dena und SET launchen mit Innoloft das SET Network: Innovationen, Netzwerke und Partnerschaften für die Energiewende


Energie & Umwelt, Energieeffizienz & Umwelt, Energiemarkt & -handel

Das Thema Energiewende ist aktueller denn je. Aufgrund unseres digitalisierten Lebenswandels verbrauchen wir heutzutage etwa zehnmal so viel Strom wie unsere Mitmenschen vor ca. fünfzig Jahren. Die Zeit drängt. Doch wie kann es uns gelingen, Energie ausschließlich sauber, bezahlbar und sicher zu erzeugen sowie zu nutzen? 

In Deutschland stammt etwa ein Drittel des Stroms aus erneuerbaren Energien, also aus Windkraft, Sonnenenergie oder Biomasse. Der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase wird sukzessive reduziert und bis zum Jahr 2022 sollen die letzten drei Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden. Das ist ein richtiger Ansatz, aber kein Allheilmittel.

Innovative Energiewirtschaft: Startups bringen neuen Wind in die Energiewende

Um die politischen Ansätze und Entscheidungen zu unterstützen, braucht es frischen Wind, Spontanität und Flexibilität in der Energiewirtschaft. Umso besser, dass es immer mehr junge Gründerinnen und Gründer gibt, die mit innovativen Ideen und Lösungen aufwarten. Doch genau diese jungen Gründerinnen und Gründer brauchen Unterstützung von Investoren und etablierten Unternehmen, um ihre Innovationen entwickeln und etablieren zu können. Oft scheitert es genau an diesem Punkt und gute und innovative Ideen können nicht weiter verfolgt werden, weil Geld und Expertise fehlen.

Start Up Energy Transition launcht SET Network – mit Unterstützung von Innoloft

Genau da setzt die Deutsche Energie-Agentur (dena) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) an: Die globale Innovationsplattform Start Up Energy Transition (SET) soll Start-ups im Bereich der Energiewende verschiedene Formen der Unterstützung bieten, z.B. durch den jährlichen SET Award und das SET Tech Festival.

Analog dazu stellt sich die Start Up Energy Transition (SET) mit einem internationalen Fokus als globales Forum und mit der Überzeugung auf, dass eine nachhaltige Zukunft unmittelbar mit innovativen Geschäftsmodellen und politischem Willen einhergeht. Als Betreiber gilt auch hier die dena – in Zusammenarbeit mit dem Word Energy Council.

Um diesen vielversprechenden Ansatz nicht nur weiter zu verfolgen, sondern gleichwohl auch zu vertiefen, wurde am 1. Juli gemeinsam mit Innoloft das SET Network mit internationalem Ansatz ins Leben gerufen. Hierbei handelt es sich um ein Netzwerk, dass sich gleichermaßen an Startups, etablierte Unternehmen und interessierte Investoren richtet. Startups können sich gezielt mit interessierten Unternehmen vernetzen, Investoren interessante Investitionsmöglichkeiten vergleichen und etablierte Unternehmen die Zusammenarbeit mit jungen Startups forcieren. So können letzten Endes gemeinsame, innovative Produktideen entwickelt und auf den Markt gebracht werden. 

Zahlreiche Features bieten schnelle und unkomplizierte Möglichkeiten, um die Vernetzung der einzelnen Akteure zu beschleunigen und so Innovationen für die Energiewende voranzutreiben: Mithilfe von Gesuchen können Startups beispielsweise direkt kommunizieren, welche Ressourcen sie für die Produktentwicklung benötigen oder ob Investoren gesucht werden. Währenddessen nutzen Unternehmen und Corporates gezielt die Suche nach Startups in der Energiebranche, um die firmeneigenen Use Cases zu verfolgen, und Investoren wird eine Übersicht über die neuesten Innovationen geboten, um interessante Projekte zu finden.

Hier gehts zur kostenlosen Registrierung und weiteren Informationen zum SET Network.

Startups of the Month – April 2020


Energieeffizienz & Umwelt, Energiespeicherung, IT & IKT

Unsere vier Startups der Woche im April auf einen Blick

Mit dem Startup of the Month April Beitrag vermitteln wir euch spannende Einblicke über Innovationen von Wecreation, IoT connctd, Qarnot und Ice on Battery. Wir haben aus ihren Startup of the Week Interviews die wesentlichen Facts in Kürze für euch zusammengetragen. Erfahrt mehr zu ihren Produkten, Technologien, Geschäftsmodellen, Märkten, Zielgruppen. Weitere Details könnt ihr in den ihren Startup of the week – Interviews nachlesen. Um direkt in Kontakt mit ihnen zu treten, könnt ihr unseren Messenger aus unserer Datenbank nutzen. Dazu loggt ihr euch ein oder registriert euch mit eigenem Profil in unserer Datenbank. Es erwarten euch weitere spannende Features!

WeCreation – Den menschlichen Teil der Digitalisierung im Blick (KW15)

Wir befähigen Organisationen dazu, durch Kulturwandel und Zukunftskompetenzen die Zukunft aktiv zu gestalten und Wandel als Chance zu nutzen.“ Christian Binninger, Co-Gründer Wecreation GmbH

Die Digitalisierung wird nicht nur technisch vorangetrieben. Darin involviert sind Menschen. Daher fokussiert sich das Startup WeCreation auf „den menschlichen Teil der Digitalisierung“. Über agile Projekte, in verschiedenen Workshop-Formaten oder mittels Führungs- und Team-Coachings begleiten sie Organisationen bei ihren Transformationsprozessen von innen heraus. Dabei geht es um das Entfalten von Kreativität, um Lernprozesse, Teamfähigkeit und dem Erlangen von Zukunftskompetenzen. Mit ihrer WeAcademy kann das Gelernte in Form von „blended learning“ vertieft werden. In Folge der Corona-Krise hat WeCreation drei neue Online-Formate gelauncht. Zwar können alle Organisationen von ihren Service-Angeboten profitieren. Seit ihrer Gründung ist WeCreation auf die Energiewirtschaft ausgerichtet und arbeitet eng mit Stadtwerken und Versorgungsunternehmen zusammen. Zu ihren Kunden zählen unter anderem die Stadtwerke Haldensleben, die Stadtwerke Menden und die Stadtwerke Dessau. Mehr Details über sie und ihre Leistungen könnt ihr im Interview nachlesen oder erfahrt ihr in ihren Kunden Requests.

Zum Startup der Woche Interview KW15

IoT connctd – IoT-Plattform für skalierbare datenbasierte Services (KW16)

„Wir haben die offene und skalierbare Service Creation IoT Plattform entworfen und realisiert, um die Entwicklung von datenbasierten Services zu vereinfachen.“ Axel Schüßler, Co-Founder und CEO von IoT connctd

IoT connctd hat eine Service-Plattform für die Nutzung und Anwendung von IoT-Daten geschaffen. Diese hilft Kunden dabei, datenbasierte skalierbare Services zu entwickeln. Hierbei unterstützt IoT connctd sowohl bei der technischen Realisierung wie zum Beispiel der Datengenerierung und -auswertung sowie bei der agilen Weiterverarbeitung durch Simulationen, Tests, Piloten und schließlich Skalierung. Ihre cloudbasierte IoT-Service Plattform bildet die einzelnen Schritte ab. Ihr Angebot adressiert IoT connctd an Gerätehersteller in Form von Software. Sie können die IoT-Plattform als IoT-Backend nutzen. Für Service-Entwickler gibt es die GRAPH-API, die wie eine Google-Suchmaschine für das Internet der Dinge funktioniert. Dabei achtet IoT connctd auf die Entkopplung von Nutzer-Daten und IoT-Daten. Sie verschlüsseln alle Interaktionen und erlauben nur authentifizierten Zugriff. Das Hosting erfolgt in Deutschland und der EU. Vom Leistungsangebot ist IoT connctd breit aufgestellt. Zudem etablieren sie einen Datenmarktplatz, um hier den gezielten Austausch von Daten zu organisieren. Ihre Service-Angebote rund um die IoT-Plattform sind weltweit abrufbar. Wogegen sie sich bei Projekten gegenwärtig auf den europäischen Markt fokussieren. Weitere Infos, Kontaktdetails sowie Partnerschaftsgesuche erfahrt ihr in unserer Datenbank in ihren Requests.

