE-ON Battery Eis als Energieträger verwendet. Die Energie wird in Form von Kälte freigesetzt, die in Klimaanlagen oder bei industriellen Kühlungsvorgängen genutzt wird. Die ICE-ON Battery bietet darüber hinaus eine einzigartige Möglichkeit elektrische Energie aus konventionellen und erneuerbaren Energien zu speichern. Diese wird in Zeiten des Energieüberschusses als Eis gespeichert.

Bei der Umwandlung von elektrischer Energie in Kälte entstehen große Mengen an Wärme. Je nach Lösung geht diese entweder verloren oder wird tatsächlich genutzt. In Kombination mit einem Fernsteuerungsprogramm ermöglichen wir eine optimale Bewirtschaftung und Nutzung der gespeicherten Energie. Diese Funktionalität von ICE-ON bietet unbegrenzte Einsatzmöglichkeiten. Zum einen in Zusammenarbeit mit Klima- und Kälteanlagen und zum anderen als Bestandteil eines Energie-Multisystems.

Welche Vorteile bietet euer Kälteenergiespeicher noch?

Durch die Anwendung unserer Kältespeicher kann man die Verwaltung des Energieverbrauchs (Kühlung und Heizungssysteme) optimieren. Dank der Synergie-Effekte mit Photovoltaik und Windrädern erhöht ICE-ON den Wirkungsgrad der erneuerbaren Energiequellen. So trägt die Verwendung von ICE-ON zum „Peakshaving“ und zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen bei.

Wofür zahlen eure Kunden genau?

Wir bieten unseren Kunden und Partnern ein umfassendes Dienstleistungspaket an, von der Durchführbarkeitsstudie und Unterstützung bei den Entwurfsarbeiten bis hin zur Überwachung der Ausführung der Installation und Wartung. Als Hersteller der ICE-ON Kältespeicher bieten wir außerdem die Lieferung der Produkte und die Schulung der Handwerker an. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, die Softwarelösung für das Fernsteuerungsprogramm zu erhalten. Hierdurch können weitere Einnahmen auf unserer Seite erzielt werden.

Da ihr einen Kälteenenergiespeicher herstellt, zählen sicher Energieunternehmen zu euren Kunden, oder?

Das stimmt. Generell sind wir offen für vielfältige Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien und mit ihren Systemanbietern. Aber auch an einer Zusammenarbeit mit Branchenverbände, staatliche Organisationen und Forschungsinstitute sind wir interessiert. Dabei operieren wir sowohl national, als auch international.

Kann euer Produkt, der Kältespeicher ICE-ON schon genutzt werden? Und was möchtet ihr dieses Jahr noch erreichen?

Die ersten Pilotprojekte bestätigten die Vorteile der ICE-ON Batterien. Wir haben bereits ein Forschungsprojekt beim Fraunhofer Institut eingeleitet. Hier werden Tests im Hinblick auf die technischen Daten durchgeführt. Darüber hinaus werden die Auswirkungen der ICE-ON Batterien auf die deutsche Energiewirtschaft analysiert. Die Produktion startet dann Ende diesen Jahres. Es werden gerade die ersten Pilotprojekte auf dem deutschen Markt vorbereitet und realisiert.

Dariusz, vielen Dank für das spannende Interview! Wir wünschen ICE-ON Batteries in dieser Zeit nur das Beste und sind gespannt, wie ihr euch weiter entwickelt. Wer mehr über euch erfahren möchte, kann sich euer Innoloft Profil und eure Requests anschauen.

Qarnot Computing ist das Startup der Woche 17: Computing anywhere


Energieeffizienz & Umwelt, IT & IKT

Lange wurde mit dem Thema Digitalisierung eine umweltschnoende Alternative zu bspw. Printerzeugnissen in Verbindung gebracht. Der steigende Energiebedarf fand in diesem Kontext jedoch häufig keine Berücksichtigung. Nach und nach werden alllerdings kritische Stimmen laut: So ist in Zeitungsartikeln bspw.von „Zielkonflikten“ oder gar der Digitalisierung als „Brandbeschleuniger zur Umweltzerstörung“ die Rede. Eine komplexe Problematik, für die es bislang nur wenige Lösungen gibt. Unser Startup der Woche, Qarnot Energy, ist alllerdings der Meinung: Warum nicht die Vorteile der Digitalisierung mit der nachhaltigen Nutzung von Energie verbinden? Wir sprechen im Interview mit CEO und Co-Founder Paul Benoit darüber, wie genau das funktioniert und wie bestehendes Potenzial zielgerichtet genutzt werden kann.

Hi Paul, vielen Dank, dass du dir heute die Zeit für uns nimmst. Zum besseren Einstieg: Wie beschreibst du Qarnot Computing in einem Satz?

Wir nutzen die Abwärme aus IT-Berechnungen, um Gebäude und Wasser nachhaltig zu heizen.

Ein hochaktuelles Thema. Wie genau gestaltet sich dieses Vorhaben denn im Hinblick auf eure Zielgruppen und die Technologie, die dahinter steckt?

