Conclurer ist das Startup der Woche 28: Smarter Service für die Industrie 4.0


Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT

Die digitale Transformation ermöglicht neue Geschäftsmodelle und effiziente Prozesse – in jeder Branche. Das Startup der Woche Conclurer hat sich auf die Digitalisierung in den Maschinen- und Anlagenbau bzw. Industrie 4.0 spezialisiert. Somit gehören Chaos in der Serviceabteilung, unzufriedene Kunden und Druck vom Markt der Vergangenheit an. Was Conclurer stattdessen ermöglicht und was sie von anderen Startups unterscheidet, dass hat uns Janick Oswald, Innovation Delivery Manager, erzählt.

Hallo Janick! Danke, dass du heute hier bist! Wie würdest du Conclurer in einem Satz beschreiben?

Conclurer bringt den digitalen Service 4.0 in den Maschinen- und Anlagenbau und sichert so den langfristigen Erfolg, mit intelligenter Software, die Service einfach macht und mehr Umsatz ermöglicht.

Diese Lösungen vertreibt ihr aktuell unter dem Produktnamen CUSE. Könntest du uns etwas mehr darüber erzählen?

Gerne! Mit CUSE als cloudbasierte Softwarelösung, bieten wir dem Maschinen- und Anlagenbau eine Plattform für alle Anwendungsfälle im After-Sales. Dabei kombiniert CUSE verschiedenen Tools und Funktionalität in nur einer Lösung mit einer spielerisch leichten Benutzeroberfläche. Unser Ziel ist es, alle Tätigkeiten und Aufgaben die im Service anfallen einfach und kollaborativ abzubilden und schnellstmöglich zu lösen. Dabei sammeln wir zeitgleich relevante Daten für Analysen und machen die Arbeit im Service dank intelligenten Assistenten Tag für Tag einfacher und effizienter. Als Basis dafür dient eine automatisiert Workflowengine, ein skalierbare Maschinendatenbank inkl. Servicelogbuch sowie verschiedenste Assistentssysteme. Dank einer modernsten Dockerarchitektur und standardisierten APIs skaliert unser System mit Ihrem Anwendungsfall und integriert sich optimal in Ihre Systemlandschaft.

Verstehe. Wie sehen denn konkrete Mehrwerte aus, die mit der Nutzung eurer Services einhergehen?

Wir haben unsere ganze Erfahrungen und Wissen der letzten Jahre und unzähliger Projekt im After-Sales in eine Software gepackt. Rausgekommen ist CUSE – die leichtest zu bedienende Software für den After-Sales welche ab Tag 1 Mehrwert liefert. Egal wo man ansätzt, CUSE schafft Transparenz und Effizienz um langfristig mehr Umsatz zu generieren. Ob beim kleinen Mittelständer, der mit noch mit Telefon und Haftnotizen kämpft oder beim großen Innovatior, bei dem bereits die Sensorik in den Maschinen integriert ist. Cuse bildet die installierte Basis transparent ab, zeigt ungenutztes Potential im Service auf und sammelt wertvolle Daten für die nächste Stufe der präventiven Instandhaltung. Dabei zählt unsere Usability zum Erfolgsfaktor, denn das beste System nützt nichts, wenn es keiner nutzt.

Conclurer Digitalisierung 4.0
Das Conclurer Team

In eurem Innoloft Profil habt ihr unter Anderem das Businessmodel „License“ angegeben. Wie gestaltet sich das im Detail?

Wir sprechen nicht nur über den Service-Trend, sondern setzen diesen auch selber um.  Als Software-as-a-Service liefern wir CUSE browserbasiert über die Cloud aus. Sofort einsatzbereit, unabhängig von Zeit und Ort. Aber wir liefern nicht nur Software. Als Experten in der Servicedigitalisierung begleiten wir unsere Kunden von der Ist-Aufnahme über die Potentialanalyse und die Ideenfindung bis hin zur umgesetzten Servicelösung und der erfolgreichen Einführung des Systems im Unternehmen. Wir sind im gesamten Projekt mit dabei und stellen den Mehrwert unserer Lösungen sicher.

Wen wollt ihr mit CUSE erreichen?

Unsere Lösungen bietet Allen Mehrwert, die wartungs- und servicebedürftige Assets vertreiben, welche über den gesamten Lebenszyklus wertvolles Potential bieten. Zur unserer Hauptzielgruppe zählt der Anlagen- und Maschinenbau, ganz egal ob es sich um bewegliche oder stationäre Assets handelt. Dabei konzentrieren wir uns aktuell auf die DACH Region. In Deutschland ist der Maschinenbau mit mehr als 1 Millionen Beschäftigten der größte Arbeitgeber.

So wie das klingt, seid nicht mehr ganz neu im Business und könnt eure Produkte bereits gut vertreiben. Wer zählt denn zu euren Kunden? Wie sehen eure nächsten Schritte zum weiteren Wachstum aus?

Unserer Softwarelösungen sind seit mehreren Jahren bei Kunden wie Voith, Azo, Christian Maier und Diefenbacher im Einsatz. Mit Cuse bieten wir seit einem Jahr die wichtigsten Funktionalitäten für den After-Sales in einer Standardsoftware und haben diese bereits vielfach unter Beweis gestellt. Dabei entwickeln wir CUSE ständig weiter und ergänzen relevante Funktionalitäten um täglich noch mehr Mehrwert zu bieten.

Janick, vielen Dank für die spannenden Einblicke in eure Idee und Technologie. Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg! Wer mehr über Conclurer erfahren möchte, kann sich ihr Innoloft Profil anschauen und mit ihnen Kontakt aufnehmen.

Startups des Monats – Juni 2020


Energie & Umwelt, Health & FoodTech, IT & IKT, Mobilität

Unsere fünf Startups der Woche im Juni auf einen Blick

Spannende Einblicke zu ihren Lösungen und Innovationen gaben uns im Juni die Startups OMNIA, Genie Enterprise, Famedly, Vimbee und Synertics mit ihren Startup of the Week Interviews. Wir haben hier in Kürze Aussagen zu ihren Geschäftsmodellen, Märkten, Zielgruppen und Lösungsansätzen für Euch in unserem Startups des Monats Format zusammengetragen. Die Details könnt ihr in den einzelnen Interviews nachlesen. Eine direkte Kontaktaufnahme ermöglicht unsere Messenger-Funktion in unserem Netzwerk. Hier könnt ihr euch ebenfalls mit eigenem Profil darstellen und in Kontakt zu den Startups treten.

 

OMNIA – Transformationsprozesse zum Erfolg führen (KW23)

Wir folgen einem sehr einfachen Ansatz in dem, was wir tun: ‘master, quantify, implement’.“ – Andreas Pointvogl, Managing Partner bei OMNIA 

Die Energiewende ist weiterhin in vollem Gange. Immer mehr Unternehmen und Energieversorger stellen ihre gesamten Systeme um. Allerdings kostet das Zeit, Geld und wahrscheinlich auch einiges an Nerven. Daher fokussiert sich das Startup OMNIA auf genau diese Transformationsprozesse. Ihre Expertise bezieht sich nicht nur auf das Theoretische, sondern auch um die wirkliche Umsetzung. Ihre Partner berät und begleitet OMNIA durch jeden Schritt des Prozesses und die Berater werden Teil des Teams. Es kommt zu deiner Mischung aus Fachexperten, Entwicklungshelfern und Politikern, was so am Markt einmalig ist. Zu den Kunden zählen unter anderem Regierungen, internationale Organisationen, Banken, staatliche und private Unternehmen, die sich in einem Transitionsprozess befinden, diesen begleiten oder anstoßen wollen. Aktueller Fokus ist dabei der Bereich der Energie, wobei OMNIA auch neue Leistungen im Bereich Sustainable Financing entwickelt. Mehr Details über sie und ihre Leistungen könnt ihr im Interview nachlesen oder erfahrt ihr in ihren Requests.

Zum Startup der Woche Interview von OMNIA

Genie Enterprise – Künstliche Intelligenz nutzen (KW24)

„Wir digitalisieren die menschliche Wahrnehmung, indem wir die neuesten Forschungsergebnisse nutzen, um praktische, nachhaltige Lösungen zu schaffen.“ – Regina Keßler, Gründerin von Genie Enterprise

Genie Enterprise entwickelt Produkte und Anwendungen mithilfe von künstlicher Intelligenz und maschinellen Lernen. Außerdem unterstützen sie ihre Kunden mit ihrem Fachwissen mit klassischem Consulting. Mit ihren Produkten lösen sie konkrete Probleme in einem speziellen Bereich. Eines der Anwendungen ist WineGenie, ein digitaler Sommelier, der Kunden im Online Shop, aber auch vor Ort die passenden Weine vorschlägt. Das Startup bietet auch Lösungen für den Customer Service Bereich, die entsprechend der Kundenbedürfnisse anpassbar sind. Menschliches Verhalten und Wahrnehmung sind dabei immer die wichtige Basis, auf der aufgebaut wird. Aktuell steht WineGenie kurz vor dem Markteintritt. Auch ihre anderen Lösungen werden weiter entwickelt und getestet. Mit großen Mittelständlern und Großunternehmen als Zielgruppe, widmet sich Genie Enterprise einer Vielzahl an Projekten, um dem Menschen das Leben mithilfe von KI zu erleichtern. Weitere Infos und Kontaktdetails erfahrt ihr in unserer Datenbank in ihren Requests. 

