Startups of the Month March 2020


Energie & Umwelt, Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT

Unsere fünf Startups of the Month March auf einen Blick

Im Monat März haben wir euch in unserem Startup der Woche Format fünf Startups in einem Interview vorgestellt. Interviews führten wir mit Blue Boson, FSIGHT, Motius, SPAROX und AMPEERS ENERGY. Ihre Lösungsansätze auf einen Blick findet ihr hier in unserem Startups of the Month March Beitrag.
Wer mehr über ihre Angebote erfahren möchte, kann ebenso einen Blick auf ihr Profil in unserer Innoloft Datenbank werfen. Ebenso findet ihr dort ihre und weitere Kunden- und Partnergesuche (Requests).

 

Blue Boson – Wasseraufbereitung ganz ohne chemische Zusätze

Blue Boson nutzt eine Technologie zur Aufbereitung von verunreinigtem Abwasser, die ganz ohne chemische Zusätze auskommt. Damit können sie auf umweltfreundliche Weise Verkrustungen und Ablagerungen entfernen. Indem sie Systeme vor Korrosionen schützen, verlängern sie deren Lebensdauer. Mit zwei patentierten Produkten unter der Bezeichnung SCAT® und SCAT REXCIT® sind sie bereits am Markt. Ihre hydraulischen Durchflussmodule sorgen für eine supramolekulare Aufbereitung von Wasser, eignen sich aber genauso zur Aufbereitung von anderen flüssigen oder gasförmigen Medien. Ihre Geräte stellen sie je nach Anforderung und Einsatzzweck her oder modifizieren sie. Vollautomatisiert können sie rund um die Uhr betrieben werden. Ihre Produkte vertreiben sie nach dem ESCO-Modell. Damit gemeint ist ein Energie-Einspar-Contracting Modell, das auf Energieeffizienz und Kosteneinsparungen ausgerichtet ist. Darüber hinaus bieten sie die Vermietung und den Verkauf von Ausrüstung sowie weitere Services an.

Zum Startup der Woche Interview KW10

FSIGHT – Künstliche Intelligenz Plattform für den Energiesektor

Das Startup FSIGHT setzt ganz auf Künstliche Intelligenz und zeigt, wie diese sich gewinnbringend in der Energiewirtschaft einsetzen lässt. Mit ihrer Energiemanagement Plattform können Energieströme vorausschauend berechnet und bedarfsgerecht angepasst werden. Mithilfe ihrer Energy-AI Plattform können sie das Verbrauchsverhalten von Konsumenten mit dem der Energieerzeugung von erneuerbaren Energien sowie Energiemarktpreisen verbinden. Dazu nutzen sie über 40 Machine Learning-Modelle. Ihr Handelsmodell für Energiegemeinschaften erlaubt es Privathaushalten, Gewerbekunden und Industrieunternehmen den eigens erzeugten Strom zu handeln. Darüber hinaus lassen sich Energieeinsparungen für den Endkonsumenten von bis zu 20 Prozent erzielen. Zugleich hilft ihre Plattform lokale Stromnetze zu stabilisieren. Von ihrer Software-as-a-Service-Lösung profitieren Energiekunden und Verbraucher gleichermaßen wie Energieunternehmen und Netzbetreiber. Die Kunden von FSIGHT finden sich über den gesamten Erdball verstreut.

Zum Startup der Woche Interview KW11

Motius – Moderne Technologien für jede Art Use-Case

Auf die rasanten Veränderungen in der Tech-Welt hat die Motius GmbH eine Antwort. Ihre Mission besteht darin für Kunden aus den unterschiedlichsten Bereichen für ihre jeweiligen Einsatzbereiche Technologien zu erschließen. Dazu nutzt das Motius-Team umfangreiche Tech-Expertise. Als Technologieexperten bedienen sie den Innovationsbedarf ihrer Kunden zum einen über ihren interdisziplinären Talent Pool und zum anderen über Einbindung von Technologie- und Managementhubs. Dabei bieten sie Unterstützung bei der Generierung von Ideen und Anwendungen, beim Erbringen des Proof-of-Concepts bis hin zum Produkt-Rollout. Ihren Fokus legt Motius weniger auf spezielle Branchen und Zielgruppen als vielmehr die Anwendung neuer Technologien in einem breiten Kundensegment. Seit sieben Jahren besteht Motius am Markt. Sie gehören seit einiger Zeit zu den am stärksten wachsenden Startups in Deutschland.

Zum Startup der Woche Interview KW12

SPAROX – Amazon für Ersatzteile im Energiesektor

Sparox vermittelt Ersatzteile für Energieanlagen. Über ihre Plattform beliefern sie Anlagenbetreiber jeglicher Energieerzeugungsart im deutschsprachigen Raum. Dazu haben sie sich ein Lieferantennetzwerk mit breitem Produktspektrum aufgebaut. In ihrem Portfolio befinden sich derzeit über 15.000 Ersatzteile. Für Ersatzteile, die schnell benötigt werden, um einen Ausfall der Anlagen zu verhindern, gibt es eine Notfallfunktion auf der Plattform. Mit SPAROX3D bedienen sie zusätzlich ein Segment, in der 3D gedruckte Ersatzteile bestellt werden können. Für Anlagenbetreiber ist die Nutzung der Plattform kostenfrei. Für Lieferanten erheben sie eine Transaktionsgebühr. Gerade in der aktuellen Corona-Krise zeigt sich der Mehrwert der Plattform von Sparox, bei der es nicht zuletzt um die Vermeidung von Stillständen und die Sicherstellung der Energieversorgung geht.

Zum Startup der Woche Interview KW13

AMPEERS ENERGY – Energiemanagement 4.0 für die dezentrale Energieversorgung

Mit ihrer Software-as-a-Service (SaaS)-Lösung geben AMPEERS ENERGY der dezentralen Energiewende richtigen Anschub. Sie erlaubt auf Basis einer selbstlernenden Technologie die dezentrale Erzeugung mit dem Verbrauch von Energie zu verbinden und zu steuern. AMPEERS ENERGY hat drei cloudbasierte Applikationen im Angebot, die auch einzeln genutzt werden können. Dazu zählen ihr AE District Manager als umfassende Quartiers-Energiemanagement-Lösung, ihre AE Local Supplier vollautomatisierte, integrierbare Mieterstromsoftware und ihre AE Fleet Optimizer-Lösung für eine intelligente Steuerung von Ladevorgängen und Lasten bei Elektro-Flotten. Alle drei Komponenten greifen technisch ineinander, kennzeichnet ein hohe Nutzerfreundlichkeit und verbindet Marktteilnehmer. Ihr SaaS-Lösung ermöglicht nicht nur neuartige Geschäftsmodelle, sondern verschafft allen Beteiligten umweltfreundliche Effizienzvorteile sowie Kosteneinsparungen. Mit ihrem Lösungsansatz konnten AMPEERS ENERGY nicht nur die Jury-Mitglieder der kraftwerk city acceleration bremen Challenge im vergangenen Jahr überzeugen, sondern gewannen ebenso den Fraunhofer Gründerpreis 2019.

Zum Startup der Woche Interview KW14

AMPEERS ENERGY ist das Startup der Woche 14: Die Zukunft der Energie


Energieeffizienz & Umwelt, Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT

Die Energiewirtschaft wandelt sich. Wo über viele Jahre hinweg wenige große Unternehmen den Ton angegeben haben, bietet sich jetzt die Möglichkeit, durch dezentrale Erzeugung mit Hilfe der Erneuerbaren Energien selbst zum Energieproduzent zu werden und die Energiewende aktiv mitzugestalten. Dazu braucht es allerdings externe Hilfe. Die kommt zum Beispiel von unserem Startup der Woche AMPEERS ENERGY. Sie gewannen die kraftwerk city accelerator bremen Challenge und auch den Gründerpreis der Frauenhofer im letzten Jahr – Erfolge, die sich sehen lassen. Wir wollten mehr wissen und haben mit Gerrit Ellerwald, Geschäftsführer von AMPEERS ENERGY, über das Startup und die Idee gesprochen.

Hallo Gerrit! Wir freuen uns, heute mehr über euer Startup zu erfahren und legen deswegen auch direkt los. Wer seid ihr bei AMPEERS ENERGY?

Wir bei AMPEERS ENERGY machen es Unternehmen einfach die Potenziale der dezentralen Energiewende zu erschließen – und zwar ökonomisch und ökologisch!