Auf jeden Fall! Grundsätzlich sind wir das erste Unternehmen der Welt, das die Abwärme von IT-Berechnungen zur Beheizung von Gebäuden und Wasser wiederverwendet.
Dafür haben wir haben zwei Arten von Kunden: Rechenkunden, die Rechenleistung kaufen, auf der einen Seite, Heizungskunden, die ökologische Wärme in ihren Gebäuden benötigen, auf der anderen Seite.Was deine Frage zur Technologie angeht: Wir entwickeln einen Rechenheizer, QH-1, und einen digitalen Wasserboiler, QB-1, die beide Mikroprozessoren als Wärmequellen einbetten und an das Glasfasernetz angeschließen. Durch die Verteilung der IT-Ressourcen dort, wo die Wärme direkt benötigt wird, reduziert Qarnot den Energieverbrauch und den Kohlenstoff-Fußabdruck des Rechners.
Je mehr Wärme benötigt wird, desto mehr Berechnungen senden wir. Je schneller die Mikroprozessoren laufen, desto mehr geben sie Wärme ab, die direkt im Gebäude wiederverwendet wird.Der Computer-Heizkessel, QH-1 und der digitale Wasserkessel, QB-1, sind in Wohnungen, Sozialwohnungen, öffentlichen Gebäuden, Schwimmbädern, Heizungsnetzen usw. einsetzbar.

Verstehe. Du sagtest gerade, ihr seid das erste Unternehmen, dass eine solche Technologie nutzt. Siehst du darin auch euer USP?

Genau, wir waren weltweit die ersten, die diese Art von Technologie auf den Markt gebracht haben (Patent in fast allen Ländern der Welt). Darüber hinaus schlägt Qarnot einen digitalen Kreislaufwirtschaftsansatz vor, bei dem Wärme, eine Verschwendung für Computer, zu einer Ressource innerhalb des Gebäudes wird. Uns gelingt es also, zwei unterschiedliche Arten von Akteuren miteinander zu verknüpfen: Computing/IT-Ressourcen und Gebäude. Unser Ansatz für grüne IT macht unsere Technologien bahnbrechend, innovativ und ökologisch.

Wie gestaltet sich denn das zugehörige Geschäftsmodell? Habt ihr für die „Produzenten“ und „Nutzer“ jeweils unterschiedliche Ansätze?

Unser einzigartiger Ansatz ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch, und zwar auf zwei Hauptgeschäftsfeldern:
– Wir bieten grünes Cloud Computing kostengünstiger als andere (2- bis 4-mal)
– wir heizen Gebäude kostenlos, sobald die Investition abgeschlossen ist. Die „Heizungskunden“ kaufen zuerst eine Computer-Heizung oder einen Digitalkessel, und dann erstatten wir die Stromrechnungen, führen die Wartung durch und ersetzen die Maschinen alle 7-8 Jahre kostenlos.In die Rechenheizung sind Sensoren und Schnittstellen integriert, die Dienste für das intelligente Gebäude bereitstellen: Das sind zum Beispiel Luftqualitätssensoren, Bewegungssensoren, Temperatursensoren, Helligkeitssensoren, QI-Lademodul, NFC, Wifi-Modul usw.

Gerade hast du schon ein paar potenzielle Kunden, wie beispielsweise öffentliche Einrichtungen oder Wohnungen genannt. Welche Marktsegmente adressiert ihr denn innerhalb dieser Zielgruppe genau?

Wir arbeiten nur mit B2B-Kunden, die in zwei Teile gegliedert sind:
Im Bereich des Computings bieten wir Hochleistungs-Computing für Großbanken (BNP Paribas, Société Générale, Natixis in Frankreich), 3D-Animationsstudios (unser letzter Kunde ist Illumination Mac Guff), Fluiddynamik, maschinelles Lernen (AI) oder auch molekulares Docking. Im Heizungsbereich arbeiten wir mit sozialen Vermietern, öffentlichen Gebäuden, Wohngebäuden, Schwimmbädern oder auch Verwaltern von Heizungsnetzen.Die meisten Kunden sind Franzosen und ein Großteil der von uns ausgestatteten Gebäude befinden sich in Frankreich. Wir haben ein neues Projekt in Finnland, wo wir digitale Heizkessel installiert haben, um Warmwasser für ein Heizungsnetz bereitzustellen. Gerade beginnen wir mit der Aufnahme unserer Geschäftstätigkeit im Ausland, insbesondere in Deutschland-Österreich-Schweiz, Großbritannien und in den nordischen Ländern.

Das wirkt, als hättet ihr euch schon recht gut etabliert. Wie sehen denn aktuelle Entwicklungen eures Unternehmens aus?

Unsere Produkte (Computerheizung und digitaler Boiler) sind bereits auf dem Markt eingeführt. Die Zeit hat gezeigt, dass sie sehr gut funktionieren, und die Kunden sind glücklich.
Auch unsere Computerkunden sind sehr zufrieden: die Verträge, die wir mit unseren Kunden haben, werden immer größer, es gelingt uns, neue Kunden zu gewinnen, und vor kurzem haben wir uns bemüht, die Sektoren, die wir ansprechen (KI, Pharmazie, Industrie…), zu erweitern.
Unsere akutellste Neuigkeit ist eine erfolgreiche 6 Mio. Euro Kapitalbeschaffung, die wir im März mit mehreren angesehenen Investoren durchgeführt haben: Engie, Groupe Casino, A/O Proptech und Caisse des Dépôts (öffentliche Gruppe im Dienste des öffentlichen Interesses und der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes).

Paul, vielen Dank für das spannende Interview! Wir wünschen euch für eure weitere Unternehmensentwicklung viel Erfolg und hoffen, noch viel von euch zu hören.
Wer euch untersützen will, kann gerne einen näheren Blick auf euer Innoloft Profil werfen oder euch über unseren Messenger kontaktieren.