Zum Startup der Woche Interview von Genie Enterprise

Famedly – Gute Kommunikation in der Medizin (KW25)

„Gute Medizin entsteht durch gute Kommunikation und Teamarbeit, daher bündelt Famedly sämtliche Kommunikationskanäle und stellt sicher, dass die richtigen Informationen bei den richtigen Ansprechpartnern landen.“ – Dr. Phillipp Kurtz, CEO von Famedly

Jede Sekunde werden neue Gesundheitsdaten generiert. Um eine optimale Patientenversorgung zu gewährleisten, müssen diese Daten sicher und effizient ausgetauscht werden. Sonst kann es zu Fehlern in der Behandlung oder Diagnose kommen. Einen Lösungsansatz hat Famedly entwickelt. Famedly ist eine dezentrale Plattform für medizinische Zusammenarbeit. Damit können eine vielzahl von medizinischen Einrichtungen, wie zum Beispiel Krankenhäuser und Arztpraxen aber auch Apotheken und die stationäre Pflege die Zusammenarbeit innerhalb und außerhalb der Einrichtung verbessern. Je nach Bedürfnis gibt es unterschiedliche Funktionen, die genutzt werden können. Alle Funktionen erfüllen die Auflagen des Datenschutzes und sind absolut sicher in der Anwendung und Datenweiterleitung. Die von Famedly verwendeten Open Source Technologien bieten ein so hohes Maß an Datensicherheit, dass sie auch von der französischen Regierung und der deutschen Bundeswehr eingesetzt werden. Mit Famedly verlangsamt Sicherheit und Datenschutz nicht mehr den digitalen Fortschritt in der Medizin, sondern bietet die dezentrale Plattform für einen reibungslosen digitalen Wandel. Direkten Kontakt zu Famedly aufnehmen, könnt ihr über unsere Datenbank und ihre Requests.

Zum Startup der Woche Interview von Famedly

Vimbee – Plattform für Kunden und Unternehmen (KW26)

 „Vimbee kann zum weltweit ersten und einzigen Prosumer Netzwerk werden, das Konsumenten für Unternehmen zu wertvollen Prosumern werden lässt.” –  Ehsan Shirangi, CEO von Vimbee

Vimbee entwickelt eine Plattform für den Austausch von Kunden und Unternehmen. Auf dieser Plattform können Verbraucher produktbezogenes Feedback abgeben. So erhalten Unternehmen direkt eine Rückmeldung über den Erfolg ihres Produktes. Diese Erkenntnisse über den Konsument können zum Beispiel auch zu Marktforschungszwecken genutzt werden. Das globale Wirtschaftssystem wird in digitaler Form abgebildet wodurch echte Data Mining Innovation, Wachstum und Wissen auf globalem Level gefördert wird. Durch den User Generated Content gibt es die Möglichkeit, Empfehlungsmarketing zu betreiben. Für die Verbraucher ist die Nutzung der Plattform kostenlos, während die Unternehmen für ihren Zugang bezahlen müssen. Hier bietet Vimbee verschiedene Preisstufen an. Aktuell befindet sich Vimbee am Ende der Test- und Entwicklungsphase. Werft einen Blick in die Datenbank, um mehr über ihre Requests zu erfahren.

Zum Startup der Woche Interview von Vimbee

Synertics – Datengetriebene Mobilitätslösungen (KW27)

“Im Vergleich zu anderen Lösungen, die oft nur deskriptiv Daten darstellen, bieten wir Lösungen an, die gezielt Daten auswerten, mit externen Datenbanken verschmelzen und so durch die Erstellung von Algorithmen und die Anwendung von KI Methoden für die Nutzer signifikante Mehrwerte generieren.” – Manuel Pessanha, CEO bei Synertics

Die Mobilitätsbranche steht vor vielen Herausforderungen: E-Autos, Sharing-Modelle und die Gewährleistung der Effizienz. Dazu braucht man vor allem eines – Daten. Diese Daten müssen analysiert und ausgewertet werden, bevor sie genutzt werden können. Synertics entwickelt passende Anwendungen für genau diesen Fall. Durch ihre Plattformlösungen wird Produktivität und Wirtschaftlichkeit von Produkten und Leistungen in der Mobilitätsindustrie gefördert. Synertics fokussiert sich dabei auf Investoren, Betreiber und Gemeinden, die sich in den Bereichen Ladeinfrastruktur, Car Sharing und Mikromobilität bewegen. Sie bieten also ein analytisches Tool an, das durch Auswertung von Daten wertvolle Einblicke gewährt. Anfang 2020 gegründet, ist Synertics jetzt dabei ihre Technologie zu verfeinern. Eine Beta-Version wurde schon 2019 getestet.

Zum Startup der Woche Interview von Synertics

 

Synertics ist das Startup der Woche 27: Datengetriebene Mobilitätslösungen


IT & IKT, Mobilität

Mobilität ist eines der großen Buzzwords der letzten Jahre. Wir brauchen neue Mobilitätskonzepte, wenn wir eine nachhaltige und trotzdem effiziente Zukunft aufbauen wollen. Datenauswertung und Datennutzung kann uns dabei helfen, Prozesse zu optimieren. Wer kümmert sich um solche Lösungen? Zum Beispiel das Startup der Woche Synertics. CEO Manuel Pessanha stand uns im heutigen Interview Rede und Antwort.

Hallo Manuel! Schön, dass du heute Zeit für uns hast. Lass uns direkt mit der ersten Frage starten: Was macht ihr bei Synertics?

Bei Synertics entwickeln wir für Investoren, Betreiber und Gemeinden in der Mobilitätsindustrie digitale und datengetriebene Lösungen, um die Standortplanung und den Flotteneinsatz produktiver und wirtschaftlich effizienter zu gestalten.

Ein spannendes Thema. Wie setzt ihr das um?

Wir bieten Plattformlösungen an, um die Produktivität und die Wirtschaftlichkeit von Dienstleistungen und Produkten in der Mobilitätsindustrie zu steigern. Dazu werden Daten aus verschiedenen Quellen aktiv gesammelt, bereinigt und ausgewertet. Die Resultate sind anschließend auf den von uns entwickelten Plattformlösungen abgebildet, um den Nutzern Einblicke zu geben, die ihnen erlauben, ihre Prozesse effizienter zu strukturieren. So sollen Standorte systematischer ausgewertet, Flotten zielgerichteter eingesetzt und Logistik-Teams sinnvoller engagiert werden.

Effizienzsteigerung in der Mobilität ist nicht unbedingt ein neues Thema. Wie geht ihr das im Hinblick auf die Ideen von anderen Startups an?

Im Vergleich zu anderen Lösungen, die oft nur deskriptiv Daten darstellen (z.B. Batteriestände, Buchungsdaten), bieten wir Lösungen an, die gezielt Daten auswerten, mit externen Datenbanken verschmelzen und so durch die Erstellung von Algorithmen und die Anwendung von KI Methoden für die Nutzer signifikante Mehrwerte generieren. Wir bieten also ein analytisches Tool an, das durch Auswertung von Daten wertvolle Einblicke gewährt.

Wie sieht euer Geschäftsmodell dazu aus?

Unsere Plattformlösungen sind aufeinander aufbauend und modular strukturiert. Die Preise sind daher nach Funktionalität gestaffelt. Das Pricing-Modell ist Subscription basiert.

Du hast vorhin erwähnt, dass ihr Investoren, Betreiber und Gemeinden in der Mobilitätsindustrie ansprecht. Die Mobilitätsindustrie umfasst viele einzelne Teilbereiche. Sind eure Lösungen für alle Bereiche der Mobilität ausgerichtet?

Der Markt für die Synertics Plattformlösungen unterteilt sich in die folgenden Bereiche:
1. Ladeinfrastruktur (Betreiber, Investoren und Gemeinden)
2. Mikromobilität (Betreiber und Investoren)
3. Car Sharing (Betreiber und Investoren)
Wir sind zur Zeit vor allem in Deutschland unterwegs und planen in der Zukunft europaweit präsent zu sein.

Wie weit seid ihr mit euren Lösungen schon vorangeschritten? Was sind eure Pläne für die zweite Jahreshälfte?