Das klingt sehr spannend! Wie funktioniert das Ganze im Detail?

Zuerst sollte man wissen, dass wir als SaaS-Unternehmen drei cloudbasierte Applikationen anbieten, die es Unternehmen ermöglichen Geld zu sparen, Prozesse zu automatisieren und dabei die Umwelt zu schonen.
So gibt es neben dem AE District Manager, welcher eine vollumfängliche Lösung des Energiemanagements im Quartier darstellt, noch den AE Local Supplier. Diese vollautomatisierte und integrierte Mieterstromsoftware übernimmt die administrative Seite von Mieterstromprojekten. Und darüber existiert der AE Fleet Optimizer. Durch die Zusammenführung aller relevanten Daten, übernimmt die intelligente Software die Steuerung des Last- und Lademanagements von E-Flotten.Grundlage dieser Produkte ist eine äußerst leistungsfähige Fraunhofer-Software, die durch den Einsatz von selbstlernenden Technologien in der Lage ist, alle dezentralen Prozesse rund um Energieerzeugung und Verbrauch miteinander zu verbinden und zielgerichtet zu steuern.Die Technologie besteht grundsätzlich aus zwei Komponenten – einer Energiemanagementkomponente und einer Abrechnungskomponente.
Die Energiemanagementkomponente steuert und optimiert Erzeugungs- und Verbrauchsanlagen. Je heterogener diese Anlagen sind, desto besser kann die Technologie ihre Stärken ausspielen. Ähnlich eines Dirigenten orchestriert man alle Erzeuger und Verbraucher in einem Quartier und kann so Geld sparen. Dahinter liegen lineare Optimierungsmodelle und der Grundgedanke, dass man versucht Erzeugung und Verbrauch deckungsgleich zu gestalten. Sehr, sehr vereinfacht ausgedrückt soll das Auto eben dann geladen werden, wenn die Sonne scheint. Lastspitzen werden abgefangen, indem man versucht flexible Lasten dann anzuschalten, wenn nicht gleichzeitig auch andere Lasten laufen.

Die Abrechnungskomponente ist ein Energiedatenmanagement und dafür da, dass man die verschiedenen Energiedaten der Managementsysteme, wie z.B. aus dem Zähler und den Erzeugungskomponenten, nimmt und verursachungsgerecht richtig zuordnen kann. Sie kann Abrechnungen für den Kunden erstellen oder der Meldepflicht an Netzbetreiber und Regierungsbehörden nachkommen. Die relevanten Energiedaten richtig abzufangen, diese transparent zu machen und korrekt abzurechnen oder weiterzuleiten ist die Leistung der Abrechnungskomponente.

Diese Komponenten sind auch einzeln nutzbar, beispielsweise wird nur das Energiemanagement im Quartier oder nur die Abrechnungskomponente in Mieterstromprojekten verwendet. Doch ist der große Vorteil unseres Angebots die Kombinierfähigkeit der Komponenten. So kann zum Beispiel beim gesteuerten Flottenladen im Quartier auch die Ladesäule korrekt abgerechnet werden. Das ist es, was das Produkt so stark macht.

Im Moment befassen sich viele mit der Dezentralisierung der Energieversorgung, was grenzt euch von deren Ideen ab?

AMPEERS ENERGY sorgt dafür, dass Energieerzeugung, -transport, -verbrauch und -abrechnung ähnlich einfach funktionieren wie beispielsweise der Online-Handel heute. Wir ermöglichen damit unseren Kunden den Eintritt in das Energiemanagement 4.0, in dem alle Akteure und technischen Komponenten nahtlos ineinandergreifen. Jeder einzelne Marktteilnehmer kann dadurch beträchtliche Einsparpotenziale realisieren, teilweise bis zu 40 Prozent. E-Fahrzeugflotten können durch unsere SaaS-Lösung zu einer echten Alternative zu bestehenden Dieselfahrzeugen werden und vieles mehr. So können neuartige Geschäftsmodelle auf Basis intelligenter Energie entstehen.

Der große Unterschied zu unseren Wettbewerbern ist, dass wir die dezentralen Geschäftsmodelle ganzheitlich betrachten und nicht nur Teillösungen liefern. Bei uns bekommt man die komplette softwareseitige Unterstützung zur Umsetzung eines gesamt dezentralen Geschäftsmodells. Und diese ist wiederum so benutzerfreundlich, dass wir uns dank dieser intuitiven Usability vom Wettbewerb klar differenzieren.
Darüber hinaus haben wir dank der Kooperation mit Fraunhofer den Vorteil kontinuierlich weitere Innovationen in unsere SaaS-Lösungen zu integrieren. Das ist ein Marktvorteil, wie ihn wohl kein zweites Start-Up besitzt.

Du hast eben schon erwähnt, dass ihr ein SaaS-Unternehmen seit. Ihr bietet die Applikationen also als Service an. Wie sieht euer Geschäftsmodell da genau aus?

Wir sind ein Software-as-a-Service Unternehmen und generieren Erlöse durch die Lizenzvergabe unserer Produkte an Kunden.
Das Pricing besteht aus einer Einrichtungsgebühr, der Set Up Fee, und einer Benutzungsgebühr, einer Pay per Use Fee. In der Set Up Fee werden die Einrichtungsaufwände berechnet, wie das Customizing des Systems oder der Anschluss der Schnittstellen an das System. Und um die Einstiegshürde niedrig zu halten, sodass nicht zu hohe monatliche Kosten anfallen, wird bei der Pay per Use Fee nach Benutzung gezahlt. Bei Mieterstromprojekten ist das pro Wohnung/ pro Zähler, beim Quartiersmanagement und beim Flottenoptimieren pro KWh, die über das System gemanagt wird.Nebenleistungen abseits unserer Kernprodukte sind vorerst nicht vorgesehen, wir konzentrieren uns auf die stete Entwicklung, die Implementierung und die Pflege unserer Produkte.

Wen genau sprecht ihr mit euren Lösungen an? Adressiert ihr auch Märkte außerhalb von Deutschland?

Für unsere Leistungen gibt es drei Hauptzielgruppen: Energieversorger & -dienstleister, die Immobilienwirtschaft und Flottenbetreiber.

Für unsere Mieterstrom- und Quartierslösungen sind z.B. alle mittleren und großen Wohnungsbauunternehmen, beziehungsweise alle Unternehmen mit relevant großem Wohnungsbaubesitz (kirchliche, private, öffentliche Träger und Genossenschaften) geeignet.
Es gibt ungefähr 40 Millionen Wohnungen in Deutschland – davon sind 10% Mieterstrom und für den AE Local Supplier geeignet.
Für unser Quartiersenergiemanagementsystem kommen alle größeren Gebäudekomplexe mit einer heterogenen Erzeugungsinfrastruktur infrage, wie Flughafen, Einkaufszentren, reine Wohnquartiere oder auch diverse Mischquartiere.
Der AE Fleet Optimizer lohnt sich für alle Unternehmen, die mindestens 10 E-Fahrzeuge haben, seien es Firmenfahrzeuge oder Dienstwägen.

Und auf die Frage der Internationalisierung können wir antworten, dass wir schon heute dabei sind in der DACH Region zu internationalisieren. Am Ende des Tages sind unsere Lösungen nicht auf den deutschen Energiemarkt beschränkt. Bei einem (Quartiers-) Energiemanagement System stellt sich nur die Frage, was optimiert werden soll. Und wenn es dabei um eine Kostenoptimierung unter Randbedingungen (z.B. wie die Maximierung des Eigenstromverbrauchs) handelt, dann ist das nur eine mathematische Funktion, die optimiert wird. Somit ist unser Produkt letztlich international überall einsetzbar. Im Moment fokussieren wir uns auf die DACH Region, später auf Europa und letztlich überall dort, wo unsere Produkte genutzt werden können.

Kommen wir zur letzten Frage. Als Sieger der kraftwerk city Accelerator Bremen Challenge und Frauenhofer Spin-off findet eure Idee sehr viel Anklang. Wo steht ihr mit eurem Startup im Moment?

