Startups des Monats – Juni 2020


Energie & Umwelt, Health & FoodTech, IT & IKT, Mobilität

Unsere fünf Startups der Woche im Juni auf einen Blick

Spannende Einblicke zu ihren Lösungen und Innovationen gaben uns im Juni die Startups OMNIA, Genie Enterprise, Famedly, Vimbee und Synertics mit ihren Startup of the Week Interviews. Wir haben hier in Kürze Aussagen zu ihren Geschäftsmodellen, Märkten, Zielgruppen und Lösungsansätzen für Euch in unserem Startups des Monats Format zusammengetragen. Die Details könnt ihr in den einzelnen Interviews nachlesen. Eine direkte Kontaktaufnahme ermöglicht unsere Messenger-Funktion in unserem Netzwerk. Hier könnt ihr euch ebenfalls mit eigenem Profil darstellen und in Kontakt zu den Startups treten.

 

OMNIA – Transformationsprozesse zum Erfolg führen (KW23)

Wir folgen einem sehr einfachen Ansatz in dem, was wir tun: ‘master, quantify, implement’.“ – Andreas Pointvogl, Managing Partner bei OMNIA 

Die Energiewende ist weiterhin in vollem Gange. Immer mehr Unternehmen und Energieversorger stellen ihre gesamten Systeme um. Allerdings kostet das Zeit, Geld und wahrscheinlich auch einiges an Nerven. Daher fokussiert sich das Startup OMNIA auf genau diese Transformationsprozesse. Ihre Expertise bezieht sich nicht nur auf das Theoretische, sondern auch um die wirkliche Umsetzung. Ihre Partner berät und begleitet OMNIA durch jeden Schritt des Prozesses und die Berater werden Teil des Teams. Es kommt zu deiner Mischung aus Fachexperten, Entwicklungshelfern und Politikern, was so am Markt einmalig ist. Zu den Kunden zählen unter anderem Regierungen, internationale Organisationen, Banken, staatliche und private Unternehmen, die sich in einem Transitionsprozess befinden, diesen begleiten oder anstoßen wollen. Aktueller Fokus ist dabei der Bereich der Energie, wobei OMNIA auch neue Leistungen im Bereich Sustainable Financing entwickelt. Mehr Details über sie und ihre Leistungen könnt ihr im Interview nachlesen oder erfahrt ihr in ihren Requests.

Zum Startup der Woche Interview von OMNIA

Genie Enterprise – Künstliche Intelligenz nutzen (KW24)

„Wir digitalisieren die menschliche Wahrnehmung, indem wir die neuesten Forschungsergebnisse nutzen, um praktische, nachhaltige Lösungen zu schaffen.“ – Regina Keßler, Gründerin von Genie Enterprise

Genie Enterprise entwickelt Produkte und Anwendungen mithilfe von künstlicher Intelligenz und maschinellen Lernen. Außerdem unterstützen sie ihre Kunden mit ihrem Fachwissen mit klassischem Consulting. Mit ihren Produkten lösen sie konkrete Probleme in einem speziellen Bereich. Eines der Anwendungen ist WineGenie, ein digitaler Sommelier, der Kunden im Online Shop, aber auch vor Ort die passenden Weine vorschlägt. Das Startup bietet auch Lösungen für den Customer Service Bereich, die entsprechend der Kundenbedürfnisse anpassbar sind. Menschliches Verhalten und Wahrnehmung sind dabei immer die wichtige Basis, auf der aufgebaut wird. Aktuell steht WineGenie kurz vor dem Markteintritt. Auch ihre anderen Lösungen werden weiter entwickelt und getestet. Mit großen Mittelständlern und Großunternehmen als Zielgruppe, widmet sich Genie Enterprise einer Vielzahl an Projekten, um dem Menschen das Leben mithilfe von KI zu erleichtern. Weitere Infos und Kontaktdetails erfahrt ihr in unserer Datenbank in ihren Requests. 

Zum Startup der Woche Interview von Genie Enterprise

Famedly – Gute Kommunikation in der Medizin (KW25)

„Gute Medizin entsteht durch gute Kommunikation und Teamarbeit, daher bündelt Famedly sämtliche Kommunikationskanäle und stellt sicher, dass die richtigen Informationen bei den richtigen Ansprechpartnern landen.“ – Dr. Phillipp Kurtz, CEO von Famedly

Jede Sekunde werden neue Gesundheitsdaten generiert. Um eine optimale Patientenversorgung zu gewährleisten, müssen diese Daten sicher und effizient ausgetauscht werden. Sonst kann es zu Fehlern in der Behandlung oder Diagnose kommen. Einen Lösungsansatz hat Famedly entwickelt. Famedly ist eine dezentrale Plattform für medizinische Zusammenarbeit. Damit können eine vielzahl von medizinischen Einrichtungen, wie zum Beispiel Krankenhäuser und Arztpraxen aber auch Apotheken und die stationäre Pflege die Zusammenarbeit innerhalb und außerhalb der Einrichtung verbessern. Je nach Bedürfnis gibt es unterschiedliche Funktionen, die genutzt werden können. Alle Funktionen erfüllen die Auflagen des Datenschutzes und sind absolut sicher in der Anwendung und Datenweiterleitung. Die von Famedly verwendeten Open Source Technologien bieten ein so hohes Maß an Datensicherheit, dass sie auch von der französischen Regierung und der deutschen Bundeswehr eingesetzt werden. Mit Famedly verlangsamt Sicherheit und Datenschutz nicht mehr den digitalen Fortschritt in der Medizin, sondern bietet die dezentrale Plattform für einen reibungslosen digitalen Wandel. Direkten Kontakt zu Famedly aufnehmen, könnt ihr über unsere Datenbank und ihre Requests.