In 2019 haben wir unsere Beta Version Lösung entwickelt und durch Pilotprojekte am Markt getestet. Zusätzlich, um unsere Lösungsansätze zu testen, haben wir an unserem ersten Mobility Hackathon teilgenommen, in dem wir zweiter wurden. Aufgrund des positiven Feedbacks am Markt haben wir Anfang 2020 offiziell die Startup gegründet. Um unsere Technologie weiter ausreifen zu können, suchen wir stets nach Partnern, die daran interessiert sind, ihre Produktivität durch datengetriebene Ansätze zu steigern.

Manuel, vielen Dank für das spannende Interview! Wir wünschen euch für eure weitere Unternehmensentwicklung viel Erfolg und hoffen, noch viel von euch zu hören. Wer Synertics unterstützen will, kann gerne einen näheren Blick auf euer Innoloft Profil werfen oder euch über unseren Messenger kontaktieren.

Vimbee ist das Startup der Woche 26: Die Plattform für Kunden und Unternehmen


IT & IKT

Wo sammelt man das Kundenfeedback, was ein Unternehmen zu seinen Leistungen erhält? Wie zieht man den größten Nutzen aus den Meinungen und Anregungen? Klar ist, man braucht dafür eine Schnittstelle, die es ermöglicht, Verbraucherresonanzen auszuwerten und konkrete Maßnahmen auszuführen. Das Startup der Woche Vimbee hat dazu eine Plattform entwickelt, die diese Schnittstelle bieten soll. Wir sprechen heute mit CEO Ehsan Shirangi über die Mission und Fähigkeiten von Vimbee.

Hallo Ehsan! Vielen Dank, dass du dir heute Zeit für uns nimmst. Lass uns direkt mit der ersten Frage beginnen: Was ist Vimbee?

Vimbee ist ein globales Netzwerk mit dessen Unterstützung Unternehmen in Echtzeit und konsumbezogene Informationen nutzen können. Außerdem können sie ebenfalls Konsumentenmeinungen und –wünsche zur Trends- und Marktforschung und zum automatisch generierten Empfehlungsmarketing erhalten. Vimbee kann somit zum weltweit ersten und einzigen Prosumer Netzwerk werden, das Konsumenten für Unternehmen zu wertvollen Prosumern werden lässt.

Ein sehr spannendes Thema! Wie genau gestaltet sich eure Mission im Hinblick auf die eingesetzte Technologie?

Auf Basis unserer mehrdimensionalen strukturierten Daten- und Softwarearchitektur schaffen wir ein selbstständig wachsendes System, womit wir wirtschaftlich relevante Informationen synergetisch verknüpfen und in Relation zueinander setzen. Das globale Wirtschaftssystem wird in digitaler Form abgebildet wodurch echte Data Mining Innovation, Wachstum und Wissen auf globalem Level gefördert wird. Mit Hilfe unserer eigenständigen Multi-Sided Plattform können diese Daten genutzt werden, um Produkte auf Basis von realen Kundenbedürfnissen effizient zu entwickeln und zu vermarkten.

Unternehmen haben die Möglichkeit, ihre Unternehmens- und Produktstruktur darzustellen, Teil des Netzwerkes zu werden, Auswertungen und Statistiken zu konsumbezogenen Daten zu erhalten und am automatisch generierten Empfehlungsmarketing teilzunehmen. Unternehmen aller Größenordnungen wird durch Vimbee die Möglichkeit geboten, auf effiziente Weise anhand jeder einzelnen Konsumenteninteraktion Vertrauen und eine maximale Reichweite zur Neukundengewinnung zu erlangen.

Konsumenten können auf einfache Weise gewünschte Produkt- und Dienstleistungsinformationen in Bezug auf Lage, Preis, Verfügbarkeit und Qualität auffinden und anhand der Meinungen Anderer in Sekundenschnelle vergleichen. Zudem wird ermöglicht, nachhaltig durch die eigene Meinungsäußerung hohen Einfluss auf Unternehmen zu nehmen.

Was macht ihr anders, als Tools, die zum Beispiel auch Feedback sammeln?

Wir bieten unseren Nutzern 5 große Vorteile. Erstens ermöglichen wir es, Informationen gezielt zu kommunizieren und strukturiert zu erfassen. In dem Zuge können Unternehmen den User Generated Content kommerziell und transparent nutzen.
Zweitens stehen alle Informationen in Echtzeit und sprachunabhängig zur Verfügung. Das ist ein großer Vorteil. So kann jedes Unternehmen und auch jeder Konsument Vimbee nutzen.
Darüber hinaus sind wir sehr stolz auf unsere eigene Cloud-Struktur. Die reduziert die Datenmenge auf ein Minimum, indem Informationen über Produkte und Unternehmen nur einmal im System hinterlegt, aber beliebig oft verknüpft werden können. Unternehmen können auf unserer Plattform ihre real existierenden Beziehungen digital und skalierbar darstellen.
Der vierte Vorteil ist die Kommunikation zwischen Konsument und Unternehmen. Die erhalten nämlich die Möglichkeit, auf Basis von einzelnen Produkten oder Dienstleistungen zu kommunizieren. Kundenmeinungen und -verhalten kann jetzt einfach und schnell erfasst werden. Das sind wertvolle Informationen für die Vertriebsförderung und zur kundenorientierten Anpassung des Produktportfolios.
Der letzte Vorteil, den ich heute erwähnen möchte, ist die Reichweitenerhöhung der Unternehmen. Das funktioniert auf Basis der Konsumenteninteraktion. Innerhalb der Plattform werden Produktplatzierungen durch den Earned Content gesetzt. Da die Kommunikation anhand von einzelnen Produkten stattfinden kann, ist eine Abwertung eines gesamten Unternehmens wegen Mängeln in einem Produkt nicht möglich.
Im Vergleich zu allen amerikanischen oder chinesischen Unternehmen schaffen wir eine transparente und für alle zugängliche Open-Economy-Daten für eine erfolgreiche Kreislaufwirtschaft des globalen Wirtschaftssystems. Mit unserer Datenarchitektur erstellen wir Big-Smart-Data, die direkt Verbrauchern und Unternehmen gehören und dem Wohl der Allgemeinheit dienen.

Ihr bietet keine bezahlte Werbung innerhalb der Plattform an. Welches Preismodell nutzt ihr für Vimbee?

Einnahmen werden hauptsächlich durch die angemeldeten Unternehmen generiert, die ihre Unternehmens- und Produktstruktur einstellen und administrieren können und dadurch Zugang zu den Kunden-Informationen erhalten. Wir haben da verschiedene Pakete.

Als Einstiegsmöglichkeit wird Unternehmen durch ein Freemium-Paket die kostenfreie Administration von maximal 10 Produktprofilen ermöglicht. Der Funktionsumfang kann nur durch den Wechsel in eines der sechs kostenpflichtigen Pakete erweitert werden, deren Hauptunterschied im Wesentlichen in der Anzahl der Produkt- oder Dienstleistungsprofile besteht, die administriert werden können. Dabei reicht das Angebot von 10 bis max. 1.000 Profile und ist so für Unternehmen aller Größenordnungen zugänglich.

Optional sind die Pakete mit zusätzlichen Profilen erweiterbar. Das Basispaket wird 19,99 € monatlich kosten. Der geplante Preis für das umfangreichste Paket beträgt 799 € im Monat. Die optionale Reichweitensteigerung durch Produktplatzierungen und Deals wird im Stil von gängigen Affiliate-Systemen abgerechnet. Dabei besteht für Unternehmen die Möglichkeit, die Kosten durch festgelegte Budgets von vornherein einzugrenzen.

Für Konsumenten wird die Nutzung der Plattform und der dazugehörigen App kostenlos sein.

Du hast bereits erwähnt, dass Vimbee für Unternehmen jeder Größe geeignet ist. Welche Marktsegmente adressiert ihr genau?

Unser Geschäftsfeld kann basierend auf den angebotenen Produkten den folgenden Untersegmenten zugeordnet werden: Online-Informationsbeschaffung, Reputationsplattformen, Unternehmenskommunikation (CRM), Affiliate-Marketing, Markt- und Medienforschung. Es kann weltweit von jedem Unternehmen verwendet werden. Vimbee benötigt als Plattform keine kritische Masse und kann direkt mit dem ersten Kunden bzw. Konsumenten gestartet werden. Aufgrund der Eigenschaften, die ich vorhin erwähnte, existiert ein extrem großes Marktvolumen.

Für Business-to-Business bieten wir eine plattformübergreifende und produktbasierte Architektur, die einen zentralen Überblick über alle Daten gibt, die in einzelnen Produkten und im Handel zu finden sind.