Wir haben die erste Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen, die ersten zwei Produkte (District Manager und Local Supplier) sind erfolgreich am Markt und wir haben eine zweistellige Anzahl an Kunden. An dieser Stelle möchten wir mit Stolz auf den Gewinn des Fraunhofer Gründerpreises 2019 hinweisen. Dieser Preis zeichnet das erfolgreichste, am Markt aktive Fraunhofer Spin-off des Jahres aus, dessen Produkte und Dienstleistungen einen unmittelbaren gesellschaftlichen Nutzen aufweisen.

Wir finden es motivierend mit unserer täglichen Arbeit einen aktiven Beitrag für die Energiewende und somit auch für eine grünere Zukunft zu leisten. Und wer auch der Meinung ist, dass man nicht länger nur über die Energiewende reden sollte, sondern sie endlich angehen muss, dem legen wir nahe sich uns anzuschließen und mal einen Blick auf unsere Website zu werfen. Dort sind offene Stellenausschreibungen (ebenso wie die Kontaktdaten für eine Initiativbewerbung) zu finden.

Wir bedanken uns bei euch für das Interview!

Gerrit, wir danken dir ebenfalls für das spannende Gespräch! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg und werden eure Entwicklungen gespannt mitverfolgen. Wer mehr über euch erfahren will, kann einen Blick auf euer Innoloft Profil und eure Requests werfen.

SPAROX ist das Startup der Woche 13: Die Plattform für Ersatzteile im Energiesektor


Energieerzeugung, Energieversorgung, Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT

Ersatzteile für Energieanlagen zu beschaffen ist ein echter Kraftakt. Vor allem erfordert er viel Geduld. Die Suche nach passenden Anbietern dauert lange. Außerdem muss man mit Lieferzeiten von mehreren Monaten rechnen. Unser Startup der Woche hat die Lösung gefunden, die Energieanbietern Zeit und Geld spart. Mit ihrer Plattform bietet SPAROX einen Online Marktplatz, die Anlagenbetreiber und Lieferanten schnell vernetzt. Wir haben mit Sonja Zahradnik-Leonhartsberger, Projektleiterin von SPAROX gesprochen.

Hallo Sonja! Danke, dass du dir heute die Zeit nimmst. Beschreibe SPAROX zum Start doch mal in einem Satz.

Gerne. Wir verbinden Anlagen und Ersatzteile im Energiesektor und haben ein starkes branchenrelevantes Netzwerk im deutschsprachigen geschaffen, das sich auch im Notfall binnen kürzester Zeit hilft.

Wie kann jemand, der Ersatzteile braucht, diese auch bekommen?

Sparox ist eine Vermittlerplattform für Ersatzteile, an der Anlagenbetreiber mit kritischen Ersatzteilen und Lieferanten mit einem großen Produktspektrum beteiligt sind. Wir sind sozusagen „Amazon für Ersatzteile“. Zusätzlich haben wir eine Notfallfunktion etabliert, wenn bei einem drohenden Anlagenstillstand Ersatzteile schnell benötigt werden und mit SPAROX3D gibt es auch die Möglichkeit 3D gedruckte Ersatzteile zu bestellen.

Ist diese Notfallfunktion eines eurer Alleinstellungsmerkmale?

Ja, genau. Wir sind die größte online Plattform für Ersatzteile im Energiesektor im deutschsprachigen Raum mit einer sehr raschen Hilfe bei Notfällen. Gerade in der aktuellen Corona-Krise hat sich der Nutzen von Sparox einmal mehr unter Beweis gestellt: letztendlich geht es darum einen Anlagenstillstand zu verhindern, um die sichere Versorgung der Menschen mit Energie sicherstellen zu können.

Ist eure Plattform kostenlos? Wie generiert ihr Umsatz?

Für die Anlagenbetreiber ist die Teilnahme kostenlos. Die Lieferanten zahlen eine Transaktionsgebühr.

Da ihr Ersatzteile für den Energiesektor liefert, ist eure Zielgruppe klar definiert, oder?

Ja, das stimmt. Wir sprechen Anlagenbetreiber im Energiemarkt sowie deren Lieferanten im gesamten deutschsprachigen Raum an. Wir fokussieren uns auf alle Energieerzeugungsarten sowie auf Netzbetreiber.

Du hast eben angesprochen, dass ihr die größte Plattform seid. Von welcher Größenordnung sprechen wir dabei? In welchem Stadium befindet sich SPAROX als Startup?

Die Plattform sparox.eu ist seit 02.2019 online, wir haben aktuell mehr als 15.000 Ersatzteile. Weitere 5.000 Ersatzteile werden in den nächsten Tagen hochgeladen.Wir haben bereits mehr als 100 Partner im Netzwerk, es sind viele der größten Anlagenbetreiber aus dem deutschsprachigen Raum dabei. Wir wickelten mehrere Notfallanfragen im SPAROX-Netzwerk erfolgreich ab und tragen dadurch zu einer Reduktion der Stillstandzeiten bei. Mit dem 3D Druck erzielten wir im letzten Jahr Kosteneinsparung durch Optimierungen im 6-stelligen Bereich. Wir sind ein Corporate Start-Up der Wien Energie und haben somit einen sehr starken Eigentümer. Unser internes Team besteht aus 8 MitarbeiterInnen.

Sonja, vielen Dank für das spannende Interview! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg und hoffen, noch viel von euch zu hören. Wer sich für weitere Informationen über euch und euer Produkt interessiert, kann gerne einen Blick auf euer Innoloft Profil werfen.

Motius GmbH ist das Startup der Woche 12: Technologien und Produkte der Zukunft


IT & IKT

Wir leben in einer Welt mit vielen Veränderungen und neu entstehenden Technologien. Aber welche Technologie hilft mir bei der Produktentwicklung am besten? Worauf soll ich meine Lösung stützen? Diese Fragen beantwortet unser Startup der Woche Motius. Sie sind auf neue Technologien spezialisiert und realisieren damit Projekte in den unterschiedlichsten Bereichen. Johannes Hussak, Technical Executive bei Motius hat uns erklärt, wie das genau funktioniert.

Hallo Johannes! Schön, dass du heute hier bist. Wir beginnen direkt mit einer kurzen Frage. In einem Satz: Was macht Motius?

Motius ist ein R&D Unternehmen, das auf neue Technologien spezialisiert ist und innovative Produkte und Prototypen entwickelt.

Das klingt sehr spannend. Könntest du uns etwas mehr über den Einsatz von diesen neuen Technologien erzählen?

Wir nutzen die neuesten Technologien, um innovative Produkte und Prototypen für unsere Kunden zu entwickeln. Aufgrund unserer breiten Tech-Expertise werden die von uns entwickelten Lösungen in vielfältigen Anwendungsgebieten eingesetzt: von Medizintechnik zur Autoindustrie, vom Autonomen Fahren bis zu Smart Cities. Durch unsere user-zentrische Herangehensweise verlassen wir uns nicht einfach auf Buzzwords und kurzfristige Trend-Technologien. Stattdessen finden wir immer die Technologien, die unseren Kunden am Besten weiterhelfen. Ob Künstliche Intelligenz, AR/VR, Data Science, additive Fertigung oder Robotik: wir wissen immer, was das Richtige ist.

Ihr arbeitet also mit einer Vielzahl an Technologien. Macht das den Vorteil von Motius aus?

Ja. Die Tech-Welt ist ständig im Wandel, sie verändert sich schneller als je zuvor. Das ist für jegliche Unternehmen eine Herausforderung, da es sie dazu zwingt, dauerhaft die neuesten Entwicklungen zu berücksichtigen und weitreichende Expertise aufzubauen. Motius existiert, um dieses Problem zu lösen – mit unserer Tech-Expertise bedienen wir den Innovationsbedarf unserer Kunden. Wir arbeiten direkt am Puls der Tech-Trends und gestalten diese als Technologieexperten mit.

Das gelingt uns durch unsere fluide Struktur, die wir durch die Mischung unseres interdisziplinären Talent Pools mit über 800 Tech-Talents und erfahrenen Technologie- und Managementhubs erreichen. Mittels eines eigens entwickelten, KI-basierten Systems identifizieren wir automatisch die bestmöglichen Kandidaten unserer Community für unterschiedlichste Projekt-Rollen. Dadurch können wir immer die entsprechenden Experten im Projekt einbinden – und bleiben in jedem Tech-Zyklus spezialisiert auf die neuesten Technologien.

Wie bringt ihr das ganze in einem Geschäftsmodell unter?