Zum Startup der Woche Interview KW16

Qarnot Energy – Patentierter Green IT-Ansatz nutzt Abwärme aus IT-Berechnungen (KW17)

„Wir nutzen Abwärme aus IT-Berechnungen, um Gebäude und Wasser nachhaltig zu heizen.“ Paul Benoit, Co-Founder und CEO

Mit dem verstärkten Einsatz moderner IT-Technologien im Zuge der Digitalisierung steigen ebenso Energieverbräuche. Die Bereitstellung von Rechenkapazitäten in Rechenzentren geht somit mit einem erhöhten Energiebedarf einher. Gleichzeitig erzeugen Rechenzentren sehr viel Abwärme. Einen Lösungsansatz hat Qarnot Energy entwickelt. Sie nutzen die durch Rechenzentren erzeugte Abwärme sinnvoll, indem sie diese durch ihre patentierte Technologie dem Energiesystem erneut zur Verfügung stellen. Hierfür haben sie einen Rechenheizer und einen digitalen Wasserkessel entwickelt. Mit diesen versorgen sie Heizkunden mit Wärme und Rechenkunden mit Rechenleistung. Für eine effektive Verteilung in Gebäuden mit IT-Ressourcen und Wärme sorgen Anschlüsse zum Glasfasernetz. Ihr Vertrieb ist auf den B2B-Bereich ausgerichtet. Die meisten Kunden sind in Frankreich verortet. Qarnot Energy will sein Angebot jedoch auf den europäischen Markt ausdehnen und hat hier insbesondere Großbritannien, den DACH- sowie den nordeuropäischen Raum im Blick. Mit der Rückgewinnung von Abwärme als Ressource kann Qarnot Energy sowohl Energieverbräuche senken als auch zu einem deutlich verringerten Kohlenstoff-Fußabdruck von Rechnern beitragen. Ihre weltweit patentierte Technologie ermöglicht einen innovativen nachhaltigen und wirtschaftlichen Green IT Ansatz, der einen Knotenpunkt zwischen IT und Gebäuden herstellt. Direkten Kontakt zu Qarnot Energy aufnehmen, könnt ihr über unsere Datenbank und ihre Requests.

Zum Startup der Woche Interview KW17

ICE-ON Battery – Energie in Kälte speichern (KW18)

Wir arbeiten an einem innovativen Kälteenergiespeicher. Die Technologie ist patentiert und erlaubt Energieüberschuss zu speichern und Treibhausgase zu reduzieren. Dariusz Ziemski, CEO 

ICE-ON Battery nutzt Eis als Energieträger, um Energie in Form von Kälte zu speichern. Kälte wiederum wird für industrielle Kühlungsvorgänge oder für Klimaanlagen benötigt. Mit der ICE-ON Battery kann sowohl konventionell erzeugte wie auch erneuerbare Energie in Form von Eis gespeichert werden. Bei der Umwandlung von Kälte in elektrischen Strom wird Wärme frei. Eine Kombination dessen schafft Voraussetzungen für eine optimierte Nutzung von Energie in einem Energie-Multisystem. In Verbindung mit Photovoltaik oder Wind kann der Wirkungsgrad der erneuerbaren Energie erhöht werden und gleichzeitig die Energieeffizienz von Kühl- und Heizsystemen verbessert werden. Das bringt wirtschaftliche Vorteile und lässt gleichzeitig Treibhausgas-Emissionen sinken. Ihre Kältespeicher bietet ICE-ON Systemanbietern und Unternehmen der erneuerbaren Energiebranche an. Sie arbeiten ebenso mit Branchenverbänden, Forschungsinstituten und staatlichen Organisationen zusammen. Gegenwärtig sind die ersten Pilotprojekte in Deutschland am Start. Seinen Kunden wird ICE-ON Batteries ein umfassendes Dienstleistungsangebot anbieten, welches von Planungs- und Konzeptstudien, Installation, Wartung und Schulung reicht. Ebenso wird es Softwarelösungen für die Fernsteuerung geben. Werft einen Blick in die Datenbank, um mehr über ihre Kooperationsrequest zu erfahren.

Zum Startup der Woche Interview KW18

ICE-ON Battery ist das Startup der Woche 18: Energie in Kälte umwandeln


Energie & Umwelt, Energieeffizienz & Umwelt, Energiespeicherung

Was wäre wenn man den Phasenübergang von Wasser zu Eis nutzen könnte? Zum Beispiel für die Energiespeicherung? Unser Startup der Woche hat ein Produkt entwickelt, welches Energiespeicherung und Energieabgabe mit diesen Phasenübergängen ermöglicht. Die Idee von ICE-ON Battery ist nicht nur innovativ, sondern auch gut für die Umwelt. In unserem Interview haben wir von CEO Dariusz Ziemski mehr darüber erfahren.

Hallo Dariusz! Schön, dass du heute unsere Fragen beantwortest. Erkläre uns doch noch einmal kurz, was es mit dem Projekt ICE-ON auf sich hat.

Wir bei ICE-ON Battery arbeiten an einem innovativen Kälteenergiespeicher. Die Technologie ist patentiert und erlaubt Energieüberschuss zu speichern und Treibhausgase zu reduzieren.

Welche Technologie steckt dahinter?

Der Kälteenergiespeicher ICE-ON nutzt den Phasenübergang von Wasser zu Eis zwecks der Energiegewinnung. Im Grunde wird bei der ICE-ON Battery Eis als Energieträger verwendet. Die Energie wird in Form von Kälte freigesetzt, die in Klimaanlagen oder bei industriellen Kühlungsvorgängen genutzt wird. Die ICE-ON Battery bietet darüber hinaus eine einzigartige Möglichkeit elektrische Energie aus konventionellen und erneuerbaren Energien zu speichern. Diese wird in Zeiten des Energieüberschusses als Eis gespeichert.

Bei der Umwandlung von elektrischer Energie in Kälte entstehen große Mengen an Wärme. Je nach Lösung geht diese entweder verloren oder wird tatsächlich genutzt. In Kombination mit einem Fernsteuerungsprogramm ermöglichen wir eine optimale Bewirtschaftung und Nutzung der gespeicherten Energie. Diese Funktionalität von ICE-ON bietet unbegrenzte Einsatzmöglichkeiten. Zum einen in Zusammenarbeit mit Klima- und Kälteanlagen und zum anderen als Bestandteil eines Energie-Multisystems.

Welche Vorteile bietet euer Kälteenergiespeicher noch?

Durch die Anwendung unserer Kältespeicher kann man die Verwaltung des Energieverbrauchs (Kühlung und Heizungssysteme) optimieren. Dank der Synergie-Effekte mit Photovoltaik und Windrädern erhöht ICE-ON den Wirkungsgrad der erneuerbaren Energiequellen. So trägt die Verwendung von ICE-ON zum „Peakshaving“ und zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen bei.

Wofür zahlen eure Kunden genau?