Gleichzeitig ermöglichen wir dem Business-to-Consumer Bereich eine direkten produktbezogenen Kommunikationskanal zwischen Konsumenten und Herstellern und bieten eine einzigartige, mehrsprachige Datenarchitektur, mit der alle relevanten Informationen über den Verbraucher, seine Meinung und sein Verbraucherverhalten in Echtzeit strukturiert und analysiert werden können. Dies ist einzigartig und gleichzeitig ohne Verletzung der Datenschutzbestimmungen.

Ist Vimbee schon nutzbar?

In den vergangenen 4 Jahren wurde die Software so weit entwickelt, dass wir kurz vor dem Release stehen. Eine Beta-Version kann bereits demonstriert werden. Das Node-System (Software Architektur und Datenbank) mit allen Funktionen für Back- und Front-End ist bis zu 80% fertig.

Des Weiteren haben wir die Demo-App Kunden und potenziellen Kunden gezeigt und ihr Feedback ist sehr positiv ausgefallen. Nachdem sie die zentralisierte und klare Struktur erkannt hatten, waren sie sehr interessiert und fragten nach Updates für die Einführung. Wir arbeiten außerdem an neuen Features, wie Shops, Deals, Chatfunktionen, Statistiken und Auswertungen.

Esahn, vielen Dank für dieses spannende Interview! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg für den Launch von Vimbee und hoffen, noch viel von euch zu hören!

Wer euch unterstützen will, kann gerne einen näheren Blick auf euer Innoloft Profil werfen oder euch über unseren Messenger kontaktieren.

Genie Enterprise ist das Startup der Woche 24: Daten- und KI-gesteuerte Anwendungen


IT & IKT

Wann lohnt es sich künstliche Intelligenz in Anwendungen zu verwenden? Wer bringt die richtige Expertise mit? Der Einsatz von maschinellen Lernen und künstlicher Intelligenz ist mittlerweile Gang und Gebe. Zum Beispiel für das Thema e-Commerce und soziale Medien. Aber die Technologien helfen auch nicht-digitalen Unternehmen. Regina Keßler ist Gründerin von Genie Enterprises, unserem Startup der Woche. Mit ihr haben wir darüber gesprochen, wie sie KI einsetzen und wie sie anderen Unternehmen dabei helfen.

Hallo Regina! Danke, dass du heute hier bist! Was ist eure Mission bei Genie Enterprise?

Wir digitalisieren die menschliche Wahrnehmung, indem wir die neuesten Forschungsergebnisse nutzen, um praktische, nachhaltige Lösungen zu schaffen.

Das klingt sehr vielversprechend, aber was bedeutet das im Detail?

Wir entwickeln eigene Produkte, Lösungen und unterstützen Unternehmen mit Consulting. Bisher haben wir zwei eigene Produkte entwickelt. Das Produkt WineGenie ist ein digitaler Sommelier, der in physischen Wein-Stores und Online-Shops genutzt wird. Es befindet sich in der Pilot-Phase bei mehreren Stores im Raum New York als Installation sowie bei einem großen Online-Shop in Deutschland als Shop-Plugin.

Die Lösung CustomerServiceGenie beinhaltet Bausteine, die in kundenindividuelle Anwendungen integriert werden. Die Bausteine bilden Funktionalitäten ab wie Erkennung von Bauteilen/Ersatzteilen über Smartphone-Kameras, Predictive Maintenance und Ermitteln von Reparatur-Vorschlägen aus Handbüchern.

Allen Produkten und Lösungen ist der lösungsorientierte Einsatz von Methoden maschinellen Lernens gemein, wobei stets konkrete Problemstellungen gelöst werden. Um unsere technologischen Möglichkeiten weiter zu entwickeln, sind wir in Forschungsnetzwerken aktiv und an mehreren Projekten mit Hochschulen und Forschungsinstituten beteiligt. Aktuell erforschen wir die Digitalisierung der menschlichen Nase und der Wahrnehmung von Gerüchen.

Das sind sehr viele unterschiedliche Leistungen, die ihr da bietet. Was ist daran besonders interessant für eure Kunden?

Da wir selbst Produkte entwickeln, sind die Mehrwerte bei jedem Produkt anders. Mit WineGenie fördern wir zum Beispiel die Digitalisierung der Weinberatung. Das geschieht durch fundierte Ermittlung von persönlichen Vorlieben auf Basis eines Persönlichkeits-Tests. So können Weine gezielt an passende Kunden vermarktet werden.

Das Besondere an CustomerServiceGenie ist, dass es OCR-Algorithmen auch für schwierigste Situationen beinhaltet. Außerdem erfolgt die Objekt-Erkennung auch sehr ähnlicher Objekt-Klassen aus verschiedenen Blickwinkeln.

Da ihr auch eigene Produkte entwickelt, sind eure Einkommensquellen diversifiziert oder? Liegt jedem Produkt ein anderes Modell zugrunde?

Ja so könnte man es sagen. Unsere Einkünfte bekommen wir aus drei verschiedenen Quellen. WineGenie bieten wir über ein Subscription Modell an. Darüber hinaus sind wir mit einem bestimmten Prozentsatz an den Umsätzen unserer Kunden beteiligt.
Bei CustomerServiceGenie läuft es ein wenig anders. Dort verkaufen wir Lizenzen oder kundenindividuelle Projekte. Das Beratungsgeschäft basiert auch auf individuellen Projekten, die je nach Aufwand berechnet werden.

Eure Zielgruppen sind auch unterschiedlich?

Genau. Je nach Produkt sieht unsere Zielgruppe anders aus. Mit WineGenie bewegen wir uns vor allem in den USA und Europa. Dort sprechen wie circa dreißigtausend Weinhändler an. Auch unser Produkt CustomerServiceGenie ist auf dem amerikanischen und europäischen Markt vertreten. Zielgruppe hier sind große Mittelständler oder Großunternehmen mit komplexen technischen Produkten. Die Kunden, die unsere Consulting Leistungen in Anspruch nehmen, kommen hauptsächlich aus Deutschland, aber auch aus anderen europäischen Ländern. Dabei handelt es sich ebenfalls um große Mittelständler und Großunternehmen

Welche Produkte sind denn schon marktreif? Was plant ihr noch in diesem Jahr?

Die kommenden Monate sind sehr spannend für uns! WineGenie steht kurz vor der Markteinführung. Aktuell läuft noch die Pilot-Phase zur Validierung der Use-Cases und des Business Modells. Wir planen auch die eventuelle Ausgründung eines Spin-Offs, inklusive einer Finanzierungsrunde zum Aufbau von Vertrieb und Weiterentwicklung. Für CustomerServiceGenie sind erste Bausteine in Forschung und Entwicklung vorhanden. Wir erwarten ein marktreifes Produkt Ende 2020. Im Beratungsgeschäft haben wir einen guten Kundenstamm aufgebaut und werden ihn weiter ausbauen.

Außerdem starten wir demnächst mit den neuen Forschungsprojekten zur “Digitalen Nase”, worauf wir uns schon sehr freuen.

Regina, da habt ihr noch ein spannendes Jahr vor euch! Vielen Dank für das spannende Interview. Wir wünschen euch weiterhin noch viel Erfolg.

Wer mehr über Genie Enterprise erfahren möchte, kann sich auf deren Innoloft Profil über Requests und Produkte informieren.

„Innoloft Benefits Program“ – Boost your Startup


Banking & Finance, Energie & Umwelt, IT & IKT, Mobilität, Smart City & Buildings

 

Startups stehen vor zahlreichen Herausforderungen. Jede Gründungsphase bringt eigene mit sich. In der Seed-Phase dreht sich alles darum, aus einem Konzept und einem funktionstüchtigen Prototypen ein vermarktbares Produkt zu schälen. Dementsprechend liegt der Fokus darauf, mit einem gut durchdachten Geschäftsmodell Kunden und Partner zu gewinnen. Neben dem Zugang zum Markt brauchen Startups hier vor allem Rat und Finanzierung.

In der Wachstumsphase wächst die Zahl der Kunden und damit der Umsätze. Jedoch setzt das wiederum das Rekrutieren von neuen Mitarbeitern sowie das Etablieren von passenden Unternehmensstrukturen voraus. Diese bilden oft das Fundament für die nachfolgenden Jahre. Gleichzeitig wachsen in dieser Phase auch die Erwartungen und Qualitätsansprüche der Kunden an Produkte und Services. Ebenso werden in dieser Phase Geschäftsstrategien angepasst oder -erweiterungen vorgenommen. Es kommen neue Geschäftspartner hinzu und das eigene Unternehmensnetzwerk wächst.

Doch gleich in welcher Phase sich ein Startup befindet, fehlende Ressourcen sind immer ein Engpass. So benötigen Startups Unterstützung und Starthilfen in Form von Zugang zu Infrastrukturen und Netzwerken genauso wie zu Ressourcen finanzieller und nicht-monetärer Art.