Wir begleiten unsere Kunden auf dem kompletten Weg von der Idee über das Proof-of-Concept bis zum Produkt-Rollout. Rund um diesen Prozess bieten wir alle Leistungen an: angefangen bei der Beratung und Design Thinking Workshops, über die Entwicklung erster Prototypen und MVPs bis hin zur Markteinführung. Durch dieses breite Leistungsspektrum können wir stets die Bedürfnisse unserer Kunden bedienen. Wir arbeiten mit agilen Werkverträgen, d.h. es gibt fest definierte Ziele auf deren Basis am Ende abgerechnet wird. So können wir auch während eines Projektes flexibel auf neue Entwicklungen oder Umstände reagieren und das bestmögliche Ergebnis garantieren.

Du hast bereits eure Kunden erwähnt, die aus vielen verschiedenen Branchen kommen. Sprecht ihr dementsprechend auch unterschiedliche Märkte an?

Generell fokussieren wir uns auf die Anwendung von neuen Technologien. Dabei ist für uns zweitrangig, wie genau der Kunde definiert ist: Von Hidden Champions im Mittelstand über weltbekannte Unternehmen bis hin zu internationalen Organisationen und Regierungen. Wir helfen unseren Kunden dabei, die neuesten Technologien in sinnvoller, innovativer Weise anzuwenden. Mit unseren Standorten in München, Stuttgart und Dubai sind wir aktuell vor allem im europäischen und arabischen Raum tätig. Allerdings expandieren wir stets weiter.

Damit kommen wir zur letzten Frage: Wo steht ihr derzeit mit der Entwicklung von Motius? Bestimmt habt ihr seit eurer Gründung hart daran gearbeitet.

Wir gehen mit Motius jetzt in unser siebtes Jahr. In dieser Zeit haben wir uns enorm weiterentwickelt, sind von einer kleinen Entwicklerbude zu einem etablierten Start-Up in Deutschland gereift. Wir sind seit Jahren unter den am Stärksten wachsenden Start-Ups in Deutschland – und das bis Ende 2019 als gebootstrapptes Unternehmen. Zur Verdeutlichung: allein innerhalb des letzten Jahres mussten wir drei Mal unser Headquarter in München erweitern, um unser Wachstum bewältigen zu können. Wie bereits gesagt, sind unsere Referenzen ein Querschnitt durch die verschiedenen Wirtschaftssektoren und Firmentypen. Darauf sind wir enorm stolz. Wir wollen der beste Ort für Techies werden und ihnen ermöglichen, die Welt durch ihre Arbeit zu verändern – mit den neuesten Technologien und den innovativsten Produkten.

Johannes, vielen Dank für das spannende Interview! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg und hoffen, noch viel von euch zu hören. Wer sich für weitere Informationen über euch und euer Produkt interessiert, kann gerne einen Blick auf euer Innoloft Profil werfen.

FSIGHT ist das Startup der Woche 11: Künstliche Intelligenz im Energie-Sektor


Energieeffizienz & Umwelt, IT & IKT

Die traditionelle Energiewirtschaft ist an schnelle Veränderungen nicht gewöhnt. Aber plötzlich ist so vieles neu: Datenquellen, der Umfang der Daten, der Optimierungs- und Stabilisierungsbedarf, die regulatorischen Fragen. Um diese Herausforderungen in Chancen zu verwandeln, bedarf es neuer Technologien und Ansätze. Das sieht unser Startup der Woche genauso. FSIGHT bietet künstliche Intelligenz für die Energiewirtschaft. Damit werden Prozesse optimiert und Probleme gelöst. Wie das genau funktioniert, hat Business Developer Armin Greinöcker im Interview erzählt.

Hallo Armin! Danke, dass du dir heute für uns Zeit nimmst. Lass uns doch direkt starten. Wie würdest du FSIGHT in einem Satz pitchen?

FSIGHT hat eine Energiemanagement Plattform entwickelt, die mit künstlicher Intelligenz Energieströme vorhersagt und optimiert. Damit kann jeder Endkunde direkt von der Energiewende profitieren.

Wie kann man sich diese Plattform vorstellen? Was hat sie für einen Nutzen?

Unsere Energy-AI-Plattform analysiert das Verbrauchsverhalten, die Energieproduktion von Photovoltaik und Windanlagen und die Energiemarktpreise und trifft optimale Entscheidungen wann Energie verbraucht, gespeichert oder gehandelt werden soll. Wir haben ein eigenes Handelsmodell für Energiegemeinschaften entwickelt mit dem Haushalte und Gewerbe und Industrieunternehmen untereinander den selbst erzeugten Strom handeln können. Damit können Einsparungen von 20% für Endverbraucher erzielt und die lokalen Stromnetze stabilisiert werden.

Künstliche Intelligenz im Energiesektor ist mittlerweile nichts Neues mehr. Was könnt ihr da besser als andere?

Wir spezialisieren uns seit Jahren auf künstliche Intelligenz Modelle speziell für den Energiemarkt und haben in unserer Energy-AI-Plattform über 40 MachineLearning-Modelle vereint. In dem wir Vorhersage, Optimierung und Handel von Strom verbinden und sowohl auf Haushalts-, Gemeinschafts- und Netzebene agieren, können wir erhebliche Vorteile für die Endverbraucher, die Energieversorger und Netzbetreiber generieren.

Bietet ihr eure Plattform dann als Software-as-a-Service-Modell an?

Genau. Unsere Energy-AI-Software wird als Software-as-a-Service-Modell angeboten. Einzelne Module, wie zum Beispiel das Vorhersage Tool werden auch als eigenständiges Produkt von Energieunternehmen und Netzbetreibern eingesetzt. Unsere Software ist voll automatisch, leicht zu integrieren und ist natürlich einfach skalierbar.

Du hast vorhin schon ein paar Branchen genannt, die von eurer Plattform profitieren könnten. Aber wer gehört alles konkret zu eurer Zielgruppe?

Wir arbeiten direkt mit etablierten Energieunternehmen und Netzbetreibern, um neue Serviceangebote zu entwickeln und die Chancen in einem sich stark verändernden Energiemarkt zu nutzen. Wir sehen hier speziell einen starken Anstieg an erneuerbaren Energien und Batteriespeichern und die Einführung von Energiegemeinschaften mit lokalem Peer-to-Peer Handel. Unsere Software ist auch bei Gewerbe-, Industrieunternehmen und Haushalten im Einsatz, um direkt für den Endkunden Kosten zu sparen und PV Anlagen und Batterien optimal zu nutzen. Unsere Kunden sind international, zum Beispiel in Israel, Österreich, Deutschland, Ungarn, USA, Neuseeland.

Damit sind wir jetzt leider schon bei der letzten Frage angekommen: In welcher Phase befindet ihr euch gerade?

Wir arbeiten mit renommierten internationalen Unternehmen wie Uniper, Verbund, Andritz Hydro, Wien Energie und Vector zusammen. Unsere Produkte sind marktreif und wir befinden uns derzeit in einer Skalierungsphase. Einer unserer jüngsten Erfolge ist ein Pilotprojekt mit der Schweizer Bundesbahn SBB, in dem es um Elektrifizierung der Loks und Optimierung der Batteriespeicher geht. Wir starten auch gerade die größte erneuerbare Energiegemeinschaft in Ungarn. Wir haben noch viel vor für 2020.

Armin, vielen Dank für das spannende Gespräch! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg bei FSIGHT und sind gespannt auf eure zukünftige Entwicklung.

Wer mehr über FSIGHT erfahren möchte, kann sich auf deren Innoloft Profil umschauen.

gridlux ist das Startup der Woche 9: Schnelle Identifikation attraktiver Glasfaser-Ausbaugebiete


IT & IKT

Langfristig gesehen führt kein Weg am Ausbau der Glasfasernetze vorbei. Allerdings ist die Identifikation potentieller Ausbaugebiete für Glasfaser bisher mit erheblichen Aufwänden verbunden. Auch die Abschätzung der damit verbundenen Kosten ist keine schnelle Sache. Künstliche Intelligenz hilft dabei. Die Lösung dazu kommt von unserem Startup der Woche, gridlux. Wie ihr Produkt genau funktioniert, hat uns Lukasz Glowacki, Business Development Manager bei gridlux, im Interview erzählt.

Hallo Lukasz! Der Glasfaser-Ausbau beschäftigt Kommunen, Länder und die Bundesebene. Dabei ist die Planung sehr aufwändig. Wie schafft ihr Abhilfe mit gridlux?