Zum Startup der Woche Interview von Famedly

Vimbee – Plattform für Kunden und Unternehmen (KW26)

 „Vimbee kann zum weltweit ersten und einzigen Prosumer Netzwerk werden, das Konsumenten für Unternehmen zu wertvollen Prosumern werden lässt.” –  Ehsan Shirangi, CEO von Vimbee

Vimbee entwickelt eine Plattform für den Austausch von Kunden und Unternehmen. Auf dieser Plattform können Verbraucher produktbezogenes Feedback abgeben. So erhalten Unternehmen direkt eine Rückmeldung über den Erfolg ihres Produktes. Diese Erkenntnisse über den Konsument können zum Beispiel auch zu Marktforschungszwecken genutzt werden. Das globale Wirtschaftssystem wird in digitaler Form abgebildet wodurch echte Data Mining Innovation, Wachstum und Wissen auf globalem Level gefördert wird. Durch den User Generated Content gibt es die Möglichkeit, Empfehlungsmarketing zu betreiben. Für die Verbraucher ist die Nutzung der Plattform kostenlos, während die Unternehmen für ihren Zugang bezahlen müssen. Hier bietet Vimbee verschiedene Preisstufen an. Aktuell befindet sich Vimbee am Ende der Test- und Entwicklungsphase. Werft einen Blick in die Datenbank, um mehr über ihre Requests zu erfahren.

Zum Startup der Woche Interview von Vimbee

Synertics – Datengetriebene Mobilitätslösungen (KW27)

“Im Vergleich zu anderen Lösungen, die oft nur deskriptiv Daten darstellen, bieten wir Lösungen an, die gezielt Daten auswerten, mit externen Datenbanken verschmelzen und so durch die Erstellung von Algorithmen und die Anwendung von KI Methoden für die Nutzer signifikante Mehrwerte generieren.” – Manuel Pessanha, CEO bei Synertics

Die Mobilitätsbranche steht vor vielen Herausforderungen: E-Autos, Sharing-Modelle und die Gewährleistung der Effizienz. Dazu braucht man vor allem eines – Daten. Diese Daten müssen analysiert und ausgewertet werden, bevor sie genutzt werden können. Synertics entwickelt passende Anwendungen für genau diesen Fall. Durch ihre Plattformlösungen wird Produktivität und Wirtschaftlichkeit von Produkten und Leistungen in der Mobilitätsindustrie gefördert. Synertics fokussiert sich dabei auf Investoren, Betreiber und Gemeinden, die sich in den Bereichen Ladeinfrastruktur, Car Sharing und Mikromobilität bewegen. Sie bieten also ein analytisches Tool an, das durch Auswertung von Daten wertvolle Einblicke gewährt. Anfang 2020 gegründet, ist Synertics jetzt dabei ihre Technologie zu verfeinern. Eine Beta-Version wurde schon 2019 getestet.

Zum Startup der Woche Interview von Synertics

 

Famedly ist das Startup der Woche 25: dezentrale Plattform für medizinische Zusammenarbeit


Health & FoodTech

Wie entsteht gute medizinische Versorgung? Und kann die Digitalisierung wirklich dabei helfen? Jede Sekunde werden neue Gesundheitsdaten generiert. Um eine optimale Patientenversorgung zu gewährleisten, müssen diese Daten sicher und effizient ausgetauscht werden. Das Startup der Woche ist Famedly. Mit ihrer dezentralen Plattform gelingt der Datenaustausch schneller. CEO Phillipp Kurtz hat uns im heutigen Interview mehr über ihre Mission verraten.

Hallo Phillipp! Danke, dass du dir heute die Zeit nimmst! Erkläre unseren Lesern doch kurz, was Famedly ist.

Gerne! Famedly ist eine umfassende medizinische Kollaborationsplattform, die als eine einzige dezentrale Anwendung bereitgestellt wird und die Art und Weise der Zusammenarbeit und des Datenaustauschs in der Gesundheitsbranche grundlegend verändert.

Wie muss man sich das vorstellen?

Famedly ist sowohl ein Produkt als auch eine Plattform. Es ist insofern ein Produkt, als es eine einzige dezentrale Anwendung für die medizinische Zusammenarbeit (engl. Care Team Collaboration) ist, die man kaufen und benutzen kann. Es ist zudem eine Plattform und ein Framework, in dem eine unbegrenzte Anzahl zusätzlicher medizinscher Anwendungsfälle abgebildet werden können. Dafür sorgen flexible Schnittstellen und Bots. Medizinische Leistungserbringer verfügen direkt über ein voll funktionsfähiges, sofort einsatzbereites Produkt, aber sie sind in der Erweiterung und Integration mit anderen Systemen nicht eingeschränkt.

Mit der chatbasierten Anwendung geben medizinische Versorger ihren Angestellten einen klassischen, datenschutzkonformen Messenger an die Hand. Die Funktion des Messengers wird durch flexible Rollenkonzepte (bspw. für Dienstärzte etc.) und intersektorale, (teil-)automatisierte Prozesse (bspw. Entlassmanagement) zu einer Kollaborationslösung ergänzt. Diese erweiterten Funktionen werden über ein Administrationpanel verwaltet. Famedly verarbeitet dabei alle Prozesse und relevanten Ereignisse in Echtzeit. Die dezentrale Architektur und flexible, offene Schnittstellen ermöglichen sowohl das Einbinden von lokal verfügbarer Software und Geräten als auch von in der Cloud verfügbaren Digital Health Lösungen. So entsteht eine umfassende Care Team Collaboration Plattform.

Das klingt nach einem spannenden Weg zur Digitalisierung des Gesundheitssektors! Mit dem Ziel, zu Digitalisieren gehen ja viele Startups ins Rennen. Was macht ihr anders?