Partner des „Innoloft Benefits Program“

Als Startup wissen wir aus eigener Erfahrung, wie wichtig es ist, bei seinem Vorhaben unterstützt zu werden. Aus dem Grund haben wir das „Innoloft Benefits Program“ initiiert. Gemeinsam mit Partnern möchten wir euch Starthilfen anbieten.

Einer unser Partner ist Amazon Web Services (AWS). Mit ihrem AWS Activate-Programm Webservices stellen sie Unternehmen moderne Infrastrukturdienstleistungen bereit. Als Startups könnt ihr euch über unsere Plattform für ihre Services registrieren und erhaltet einmalig Credits im Wert von bis zu $5.000 gutgeschrieben.

Damit ihr in den Genuss des Benefit kommt, ladet ein weiteres Startup in unser Innovationsnetzwerk ein, dass sich mit einem eigenen Profil registriert. Das eingeladene Startup kann unser Netzwerk mit allen Funktionen frei nutzen und ebenfalls am „Innoloft Benefits Program“ teilnehmen.

Weitere Infos zum Innoloft Benefits Program erhaltet ihr hier:

Details zum Innoloft Benefits Program erfahren

Eventbuddy GmbH

Ein Startup, die bereits vom AWS Benefit profitieren konnten, ist die Eventbuddy GmbH. Die Eventbuddy GmbH ermöglicht Eventmanagement der neuesten Generation mit ihrer Plattform, die sich intuitiv bedienen lässt und einen digitalen Ticketverkauf integriert.

„Als Startup in der Wachstumsphase wird man schnell mit der Skalierung seiner digitalen Infrastruktur konfrontiert. Durch das Innoloft Benefits Programm von Innoloft konnten wir an einer Partnerschaft mit Amazon Web Services profitieren, sodass wir uns nun auf die Weiterentwicklung unserer Plattform konzentrieren können.“ – Lucian Holtwiesche, Head of Product

 

Startups of the Month – April 2020


Energieeffizienz & Umwelt, Energiespeicherung, IT & IKT

Unsere vier Startups der Woche im April auf einen Blick

Mit dem Startup of the Month April Beitrag vermitteln wir euch spannende Einblicke über Innovationen von Wecreation, IoT connctd, Qarnot und Ice on Battery. Wir haben aus ihren Startup of the Week Interviews die wesentlichen Facts in Kürze für euch zusammengetragen. Erfahrt mehr zu ihren Produkten, Technologien, Geschäftsmodellen, Märkten, Zielgruppen. Weitere Details könnt ihr in den ihren Startup of the week – Interviews nachlesen. Um direkt in Kontakt mit ihnen zu treten, könnt ihr unseren Messenger aus unserer Datenbank nutzen. Dazu loggt ihr euch ein oder registriert euch mit eigenem Profil in unserer Datenbank. Es erwarten euch weitere spannende Features!

WeCreation – Den menschlichen Teil der Digitalisierung im Blick (KW15)

Wir befähigen Organisationen dazu, durch Kulturwandel und Zukunftskompetenzen die Zukunft aktiv zu gestalten und Wandel als Chance zu nutzen.“ Christian Binninger, Co-Gründer Wecreation GmbH

Die Digitalisierung wird nicht nur technisch vorangetrieben. Darin involviert sind Menschen. Daher fokussiert sich das Startup WeCreation auf „den menschlichen Teil der Digitalisierung“. Über agile Projekte, in verschiedenen Workshop-Formaten oder mittels Führungs- und Team-Coachings begleiten sie Organisationen bei ihren Transformationsprozessen von innen heraus. Dabei geht es um das Entfalten von Kreativität, um Lernprozesse, Teamfähigkeit und dem Erlangen von Zukunftskompetenzen. Mit ihrer WeAcademy kann das Gelernte in Form von „blended learning“ vertieft werden. In Folge der Corona-Krise hat WeCreation drei neue Online-Formate gelauncht. Zwar können alle Organisationen von ihren Service-Angeboten profitieren. Seit ihrer Gründung ist WeCreation auf die Energiewirtschaft ausgerichtet und arbeitet eng mit Stadtwerken und Versorgungsunternehmen zusammen. Zu ihren Kunden zählen unter anderem die Stadtwerke Haldensleben, die Stadtwerke Menden und die Stadtwerke Dessau. Mehr Details über sie und ihre Leistungen könnt ihr im Interview nachlesen oder erfahrt ihr in ihren Kunden Requests.

Zum Startup der Woche Interview KW15

IoT connctd – IoT-Plattform für skalierbare datenbasierte Services (KW16)

„Wir haben die offene und skalierbare Service Creation IoT Plattform entworfen und realisiert, um die Entwicklung von datenbasierten Services zu vereinfachen.“ Axel Schüßler, Co-Founder und CEO von IoT connctd

IoT connctd hat eine Service-Plattform für die Nutzung und Anwendung von IoT-Daten geschaffen. Diese hilft Kunden dabei, datenbasierte skalierbare Services zu entwickeln. Hierbei unterstützt IoT connctd sowohl bei der technischen Realisierung wie zum Beispiel der Datengenerierung und -auswertung sowie bei der agilen Weiterverarbeitung durch Simulationen, Tests, Piloten und schließlich Skalierung. Ihre cloudbasierte IoT-Service Plattform bildet die einzelnen Schritte ab. Ihr Angebot adressiert IoT connctd an Gerätehersteller in Form von Software. Sie können die IoT-Plattform als IoT-Backend nutzen. Für Service-Entwickler gibt es die GRAPH-API, die wie eine Google-Suchmaschine für das Internet der Dinge funktioniert. Dabei achtet IoT connctd auf die Entkopplung von Nutzer-Daten und IoT-Daten. Sie verschlüsseln alle Interaktionen und erlauben nur authentifizierten Zugriff. Das Hosting erfolgt in Deutschland und der EU. Vom Leistungsangebot ist IoT connctd breit aufgestellt. Zudem etablieren sie einen Datenmarktplatz, um hier den gezielten Austausch von Daten zu organisieren. Ihre Service-Angebote rund um die IoT-Plattform sind weltweit abrufbar. Wogegen sie sich bei Projekten gegenwärtig auf den europäischen Markt fokussieren. Weitere Infos, Kontaktdetails sowie Partnerschaftsgesuche erfahrt ihr in unserer Datenbank in ihren Requests.

Zum Startup der Woche Interview KW16

Qarnot Energy – Patentierter Green IT-Ansatz nutzt Abwärme aus IT-Berechnungen (KW17)

„Wir nutzen Abwärme aus IT-Berechnungen, um Gebäude und Wasser nachhaltig zu heizen.“ Paul Benoit, Co-Founder und CEO

Mit dem verstärkten Einsatz moderner IT-Technologien im Zuge der Digitalisierung steigen ebenso Energieverbräuche. Die Bereitstellung von Rechenkapazitäten in Rechenzentren geht somit mit einem erhöhten Energiebedarf einher. Gleichzeitig erzeugen Rechenzentren sehr viel Abwärme. Einen Lösungsansatz hat Qarnot Energy entwickelt. Sie nutzen die durch Rechenzentren erzeugte Abwärme sinnvoll, indem sie diese durch ihre patentierte Technologie dem Energiesystem erneut zur Verfügung stellen. Hierfür haben sie einen Rechenheizer und einen digitalen Wasserkessel entwickelt. Mit diesen versorgen sie Heizkunden mit Wärme und Rechenkunden mit Rechenleistung. Für eine effektive Verteilung in Gebäuden mit IT-Ressourcen und Wärme sorgen Anschlüsse zum Glasfasernetz. Ihr Vertrieb ist auf den B2B-Bereich ausgerichtet. Die meisten Kunden sind in Frankreich verortet. Qarnot Energy will sein Angebot jedoch auf den europäischen Markt ausdehnen und hat hier insbesondere Großbritannien, den DACH- sowie den nordeuropäischen Raum im Blick. Mit der Rückgewinnung von Abwärme als Ressource kann Qarnot Energy sowohl Energieverbräuche senken als auch zu einem deutlich verringerten Kohlenstoff-Fußabdruck von Rechnern beitragen. Ihre weltweit patentierte Technologie ermöglicht einen innovativen nachhaltigen und wirtschaftlichen Green IT Ansatz, der einen Knotenpunkt zwischen IT und Gebäuden herstellt. Direkten Kontakt zu Qarnot Energy aufnehmen, könnt ihr über unsere Datenbank und ihre Requests.