Mittels künstlicher Intelligenz identifiziert gridlux interessante Gebiete für einen wirtschaftlichen FTTH / FTTB (Fiber to the home / Fiber to the basement Anm. d. R.) Ausbau automatisch und macht diese anhand einer Aufwandsindikation vergleichbar.

Wie werden diese Informationen bereitgestellt?

Unser Online-Tool ist eine Software-as-a-Service Lösung die ganz einfach über eine URL aufgerufen wird. Basierend auf KI gestützten Algorithmen identifizieren wir interessante Gebiete für einen wirtschaftlichen FTTH / FTTB Ausbau automatisch. Mit der Aufwandsindikation kann man die Gebiete miteinander vergleichen.

Was lässt gridlux in der Branche besonders herausstechen?

Die gesamte Planung, darunter auch die Bestimmung von potentiellen Ausbaugebieten, ist kompliziert und teuer. Unser Verfahren macht die schnelle strategische Grobplanung simpel und verständlich. Wir befähigen den Kunden eine aktive Rolle einzunehmen und künftige Ausbauentscheidungen daten- und faktenbasiert zu treffen – und damit Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Darüber hinaus ermöglicht unser intuitives Online-Tool eine Realtime-Aufwandsindikation, z.B. für Kommunen und Landkreise (Förderverfahren). 

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz bringt viele Vorteile mit sich. Grundsätzlich kann man sagen, dass wir den strategischen Grobplanungsprozess mit dem Einsatz von KI gestützten Algorithmen digitalisieren. Viele Telekommunikationsunternehmen und Planungsbüros verwenden Standardsoftware-Werkzeuge für die Planung, wie zum Beispiel AutoCAD oder Google Earth, dennoch müssen viele Ergebnislisten händisch erstellt werden. Ein weiterer Vorteil ist die zeitliche Komponente. Der herkömmliche Prozess nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Unsere entwickelten Algorithmen rechnen auch große Gebiete in Sekundenschnelle durch. Das reduziert die Kosten und erhöht die Planungssicherheit. Darüber hinaus ist gridlux komfortabler als die gängigen Software-Lösungen. Warum? Weil alle relevanten Daten wie Adressen, Straßen, Oberflächenart und Nutzung, sozio-Ökonomische Daten oder die Anschlussverfügbarkeit Bestandteil des Online-Tools sind. Sie müssen keine Daten mehr kaufen und aufwändig in Ihre Software importieren.

Du hast eben schon angesprochen, dass ihr euer Online-Tool als eine Software-as-a-Service Leistung anbietet. Ist es das einzige Produkt, was ihr in eurem Portfolio habt?

Nein. Im Prinzip besteht unser Portfolio aus zwei Produkten. Zum einen eben das Online-Tool für die Aufwandsidikation und Erschließung neuer Gebiete. Für das Tool erheben wir eine jährliche Lizenzgebühr. Dann gibt es noch den „Strategischen Grobplanungsservice“, bei der wir mittels künstlicher Intelligenz interessante Ausbaugebiete identifizieren und automatisiert berechnen. Dabei stellen wir unseren Kunden auch für sehr große Bereiche eine Rangliste der attraktivsten Gebiete zur Verfügung. Der Preis berechnet sich aus der Anzahl der zu berechnenden Adresspunkte.

Grenzt ihr eure Zielgruppe in einer bestimmten Weise ein?

Nicht unbedingt. Die Lösung ist für unterschiedliche Zielgruppen interessant. Im Prinzip für alle Parteien, die am Planungsprozess eines Glasfaserausbauvorhabens beteiligt sind, zum Beispiel TK-Carrier/Telekommunikationsunternehmen, Stadtwerke, Planungsbüros, Städte und Kommunen. Aktuell bieten wir unsere Lösung nur für den deutschen Markt an.

In welcher Phase befindet sich gridlux gerade? Ist euer Produkt schon im Einsatz?

Wir sind aktuell noch ein internes Startup der EWE AG. 

Für unsere Dienstleistung haben wir schon erste Kunden gewonnen und arbeiten in diesem Quartal an der Fertigstellung unseres Online-Tools. Wir konnten unsere Lösung gemeinsam mit einem großen Telekommunikationsanbieter (EWE TEL) einsetzen und dem Unternehmen einen siebenstelligen Betrag einsparen. Die entega Medianet GmbH hat die Berechnung für eine Großstadt beauftragt. Wir sind zuversichtlich, dass die Lösung sie überzeugen wird und wir dann einen weiteren  Großauftrag erhalten. Darüber hinaus sind wir in weiteren aussichtsreichen Gesprächen mit Telekommunikationsnetzbetreibern, Planungsbüros und Kommunen.

Lukasz, wir sind leider schon am Ende des Interviews angekommen. Wir danken dir, für das tolle Gespräch und wünschen euch viel Erfolg mit der Fertigstellung des Online-Tools! Wer mehr über gridlux erfahren möchte, kann sich das Innoloft Profil und die entsprechenden Requests anschauen.

Apropos Glasfaser: Du willst gute Kontakte finden, die euer Business und eure Projekte voran bringen? Dann mach mit beim Startup Speed-Dating auf den Fiberdays 2020! Jetzt kostenlos registrieren und passende Business Partner finden.

TeDaLoS ist das Startup der Woche 7: die Zukunft im Internet of Things


Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT

Bestandsüberwachungssysteme sind im digitalen Zeitalter sehr wichtig. Aber nur 5% der aktuellen Lagerflächen können durch robotergestützte Systeme automatisiert werden. Um die Prozesse effizienter zu machen, muss eine andere Lösung her. Unser Startup der Woche, TeDaLoS, hat ein System auf den Markt gebracht, das Daten in Echtzeit liefert, ohne externe Ressourcen oder Infrastruktur zu benötigen. Thomas Tritremmel, CEO von TeDaLoS, hat uns mehr dazu erzählt.

Hallo Thomas! Danke, dass du uns heute Rede und Antwort stehst. Erzähl uns doch gerne mal, was ihr bei TeDaLoS macht.

Sehr gerne! Wir haben ein patentiertes System entwickelt, das eine sensorbasierte, digitale und mobile Bestandsüberwachung von Waren in Echtzeit ermöglicht. Damit erfassen wir nicht nur eine stückgenaue Menge der Waren, sondern können auch den Zustand überwachen. Zustand heißt zum Beispiel Temperatur oder Erschütterung. Außerdem können wir noch den Standort der Ware im Betrieb oder im Transport überwachen. Die Art der Ware spielt dabei keine Rolle.

Um das TeDaLoS-Sysystem erfolgreich zu nutzen, sind keine externen Ressourcen oder Stützinfrastruktur möglich. Es muss auch niemand für das System geschult werden.

Das klingt nach einer sehr nutzer-orientierten Lösung. Gib uns gerne mehr Informationen darüber.

Unsere Sensoreinheiten senden Informationen verschlüsselt direkt an unsere Cloud-Software, die diese Daten entschlüsseln, validieren, interpretieren und umgerechnet darstellen. Die Daten können über Schnittstellen auch direkt an ein führendes System übergeben werden. Eingestellte Schwellwerte lösen, bei Überschreitung, sofort eine Alarm-Nachricht aus.

Mit diesem System kann man die physische Verteilung der Bestände an dezentralen Lagerorten in Echtzeit messen. Darüber hinaus ist es möglich, Lieferanten anzubinden und akkurate Inhaltsmengen in Transportbehältern zu ermitteln. Es gibt aber noch viele andere Möglichkeiten für den Einsatz. Das System ist vollautonom ohne lokale Ressourcenbindung, beinhaltet spezielle Sensorik, Funktechnik, Datenkommunikation, Cloud Software und IT-Schnittstelle.

IoT ist ja schon lange ein großes Schlagwort und gerade im Bereich Logistik wird immer mehr digitalisiert. Was ist das Besondere bei TeDaLoS?

Viele Abteilungen eines Unternehmens profitieren von unserer Lösung. Die Prozesse in den Abteilungen laufen effizienter. Das Lager spart zum Beispiel Platz, Suchzeiten und Inventurkosten. In der Produktion entsteht eine schnellere Materialbereitstellung auf weniger Produktionsfläche. Auch der Einkauf und die Finanzabteilung profitiert von genaueren Informationen, die in Echtzeit bereitgestellt werden. Bei TeDaLoS liegt der Return of Invest liegt bei unter 2 Jahren.