Famedly verkürzt Prozesse durch höhere Effizienz in allen Bereichen der medizinischen Versorgung. Zum ersten Mal können Versorger in einer einzigen Plattform zusammenarbeiten. Gute Medizin entsteht durch gute Kommunikation und Teamarbeit, daher bündelt Famedly sämtliche Kommunikationskanäle und stellt sicher, dass die richtigen Informationen bei den richtigen Ansprechpartnern landen. Gesundheitsteams haben mit einer einzigen vertrauenswürdigen Informationsquelle vollständige Transparenz über die gesamte Patientjourney, was das Risiko vermeidbarer Fehler vermindert und die Versorgung verbessert.

Im Gegensatz zu sämtlichen Wettbewerbern verfolgt Famedly technologisch einen dezentralen Ansatz und bietet somit absolute Datenhoheit für jede teilnehmende Einrichtung. Die von Famedly verwendeten Open Source Technologien bieten ein so hohes Maß an Datensicherheit, dass sie auch von der französischen Regierung und der deutschen Bundeswehr eingesetzt werden. So erfüllt Famedly alle Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz und bietet Versorgern leistungsstarke Funktionen, die es ermöglichen sämtliche Prozesse zu automatisieren. Mit Famedly verlangsamt Sicherheit und Datenschutz nicht mehr den digitalen Fortschritt in der Medizin, sondern bietet die dezentrale Plattform für einen reibungslosen digitalen Wandel.

Du hast vorhin gesagt, Famedly sei Plattform und Produkt gleichzeitig. Wie spiegelt sich das in eurem Geschäftsmodell wider?

Famedly bietet sein Produkt (Care Team Collaboration Tool) als Software-as-a-Service-Lösung an. Im klassischen Freemium-Modell sind dabei kleine Einrichtungen kostenfrei, die Preise für größere Einrichtungen starten ab 19,90 € zzgl. Mwst. im Einführungszeitraum. Eine On-Premise Installation ist ebenfalls möglich. Für diese muss der Aufwand individuell bewertet werden. Über das Kernprodukt hinaus bietet Famedly Schulungen von Mitarbeitern in der Benutzung der Software an.

Zugänge zur gerade entstehenden Care Team Collaboration Platform für Digital Health Anbieter und IoMT Lösungen werden individuell verhandelt.

Eure dezentrale Plattform zielt auf den Gesundheitssektor ab. Schränkt ihr das noch weiter ein?

Nein. Wir adressieren mit unserem Produkt sämtliche medizinischen Leistungserbringer. Das sind Pflegedienste und -heime, Arzt- und Therapeutenpraxen, Apotheken und vor allem Krankenhäuser. Mit unserer Plattform richten wir uns zusätzlich an Technologie-Anbieter aus den Bereichen Digital Health und Internet of Medical Things (IoMT) sowie Krankenkassen und Pharma-Unternehmen.

Das Produkt selbst, das Care Team Collaboration Tool, ist im kleinen Markt für Clinical Communications and Collaboration angesiedelt. Das Marktvolumen umfasste ca. 549 Mio. US-$ im Jahrah 2017. Über die dezentrale Plattform jedoch werden Produkte und Services aus dem Internet of Medical Things Markt (IoMT, 41 Mrd. US-$ in 2017) und dem Digital Health Markt (95 Mrd. US-$ in 2018) angebunden. So können langfristig relevante Anteile dieser Märkte erreicht werden.

In welcher Entwicklungsphase befindet eure dezentrale Plattform sich gerade?

Nachdem Famedly im vergangenen Jahr bis Anfang des Jahres ein Pilotprojekt mit einem minimal funktionsfähigen Produkt (MVP) durchgeführt hat, starten aktuell die ersten Kunden mit der ersten stabilen Version unseres Care Team Collaboration Tools in den Regelbetrieb. Enthalten sind vollständige Messaging-Funktionen mit vollwertiger Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, rollen- und uhrzeitbasiertes Routing von Informationen, dezentrale, intersektorale Vernetzung von Gesundheitsversorgern sowie Aufgabenmanagemenet und erste Prozess-Automatisierungstools. Zusätzlich befinden sich die Gespräche zu größeren Projekten mit renommierten Kliniken und Pflegeeinrichtungen in der heißen Phase. Wir hoffen, dass wir in der nahen Zukunft hier weitere Ankündigungen werden machen können.

Technisch ist der nächste große Meilenstein die Anbindung an die Primärsysteme (Klinikinformationssysteme und Praxisverwaltungssysteme). Ansonsten ist der nächste große Schritt der Abschluss einer ersten Investmentrunde.

Phillipp, vielen Dank für das spannende Interview! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg mit der Weiterentwicklung von Famedly und der Investmentrunde.

Ihr wollt mehr über Famedly erfahren? Schaut euch auf dem entsprechenden Innoloft Profil um!

Digitales B2B-Unterstützungsangebot hilft beim Abfedern der Corona-Krise


Energie & Umwelt, Health & FoodTech, Industrie 4.0 & Logistik, Mobilität, Smart City & Buildings

Innoloft unterstützt euch mit seinem digitalen Netzwerk in Zeiten von Corona

Die Corona-Pandemie greift weltweit um sich. Sie betrifft uns alle und bringt viel Unsicherheit mit sich. Was in den nächsten Monaten auf uns zukommt, weiß im Moment keiner. Die wirtschaftlichen Folgen der Krise können derzeit kaum beziffert werden. Dennoch stehen wir der Krise nicht vollkommen hilflos gegenüber. Während es für das analoge Wirtschaftsleben große Einschnitte gibt und es durch den „Lockdown“ beinahe zum Erliegen kommt, können digitale Lösungen helfen, das komplette Herunterfahren zu überbrücken. Millionen von Menschen in Deutschland und der Welt arbeiten derzeit vom Home-Office. Ohne Internetanbindung, digitale Tools und Plattformen wäre dies nicht möglich.