Zum Startup der Woche Interview KW17

ICE-ON Battery – Energie in Kälte speichern (KW18)

Wir arbeiten an einem innovativen Kälteenergiespeicher. Die Technologie ist patentiert und erlaubt Energieüberschuss zu speichern und Treibhausgase zu reduzieren. Dariusz Ziemski, CEO 

ICE-ON Battery nutzt Eis als Energieträger, um Energie in Form von Kälte zu speichern. Kälte wiederum wird für industrielle Kühlungsvorgänge oder für Klimaanlagen benötigt. Mit der ICE-ON Battery kann sowohl konventionell erzeugte wie auch erneuerbare Energie in Form von Eis gespeichert werden. Bei der Umwandlung von Kälte in elektrischen Strom wird Wärme frei. Eine Kombination dessen schafft Voraussetzungen für eine optimierte Nutzung von Energie in einem Energie-Multisystem. In Verbindung mit Photovoltaik oder Wind kann der Wirkungsgrad der erneuerbaren Energie erhöht werden und gleichzeitig die Energieeffizienz von Kühl- und Heizsystemen verbessert werden. Das bringt wirtschaftliche Vorteile und lässt gleichzeitig Treibhausgas-Emissionen sinken. Ihre Kältespeicher bietet ICE-ON Systemanbietern und Unternehmen der erneuerbaren Energiebranche an. Sie arbeiten ebenso mit Branchenverbänden, Forschungsinstituten und staatlichen Organisationen zusammen. Gegenwärtig sind die ersten Pilotprojekte in Deutschland am Start. Seinen Kunden wird ICE-ON Batteries ein umfassendes Dienstleistungsangebot anbieten, welches von Planungs- und Konzeptstudien, Installation, Wartung und Schulung reicht. Ebenso wird es Softwarelösungen für die Fernsteuerung geben. Werft einen Blick in die Datenbank, um mehr über ihre Kooperationsrequest zu erfahren.

Zum Startup der Woche Interview KW18

Qarnot Computing ist das Startup der Woche 17: Computing anywhere


Energieeffizienz & Umwelt, IT & IKT

Lange wurde mit dem Thema Digitalisierung eine umweltschnoende Alternative zu bspw. Printerzeugnissen in Verbindung gebracht. Der steigende Energiebedarf fand in diesem Kontext jedoch häufig keine Berücksichtigung. Nach und nach werden alllerdings kritische Stimmen laut: So ist in Zeitungsartikeln bspw.von „Zielkonflikten“ oder gar der Digitalisierung als „Brandbeschleuniger zur Umweltzerstörung“ die Rede. Eine komplexe Problematik, für die es bislang nur wenige Lösungen gibt. Unser Startup der Woche, Qarnot Energy, ist alllerdings der Meinung: Warum nicht die Vorteile der Digitalisierung mit der nachhaltigen Nutzung von Energie verbinden? Wir sprechen im Interview mit CEO und Co-Founder Paul Benoit darüber, wie genau das funktioniert und wie bestehendes Potenzial zielgerichtet genutzt werden kann.

Hi Paul, vielen Dank, dass du dir heute die Zeit für uns nimmst. Zum besseren Einstieg: Wie beschreibst du Qarnot Computing in einem Satz?

Wir nutzen die Abwärme aus IT-Berechnungen, um Gebäude und Wasser nachhaltig zu heizen.

Ein hochaktuelles Thema. Wie genau gestaltet sich dieses Vorhaben denn im Hinblick auf eure Zielgruppen und die Technologie, die dahinter steckt?

Auf jeden Fall! Grundsätzlich sind wir das erste Unternehmen der Welt, das die Abwärme von IT-Berechnungen zur Beheizung von Gebäuden und Wasser wiederverwendet.
Dafür haben wir haben zwei Arten von Kunden: Rechenkunden, die Rechenleistung kaufen, auf der einen Seite, Heizungskunden, die ökologische Wärme in ihren Gebäuden benötigen, auf der anderen Seite.Was deine Frage zur Technologie angeht: Wir entwickeln einen Rechenheizer, QH-1, und einen digitalen Wasserboiler, QB-1, die beide Mikroprozessoren als Wärmequellen einbetten und an das Glasfasernetz angeschließen. Durch die Verteilung der IT-Ressourcen dort, wo die Wärme direkt benötigt wird, reduziert Qarnot den Energieverbrauch und den Kohlenstoff-Fußabdruck des Rechners.
Je mehr Wärme benötigt wird, desto mehr Berechnungen senden wir. Je schneller die Mikroprozessoren laufen, desto mehr geben sie Wärme ab, die direkt im Gebäude wiederverwendet wird.Der Computer-Heizkessel, QH-1 und der digitale Wasserkessel, QB-1, sind in Wohnungen, Sozialwohnungen, öffentlichen Gebäuden, Schwimmbädern, Heizungsnetzen usw. einsetzbar.

Verstehe. Du sagtest gerade, ihr seid das erste Unternehmen, dass eine solche Technologie nutzt. Siehst du darin auch euer USP?

Genau, wir waren weltweit die ersten, die diese Art von Technologie auf den Markt gebracht haben (Patent in fast allen Ländern der Welt). Darüber hinaus schlägt Qarnot einen digitalen Kreislaufwirtschaftsansatz vor, bei dem Wärme, eine Verschwendung für Computer, zu einer Ressource innerhalb des Gebäudes wird. Uns gelingt es also, zwei unterschiedliche Arten von Akteuren miteinander zu verknüpfen: Computing/IT-Ressourcen und Gebäude. Unser Ansatz für grüne IT macht unsere Technologien bahnbrechend, innovativ und ökologisch.

Wie gestaltet sich denn das zugehörige Geschäftsmodell? Habt ihr für die „Produzenten“ und „Nutzer“ jeweils unterschiedliche Ansätze?

Unser einzigartiger Ansatz ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch, und zwar auf zwei Hauptgeschäftsfeldern:
– Wir bieten grünes Cloud Computing kostengünstiger als andere (2- bis 4-mal)
– wir heizen Gebäude kostenlos, sobald die Investition abgeschlossen ist. Die „Heizungskunden“ kaufen zuerst eine Computer-Heizung oder einen Digitalkessel, und dann erstatten wir die Stromrechnungen, führen die Wartung durch und ersetzen die Maschinen alle 7-8 Jahre kostenlos.In die Rechenheizung sind Sensoren und Schnittstellen integriert, die Dienste für das intelligente Gebäude bereitstellen: Das sind zum Beispiel Luftqualitätssensoren, Bewegungssensoren, Temperatursensoren, Helligkeitssensoren, QI-Lademodul, NFC, Wifi-Modul usw.

Gerade hast du schon ein paar potenzielle Kunden, wie beispielsweise öffentliche Einrichtungen oder Wohnungen genannt. Welche Marktsegmente adressiert ihr denn innerhalb dieser Zielgruppe genau?

Wir arbeiten nur mit B2B-Kunden, die in zwei Teile gegliedert sind:
Im Bereich des Computings bieten wir Hochleistungs-Computing für Großbanken (BNP Paribas, Société Générale, Natixis in Frankreich), 3D-Animationsstudios (unser letzter Kunde ist Illumination Mac Guff), Fluiddynamik, maschinelles Lernen (AI) oder auch molekulares Docking. Im Heizungsbereich arbeiten wir mit sozialen Vermietern, öffentlichen Gebäuden, Wohngebäuden, Schwimmbädern oder auch Verwaltern von Heizungsnetzen.Die meisten Kunden sind Franzosen und ein Großteil der von uns ausgestatteten Gebäude befinden sich in Frankreich. Wir haben ein neues Projekt in Finnland, wo wir digitale Heizkessel installiert haben, um Warmwasser für ein Heizungsnetz bereitzustellen. Gerade beginnen wir mit der Aufnahme unserer Geschäftstätigkeit im Ausland, insbesondere in Deutschland-Österreich-Schweiz, Großbritannien und in den nordischen Ländern.

Das wirkt, als hättet ihr euch schon recht gut etabliert. Wie sehen denn aktuelle Entwicklungen eures Unternehmens aus?

Unsere Produkte (Computerheizung und digitaler Boiler) sind bereits auf dem Markt eingeführt. Die Zeit hat gezeigt, dass sie sehr gut funktionieren, und die Kunden sind glücklich.
Auch unsere Computerkunden sind sehr zufrieden: die Verträge, die wir mit unseren Kunden haben, werden immer größer, es gelingt uns, neue Kunden zu gewinnen, und vor kurzem haben wir uns bemüht, die Sektoren, die wir ansprechen (KI, Pharmazie, Industrie…), zu erweitern.
Unsere akutellste Neuigkeit ist eine erfolgreiche 6 Mio. Euro Kapitalbeschaffung, die wir im März mit mehreren angesehenen Investoren durchgeführt haben: Engie, Groupe Casino, A/O Proptech und Caisse des Dépôts (öffentliche Gruppe im Dienste des öffentlichen Interesses und der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes).