Ein weiterer Vorteil ist, dass jeder Lagerort und jede Art von Warenstrom nachgerüstet werden kann. Die Anwendung erfolgt standortübergreifend und stückgenau.

Wie integriert ihr eure Leistung in ein Geschäftsmodell?

Unser Pricing-Modell besteht aus dem Kauf der Hardware (Kauf, Mietkauf oder Miete), monatliche Kosten für die Telekommunikation, Datenübertragung und die Miete der Basisfunktion der Cloud-Software, sowie Einmalkosten.

Da euer Produkt mit Warenlagerung zutun hat, ist euer Kundensegment wahrscheinlich auch in dem Bereich der Logistik angesiedelt. Macht ihr da noch genaue Abgrenzungen?

Nicht wirklich. 95% aller Lagerflächen und Intralogistikwarenströme, sind nicht digital überwacht. Der Markt für Bestandsüberwachung mittels Internet of Things wird bis zum Jahr 2025 rund 300 Milliarden US-Dollar schwer sein. Somit haben wir viele Anwendungsmöglichkeiten.

Unsere Hauptzielgruppen siedeln sich natürlich vorrangig im Bereich Logistik und Transport an. Wir beliefern aber auch Kunden im Gesundheitswesen, Handel oder in der Industrie. Dabei sind wir nicht auf bestimmte Länder fokussiert, sondern bieten unsere Leistungen auf internationaler Ebene an.

Ist euer Produkt den schon einsatzfähig?

Ja. Seit 2017 ist TeDaLoS im operativen Einsatz bei Kundenprojekten von den Niederlanden bis Griechenland. Wir produzieren eine Standard-Sensoreinheit, aber auch spezielle Anpassungen an diverse Ladungsträger. Kunden, wie Kellner & Kunz AG und Canon setzen unsere Sensortechnik bereits erfolgreich ein.

Im September 2019 bestärkte BITO-Lagertechnik, als international operierendes Industrieunternehmen im Bereich der Lager- und Kommissioniertechnik, die Zusammenarbeit mit uns. Seitdem beteiligt sich der BITO Campus als Gesellschafter. Die Kooperation verfolgt das Ziel, mit vereintem Know-How mobile und autonome Systeme für die Material- und Bestandsüberwachung mittels Internet der Dinge anbieten zu können.

Internationale Vertriebspartner mit Fokus in den Anwender-Zielgruppen konnten bereits akquiriert werden.

Vielen Dank Thomas, für dieses spannende Interview! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg mit eurer Idee. Wer mehr über euch erfahren möchte, kann sich gerne euer Innoloft Profil anschauen.

Innoloft Highlights 2019 – Unsere größten Erfolge im Jahresrückblick


Energie & Umwelt, Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT, Mobilität, Smart City & Buildings

Mit dem Abschluss von 2019 geht unser bis dato stärkstes und energiegeladenes Geschäftsjahr seit Bestehen der Innoloft GmbH zu Ende. Auch wenn wir auf noch keine allzu lange Firmenhistorie blicken können, gab es im Jahr 2019 etliche Highlights für uns. Diese möchten wir durch einen Rückblick auf das Jahr mit euch teilen.  

Los geht’s!  

 

Plattform im neuem Gewand und mit erweitertem Funktionsumfang

Ein für uns weichenstellender Schritt war ohne Zweifel der Relaunch unserer Plattform mit Neugestaltung des Designs. Dafür haben wir unsere Plattform komplett überarbeitet. Wir haben sie nicht nur durch einen optimierten Aufbau und die Nutzung moderner Webtechnologien nutzerfreundlicher gestaltet, sondern auch durch neue Features erweitert. Damit bietet sie größere Mehrwerte für unsere Nutzer.

Somit geht die neue Plattform mit allerlei neuen Funktionen einher, wodurch sich der Funktionsumfang erweitert hat. Wie ihr dadurch noch besser eure Innovationsprojekte mit passenden Partnern umsetzen könnt, seht ihr in der nachfolgenden Grafik und beschreiben wir euch im Blog-Beitrag Bühne frei …

 

Infographik benefits innoloft

 

Doch damit nicht genug!

 

Rebranding öffnet Pforte zu neuen Branchen und Internationalisierung

Im rasanten Tempo ging es weiter, denn auch unser bisheriger (Marken-)Name “Energieloft” stand auf dem Prüfstand und damit unser gesamtes Corporate Design. Dessen Ausarbeitung, Anpassung und Neugestaltung hat mehrere Monate gedauert und uns den Sommer hinweg in Anspruch genommen. Happy waren wir, als wir dann am 1. Oktober 2019 unser Rebranding offiziell bekannt geben konnten. Wie aus Energieloft schließlich Innoloft wurde, haben wir ebenfalls in einem separaten Blog-Beitrag Aus Energieloft wird Innoloft: Here’s why! … für euch festgehalten. Ganz nebenbei erfahrt ihr mehr über den evolutionären Prozess, den wir mit unserem B2B Innovationsnetzwerk seit Gründung Ende 2015 beschritten haben.

Zwar wird der Energiesektor für uns weiterhin eine ganz zentrale Säule bleiben. Doch auch in anderen Branchen, wie beispielsweise im Gesundheits-, Finanz- und Industriesektor warten Innovationen auf Umsetzung. Zudem haben wir uns dem ambitionierten Ziel verschrieben, branchenübergreifend und weltweit Innovationen zu beschleunigen, gemeinsam mit euch über Deutschlands Grenzen hinweg – “Create Tomorrow Together”.

Innoloft platforms requests

 

Event Highlights und Projekterfolge 2019

Natürlich haben wir uns in dem Jahr nicht nur mit unserem Design und unserer Plattform befasst. Neben der neuen strategischen Ausrichtung und Positionierung haben wir unser “daily business”  nicht aus den Augen verloren. Aus unserem Business-Repertoire gefiltert, folgen einige ausgewählte Event- und Projekt-Highlights des vergangenen Geschäftsjahres, die wir gemeinsam mit Kunden und Partnern umgesetzt haben.

 

Startup Speed-Datings 2019

Ein zentrales Kernelement, das zwar einerseits zu unserem digitalen Innovationssystem zählt, aber andererseits analog stattfindet, sind unsere Startup Speed-Datings. Dafür waren wir im letzten Jahr quer verteilt in Deutschland unterwegs und kamen im Herbst sogar bis nach Paris. Mit unseren Startup Speed-Datings bringen wir Startups gezielt mit etablierten Unternehmen und Investoren zusammen. Auf sehr effektive Weise, in kurzen 8-minütigen Gesprächsrunden, können sich die Teilnehmenden, die sich zuvor auf den entsprechenden Webpages angemeldet haben, ihren Wünschen, Interessen und Kooperationsgesuchen entsprechend vernetzen lassen. Dazu setzen wir einen intelligenten Algorithmus ein, der auf Basis der eingegebenen Daten exakt die richtigen Gesprächspartner vermittelt.

Auf folgenden Events waren wir in 2019 mit einem Startup Speed-Dating vertreten und haben hier insgesamt mehr als 700 Teilnehmende bei rund 2.800 Dates gematcht.

 

Innoloft Speed Dating

 

 

Startup Challenges 2019

Während sich unsere Startup Speed-Datings darauf fokussieren, den Teilnehmenden passende Kontakte für mögliche Kooperationsprojekte zu vermitteln, geht es bei unseren Startup Challenges um Wettbewerbe auf Knopfdruck. Die Startup Challenges sind ebenso zentraler Baustein unseres B2B Innovationsnetzwerkes. Sie ermöglichen Startups, sich gezielt an Ausschreibungen zu beteiligen.

Gleichzeitig können etablierte Unternehmen ihre Innovationsprojekte voranbringen und sich dafür passende Partner aus dem Startup-Ecosystem suchen. Daraus resultiert ein win-win für beide Seiten. Schließlich verfügen Startups selten über eigene, über lange Jahre gewachsene Kundennetzwerke. Ihnen fehlt ebenfalls oft noch die entsprechende Erfahrung und Bekanntheit am Markt. Dafür bringen sie häufig viel frisches Know-how, neue Technologien, Mut und Risikobereitschaft mit – also genau genommen den sogenannten “entrepreneurial Spirit”, den eine Umsetzung von Innovationsprojekten braucht.