Zahlreiche Unternehmen bieten derzeit ihre digitalen Lösungen zur Unterstützung an. Auch wir von Innoloft möchten uns aktiv beteiligen und einen Beitrag leisten, die wirtschaftlichen Einschränkungen, hervorgerufen durch die Corona-Krise, abzufedern. Wir stellen unsere digitale Netzwerk-Plattform als „White Label-Applikation“ Netzwerken, Verbänden, Clustern, Messen und weiteren privaten Organisationen zur Verfügung. Dazu passen wir sie entsprechend eurem Corporate Design an. Unser Innoloft Netzwerk-Betriebssystem ist darauf ausgelegt, Business-Kontakte zu initiieren und Lösungsanbieter, wie zum Beispiel Startups mit Lösungssuchenden zu verbinden.

Welche Funktionen bietet euch unsere digitale B2B-Netzwerkplattform?

  • – Unternehmensprofil anlegen

  • – Ein persönliches Mitarbeiterprofil anlegen

  • – Produkte hinterlegen

  • – Partnergesuche einstellen

  • – Automatisches Matchmaking zwischen Gesuchen und Angeboten

  • – News einstellen

 

Neben diesen zentralen Funktionen bietet die digitale Netzwerk-Plattform mit ihrem Netzwerk-Feed, Chat- und Mailing-Funktionen weitere Möglichkeiten, um sich auszutauschen und mit Netzwerk-Usern in Kontakt zu treten. Damit unterstützt die Plattform euch dabei zeitlich und örtlich unabhängig neue Geschäftsbeziehungen anzubahnen sowie bestehende zu bedienen.

Wirtschaftliche Mehrwerte durch digitalisierte Geschäftsbeziehungen auch für die Zeit nach Corona

Mit unserer digitalen B2B-Netzwerkplattform möchten wir euch unterstützen, die schwierige Corona-Zeit zu überbrücken. Dafür stellen wir euch die Plattform für einen Zeitraum von sechs Monaten in eurem Design zur Verfügung. Die Plattform eignet sich ausschließlich als Business-Netzwerk und ist nicht für private Anwendungen konzipiert.

 

Langfristig und über die Corona-Krise hinaus, möchten wir euch als ein digitales B2B-Netzwerk bereitstehen, mit dem ihr auch nach der Corona-Pandemie euch für die digitale Zukunft aufstellen könnt. Unsere Plattform bietet euch und euren Netzwerkmitgliedern die Chance, sich auf effektive Weise mit anderen Unternehmen, Startups, Organisationen zu vernetzen. Auf digitalem Weg könnt ihr Geschäftsbeziehungen anbahnen und pflegen. Unsere Plattform bietet mit den genannten Funktionen zahlreiche Möglichkeiten für neue “Kundenleads”, Partnerschaften, Kontakte, Austausch, Innovationen und Projekte.

Details zu unserer Plattform erfahren

 

Wer Interesse an unserem sechsmonatigen Unterstützungsangebot hat und mehr darüber erfahren möchte, kann direkt Kontakt zu unserem CEO, Sven Pietsch aufnehmen.

Anfragen und weitere Informationen zum Corona B2B-Unterstützungsangebot:
Email: s.pietsch@innoloft.com
Tel. +49 152 33668237

Einen Gesprächstermin vereinbaren

inveox ist das Startup der Woche 8: Pathologie neu durchdacht


Health & FoodTech

Jeder zweite Mensch wird im Laufe seines Lebens mit einer Krebsdiagnose konfrontiert. Jede Krebsdiagnose sollte daher schnell, sicher und zuverlässig erfolgen. Um die Sicherheit und Zuverlässigkeit zu erhöhen, brauchen wir ein Automatisierungssystem für die Histopathologie. Dieses System kommt von inveox, unserem Startup der Woche. Was dahinter steckt und wie es funktioniert, hat uns Shelley Pascual, Communications Specialist von inveox im Interview erzählt.

Hey Shelley! Super, dass du heute Zeit für uns hast. Bei inveox geht es vor allem um den Bereich der Krebsdiagnose. Wie optimiert ihr die Vorgänge in dem Bereich?

inveox bringt künstliche Intelligenz und ein großes Datenpotenzial in die Krebsdiagnose ein, indem es den präanalytischen Prozess automatisiert und so die Fehlerquote verringert. Fehler können zum Beispiel durch Probenverwechslungen oder Datenverlust auftreten. Gleichzeitig verbessert sich die Patientensicherheit und die Effizienz des Labors.

Wie helfen eure Produkte bei der Automatisierung des Prozesses?

Die Forschung zeigt, dass Gewebeproben (Biopsien) in den heutigen Labors mit einer Wahrscheinlichkeit von 1-15 Prozent verwechselt oder kontaminiert werden können oder sogar verloren gehen. Aber unsere Produkte – ein intelligenter Probenbehälter, ein Automatisierungsgerät und eine digitale Datenplattform – sind so konzipiert, dass sie als zusammenhängende Einheit arbeiten. Die Probeneingabe in der Histopathologie macht das sicherer, effizienter und zuverlässiger.

Mit Hilfe eines QR-Codes bieten unsere intelligenten Probenbehälter Sicherheit, indem sie dafür sorgen, dass Verwechslungen und Kontaminationen von Gewebeproben der Vergangenheit angehören. Der Behälter verfügt auch über einen intelligenten Filter, der eine automatische Montage in Biopsiekassetten ermöglicht. Auf diese Weise bleibt die Probe immer in einem Behälter, und die eindeutige ID erleichtert den Datentransfer, Track & Trace und die Prozesssteuerung.

Ein ergänzendes Produkt, das Automatisierungsgerät, steigert den Durchsatz und die Qualität von Gewebeproben.- Es verarbeitet Dutzende von Proben gleichzeitig und auf konsistente, systematische Weise. Dadurch kann sich der Labortechniker auf wertschöpfende Aufgaben konzentrieren statt sich mit der wiederholten Datenerfassung und dem Umpackvorgang zu beschäftigen. Noch wichtiger ist, dass unser Automatisierungsgerät künstliche Intelligenz einführt und Daten über jede einzelne Gewebeprobe sammelt. Derzeit werden die Daten entweder nicht aufgezeichnet oder in Papier und Kartons weggelagert statt für die wissenschaftliche Forschung gesammelt.