Paul, vielen Dank für das spannende Interview! Wir wünschen euch für eure weitere Unternehmensentwicklung viel Erfolg und hoffen, noch viel von euch zu hören.
Wer euch untersützen will, kann gerne einen näheren Blick auf euer Innoloft Profil werfen oder euch über unseren Messenger kontaktieren.

IoT connctd ist das Startup der Woche 16: IoT Service Creation simplified


Energie & Umwelt, IT & IKT, Mobilität

Mittlerweile sind wir schon gewohnt, dass uns die Technologie dabei hilft, Tätigkeiten aufzuführen. Das Internet der Dinge verbindet für uns physische und virtuelle Gegenstände miteinander und lässt sie zusammenarbeiten. Unser Startup der Woche nutzt IoT nicht unbedingt für Smart Homes und Sprachassistenten, sondern für die Entwicklung von datenbasierten Services. CEO Axel Schüßler von IoT connctd hat uns im Interview mehr darüber erzählt.

Hallo Axel! Schön, dass du dir heute die Zeit nimmst. Was bietet ihr bei IoT connctd?

Wir haben die offene und skalierbare Service Creation IoT Plattform entworfen und realisiert, um die Entwicklung von datenbasierten Services zu vereinfachen. Damit bieten wir Service Providern und Herstellern das flexible und universelle System. Dabei verfolgen wir 3 übergeordnete Ziele.

Zum Beispiel die Unterstützung der Kreatvität der Kunden bei der Service-Entwicklung und Nutzung von Daten aus vernetzten Geräten. Sie müssen sich nicht mehr mit technischen Besonderheiten und Spezifikationen auseinandersetzen.

Das zweite Ziel ist die Untersützung agiler Entwicklungen. Erst Simulieren, dann testen und Pilotieren, dann skalieren. Jeder dieser Schritte wird mit der Plattform mit unterstützt.

Als drittes Ziel soll die Plattform mit den Kundenanforderungen Wachsen. Darüber hinaus wollen wir auf effiziente Weise die digitale Trnasformation unterstützen. Dabei gewährleisten wir gleichtzeitig hohe Qualität und Verfügbarkeit.

Ein sehr spannendes Thema. Kannst du uns mehr zu eurer Technologie verraten?

Das Internet funktioniert seit Jahren durch Schnittstellen und die vielfältigen Kombinationen, um daraus Services und Produkte zu generieren. Wir bringen dieses Modell in die physische Welt. Internet Services und die Dinge des Alltags verschmelzen. Dafür haben wir die cloudbasierte Service Creation IoT-Plattform mit einer Reihe von Funktionalitäten entwickelt. Unabhängig von spezifischen Infrastrukturen werden „Dinge“ in einer besonders „Internet-tauglichen“ Art beschrieben. Das heißt bei uns Things-Konzept und ist abgeleitet und kompatibel zum „Web of Things“ die Internet-Standardisierungsgruppe W3C. Diesen Dingen geben wir eine physische oder logische Struktur. Das heißt bei uns UNIT-Konzept und unterstützt jedwede Form eines digital twins.

Daten wollen ausgelesen werden oder Dinge wollen gesteuert werden. Dafür bieten alle APIs an. Wenn diese APIs aber nicht gut konzipiert sind, bleibt es für den Entwickler mühsam. Deswegen bieten wir neben klassischer REST-API eine sehr innovative GRAPH-API an. Sie ist ein echt cooles Instrument für Entwickler, die unsere Plattform darüber wie eine Google-Search-Engine für das Internet der Dinge nutzen können! Wir entkoppeln strikt die User Daten von den IoT-Daten, weil nur unsere Kunden diese Verlinkung herstellen sollen. IoT connctd ist keine „data copy company“. Alle Interaktionen sind verschlüsselt und Zugriffe nur über sichere Authentifizierung möglich!

Laufen alle Services über die Cloud?

Natürlich sind wir eine Cloud-Company, aber das heißt nicht, dass immer und überall alles in der Cloud läuft. Wir bieten die Möglichkeit, Services kombiniert in der Cloud und lokal auszuführen. Das heißt, Datenerfassung, Datenverarbeitung kann auch im EDGE-Device – also lokal – erfolgen. Der Service-Entwickler entscheidet dann darüber welche Dienste bzw. Daten in der Cloud genutzt werden. Für uns ist das ganz natürlich und die Frage Cloud oder „on premise“ stellt sich hier gar nicht. Es ist ein klares „Sowohl als auch“.

Unsere Plattform wächst in Minutenschnelle mit den Anforderungen unserer Kunden. Das Hosting findet in Deutschland und der EU statt. Wir können aber auch mit den Kunden nah an internationale Märkte auf allen Kontinenten ran. Mit unseren Infrastrukturpartnern sichern wir damit sehr schnelle Plattform-Interaktionen.

Bildet euer Plattformmodell dann auch euer USP?

Herstellern bieten wir Software an, um unsere IoT-Plattform als IoT-Backend zu nutzen und dabei die volle Kontrolle über die Geräte zu behalten, bzw. diese während der Lebensphase zu behalten (via remote access und Device Management).

Service-Entwicklern bieten wir eine sehr flexible Arbeitsumgebung und die schon erwähnte GRAPH-API an. Was ist das? Das erklärt sich ganz gut an einem einfachen und vertrauten Beispiel.

Als Betreiber von Parkhäusern will ich einen Service anbieten, den exakten Parkplatz zuzuweisen. Dafür habe ich meine Parkhäuser und meine Parkdecks und die einzelnen Parkplätze digital erfasst, einige mit Sensoren, andere mit Kameras. Einige Parkplätze verfügen zusätzlich über Ladeinfrastruktur für E-Autos. Es ist das Ziel des Entwicklers, die Abfrage so zu entwickeln, dass sie effizient und schnell durchgeführt werden. Es wäre also doof, wenn ich hier jeden Parkplatz einzeln abfragen muss. Also funktioniert unsere Plattform wie eine Suchmaschine: „gib mir den am Nächsten gelegenen freien Parkplatz mit Lade-Säule“ + „Setze die Nutzungsanzeige auf reserviert“ + „Starte den Timer, wenn der Sensor das Auto als geparkt erfasst“. Alle diese kombinierten Abfragen sind in klassischer API-Logik nicht durchführbar und führen so sehr vielen einzelnen Abfragen. Mit unserer API sind es im Grunde 3 kombinierte und filternde Abfragen. Das Ganze ist wirklich effizient!

Verstehe. Wie gestaltet sich denn das Geschäftsmodell hinter den Services?

Die Service-Creation IoT-Plattform ist zunächste gebaut für Service-Entwickler.
Deswegen bieten wir einen freien Zugang zum Testen und ein faires pay-per-use Modell für die kommerzielle Nutzung an.Wir wissen aber auch, dass nicht jeder unserer Partner IoT-Kompetenzen oder Service-Creation Erfahrung besitzt, sehr wohl aber sich mit Kundenwünschen oder betrieblichen Prozessproblemen auseinandersetzt. Dafür bieten wir projektbasiert von IoT-Coaching bis full-stack Co-Development eine Reihe von Unterstützung an, die wir teilweise mit einem Partnernetzwerk umsetzen.Als zusätzliches Modell bereiten wir derzeit vor, den Eigentümern der Daten die Weitergabe dieser Daten an berechtigte Nachfrager zu ermöglichen und dafür eine Data-fee zu erhalten. Die Rolle von connctd ist hier, einen Datenmarktplatz zu orchestrieren ohne selber Owner der Daten zu sein und einen sehr einfachen Prozess zur vielfältigen Daten-Bereitstellung und Daten-Nutzung zu sichern. Es wird viel von Open-Data gesprochen: Wir sind der Auffassung, dass es daneben auch einen koordinierten Marktplatz für Daten verschiedenster Art geben sollte bei dem die Akteure auch kommerziell interagieren können.

Welche Branchen sprecht ihr mit eurer Lösung an?

Unsere Ausrichtung von Beginn an war, eine universelle Service-Creation IoT-Plattform bereitzustellen, damit jede Art von Herstellern von Geräten ihre innovativen Produkte im Internet repräsentieren können und Service-Entwickler (Energieversorger, Telkos, Banken, Versicherungen, Facility-Manager, Medienhäuser/Verlage, Gesundheitsdienstleister, Logistikunternehmen uvm.) sicher auf ihre Sparte und Anwendungen konzentrieren können. Unser Know-How liegt in IoT und Cloud-Services. Die Anwendungsbereiche sind damit vielschichtig und beginnen bei Smart Home/Building, gehen weiter über Smart City und erstrecken sich auch in die Bereiche Mobilität, Logistik, Transport und Produktion. Unsere performante IoT-Plattform unterstüzt Service-Angebote weltweit, wohingegen wir bei Projekten uns bisher auf den europäischen Markt konzentrieren.