Mit unseren Challenges betätigen wir uns als Vermittler und können dazu unsere Plattform einsetzen, die inzwischen mehr als 2.500 etablierte Unternehmen und rund 2.000 Startups zählt. Allein in 2019 konnten wir insgesamt 314 Bewerbungen für unsere Startup Challenges screenen und an unsere Partner weiterleiten.

Zu den erfolgreichsten Challenges des letzten Jahres zählten:

  • U-START Challenge 2019 | Veolia, Thüga & BS | Energy
  • Metro Startup Challenge
  • EWE Mobility Challenge
  • E.DIS Startup Challenge

 

Hier könnt ihr selbst einen Blick auf unsere Challenges … werfen.

 

Erfolgreiche Innovationsprojekte

Neben unserer digitalen Plattform und unseren White Label Partnerplattformen, den Events und Challenges begleiten wir Innovationsprozesse, um Innovationen auch auf direktem Weg in Unternehmen zu beschleunigen. Dazu unterstützen wir euch mit Know-how und Innovation-Consulting bei der Entwicklung und Auswahl von Ideen, beim Konzeptionieren und Umsetzen sowie bei der Vermarktung und Skalierung.

Unsere auf Branchen und Technologien spezialisierten Innovation Manager helfen euch dabei passende Partner via Screening und Scouting zu finden und in Projekte einzubinden. Sie beraten bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen und erarbeiten Customer Journeys. Auf die Weise haben wir im letzten Jahr etliche Innovationsprojekte gemeinsam mit Kunden und Partnern realisiert.

Hier findet ihr eine Auswahl an durchgeführten Innovationsprojekten …

  • IoT-Plattform Stadtwerke Aachen
  • IoT Plattform evo Oberhausen
  • Digitalstrom-Produkt, Stadtwerke Aachen
  • E-Roller-Sharing Aachen, Business Crowdfunding
  • Mobilitätsplattform Stadtwerke Neuss

 

Bei Fragen zu den einzelnen Projekten sprecht uns gern an!

 

Was es sonst noch zu berichten gibt …

Noch vieles mehr ließe sich über das vergangene Jahr berichten. Daher möchten wir hier in einer abgespeckten Form auf weitere Highlights verweisen …

Unser Team wächst von 18 zu Beginn des Jahres auf 28 Teammitgliedern Ende des Jahres. Gemeinsam verbringen wir eine Team-Week in der Eifel und lassen das Jahr mit einer gemütlichen Weihnachtsfeier ausklingen.

 

Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner energate GmbH bringen wir den Trendradar für die Energiewirtschaft blue oceans – einem neuen Branchenreport zu bedeutenden Energie-Trends heraus. Der erste Report erfolgt zum Thema Smart Building Solutions und wird im Februar auf der E-world 2019 präsentiert. Ein zweiter Branchenreport folgte im Sommer zum Thema Smart Mobility Services.

 

Wir starten mit neuen Social Media Formaten, um euch am aktuellen Innoloft Geschehen teilhaben zu lassen. Unsere Followerzahlen entwickeln sich positiv und unsere Social Media Community wächst erfreulicherweise. Ihr findet uns auf den folgenden Kanälen: Twitter, Facebook, Instagram, Youtube und Linkedin.

 

Erste Kooperationen und Projekte haben wir 2019 in Asien gestartet und setzen die Zusammenarbeit mit unseren White-Label Innovationsplattformen fort, die wir ebenfalls relauncht haben.

 

Last but not least … zum Ende des Jahres freuen wir uns, dass Gründerszene Awards uns als eines der am schnellsten wachsenden Startups im Bereich digitale Businessmodelle gekürt hat. Immerhin haben wir es mit unserem Startup unter die TOP 50 auf Platz 21 in Deutschland geschafft und sind Branchensieger im Bereich Energie. Wie wir das erreicht haben, könnt ihr in einem Interview mit unserem CEO Sven bei Gründerszene … nachlesen.

 

Ein großes Danke an unser Team, Kunden & Partner

All das, was wir im letzten Jahr auf die Beine gestellt haben, wäre weder ohne unsere Kunden und Partner noch ohne ein schlagkräftiges und engagiertes Team möglich gewesen. Daher gilt euch ein großer Dank und wir freuen uns auf die Fortsetzung in diesem und in den nächsten Jahren. Denn nun heißt es, den Blick nach vorne gerichtet und mit voller Kraft voraus.

 

Ausblick auf 2020

Erste Projekte stehen bereits in den Startlöchern. Folgende Termine könnt ihr euch für euren Terminkalender vormerken.

Das sind die Events auf die wir uns in den ersten Monaten dieses Jahres freuen. Weitere werden folgen!

 

Startup Speed-Datings

 

  • 11. & 12. Februar 2020, E-world Startup Speed-Dating – Infos & Anmeldung
  • 05. & 06. März 2020, Fiberdays Startup Speed-Dating – Infos & Anmeldung
  • 24. März 2020, Tech Festival Startup-Dating – Infos & Anmeldung
  • 20. April. 2020, HANNOVER MESSE Startup Speed-Dating – Infos & Anmeldung

 

Das neue Jahr kann kommen!

 

 

Climedo Health ist das Startup der Woche 3: Innovationsförderung in der Medizinforschung


Health & FoodTech, IT & IKT

Innovation im Gesundheitssektor hat viele Gesichter. Um medizinische Innovationen zu beschleunigen, ist es notwendig, zwischen verschiedenen Partnern wie Pharmaunternehmen, Krankenhäusern und Patienten zu kooperieren. Climedo, unser Startup der Woche, bietet eine cloud-basierte Software, der verschiedene Stakeholder bei der effizienten und sicheren Durchführung von Studien, z.B. zu neuen Krebstherapien, unterstützt. Wir sprachen mit Catherine Higginson, Marketing Managerin bei Climedo Health, um mehr über ihre innovative Idee zu erfahren.

Hey Catherine, danke, dass du dir heute die Zeit genommen hast! Lass uns direkt starten. Wie würdest du Climedo in einem Satz pitchen?

Na klar! Climedo hat es sich zur Aufgabe gemacht, jedem Patienten die beste Behandlung zukommen zu lassen, indem es die Fachleute im Gesundheitswesen mit intelligenten Softwarelösungen unterstützt.

Das ist eine ziemlich große Mission! Wie sieht diese Softwarelösung im Detail aus?

Climedo ist eine Cloud-basierte Plattform, die aus drei Kernelementen besteht: zwei integrierte Datenbanken (eine digitale Patientenakte und eine Biodatenbank) und das Hauptmodul, welches die Durchführung einer großen Anzahl von Studien ermöglicht. Es kann sowohl auf einem Laptop/PC als auch auf einem Tablet oder Smartphone verwendet werden. So können Sponsoren, Ärzte und medizinisches Fachpersonal in einer zentralen, ganzheitlichen Lösung auf alle relevanten Studiendaten zugreifen und dennoch auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sein. Das intuitive und flexible Studiendesign ermöglicht die kosteneffiziente Durchführung von Mono- und Multi-Center-Studien. Parameter können in Echtzeit validiert und analysiert werden. Wir setzen Technologien ein, die sich besonders für die Verarbeitung unstrukturierter Daten eignen – was unserer Meinung nach ein Muss im Gesundheitswesen ist. Diese Daten werden in einer intuitiven und komfortablen Benutzeroberfläche verfügbar, so dass auch komplexe Zusammenhänge schnell und umfassend dargestellt werden können. Um ein Höchstmaß an Daten- und Informationssicherheit zu gewährleisten, stehen unsere Server ausschließlich in Deutschland und sind nach den einschlägigen Industriestandards zertifiziert.

Welchen Mehrwert generiert euer Produkt, den andere bestehende Lösungen nicht haben?