Wir bieten unseren Kunden und Partnern ein umfassendes Dienstleistungspaket an, von der Durchführbarkeitsstudie und Unterstützung bei den Entwurfsarbeiten bis hin zur Überwachung der Ausführung der Installation und Wartung. Als Hersteller der ICE-ON Kältespeicher bieten wir außerdem die Lieferung der Produkte und die Schulung der Handwerker an. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, die Softwarelösung für das Fernsteuerungsprogramm zu erhalten. Hierdurch können weitere Einnahmen auf unserer Seite erzielt werden.

Da ihr einen Kälteenenergiespeicher herstellt, zählen sicher Energieunternehmen zu euren Kunden, oder?

Das stimmt. Generell sind wir offen für vielfältige Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien und mit ihren Systemanbietern. Aber auch an einer Zusammenarbeit mit Branchenverbände, staatliche Organisationen und Forschungsinstitute sind wir interessiert. Dabei operieren wir sowohl national, als auch international.

Kann euer Produkt, der Kältespeicher ICE-ON schon genutzt werden? Und was möchtet ihr dieses Jahr noch erreichen?

Die ersten Pilotprojekte bestätigten die Vorteile der ICE-ON Batterien. Wir haben bereits ein Forschungsprojekt beim Fraunhofer Institut eingeleitet. Hier werden Tests im Hinblick auf die technischen Daten durchgeführt. Darüber hinaus werden die Auswirkungen der ICE-ON Batterien auf die deutsche Energiewirtschaft analysiert. Die Produktion startet dann Ende diesen Jahres. Es werden gerade die ersten Pilotprojekte auf dem deutschen Markt vorbereitet und realisiert.

Dariusz, vielen Dank für das spannende Interview! Wir wünschen ICE-ON Batteries in dieser Zeit nur das Beste und sind gespannt, wie ihr euch weiter entwickelt. Wer mehr über euch erfahren möchte, kann sich euer Innoloft Profil und eure Requests anschauen.

Qarnot Computing ist das Startup der Woche 17: Computing anywhere


Energieeffizienz & Umwelt, IT & IKT

Lange wurde mit dem Thema Digitalisierung eine umweltschnoende Alternative zu bspw. Printerzeugnissen in Verbindung gebracht. Der steigende Energiebedarf fand in diesem Kontext jedoch häufig keine Berücksichtigung. Nach und nach werden alllerdings kritische Stimmen laut: So ist in Zeitungsartikeln bspw.von „Zielkonflikten“ oder gar der Digitalisierung als „Brandbeschleuniger zur Umweltzerstörung“ die Rede. Eine komplexe Problematik, für die es bislang nur wenige Lösungen gibt. Unser Startup der Woche, Qarnot Energy, ist alllerdings der Meinung: Warum nicht die Vorteile der Digitalisierung mit der nachhaltigen Nutzung von Energie verbinden? Wir sprechen im Interview mit CEO und Co-Founder Paul Benoit darüber, wie genau das funktioniert und wie bestehendes Potenzial zielgerichtet genutzt werden kann.

Hi Paul, vielen Dank, dass du dir heute die Zeit für uns nimmst. Zum besseren Einstieg: Wie beschreibst du Qarnot Computing in einem Satz?

Wir nutzen die Abwärme aus IT-Berechnungen, um Gebäude und Wasser nachhaltig zu heizen.

Ein hochaktuelles Thema. Wie genau gestaltet sich dieses Vorhaben denn im Hinblick auf eure Zielgruppen und die Technologie, die dahinter steckt?

Auf jeden Fall! Grundsätzlich sind wir das erste Unternehmen der Welt, das die Abwärme von IT-Berechnungen zur Beheizung von Gebäuden und Wasser wiederverwendet.
Dafür haben wir haben zwei Arten von Kunden: Rechenkunden, die Rechenleistung kaufen, auf der einen Seite, Heizungskunden, die ökologische Wärme in ihren Gebäuden benötigen, auf der anderen Seite.Was deine Frage zur Technologie angeht: Wir entwickeln einen Rechenheizer, QH-1, und einen digitalen Wasserboiler, QB-1, die beide Mikroprozessoren als Wärmequellen einbetten und an das Glasfasernetz angeschließen. Durch die Verteilung der IT-Ressourcen dort, wo die Wärme direkt benötigt wird, reduziert Qarnot den Energieverbrauch und den Kohlenstoff-Fußabdruck des Rechners.
Je mehr Wärme benötigt wird, desto mehr Berechnungen senden wir. Je schneller die Mikroprozessoren laufen, desto mehr geben sie Wärme ab, die direkt im Gebäude wiederverwendet wird.Der Computer-Heizkessel, QH-1 und der digitale Wasserkessel, QB-1, sind in Wohnungen, Sozialwohnungen, öffentlichen Gebäuden, Schwimmbädern, Heizungsnetzen usw. einsetzbar.

Verstehe. Du sagtest gerade, ihr seid das erste Unternehmen, dass eine solche Technologie nutzt. Siehst du darin auch euer USP?

Genau, wir waren weltweit die ersten, die diese Art von Technologie auf den Markt gebracht haben (Patent in fast allen Ländern der Welt). Darüber hinaus schlägt Qarnot einen digitalen Kreislaufwirtschaftsansatz vor, bei dem Wärme, eine Verschwendung für Computer, zu einer Ressource innerhalb des Gebäudes wird. Uns gelingt es also, zwei unterschiedliche Arten von Akteuren miteinander zu verknüpfen: Computing/IT-Ressourcen und Gebäude. Unser Ansatz für grüne IT macht unsere Technologien bahnbrechend, innovativ und ökologisch.

Wie gestaltet sich denn das zugehörige Geschäftsmodell? Habt ihr für die „Produzenten“ und „Nutzer“ jeweils unterschiedliche Ansätze?

Unser einzigartiger Ansatz ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch, und zwar auf zwei Hauptgeschäftsfeldern:
– Wir bieten grünes Cloud Computing kostengünstiger als andere (2- bis 4-mal)
– wir heizen Gebäude kostenlos, sobald die Investition abgeschlossen ist. Die „Heizungskunden“ kaufen zuerst eine Computer-Heizung oder einen Digitalkessel, und dann erstatten wir die Stromrechnungen, führen die Wartung durch und ersetzen die Maschinen alle 7-8 Jahre kostenlos.In die Rechenheizung sind Sensoren und Schnittstellen integriert, die Dienste für das intelligente Gebäude bereitstellen: Das sind zum Beispiel Luftqualitätssensoren, Bewegungssensoren, Temperatursensoren, Helligkeitssensoren, QI-Lademodul, NFC, Wifi-Modul usw.

Gerade hast du schon ein paar potenzielle Kunden, wie beispielsweise öffentliche Einrichtungen oder Wohnungen genannt. Welche Marktsegmente adressiert ihr denn innerhalb dieser Zielgruppe genau?

Wir arbeiten nur mit B2B-Kunden, die in zwei Teile gegliedert sind:
Im Bereich des Computings bieten wir Hochleistungs-Computing für Großbanken (BNP Paribas, Société Générale, Natixis in Frankreich), 3D-Animationsstudios (unser letzter Kunde ist Illumination Mac Guff), Fluiddynamik, maschinelles Lernen (AI) oder auch molekulares Docking. Im Heizungsbereich arbeiten wir mit sozialen Vermietern, öffentlichen Gebäuden, Wohngebäuden, Schwimmbädern oder auch Verwaltern von Heizungsnetzen.Die meisten Kunden sind Franzosen und ein Großteil der von uns ausgestatteten Gebäude befinden sich in Frankreich. Wir haben ein neues Projekt in Finnland, wo wir digitale Heizkessel installiert haben, um Warmwasser für ein Heizungsnetz bereitzustellen. Gerade beginnen wir mit der Aufnahme unserer Geschäftstätigkeit im Ausland, insbesondere in Deutschland-Österreich-Schweiz, Großbritannien und in den nordischen Ländern.