Wie weit ist eure Plattform mit ihren Services nun?

Unser Angebot ist „ready to use“ und wird natürlich trotzdem stets weiterentwickelt. Wir haben eine Reihe von weiteren Plattform-Funktionalitäten in Vorbereitung, um Service-Entwickler und Hersteller noch umfassender zu unterstützen. Vor allem geht es dabei um Tools zur Data Analytics. Heute ist unsere Plattform bereits in verschiedenen Branchen im Einsatz. Dazu berichten wir auch regelmäßig auf unserer Website.

Wir wissen um die Situation – insbesondere auch in der Energiebranche – dass erstmalige Berührung mit IoT besondere Vorgehensweisen benötigt. Aus diesem Grund haben wir auf der E-world 2020 in Essen auch den Service-Creation Prozess in den Mittelpunkt gestellt. Damit zeigen wir wie sehr sich unsere Partner und Kunden auf das WAS konzentrieren können und wie wenig sie sich um das WIE kümmern müssen. Auf der E-world haben wir weiter Beispiele gezeigt wie unsere Plattform und vorbereitete Lösungen, die live Open Data Portale unterstützt, sich hervorragend für ein sichereres Data Sharing mit third-party Developern eignet, denen kein direkter Zugriff auf die eigene, z.B. LoRaWAN Infrastruktur, gewährt werden soll oder wie einfach z.B. energienahe Dienstleistungen auf unterschiedlichen Systeme abgestützt werden kann.

Axel, wir danken dir für das spannende Interview! Wir wünschen euch weiterhin noch viel Erfolg und verfolgen gespannt eure Entwicklungen. Wer mehr über euch erfahren möchte, der findet auf eurem Innoloft Profil und in euren Requests mehr Informationen.

Startups of the Month March 2020


Energie & Umwelt, Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT

Unsere fünf Startups of the Month March auf einen Blick

Im Monat März haben wir euch in unserem Startup der Woche Format fünf Startups in einem Interview vorgestellt. Interviews führten wir mit Blue Boson, FSIGHT, Motius, SPAROX und AMPEERS ENERGY. Ihre Lösungsansätze auf einen Blick findet ihr hier in unserem Startups of the Month March Beitrag.
Wer mehr über ihre Angebote erfahren möchte, kann ebenso einen Blick auf ihr Profil in unserer Innoloft Datenbank werfen. Ebenso findet ihr dort ihre und weitere Kunden- und Partnergesuche (Requests).

 

Blue Boson – Wasseraufbereitung ganz ohne chemische Zusätze

Blue Boson nutzt eine Technologie zur Aufbereitung von verunreinigtem Abwasser, die ganz ohne chemische Zusätze auskommt. Damit können sie auf umweltfreundliche Weise Verkrustungen und Ablagerungen entfernen. Indem sie Systeme vor Korrosionen schützen, verlängern sie deren Lebensdauer. Mit zwei patentierten Produkten unter der Bezeichnung SCAT® und SCAT REXCIT® sind sie bereits am Markt. Ihre hydraulischen Durchflussmodule sorgen für eine supramolekulare Aufbereitung von Wasser, eignen sich aber genauso zur Aufbereitung von anderen flüssigen oder gasförmigen Medien. Ihre Geräte stellen sie je nach Anforderung und Einsatzzweck her oder modifizieren sie. Vollautomatisiert können sie rund um die Uhr betrieben werden. Ihre Produkte vertreiben sie nach dem ESCO-Modell. Damit gemeint ist ein Energie-Einspar-Contracting Modell, das auf Energieeffizienz und Kosteneinsparungen ausgerichtet ist. Darüber hinaus bieten sie die Vermietung und den Verkauf von Ausrüstung sowie weitere Services an.

Zum Startup der Woche Interview KW10

FSIGHT – Künstliche Intelligenz Plattform für den Energiesektor

Das Startup FSIGHT setzt ganz auf Künstliche Intelligenz und zeigt, wie diese sich gewinnbringend in der Energiewirtschaft einsetzen lässt. Mit ihrer Energiemanagement Plattform können Energieströme vorausschauend berechnet und bedarfsgerecht angepasst werden. Mithilfe ihrer Energy-AI Plattform können sie das Verbrauchsverhalten von Konsumenten mit dem der Energieerzeugung von erneuerbaren Energien sowie Energiemarktpreisen verbinden. Dazu nutzen sie über 40 Machine Learning-Modelle. Ihr Handelsmodell für Energiegemeinschaften erlaubt es Privathaushalten, Gewerbekunden und Industrieunternehmen den eigens erzeugten Strom zu handeln. Darüber hinaus lassen sich Energieeinsparungen für den Endkonsumenten von bis zu 20 Prozent erzielen. Zugleich hilft ihre Plattform lokale Stromnetze zu stabilisieren. Von ihrer Software-as-a-Service-Lösung profitieren Energiekunden und Verbraucher gleichermaßen wie Energieunternehmen und Netzbetreiber. Die Kunden von FSIGHT finden sich über den gesamten Erdball verstreut.

Zum Startup der Woche Interview KW11

Motius – Moderne Technologien für jede Art Use-Case

Auf die rasanten Veränderungen in der Tech-Welt hat die Motius GmbH eine Antwort. Ihre Mission besteht darin für Kunden aus den unterschiedlichsten Bereichen für ihre jeweiligen Einsatzbereiche Technologien zu erschließen. Dazu nutzt das Motius-Team umfangreiche Tech-Expertise. Als Technologieexperten bedienen sie den Innovationsbedarf ihrer Kunden zum einen über ihren interdisziplinären Talent Pool und zum anderen über Einbindung von Technologie- und Managementhubs. Dabei bieten sie Unterstützung bei der Generierung von Ideen und Anwendungen, beim Erbringen des Proof-of-Concepts bis hin zum Produkt-Rollout. Ihren Fokus legt Motius weniger auf spezielle Branchen und Zielgruppen als vielmehr die Anwendung neuer Technologien in einem breiten Kundensegment. Seit sieben Jahren besteht Motius am Markt. Sie gehören seit einiger Zeit zu den am stärksten wachsenden Startups in Deutschland.

Zum Startup der Woche Interview KW12

SPAROX – Amazon für Ersatzteile im Energiesektor

Sparox vermittelt Ersatzteile für Energieanlagen. Über ihre Plattform beliefern sie Anlagenbetreiber jeglicher Energieerzeugungsart im deutschsprachigen Raum. Dazu haben sie sich ein Lieferantennetzwerk mit breitem Produktspektrum aufgebaut. In ihrem Portfolio befinden sich derzeit über 15.000 Ersatzteile. Für Ersatzteile, die schnell benötigt werden, um einen Ausfall der Anlagen zu verhindern, gibt es eine Notfallfunktion auf der Plattform. Mit SPAROX3D bedienen sie zusätzlich ein Segment, in der 3D gedruckte Ersatzteile bestellt werden können. Für Anlagenbetreiber ist die Nutzung der Plattform kostenfrei. Für Lieferanten erheben sie eine Transaktionsgebühr. Gerade in der aktuellen Corona-Krise zeigt sich der Mehrwert der Plattform von Sparox, bei der es nicht zuletzt um die Vermeidung von Stillständen und die Sicherstellung der Energieversorgung geht.

Zum Startup der Woche Interview KW13

AMPEERS ENERGY – Energiemanagement 4.0 für die dezentrale Energieversorgung

Mit ihrer Software-as-a-Service (SaaS)-Lösung geben AMPEERS ENERGY der dezentralen Energiewende richtigen Anschub. Sie erlaubt auf Basis einer selbstlernenden Technologie die dezentrale Erzeugung mit dem Verbrauch von Energie zu verbinden und zu steuern. AMPEERS ENERGY hat drei cloudbasierte Applikationen im Angebot, die auch einzeln genutzt werden können. Dazu zählen ihr AE District Manager als umfassende Quartiers-Energiemanagement-Lösung, ihre AE Local Supplier vollautomatisierte, integrierbare Mieterstromsoftware und ihre AE Fleet Optimizer-Lösung für eine intelligente Steuerung von Ladevorgängen und Lasten bei Elektro-Flotten. Alle drei Komponenten greifen technisch ineinander, kennzeichnet ein hohe Nutzerfreundlichkeit und verbindet Marktteilnehmer. Ihr SaaS-Lösung ermöglicht nicht nur neuartige Geschäftsmodelle, sondern verschafft allen Beteiligten umweltfreundliche Effizienzvorteile sowie Kosteneinsparungen. Mit ihrem Lösungsansatz konnten AMPEERS ENERGY nicht nur die Jury-Mitglieder der kraftwerk city acceleration bremen Challenge im vergangenen Jahr überzeugen, sondern gewannen ebenso den Fraunhofer Gründerpreis 2019.

Zum Startup der Woche Interview KW14