Schließlich öffnet unsere digitale Plattform die Tür zu einem neuen und wirklich vernetzten Labor der Zukunft. Sie ermöglicht eine nahtlose Kommunikation zwischen dem Arzt, der die Biopsie entnimmt, dem Laboranten, dem Pathologen, unserem Behälter und unseren Maschinen. Kurz gesagt: Diese Plattform ermöglicht es uns, die gesamte diagnostische Erfahrung zu integrieren – von der Entnahme einer Gewebeprobe bis hin zur Abgabe einer Diagnose.

Krebs betrifft Menschen auf der ganzen Welt. Die potentielle Fehlerquote zu verringern ist ein großes Ziel. Ist euer Ansatz besser als der von Anderen? Was zeichnet eure Idee besonders aus?

Es besteht nicht nur weltweit ein enormer Bedarf an unserer Innovation, sondern es gibt auch keine direkte Konkurrenz zu inveox. Die einzige Alternative ist der Labormitarbeiter mit Stift und Papier. Dieser seit Jahrzehnten von Laboranten durchgeführte manuelle Prozess versäumt das Potenzial zur Datenerfassung und -verwertung. Er erfordert auch, dass die Techniker bei monotonen Aufgaben, die von Maschinen ausgeführt werden können, aufmerksam und sehr konzentriert bleiben müssen.

inveox löst das größte Problem in der Histopathologie mit der Einführung des weltweit ersten Automatisierungssystems für die Probeneingabe. Dafür besitzen wir die  entsprechenden Schutzrechte. Wir sind die ersten, die Hardware und Software kombiniert einsetzen und sie für die Zukunft so konzipiert haben, dass sie Daten sammeln und austauschen können. Auf diese Weise können sie für die medizinische Forschung und weitere Prozessoptimierung genutzt werden. Mit dieser Innovation sind wir die ersten auf dem Markt und stützen uns auf eine solide Basis von Investoren und Kunden, die an unsere Sache und den Wert unserer Lösung glauben.

Was nutzt ihr für ein Geschäftsmodell?

Unser komponentenbasiertes Produkt und eine modulare Vertragsstruktur ermöglichen es uns, allen Laboratorien (unabhängig von Größe und Durchsatz) Dienstleistungspakete anzubieten, die auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Diese Pakete sind  jederzeit flexibel und skalierbar. Sie bestehen aus Hardware als Service, Software als Service, und Verbrauchsmaterialien in verschiedenen Packungsgrößen.

Da euer Produkt für Histopathologie gedacht ist, sind wahrscheinlich die entsprechenden Labore eure Hauptzielgruppe, oder? In wie vielen Ländern vertreibt ihr euer Produkt bereits?

Genau! Unsere Kunden sind private und öffentliche Histopathologie-Labore, die zu Krankenhäusern, Laborketten oder Forschungsinstituten gehören können. Derzeit sind wir vor allem in der DACH-Region tätig, mit dem Ziel, in weitere EU-Länder zu expandieren.

Allein der europäische Markt besteht aus 6.500 Labors, die jedes Jahr 1 Milliarde Gewebeproben verarbeiten. Das ergibt ein Marktpotential von insgesamt 2 Milliarden Euro pro Jahr. Wir streben auch den US-Markt an, der 9.000 Labore umfasst, die 2 Milliarden Proben pro Jahr verarbeiten. Das führt zu einem Marktpotential  von 4 Milliarden Euro pro Jahr. Auf dem globalen Markt beträgt das Potenzial mehr als 13 Milliarden Euro pro Jahr.

Wie weit ist euer Produkt entwickelt? Wird es bereits erfolgreich genutzt?

Ja. Wenn man bedenkt, dass unser Unternehmen vor drei Jahren gegründet wurde, kann der aktuelle Stand unserer Produktentwicklung als recht fortschrittlich angesehen werden. Unsere Produkte werden seitdem von namhaften Kunden erfolgreich und mit hoher Zufriedenheit eingesetzt. Im August 2019 schlossen wir eine Finanzierungsrunde von 17 Millionen Euro ab, womit wir auf insgesamt 23 Millionen Euro kommen. Sie  ermöglichen es uns, unser Team weiter zu vergrößern, global zu skalieren und unsere Software zu erweitern. Derzeit sind wir ein Team von fast 100 Teamkollegen, das aus etwa 30 Nationalitäten besteht und sich über die Büros in München und Krakau verteilt.

Shelley, dankeschön für diesen super spannenden Einblick in die Welt von inveox! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg und sind gespannt, wohin ihr euch entwickelt. Wer mehr über inveox erfahren will, kann in den Requests auf eurem Innoloft Profil nachschauen.

MagnoTherm Solutions ist das Startup der Woche 6: Next generation cooling


Energieeffizienz & Umwelt, Health & FoodTech

Herkömmliche Kühlsysteme kommen selten ohne problematische Gase aus. Problematisch heißt in diesem Fall hochentzündlich, toxisch oder mit hohem Treibhauseffekt. Unser Startup der Woche verzichtet mit seinen Produkten auf diese Gase und setzt stattdessen magnetische Materialien ein. Timur Sirman, Co-Founder von MagnoTherm Solutions, erklärt uns heute, wie das genau funktioniert.

Hallo Timur! Danke, dass du heute hier sein kannst. Unsere erste Frage ist folgende: Was steckt hinter MagnoTherm Solutions?

Wir entwickeln und bauen umweltfreundliche Kühlaggregate für die Kühl- und Heizsysteme der Zukunft: mit magnetischen Materialien ohne jeglichen problematischen Gase.