Das wirkt, als hättet ihr euch schon recht gut etabliert. Wie sehen denn aktuelle Entwicklungen eures Unternehmens aus?

Unsere Produkte (Computerheizung und digitaler Boiler) sind bereits auf dem Markt eingeführt. Die Zeit hat gezeigt, dass sie sehr gut funktionieren, und die Kunden sind glücklich.
Auch unsere Computerkunden sind sehr zufrieden: die Verträge, die wir mit unseren Kunden haben, werden immer größer, es gelingt uns, neue Kunden zu gewinnen, und vor kurzem haben wir uns bemüht, die Sektoren, die wir ansprechen (KI, Pharmazie, Industrie…), zu erweitern.
Unsere akutellste Neuigkeit ist eine erfolgreiche 6 Mio. Euro Kapitalbeschaffung, die wir im März mit mehreren angesehenen Investoren durchgeführt haben: Engie, Groupe Casino, A/O Proptech und Caisse des Dépôts (öffentliche Gruppe im Dienste des öffentlichen Interesses und der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes).

Paul, vielen Dank für das spannende Interview! Wir wünschen euch für eure weitere Unternehmensentwicklung viel Erfolg und hoffen, noch viel von euch zu hören.
Wer euch untersützen will, kann gerne einen näheren Blick auf euer Innoloft Profil werfen oder euch über unseren Messenger kontaktieren.

AMPEERS ENERGY ist das Startup der Woche 14: Die Zukunft der Energie


Energieeffizienz & Umwelt, Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT

Die Energiewirtschaft wandelt sich. Wo über viele Jahre hinweg wenige große Unternehmen den Ton angegeben haben, bietet sich jetzt die Möglichkeit, durch dezentrale Erzeugung mit Hilfe der Erneuerbaren Energien selbst zum Energieproduzent zu werden und die Energiewende aktiv mitzugestalten. Dazu braucht es allerdings externe Hilfe. Die kommt zum Beispiel von unserem Startup der Woche AMPEERS ENERGY. Sie gewannen die kraftwerk city accelerator bremen Challenge und auch den Gründerpreis der Frauenhofer im letzten Jahr – Erfolge, die sich sehen lassen. Wir wollten mehr wissen und haben mit Gerrit Ellerwald, Geschäftsführer von AMPEERS ENERGY, über das Startup und die Idee gesprochen.

Hallo Gerrit! Wir freuen uns, heute mehr über euer Startup zu erfahren und legen deswegen auch direkt los. Wer seid ihr bei AMPEERS ENERGY?

Wir bei AMPEERS ENERGY machen es Unternehmen einfach die Potenziale der dezentralen Energiewende zu erschließen – und zwar ökonomisch und ökologisch!

Das klingt sehr spannend! Wie funktioniert das Ganze im Detail?

Zuerst sollte man wissen, dass wir als SaaS-Unternehmen drei cloudbasierte Applikationen anbieten, die es Unternehmen ermöglichen Geld zu sparen, Prozesse zu automatisieren und dabei die Umwelt zu schonen.
So gibt es neben dem AE District Manager, welcher eine vollumfängliche Lösung des Energiemanagements im Quartier darstellt, noch den AE Local Supplier. Diese vollautomatisierte und integrierte Mieterstromsoftware übernimmt die administrative Seite von Mieterstromprojekten. Und darüber existiert der AE Fleet Optimizer. Durch die Zusammenführung aller relevanten Daten, übernimmt die intelligente Software die Steuerung des Last- und Lademanagements von E-Flotten.Grundlage dieser Produkte ist eine äußerst leistungsfähige Fraunhofer-Software, die durch den Einsatz von selbstlernenden Technologien in der Lage ist, alle dezentralen Prozesse rund um Energieerzeugung und Verbrauch miteinander zu verbinden und zielgerichtet zu steuern.Die Technologie besteht grundsätzlich aus zwei Komponenten – einer Energiemanagementkomponente und einer Abrechnungskomponente.
Die Energiemanagementkomponente steuert und optimiert Erzeugungs- und Verbrauchsanlagen. Je heterogener diese Anlagen sind, desto besser kann die Technologie ihre Stärken ausspielen. Ähnlich eines Dirigenten orchestriert man alle Erzeuger und Verbraucher in einem Quartier und kann so Geld sparen. Dahinter liegen lineare Optimierungsmodelle und der Grundgedanke, dass man versucht Erzeugung und Verbrauch deckungsgleich zu gestalten. Sehr, sehr vereinfacht ausgedrückt soll das Auto eben dann geladen werden, wenn die Sonne scheint. Lastspitzen werden abgefangen, indem man versucht flexible Lasten dann anzuschalten, wenn nicht gleichzeitig auch andere Lasten laufen.Die Abrechnungskomponente ist ein Energiedatenmanagement und dafür da, dass man die verschiedenen Energiedaten der Managementsysteme, wie z.B. aus dem Zähler und den Erzeugungskomponenten, nimmt und verursachungsgerecht richtig zuordnen kann. Sie kann Abrechnungen für den Kunden erstellen oder der Meldepflicht an Netzbetreiber und Regierungsbehörden nachkommen. Die relevanten Energiedaten richtig abzufangen, diese transparent zu machen und korrekt abzurechnen oder weiterzuleiten ist die Leistung der Abrechnungskomponente.

Diese Komponenten sind auch einzeln nutzbar, beispielsweise wird nur das Energiemanagement im Quartier oder nur die Abrechnungskomponente in Mieterstromprojekten verwendet. Doch ist der große Vorteil unseres Angebots die Kombinierfähigkeit der Komponenten. So kann zum Beispiel beim gesteuerten Flottenladen im Quartier auch die Ladesäule korrekt abgerechnet werden. Das ist es, was das Produkt so stark macht.

Im Moment befassen sich viele mit der Dezentralisierung der Energieversorgung, was grenzt euch von deren Ideen ab?

AMPEERS ENERGY sorgt dafür, dass Energieerzeugung, -transport, -verbrauch und -abrechnung ähnlich einfach funktionieren wie beispielsweise der Online-Handel heute. Wir ermöglichen damit unseren Kunden den Eintritt in das Energiemanagement 4.0, in dem alle Akteure und technischen Komponenten nahtlos ineinandergreifen. Jeder einzelne Marktteilnehmer kann dadurch beträchtliche Einsparpotenziale realisieren, teilweise bis zu 40 Prozent. E-Fahrzeugflotten können durch unsere SaaS-Lösung zu einer echten Alternative zu bestehenden Dieselfahrzeugen werden und vieles mehr. So können neuartige Geschäftsmodelle auf Basis intelligenter Energie entstehen.

Der große Unterschied zu unseren Wettbewerbern ist, dass wir die dezentralen Geschäftsmodelle ganzheitlich betrachten und nicht nur Teillösungen liefern. Bei uns bekommt man die komplette softwareseitige Unterstützung zur Umsetzung eines gesamt dezentralen Geschäftsmodells. Und diese ist wiederum so benutzerfreundlich, dass wir uns dank dieser intuitiven Usability vom Wettbewerb klar differenzieren.
Darüber hinaus haben wir dank der Kooperation mit Fraunhofer den Vorteil kontinuierlich weitere Innovationen in unsere SaaS-Lösungen zu integrieren. Das ist ein Marktvorteil, wie ihn wohl kein zweites Start-Up besitzt.

Du hast eben schon erwähnt, dass ihr ein SaaS-Unternehmen seit. Ihr bietet die Applikationen also als Service an. Wie sieht euer Geschäftsmodell da genau aus?