An klinischen Prüfungen sind in der Regel mehrere Parteien an verschiedenen Standorten beteiligt (z. B. Industriepartner, CROs, Krankenhäuser, Patienten usw.). Die Parteien arbeiten meist mit völlig getrennten Systemen. Da Darüber hinaus werden über 50% aller klinischen Studien immer noch auf Papier oder mit Hilfe von Tabellen durchgeführt. Angesichts der digitalen Transformation des Gesundheitssektors und mehrerer neuer EU-Verordnungen, die auf uns warten, ist dies keine realistische und nachhaltige Lösung mehr. Die Zusammenführung aller Daten und Ergebnisse kostet viel Zeit und Geld, das stattdessen in die Behandlung der Patienten fließen könnte. Hier kommt Climedo ins Spiel. Wir verbinden alle Beteiligten nahtlos in einem Cloud-basierten System und ermöglichen die strukturierte Erfassung und Verwaltung aller studienbezogenen Daten. Zum Beispiel können Patienten  auch ohne spezielle IT-Kenntnisse per E-Mail oder SMS Informationen, wie z.B. die Wirksamkeit eines Medikaments oder die Zufriedenheit mit einem eingesetzten Implantat, eingeben. Folglich müssen sie nicht mehr so oft das Studienzentrum besuchen und sparen somit sowohl ihnen selbst als auch den Ärzten wertvolle Zeit. Im Gegensatz zu bestehenden Lösungen ist Climedo zu 100% anwenderorientiert und verbindet alle Beteiligten in einem ganzheitlichen System.

Besonders die einfache Integration von Patientendaten klingt sehr hilfreich und zeitsparend! Bieten ihr eure Software als Dienstleistung an?

Ja, genau! Wir haben ein SaaS-Modell, das aus einer einmaligen Einrichtungsgebühr und einer flexiblen monatlichen Nutzungsgebühr besteht, je nach Umfang der Studie und des Produktportfolios.

Wen adressiert Climedo Health genau? Und welche Länder sind eure Zielmärkte?

Unsere Zielkunden sind Medizinproduktehersteller, Pharmaunternehmen, Auftragsforschungsinstitute (CROs) sowie Krankenhäuser und Hochschulen. Derzeit sind wir vor allem in der DACH-Region tätig und möchten im kommenden Jahr in weitere EU-Länder expandieren. Darüber hinaus werden einige unserer in Deutschland durchgeführten Studien bereits international ausgerollt, unter anderem in den USA.

Ihr seid also bereits am Markt etabliert und befindet euch nun in der Expansionsphase?Ihr seid also bereits am Markt etabliert und befindet euch nun in der Expansionsphase?

Ja! Unser Produkt ist auf internationaler Ebene verfügbar und wird bereits von mehreren Partnern aus Industrie und Wissenschaft eingesetzt. Wir haben kürzlich eine Finanzierungsrunde im 7-stelligen Bereich abgeschlossen, die es uns ermöglicht, unser Team weiter zu vergrößern, international zu expandieren und unsere Softwareentwicklung weiter voranzutreiben, um die klinische Validierung für unsere Kunden effizienter zu gestalten.

Das klingt sehr spannend! Catherine, danke für das Gespräch! Wir hoffen, dass wir noch viel von euch hören und wünschen euch weiterhin viel Erfolg! Wer sich für eure Produkte oder eine Zusammenarbeit mit euch interessiert, kann sich das entsprechende Innoloft-Profil und Requests für weitere Informationen ansehen.

Greenlytics ist das Startup der Woche 51: Wettervorhersagen für Entscheidungsoptimierung


Energieeffizienz & Umwelt, IT & IKT

Wettervorhersagen beinhalten mehr, als einfach zu wissen, ob es morgen regnet. Von den Wetterbedingungen gehen Effekte aus, die den Geschäftsbetrieb beeinflussen. Für Energieversorgungsunternehmen sind Wettervorhersagen also extrem wichtig. Unser Startup der Woche, Greenlytics, benutzt Wetterdaten und künstliche Intelligenz um Unternehmen den Weg in Richtung nachhaltiger und effizienter Energiegewinnung zu ebnen. Wir haben mit Sebastian Haglund El Gaidi, CEO von Greenlytics, gesprochen, um mehr über ihre Idee zu erfahren.

Hallo Sebastian! Danke, dass du dir Zeit für dieses Interview genommen hast. Wir starten direkt mit der ersten Frage. Wie würdest zu Greenlytics in einem Satz erklären?

Wir bei Greenlytics sind wie Google Analytics für Wetter- und Energiedaten.

Kannst du uns etwas mehr über die zugrundeliegende Technologie erzählen?

Na klar! Wir verbinden die Felder von Energie, Meteorologie und Data Science. Damit erstellen wir Produkte, die die Transformation in eine nachhaltige Zukunft unterstützen. Wir bieten eine Plattform mit vier verschiedenen Modulen an.Das erste Modul ist der Datahub. Dort werden Wetterdaten gesammelt und gespeichert. Diese Wetterdaten beinhalten Messungen, Analysen und Informationen zur Vorhersage.

Als zweites Modul haben wir die Vorhersage für Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit. Im Detail bedeutet dies, dass wir Wettervorhersagen und mögliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit für Energieversorger miteinander in Verbindung setzen. Diese Auswirkungen könnten zum Beispiel sein: der zukünftige Energiekonsum für bestimmte Viertel, Wetterfolgen auf die Netzinfrastruktur oder Vorhersagen für die erneuerbaren Energieproduktion. Das Prognose-Modul nutzt Open Source Machine Learning Technologien, die auf skalierbaren Computer-Infrastrukturen laufen können.

Darüber hinaus haben wir das Modul der Entscheidungs-Optimierung, welche eine skalierbare Optimierungs-Technologie bietet. Ein Beispiel: Vorhersagen für die Geschäftstätigkeiten können als Input für die Optimierung von Entscheidungen hinsichtlich Stromhandel, Wartung oder Geschäftsbetrieb genutzt werden.

Das letzte Modul in unserer Plattform ist das Visualisierungs-Modul. Das ist besonders wichtig für den Nutzer. Mit diesem Modul können wir interaktive Visualisierungen erstellen, die komplizierte Daten aus dem KI Modell beschreibbar und intuitiv für den Nutzer machen.

Das klingt sehr vielversprechend, besonders im Hinblick auf die genutzten Technologien. Um im Markt langfristig zu überleben, müsst ihr euch gegen eure Wettbewerber durchsetzen. Welches Alleinstellungsmerkmal macht euch aus?

Um es kurz auszudrücken: Mit der Greenlytics Plattform können unsere Kunden eine immense Menge an Zeit sparen. Was ich damit meine ist, dass Energieunternehmen von einer Idee zur Umsetzung in 20% der vorherigen Zeit übergehen können. Darüber hinaus ermöglicht die Greenlytics-Plattform, menschliche Operatoren aus der endlosen Entscheidungsschleife herauszuholen. Dadurch können sie datengesteuerte Entscheidungen überwachen und kritisieren. Wir machen Entscheidungsprobleme einfacher, verbessern die Prozesseffizienz und senken die Kosten. Es ermöglicht Unternehmen auch, ihre Umweltauswirkungen zu reduzieren und die Zuverlässigkeit ihrer Anlagen zu erhöhen.

Wie bringt ihr euer Produkt in ein profitables Geschäftsmodell ein? Bietet ihr euer Produkt als Serviceleistung an?

Ja, genau. Wir bieten unser Produkt als SaaS-Lösung an. Also bekommt der Kunde Zugang zu der Plattform, welche aber auf unseren Servern gehosted wird. Wir verwenden auch ein „Pay-as-you-go“-Geschäftsmodell, das Cloud-Anbietern wie Amazon oder IBM Cloud ähnlich ist.

Und wo befindet sich euer Zielmarkt?

Im Moment kommen die meisten Kunden aus Europa. Allerdings bieten wir unsere Leistungen auch international an.

Was sind eure Pläne für die Zukunft von Greenlytics? Soweit ich informiert bin, habt ihr vor Kurzem ein neues Produkt gelaunched?

Ja, wir haben gerade die Beta für unser Forecasting-as-a-Service gestartet. Jeder kann auf unsere Website gehen und sich anmelden. Das Produkt wird während der Beta Periode komplett kostenlos sein. Momentan suchen wir nach Pilotprojekten und Investoren. Für die Pilotprojekte sind wir auf der Suche nach Wetteranalyseprojekten für Energieversorger, um ihre Bedürfnisse zu erfüllen und die Entwicklung unserer Plattform fortzusetzen.

Sebastian, danke dir für die detaillierten Einblicke in Greenlytics und eure Produkte. Wir sind gespannt, wie sich euer Startup insbesondere im nächsten Jahr weiter entwickeln wird. Wer mehr über euch erfahren möchte, kann auf eurem Innoloft Profil oder in euren Innoloft Requests vorbeischauen.