Wie funktioniert dieser Vorgang?

Mittels eines Permanentmagneten werden aktive Metalle zyklisch erwärmt und abgekühlt. Dies geschieht durch den magnetokalorischen Effekt dieser aktiven Metalle. Dabei werden sie warm, wenn sie einem Magnetfeld ausgesetzt werden – und kalt, wenn sich das Magnetfeld reduziert. Mittels einem wasserbasierten Austauschmediums kann die Wärme und Kälte von dem Festkörper transportiert und nützlich gemacht werden. Hierzu werden Motor, Pumpe, Ventile und Steuerungselemente eingesetzt.

Warum ist es besser, auf Gase zu verzichten und stattdessen magnetische Materialien zu nutzen?

Ohne den Einsatz von F-Gasen, entzündlichen Gasen, toxischen Gasen oder sonstig problematischen Gasen ist unser System bis zu 40% effizienter als das beste kompressorbasierte Kühlsystem heute. Und das unabhängig vom Temperaturhub oder Temperaturbereich. Dies kann durch die Individualisierung der aktiven Metalle erzielt werden. Dadurch können auch für warme Umgebungstemperaturen und kleine Temperaturhübe hocheffiziente Systeme realisiert werden, die ein Treibhauspotential von null aufweisen.

Und das ist wiederum besser für die Umwelt. Wie integriert ihr das Ganze in ein Geschäftsmodell?

Unsere Kühlaggregate werden von unserem Kunden in sein Kühlsystem integriert und dann an den Nutzer verkauft. Hier entwickeln wir kundenspezifische Produkte für unseren Integrationspartner. Dabei kann sehr schnell und genau auf die jeweiligen Bedürfnisse des Nutzers eingegangen werden, indem man in unser standardisierten Aufbau die aktiven Metalle jederzeit an die Anforderungen angepasst werden können.

Wen sprecht ihr mit euren Produkten an?

Prinzipiell können wir Kühlaggregate mit einer Kühlleistung zwischen 100 W und 100 kW realisieren. Die europäische Supermarktkühlbranche ist der erste Absatzmarkt, da dort die Herausforderungen am größten sind. Weitere Märkte, die wir adressieren, sind jedoch IT Kühlung, Industriekühlung und Wärmepumpen.

In welcher Entwicklungsphase befindet ihr euch aktuell? Wie reif ist euer Produkt?

Aktuell bauen wir den ersten Prototypen auf, der eine Kühlleistung von 500 W bis 1kW haben wird. Hiermit werden wir dieses Jahr ein Kühlsystem für Food&Beverages ausstatten. Parallel dazu sind wir in Gesprächen mit Entwicklungspartnern, weitere Systeme aufzubauen.

Timur, wir sind leider schon am Ende des Interviews angelangt. Wir danken dir für das spannende Gespräch und wünschen euch viel Erfolg weiterhin! Wer mehr über euch erfahren will, kann in euer Innoloft Profil schauen.

Climedo Health ist das Startup der Woche 3: Innovationsförderung in der Medizinforschung


Health & FoodTech, IT & IKT

Innovation im Gesundheitssektor hat viele Gesichter. Um medizinische Innovationen zu beschleunigen, ist es notwendig, zwischen verschiedenen Partnern wie Pharmaunternehmen, Krankenhäusern und Patienten zu kooperieren. Climedo, unser Startup der Woche, bietet eine cloud-basierte Software, der verschiedene Stakeholder bei der effizienten und sicheren Durchführung von Studien, z.B. zu neuen Krebstherapien, unterstützt. Wir sprachen mit Catherine Higginson, Marketing Managerin bei Climedo Health, um mehr über ihre innovative Idee zu erfahren.

Hey Catherine, danke, dass du dir heute die Zeit genommen hast! Lass uns direkt starten. Wie würdest du Climedo in einem Satz pitchen?

Na klar! Climedo hat es sich zur Aufgabe gemacht, jedem Patienten die beste Behandlung zukommen zu lassen, indem es die Fachleute im Gesundheitswesen mit intelligenten Softwarelösungen unterstützt.

Das ist eine ziemlich große Mission! Wie sieht diese Softwarelösung im Detail aus?

Climedo ist eine Cloud-basierte Plattform, die aus drei Kernelementen besteht: zwei integrierte Datenbanken (eine digitale Patientenakte und eine Biodatenbank) und das Hauptmodul, welches die Durchführung einer großen Anzahl von Studien ermöglicht. Es kann sowohl auf einem Laptop/PC als auch auf einem Tablet oder Smartphone verwendet werden. So können Sponsoren, Ärzte und medizinisches Fachpersonal in einer zentralen, ganzheitlichen Lösung auf alle relevanten Studiendaten zugreifen und dennoch auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sein. Das intuitive und flexible Studiendesign ermöglicht die kosteneffiziente Durchführung von Mono- und Multi-Center-Studien. Parameter können in Echtzeit validiert und analysiert werden. Wir setzen Technologien ein, die sich besonders für die Verarbeitung unstrukturierter Daten eignen – was unserer Meinung nach ein Muss im Gesundheitswesen ist. Diese Daten werden in einer intuitiven und komfortablen Benutzeroberfläche verfügbar, so dass auch komplexe Zusammenhänge schnell und umfassend dargestellt werden können. Um ein Höchstmaß an Daten- und Informationssicherheit zu gewährleisten, stehen unsere Server ausschließlich in Deutschland und sind nach den einschlägigen Industriestandards zertifiziert.

Welchen Mehrwert generiert euer Produkt, den andere bestehende Lösungen nicht haben?