Wir sind ein Software-as-a-Service Unternehmen und generieren Erlöse durch die Lizenzvergabe unserer Produkte an Kunden.
Das Pricing besteht aus einer Einrichtungsgebühr, der Set Up Fee, und einer Benutzungsgebühr, einer Pay per Use Fee. In der Set Up Fee werden die Einrichtungsaufwände berechnet, wie das Customizing des Systems oder der Anschluss der Schnittstellen an das System. Und um die Einstiegshürde niedrig zu halten, sodass nicht zu hohe monatliche Kosten anfallen, wird bei der Pay per Use Fee nach Benutzung gezahlt. Bei Mieterstromprojekten ist das pro Wohnung/ pro Zähler, beim Quartiersmanagement und beim Flottenoptimieren pro KWh, die über das System gemanagt wird.Nebenleistungen abseits unserer Kernprodukte sind vorerst nicht vorgesehen, wir konzentrieren uns auf die stete Entwicklung, die Implementierung und die Pflege unserer Produkte.

Wen genau sprecht ihr mit euren Lösungen an? Adressiert ihr auch Märkte außerhalb von Deutschland?

Für unsere Leistungen gibt es drei Hauptzielgruppen: Energieversorger & -dienstleister, die Immobilienwirtschaft und Flottenbetreiber.

Für unsere Mieterstrom- und Quartierslösungen sind z.B. alle mittleren und großen Wohnungsbauunternehmen, beziehungsweise alle Unternehmen mit relevant großem Wohnungsbaubesitz (kirchliche, private, öffentliche Träger und Genossenschaften) geeignet.
Es gibt ungefähr 40 Millionen Wohnungen in Deutschland – davon sind 10% Mieterstrom und für den AE Local Supplier geeignet.
Für unser Quartiersenergiemanagementsystem kommen alle größeren Gebäudekomplexe mit einer heterogenen Erzeugungsinfrastruktur infrage, wie Flughafen, Einkaufszentren, reine Wohnquartiere oder auch diverse Mischquartiere.
Der AE Fleet Optimizer lohnt sich für alle Unternehmen, die mindestens 10 E-Fahrzeuge haben, seien es Firmenfahrzeuge oder Dienstwägen.

Und auf die Frage der Internationalisierung können wir antworten, dass wir schon heute dabei sind in der DACH Region zu internationalisieren. Am Ende des Tages sind unsere Lösungen nicht auf den deutschen Energiemarkt beschränkt. Bei einem (Quartiers-) Energiemanagement System stellt sich nur die Frage, was optimiert werden soll. Und wenn es dabei um eine Kostenoptimierung unter Randbedingungen (z.B. wie die Maximierung des Eigenstromverbrauchs) handelt, dann ist das nur eine mathematische Funktion, die optimiert wird. Somit ist unser Produkt letztlich international überall einsetzbar. Im Moment fokussieren wir uns auf die DACH Region, später auf Europa und letztlich überall dort, wo unsere Produkte genutzt werden können.

Kommen wir zur letzten Frage. Als Sieger der kraftwerk city Accelerator Bremen Challenge und Frauenhofer Spin-off findet eure Idee sehr viel Anklang. Wo steht ihr mit eurem Startup im Moment?

Wir haben die erste Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen, die ersten zwei Produkte (District Manager und Local Supplier) sind erfolgreich am Markt und wir haben eine zweistellige Anzahl an Kunden. An dieser Stelle möchten wir mit Stolz auf den Gewinn des Fraunhofer Gründerpreises 2019 hinweisen. Dieser Preis zeichnet das erfolgreichste, am Markt aktive Fraunhofer Spin-off des Jahres aus, dessen Produkte und Dienstleistungen einen unmittelbaren gesellschaftlichen Nutzen aufweisen.

Wir finden es motivierend mit unserer täglichen Arbeit einen aktiven Beitrag für die Energiewende und somit auch für eine grünere Zukunft zu leisten. Und wer auch der Meinung ist, dass man nicht länger nur über die Energiewende reden sollte, sondern sie endlich angehen muss, dem legen wir nahe sich uns anzuschließen und mal einen Blick auf unsere Website zu werfen. Dort sind offene Stellenausschreibungen (ebenso wie die Kontaktdaten für eine Initiativbewerbung) zu finden.

Wir bedanken uns bei euch für das Interview!

Gerrit, wir danken dir ebenfalls für das spannende Gespräch! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg und werden eure Entwicklungen gespannt mitverfolgen. Wer mehr über euch erfahren will, kann einen Blick auf euer Innoloft Profil und eure Requests werfen.

FSIGHT ist das Startup der Woche 11: Künstliche Intelligenz im Energie-Sektor


Energieeffizienz & Umwelt, IT & IKT

Die traditionelle Energiewirtschaft ist an schnelle Veränderungen nicht gewöhnt. Aber plötzlich ist so vieles neu: Datenquellen, der Umfang der Daten, der Optimierungs- und Stabilisierungsbedarf, die regulatorischen Fragen. Um diese Herausforderungen in Chancen zu verwandeln, bedarf es neuer Technologien und Ansätze. Das sieht unser Startup der Woche genauso. FSIGHT bietet künstliche Intelligenz für die Energiewirtschaft. Damit werden Prozesse optimiert und Probleme gelöst. Wie das genau funktioniert, hat Business Developer Armin Greinöcker im Interview erzählt.

Hallo Armin! Danke, dass du dir heute für uns Zeit nimmst. Lass uns doch direkt starten. Wie würdest du FSIGHT in einem Satz pitchen?

FSIGHT hat eine Energiemanagement Plattform entwickelt, die mit künstlicher Intelligenz Energieströme vorhersagt und optimiert. Damit kann jeder Endkunde direkt von der Energiewende profitieren.

Wie kann man sich diese Plattform vorstellen? Was hat sie für einen Nutzen?

Unsere Energy-AI-Plattform analysiert das Verbrauchsverhalten, die Energieproduktion von Photovoltaik und Windanlagen und die Energiemarktpreise und trifft optimale Entscheidungen wann Energie verbraucht, gespeichert oder gehandelt werden soll. Wir haben ein eigenes Handelsmodell für Energiegemeinschaften entwickelt mit dem Haushalte und Gewerbe und Industrieunternehmen untereinander den selbst erzeugten Strom handeln können. Damit können Einsparungen von 20% für Endverbraucher erzielt und die lokalen Stromnetze stabilisiert werden.

Künstliche Intelligenz im Energiesektor ist mittlerweile nichts Neues mehr. Was könnt ihr da besser als andere?

Wir spezialisieren uns seit Jahren auf künstliche Intelligenz Modelle speziell für den Energiemarkt und haben in unserer Energy-AI-Plattform über 40 MachineLearning-Modelle vereint. In dem wir Vorhersage, Optimierung und Handel von Strom verbinden und sowohl auf Haushalts-, Gemeinschafts- und Netzebene agieren, können wir erhebliche Vorteile für die Endverbraucher, die Energieversorger und Netzbetreiber generieren.

Bietet ihr eure Plattform dann als Software-as-a-Service-Modell an?

Genau. Unsere Energy-AI-Software wird als Software-as-a-Service-Modell angeboten. Einzelne Module, wie zum Beispiel das Vorhersage Tool werden auch als eigenständiges Produkt von Energieunternehmen und Netzbetreibern eingesetzt. Unsere Software ist voll automatisch, leicht zu integrieren und ist natürlich einfach skalierbar.

Du hast vorhin schon ein paar Branchen genannt, die von eurer Plattform profitieren könnten. Aber wer gehört alles konkret zu eurer Zielgruppe?