An klinischen Prüfungen sind in der Regel mehrere Parteien an verschiedenen Standorten beteiligt (z. B. Industriepartner, CROs, Krankenhäuser, Patienten usw.). Die Parteien arbeiten meist mit völlig getrennten Systemen. Da Darüber hinaus werden über 50% aller klinischen Studien immer noch auf Papier oder mit Hilfe von Tabellen durchgeführt. Angesichts der digitalen Transformation des Gesundheitssektors und mehrerer neuer EU-Verordnungen, die auf uns warten, ist dies keine realistische und nachhaltige Lösung mehr. Die Zusammenführung aller Daten und Ergebnisse kostet viel Zeit und Geld, das stattdessen in die Behandlung der Patienten fließen könnte. Hier kommt Climedo ins Spiel. Wir verbinden alle Beteiligten nahtlos in einem Cloud-basierten System und ermöglichen die strukturierte Erfassung und Verwaltung aller studienbezogenen Daten. Zum Beispiel können Patienten  auch ohne spezielle IT-Kenntnisse per E-Mail oder SMS Informationen, wie z.B. die Wirksamkeit eines Medikaments oder die Zufriedenheit mit einem eingesetzten Implantat, eingeben. Folglich müssen sie nicht mehr so oft das Studienzentrum besuchen und sparen somit sowohl ihnen selbst als auch den Ärzten wertvolle Zeit. Im Gegensatz zu bestehenden Lösungen ist Climedo zu 100% anwenderorientiert und verbindet alle Beteiligten in einem ganzheitlichen System.

Besonders die einfache Integration von Patientendaten klingt sehr hilfreich und zeitsparend! Bieten ihr eure Software als Dienstleistung an?

Ja, genau! Wir haben ein SaaS-Modell, das aus einer einmaligen Einrichtungsgebühr und einer flexiblen monatlichen Nutzungsgebühr besteht, je nach Umfang der Studie und des Produktportfolios.

Wen adressiert Climedo Health genau? Und welche Länder sind eure Zielmärkte?

Unsere Zielkunden sind Medizinproduktehersteller, Pharmaunternehmen, Auftragsforschungsinstitute (CROs) sowie Krankenhäuser und Hochschulen. Derzeit sind wir vor allem in der DACH-Region tätig und möchten im kommenden Jahr in weitere EU-Länder expandieren. Darüber hinaus werden einige unserer in Deutschland durchgeführten Studien bereits international ausgerollt, unter anderem in den USA.

Ihr seid also bereits am Markt etabliert und befindet euch nun in der Expansionsphase?Ihr seid also bereits am Markt etabliert und befindet euch nun in der Expansionsphase?

Ja! Unser Produkt ist auf internationaler Ebene verfügbar und wird bereits von mehreren Partnern aus Industrie und Wissenschaft eingesetzt. Wir haben kürzlich eine Finanzierungsrunde im 7-stelligen Bereich abgeschlossen, die es uns ermöglicht, unser Team weiter zu vergrößern, international zu expandieren und unsere Softwareentwicklung weiter voranzutreiben, um die klinische Validierung für unsere Kunden effizienter zu gestalten.

Das klingt sehr spannend! Catherine, danke für das Gespräch! Wir hoffen, dass wir noch viel von euch hören und wünschen euch weiterhin viel Erfolg! Wer sich für eure Produkte oder eine Zusammenarbeit mit euch interessiert, kann sich das entsprechende Innoloft-Profil und Requests für weitere Informationen ansehen.

Fehlerfreie Kommunikation im Gesundheitswesen


Health & FoodTech

Es ist bekannt, dass Bürokratie und ineffiziente Kommunikationswege große Teile des Personals im Gesundheitswesen überfordern. Das erzeugt unnötigen Stress bei Personal und Patienten. Demzufolge besteht akuter Optimierungsbedarf bei der Kommunikation zwischen allen Beteiligten im Gesundheitssystem. Insbesondere im Hinblick auf die Qualität und die Schnelligkeit der übermittelten Informationen, gibt es noch reichlich viele Probleme zu lösen, um Entscheidungsträger besser mit Informationen zu versorgen und es zu weniger Fehlentscheidungen kommt.

Die nachfolgenden Startups haben die Kommunikationsprobleme im Gesundheitswesen erkannt und intelligente, skalierbare Lösungen erfunden. Mithilfe dieser erhält nicht nur der Patient eine bessere personalisierte Versorgung. Pflegern, Ärzten und weiterem Gesundheitspersonal werden sich wiederholende, anstrengende Aufgaben abgenommen. Das spart wertvolle Zeit, die sie anstelle mit Bürokratie, mit dem Patienten verbringen  können.

 

Acht MedTech Startup Beispiele aus dem Innoloft Innovationsnetzwerk sorgen für ein besseres Gesundheitswesen

 

visidoo – Digitalisiertes Terminmanagement

Terminausfälle sind frustrierend und führen zu unnötigem Stress. Die Organisation rund um Termine inklusive Erinnerungen kostet Zeit und Geld. Visidoo hat erkannt, dass diese Aufgaben mithilfe von digitalen Tools weitestgehend automatisiert werden können. Das Geschäftsmodell ist für kleine Praxen ein monatlicher Pauschalbetrag und für größere Praxen ein Betrag pro Patient pro Monat. Die Kommunikation zwischen Praxis und Patient erfolgt über die mobile visidoo App. Diese beinhaltet für Praxen einen Messenger, sendet automatische Erinnerungen und Recalls. Die Patienten profitieren von einer übersichtlichen Darstellung ihrer Termine und anstehenden Vorsorgeuntersuchungen, auch für ihre Kinder.

 

Patientus – Virtueller Raum statt Arzt-Wartezimmer

Seit April 2017 können Ärzte und Patienten per Videosprechstunde miteinander verbunden werden. Dank internetbasierter Kommunikationssoftware ermöglicht der Service von Patientus eine telemedizinische Versorgung aus der Ferne und stellt somit ein ergänzendes Angebot dar. So können Beratungsgespräche und Nachsorgetermine unkompliziert online durchgeführt werden. Die Notwendigkeit für einen physischen Kontakt zwischen Arzt und Patienten entfällt zumindest für die Nachsorge. Diagnosen darf der behandelnde Arzt allerdings weiterhin nur in einem Vor-Ort-Gespräch mit dem Patienten stellen. Patientus wurde Anfang 2017 von jameda übernommen.