Wir arbeiten direkt mit etablierten Energieunternehmen und Netzbetreibern, um neue Serviceangebote zu entwickeln und die Chancen in einem sich stark verändernden Energiemarkt zu nutzen. Wir sehen hier speziell einen starken Anstieg an erneuerbaren Energien und Batteriespeichern und die Einführung von Energiegemeinschaften mit lokalem Peer-to-Peer Handel. Unsere Software ist auch bei Gewerbe-, Industrieunternehmen und Haushalten im Einsatz, um direkt für den Endkunden Kosten zu sparen und PV Anlagen und Batterien optimal zu nutzen. Unsere Kunden sind international, zum Beispiel in Israel, Österreich, Deutschland, Ungarn, USA, Neuseeland.

Damit sind wir jetzt leider schon bei der letzten Frage angekommen: In welcher Phase befindet ihr euch gerade?

Wir arbeiten mit renommierten internationalen Unternehmen wie Uniper, Verbund, Andritz Hydro, Wien Energie und Vector zusammen. Unsere Produkte sind marktreif und wir befinden uns derzeit in einer Skalierungsphase. Einer unserer jüngsten Erfolge ist ein Pilotprojekt mit der Schweizer Bundesbahn SBB, in dem es um Elektrifizierung der Loks und Optimierung der Batteriespeicher geht. Wir starten auch gerade die größte erneuerbare Energiegemeinschaft in Ungarn. Wir haben noch viel vor für 2020.

Armin, vielen Dank für das spannende Gespräch! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg bei FSIGHT und sind gespannt auf eure zukünftige Entwicklung.

Wer mehr über FSIGHT erfahren möchte, kann sich auf deren Innoloft Profil umschauen.

Blue Boson ist das Startup der Woche 10: sauberes Wasser und Gas auf supramolekularen Level


Energie & Umwelt, Energieeffizienz & Umwelt

Vor allem in der Industrie wird viel Wasser verunreinigt. Die meisten Lösungen verwenden jedoch Chemikalien, um das verschmutzte Wasser zu reinigen. Unser Startup der Woche hat eine Lösung für die nicht-chemische Wasseraufbereitung entwickelt. Die Technologie von Blue Boson entfernt vorhandene Verkrustungen, Ablagerungen und Korrosion. Außerdem verlängert ihre umweltfreundliche Lösung die geplante Lebensdauer der Systeme. Wir treffen heute Robert Zagozdzon, CEO von Blue Boson, um mehr darüber zu erfahren.

Hey Robert! Schön, dass du heute Zeit hast. Lass uns direkt anfangen: Wie würdest du Blue Boson in einem Satz beschreiben?

Hey Innoloft! Das wäre dann sowas wie: Nachhaltige technische Lösungen, die eine zweistellige Reduzierung der Strom-, Heiz- und Kühlkosten durch die Behandlung von Wasser, Dampf und anderen flüssigen oder gasförmigen Medien ermöglichen.

Welche Technologien nutzt ihr dafür?

Einfach ausgedrückt, reinigen wir Wasser ohne jegliche Chemikalien. Das ist mit unseren patentierten Produkten namens SCAT® und SCAT REXCIT® möglich. Es handelt sich um hydraulische Durchflussmodule, die aus Einlass- und Auslassabschnitten bestehen. Außerdem verfügen sie über eine Ionisierungs- und eine Polarisierungskammer. Die patentierte Methodik unserer Geräte gewährleistet die Behandlung der supramolekularen Struktur von Wasser sowie anderer flüssiger und gasförmiger Medien auf drei Ebenen – physikalisch, chemisch und energetisch.

Das Ziel der Technologie besteht darin, intra- und intermolekulare Veränderungen der Energie und Kräfte in zwei Stufen zu erreichen. Das Gerät kann mit einem Sedimentaustrag und einer Entlüftungsöffnung zum Auffangen verschiedener Substanzen ausgestattet werden. Auch Luft, Gas und Flüssigkeiten mit unterschiedlichem spezifischen Gewicht werden aufgefangen. Der Anschluss kann mit einem Flansch oder einem Gewinde versehen werden.

Welchen besonderen Mehrwert liefern eure Produkte?

Die SCAT®- und SCAT REXCIT®-Geräte werden entsprechend den Anforderungen der verwendeten speziellen Technologie und der erforderlichen Heizungs-/Kühlungsquelle entwickelt und hergestellt. Sie werden auf die Größe und die spezifischen Anforderungen der Technologie zugeschnitten. Die Rohrleitungen werden bei Bedarf an den dafür vorgesehenen Stellen modifiziert, um die Installation der Geräte zu ermöglichen. Die Geräte sind vollautomatisch und für den autonomen Betrieb rund um die Uhr geeignet.

Der SCAT® und der SCAT REXCIT® haben viele Vorteile, z.B. die Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und der Treibhausgase sowie die Verlängerung des Lebenszykluses des gesamten Systems.

Welches Geschäftsmodell nutzt ihr zur Generierung von Gewinn?

Wir bieten Lösungen nach dem ESCO-Modell sowie die Vermietung und den Verkauf von Ausrüstung an. Unser Geldkreislauf beträgt 3 bis 12 Monate – basierend auf einem Geschäftsmodell für gemeinsame Einsparungen. Wir bieten Upgrades an und unsere Ausrüstung erfordert keine Wartung.

Du bist eben auf die vielen verschiedenen Vorteile eurer Produkte eingegangen. Adressiert ihr deshalb auch verschiedene Märkte?

Ja, wir sprechen mehrere verschiedene Märkte an. Man könnte unsere Technologie zum Beispiel in den Bereichen Trinkwasseraufbereitung, Energie- und Wärmeerzeugung und in chemischen Anlagen einsetzen. Darüber hinaus befassen wir uns auch mit der Produktion von Wärme, Kälte und Dampf, sowie mit der Sanierung von Seen und Flüssen.

Wir entwickeln Lösungen in den Bereichen Brennstoffeffizienz, Wasserverschmutzung und Abwasserentsorgung, Bergbau und Landwirtschaft. Unsere Technologie bringt jährlich eine Einsparung von etwa 100 Milliarden Euro allein in der Industrie in Europa, ohne dass Investitionen und zusätzliche Kosten entstehen.

Wo steht ihr mit der Entwicklung von Blue Boson?

Unsere umweltfreundlichen Geräte SCAT® und SCAT REXCIT® sind das Ergebnis von mehr als zwanzig Jahren Entwicklung, Prüfung und Anwendung in Dutzenden von Anlagen in verschiedenen Industriezweigen. Wir sind derzeit in Mitteleuropa ansässig und bereiten uns auf die Skalierung auf den globalen Markt vor. Im Moment suchen wir nun finanzielle und verwaltungstechnische Kooperationen für die internationale Expansion und die Entwicklung neuer Anwendungen. Wir haben Installationen in der Tschechischen Republik, in Polen, der Slowakei und in Österreich. Außerdem wollen viele Kunden unsere Dienste weltweit nutzen.

Robert, vielen Dank für dieses sehr aufschlussreiche Interview! Wir sind auf die weitere Entwicklung von Blue Boson gespannt. Um mehr über Blue Boson zu erfahren, schaut in dem entsprechendem Innoloft Profil nach!

MagnoTherm Solutions ist das Startup der Woche 6: Next generation cooling


Energieeffizienz & Umwelt, Health & FoodTech

Herkömmliche Kühlsysteme kommen selten ohne problematische Gase aus. Problematisch heißt in diesem Fall hochentzündlich, toxisch oder mit hohem Treibhauseffekt. Unser Startup der Woche verzichtet mit seinen Produkten auf diese Gase und setzt stattdessen magnetische Materialien ein. Timur Sirman, Co-Founder von MagnoTherm Solutions, erklärt uns heute, wie das genau funktioniert.