 

eHealth Ventures – Datenabgleich zwischen Einweisern, Behandlern und Nachversorgern

Patientendaten werden heute oft nur langsam und häufig auch nur auf Anfrage zwischen Organisationen geteilt. Dies führt zu langen Wartezeiten beim Patienten und im schlimmsten Fall zu kostspieligen Überdiagnostizierungen und -therapierungen. Das in Berlin ansässige Startup eHealth Ventures GmbH bietet mit POLAVIS CLINIC ein Kommunikationsportal für Krankenhäuser, mit dem sie relevante Falldaten sicher mit niedergelassenen Ärzten zur Weiterbehandlung teilen können. Darüber hinaus bietet die Software-Suite Funktionalitäten wie ein Postfach und Terminfindung. Die Plattform wird mit dem krankenhausinternen Informationssystem verbunden und behält die Daten vor Ort.

 

myo – Eine ganzheitliche Kommunikationsplattform für die Pflege

Häufig sind Angehörige von pflegebedürftigen Freunden und Familienmitgliedern neugierig und besorgt um deren Gesundheit. myos ganzheitliche Kommunikationsplattform für die Pflege berücksichtigt Bewohner, Angehörige, Pflegende und Pflegeheimbetreiber. Über diese wird es Angehörigen erleichtert, mit Bewohnern in Kontakt zu stehen und über deren Gesundheit informiert zu sein. Pflegende gewinnen mit der App durch die Aufzeichnung von Aktivitäten Zeit und beugen konfrontativen Gesprächen vor. In einer zunehmend digitalisierten Gesundheitsversorgung ist myo für Pflegeheimbetreiber ein Alleinstellungsmerkmal, um effektiver Personal zu gewinnen.

 

Beispiele aus dem Ausland

 

Gesundheitssysteme sind vielfältig. Trotz ihrem gemeinsamen Ziel, die Gesundheit jedes Patienten sicherzustellen, ist jedes Gesundheitssystem einzigartig. Sie weisen unterschiedliche Regulationen, Kulturen und Patienten auf. Deshalb ist nicht jede neue Applikation und Lösung von einem auf ein anderes Gesundheitssystem übertragbar. Oft stehen Startups bürokratische Hürden im Weg. Dennoch zeigen wir im Folgenden drei internationale Startups, welche die Kommunikation innerhalb des Gesundheitswesens verbessern. Sie geben einen Ausblick darauf, was heute schon alles möglich ist.

 

KRY – Erfolgreiches Telemedizin-Modell aus Schweden

Als 2014 KRY in Schweden gegründet wurde, wollten die Gründer Patienten den Zugang zu Versorgung erleichtern und daran mitwirken, dass überfüllte Wartezimmer bald der Vergangenheit angehören. Über die App KRY werden digitale Video-Arzttermine vermittelt, inklusive Diagnose, Beratung, Rezept, Krankschreibung und Überweisung. KRY agiert hier als Mittelmann und wirbt sowohl Ärzte, als auch Patienten. Gespräche und Zahlungen werden innerhalb der App abgewickelt, sodass möglichst wenig bürokratischer Aufwand entsteht. Zwar gibt es noch kein offizielles Launch-Datum, dennoch steht KRY für Deutschland bereits in den Startlöchern.

 

Komed Health – Echtzeit Krankenhaus-Kommunikationsplattform aus der Schweiz

Eine ähnlich wie WhatsApp aufgebaute Applikation ist die Erfindung von Komed Health. Mit ihr wollen sie die Kommunikation zwischen allen Beteiligten innerhalb eines Krankenhauses revolutionieren. Die Applikation arbeitet synchron und in Echtzeit über verschiedene mobile Endgeräte. Sie bietet die Möglichkeit, Gruppenchats zu Patienten zu erstellen und interne Arbeitsgruppen zusammenzufassen, um Kommunikationswege zu kürzen. Derzeit wird das System in mehreren Krankenhäusern in der Schweiz angewandt.

 

MUrgency – Ein globales Notrufsystem aus Indien

Die Möglichkeit, immer und von überall einen Notruf absetzen zu können, ist für Bürger aus entwickelten Ländern selbstverständlich. Weniger bekannt ist, dass Millionen von Menschen keinen Zugriff auf solche Systeme haben. MUrgency hat sich die ambitionierte Vision gesetzt, mithilfe von mobiler Technologie ein globales Notruf Netzwerk aufzubauen, um allen Menschen Zugang zu diesem lebensrettenden Kommunikationstool zu verschaffen. Vor allem in Regionen mit schwach ausgebauter Infrastruktur ist MUrgency Reaktionszeit kürzer als die von vergleichbaren Systemen. 50.000.000 Menschen wurden bereits mit MUrgencys Dienstleistungen versorgt und mittlerweile bietet die App auch ein Feature, welches nahegelegene MUrgency-Nutzer im Notfall benachrichtigt.

 

Suki – Intelligenter Sprachassistent für Ärzte

Das aus Redwood, Kalifornien stammende Startup entwickelt und vertreibt mit Suki einen Sprachassistenten, der Ärzten den mit dem Verfassen von Arztberichten verbundenen Arbeitsaufwand verringert. Ärzte diktieren lediglich ihren Bericht, und Suki verwandelt das Gesprochene in ein Format, welches in das Krankenhaus-Informationssystem integrierbar ist. Laut Eigenaussage verläuft die Berichterstattung somit um 76% schneller als die herkömmliche, schriftliche Berichterstattung. Suki hat bereits über 20 Millionen Dollar an Investitionssumme erhalten.