Hallo Timur! Danke, dass du heute hier sein kannst. Unsere erste Frage ist folgende: Was steckt hinter MagnoTherm Solutions?

Wir entwickeln und bauen umweltfreundliche Kühlaggregate für die Kühl- und Heizsysteme der Zukunft: mit magnetischen Materialien ohne jeglichen problematischen Gase.

Wie funktioniert dieser Vorgang?

Mittels eines Permanentmagneten werden aktive Metalle zyklisch erwärmt und abgekühlt. Dies geschieht durch den magnetokalorischen Effekt dieser aktiven Metalle. Dabei werden sie warm, wenn sie einem Magnetfeld ausgesetzt werden – und kalt, wenn sich das Magnetfeld reduziert. Mittels einem wasserbasierten Austauschmediums kann die Wärme und Kälte von dem Festkörper transportiert und nützlich gemacht werden. Hierzu werden Motor, Pumpe, Ventile und Steuerungselemente eingesetzt.

Warum ist es besser, auf Gase zu verzichten und stattdessen magnetische Materialien zu nutzen?

Ohne den Einsatz von F-Gasen, entzündlichen Gasen, toxischen Gasen oder sonstig problematischen Gasen ist unser System bis zu 40% effizienter als das beste kompressorbasierte Kühlsystem heute. Und das unabhängig vom Temperaturhub oder Temperaturbereich. Dies kann durch die Individualisierung der aktiven Metalle erzielt werden. Dadurch können auch für warme Umgebungstemperaturen und kleine Temperaturhübe hocheffiziente Systeme realisiert werden, die ein Treibhauspotential von null aufweisen.

Und das ist wiederum besser für die Umwelt. Wie integriert ihr das Ganze in ein Geschäftsmodell?

Unsere Kühlaggregate werden von unserem Kunden in sein Kühlsystem integriert und dann an den Nutzer verkauft. Hier entwickeln wir kundenspezifische Produkte für unseren Integrationspartner. Dabei kann sehr schnell und genau auf die jeweiligen Bedürfnisse des Nutzers eingegangen werden, indem man in unser standardisierten Aufbau die aktiven Metalle jederzeit an die Anforderungen angepasst werden können.

Wen sprecht ihr mit euren Produkten an?

Prinzipiell können wir Kühlaggregate mit einer Kühlleistung zwischen 100 W und 100 kW realisieren. Die europäische Supermarktkühlbranche ist der erste Absatzmarkt, da dort die Herausforderungen am größten sind. Weitere Märkte, die wir adressieren, sind jedoch IT Kühlung, Industriekühlung und Wärmepumpen.

In welcher Entwicklungsphase befindet ihr euch aktuell? Wie reif ist euer Produkt?

Aktuell bauen wir den ersten Prototypen auf, der eine Kühlleistung von 500 W bis 1kW haben wird. Hiermit werden wir dieses Jahr ein Kühlsystem für Food&Beverages ausstatten. Parallel dazu sind wir in Gesprächen mit Entwicklungspartnern, weitere Systeme aufzubauen.

Timur, wir sind leider schon am Ende des Interviews angelangt. Wir danken dir für das spannende Gespräch und wünschen euch viel Erfolg weiterhin! Wer mehr über euch erfahren will, kann in euer Innoloft Profil schauen.

ChargeX ist das Startup der Woche 5: Zukunftssichere Ladeinfrastruktur für Elektromobilität


Energieeffizienz & Umwelt, Mobilität

Der Umstieg auf alternative Antriebe in unserer Mobilität ist in vollem Gange. Elektromobilität ist einer der Wege, um die Energiewende auch auf der Straße umzusetzen. Doch der Ausbau von Ladeinfrastruktur ist langwierig und kompliziert. Daher ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein Engpass bei der Verfügbarkeit an Ladepunkten entsteht. ChargeX, unser Startup der Woche, hat ein Produkt entwickelt. Damit wird der Aufbau von neuen Ladepunkten, einfacher und effizienter. Eine spannende Idee, über die wir im Interview mit Mitgründer und CBDO Michael Masnitza sprechen.

Hallo Michael! Wir freuen uns, heute mehr über euer Startup zu erfahren und legen deswegen auch direkt los. Wer seid ihr bei ChargeX?

Bei ChargeX entwickeln wir modulare Ladelösungen für Elektroautos.

Gib uns gerne ein paar Hintergrundinfos zu euren Lösungen. Wie funktioniert eure Idee im Detail?

Mit unserer modularen Ladelösung für Elektroautos „Aqueduct“ können viele Stellplätze kostengünstig und mit geringem Installationsaufwand elektrifiziert werden. Das modulare Konzept ermöglicht Betreibern von Flottenparkplätzen und Tiefgaragen einen kosteneffizienten und bedarfsgerechten Ausbau der Ladeinfrastruktur.

Das modulare Ladesystem von ChargeX beginnt mit dem Startmodul. Dieses wird regulär vom Elektriker installiert. Es bildet den ersten Ladepunkt und beinhaltet alle Kernkomponenten wie den Energiezähler und die Internetverbindung. Nun können weitere Ladepunkte, die Erweiterungsmodule, ganz einfach als “plug & play” nach Bedarf hinzugefügt werden. Auf Basis unseres intelligenten Ladealgorithmus wird im Betrieb das zu ladende Elektroauto festgelegt. Aus Kundensicht bieten wir eine modulare Mehrfachsteckdose für Ladestationen. Aus Netzsicht bilden wir ein kleines Microgrid aus Ladestationen, um den vorhandenen Netzanschluss optimal auszunutzen.

Da Elektromobilität aktuell in aller Munde ist, sind die meisten Probleme schon bekannt und werden von vielen jungen Unternehmen angesprochen. Was macht eure Lösung besonders und wie erschließt ihr den Weg in den praktischen Einsatz?

Aqueduct nutzt dank unserem sequenziellen Lastmanagement die bestehende Netzinfrastruktur optimal aus und das plug&play System reduziert die Installationskosten auf ein Minimum. Unser Produktkonzept setzt auf Vorteile, die nur genutzt werden können, wenn mehrere Stellplätze elektrifiziert werden. Wir sparen zusätzlich viele Komponenten ein, was auch die Hardware deutlich günstiger macht. Für unsere Kunden wird damit der Aufbau von großflächiger Ladeinfrastruktur sehr einfach. Denn Aqueduct ist ein Komplettsystem. Sogar die Internetverbindung zu einem Backend ist vorkonfiguriert. Der Kunde muss es also nur auspacken, das System installieren und er hat sofort mehrere Ladepunkte aufgebaut. Sollte er in Zukunft mehr Ladepunkte benötigen, kann ganz einfach weitere Module hinzufügen.

Und wie gestaltet sich das Pricing für Aqueduct?

Unser Ladesystem richtet sich in erster Linie an Unternehmen, die Ladepunkte für Ihre Flotte oder Mitarbeiter benötigen. Natürlich ist es auch für den urbanen Wohnbereich, also für große Tiefgaragen, optimal geeignet. Jedes Lademodul kostet 750€. Wir bieten zum Einstieg ein Starter-KIT aus 4 Modulen und allen Installationsmaterialien für 3499 Euro an. Benötigt der Kunde zusätzlich ein Backend-System, liefern wir ein Partner-Backend direkt mit aus.

Du bist eben schon kurz auf eure Zielgruppe eingegangen, die ChargeX anspricht. In welchen weiteren Segmenten und Branchen siedeln sich eure Kunden an?

Unsere Ladelösung ist für das private und semi-öffentliche Laden von Elektroautos konzipiert, also zu Hause oder am Arbeitsplatz. Die Anwendungsfälle sind die Elektrifizierung von Firmenparkplätzen, Tiefgaragen oder Garagen von Wohnhäusern mit mehr als einem Elektroauto. Die Kunden sind Eigentümergemeinschaften oder Betreibern von diesen Flottenparkplätzen und Tiefgaragen. Neben Privatpersonen wurde ein Renault Autohaus als Testpartner akquiriert und wir haben unser Konzept in mehreren Kundengesprächen validiert und LOIs erhalten.

Wir konkurrieren mit Herstellern von günstigen Ladestationen und mit hardwareorientierten Anbietern von Lastmanagementsystemen. Diese verursachen aber hohe Kosten je Ladepunkt, sind aufwändig zu installieren oder nicht zur Elektrifizierung mehrere Stellplätze geeignet. Indem wir mit unserem Konzept bewusst auf die im Medienfokus stehenden Marktsegmente der Schnellladestationen und des öffentlichen Ladens verzichten, können wir eine für den Kunden geeignetere und kosteneffizientere Lösung anbieten.
Wir zielen auf den Wachstumsmarkt der Ladeinfrastruktur im Segment des privaten und semi-öffentlichen Ladens. Unser Produkt kann im gesamten europäischen Raum eingesetzt werden.

Das bringt mich auch schon zu meiner letzten Frage: Ihr habt euch 2017 gegründet und seitdem sicherlich schon einige Meilensteine erreicht. Welche sind das? Wo steht ihr denn aktuell in der Entwicklung von Aqueduct?

Mitte 2018 konnten wir dann die ersten Business Angel von unserer Idee überzeugen. Das Produkt (MVP) ist seit März 2019 zertifiziert und erste Pilotkunden wie Volkswagen wurden bereits mit Ladesystemen ausgestattet. Aqueduct ist regulär bestellbar. Allerdings können wir als Startup nicht alle Bereiche der Wertschöpfungskette abdecken. Wir suchen vor allem lokale Reseller für unsere Ladelösung. Aktuell suchen wir für die Vorbereitung der Skalierung eine Seed-Finanzierung in Höhe von 1.5M€.

Michael, vielen Dank für das spannende Interview! Wir wünschen euch für die weitere Umsetzung eurer Vision viel Erfolg. Wer euch dabei unterstützen möchte, darf gerne einen Blick in euer Innoloft Profil oder eure Innoloft Requests werfen.

SOLARIMO ist das Startup der Woche 2: Neue Energie für die Stadt


Energieeffizienz & Umwelt, Energieerzeugung, Energiemarkt & -handel

Die Folgen des Klimawandels sind bereits deutlich spürbar. Glücklicherweise sind wir in Deutschland von Naturkatastrophen, wie Überflutungen oder starken Waldbränden bisher noch nicht betroffen gewesen. Trotzdem müssen auch wir unser Verhalten nachhaltiger gestalten. Photovoltaik und Grünstrom sind beliebte Lösungen, um die Erzeugung von CO2 einzudämmen. Oft ist die Planung und Errichtung einer solchen Anlage kompliziert und abschreckend. Unser Startup der Woche, SOLARIMO kümmert sich um genau diesen Fall. Wie das genau aussieht, haben wir mit Sebastian Lammers, Projektentwickler bei SOLARIMO, besprochen.

Hallo Sebastian! Danke, dass du dir heute für uns Zeit genommen hast. Wir freuen uns schon sehr, SOLARIMO näher kennenzulernen. Würdest du uns deswegen direkt einen kleinen Pitch geben, was ihr bei SOLARIMO macht?

Gerne! SOLARIMO plant, errichtet und betreibt Photovoltaikanlagen auf Mietimmobilien. Damit wird der sogenannte Mieterstrom erzeugt, mit dem wir den Mietern Zugang zu dem günstigen Öko-Strom vom eigenen Dach geben. So leisten wir einen Beitrag für die nachhaltige Energieversorgung.

Das klingt sehr spannend! Wie genau sieht denn das Konzept dahinter aus?

Wie schon angerissen, bauen und planen wir Photovoltaikanlagen auf Mehrfamilienhäusern und bieten den nachhaltig erzeugen Strom für die Mieter an. Die Gebäudeeigentümer profitieren durch eine nachhaltige und soziale Aufwertung ihrer Immobilien. Der komplette Bauprozess wird dabei von uns mit lokalen Installateuren durchgeführt und begleitet. Diese Umsetzung eines Mieterstromprojektes ist mit unserem Modell bei Neu- und Bestandsobjekten möglich. Außerdem setzen wir Projekte mit Batteriespeichern sowie Ladesäulen für Elektrofahrzeuge um.

Zurzeit existieren viele neue Unternehmen mit der Idee, Photovoltaik-Anlagen auf Immobilien zu errichten und somit grünen Strom zu erzeugen. Welchen Mehrwert generiert ihr mit SOLARIMO, den eure Konkurrenten nicht anbieten?

Wir bieten unseren Kunden ein Mieterstrom-Komplettpaket an. Hier übernehmen wir die Beratung, Planung, Finanzierung und Installation der Anlage. Hinzu kommt die komplette Abwicklung mit Vermarktung und Verkauf des Stroms an die Mieter. Die Mieter erhalten von uns die komplette Stromversorgung zu einem Preis, der mindestens 10% unter dem Grundversorgertarif liegt. Sie können somit an der Energiewende teilhaben und von ihr profitieren. Mit der Errichtung von Photovoltaikanlagen leisten die Gebäudeeigentümer einen Beitrag zur Energiewende im städtischen Raum und sorgen für eine lokale und klimafreundliche Energieversorgung.

Verstehe. Wie sieht euer Pricing-Modell aus?

Unser Geschäftsmodell ist simpel: Wir bieten den Mietern einen günstigen und ökologischen Stromtarif und versuchen den größten Anteil des Stroms auf dem eigenen Dach zu produzieren. Gleichzeitig erhalten unsere B2B-Kunden einen Vorteil, indem sie sich nachhaltig positionieren können. Unsere Einnahmen erzielen wir aus dem Stromverkauf an die Mieter und aus der Vergütung für die Einspeisung des restlichen Stroms in das Netz.

Als Kundensegment hast du bis jetzt den B2B Sektor genannt. Richtet ihr euer Produkt nur auf B2B Kunden aus? Könntest du nochmal genauer auf eure Zielgruppen eingehen?

Unsere Kundengruppe lässt sich in den B2B und B2C Markt gliedern. B2B sind die Gebäudeeigentümer. Hier wären zum Beispiel Genossenschaften, Wohnungsbauunternehmen sowie Projektentwickler und Kommunen zu nennen. Aktuell sind wir nur national tätig.
Abschließend würde es uns noch interessieren, in welcher Entwicklungsphase sich SOLARIMO aktuell befindet. Welche Ziele verfolgt ihr zukünftig, besonders in 2020?

Abschließend würde es uns noch interessieren, in welcher Entwicklungsphase sich SOLARIMO aktuell befindet. Welche Ziele verfolgt ihr zukünftig, besonders in 2020?

SOLARIMO ist seit 2 Jahren am Markt und hat in über 35 Projekten bereits mehr als 3200 Kwp Leistung umgesetzt. Aktuell stehen bereits mehrere Folgeaufträge in verschiedenen Genossenschaften in der Warteschleife, sodass wir zuversichtlich und optimistisch in das nächste Geschäftsjahr blicken. Da wir als Corporate Start-Up zur Engie Gruppe gehören sind wir auch im nächsten Jahr von keiner Fremdfinanzierung abhängig.

Sebastian, vielen Dank für dieses spannende und ausführliche Interview. Wir wünschen euch für die weitere Entwicklung von SOLARIMO viel Erfolg. Wer euch dabei unterstützen möchte, kann gerne einen Blick auf euer Innoloft Profil werfen.