Innoloft Highlights 2019 – Unsere größten Erfolge im Jahresrückblick


Energie & Umwelt, Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT, Mobilität, Smart City & Buildings

Mit dem Abschluss von 2019 geht unser bis dato stärkstes und energiegeladenes Geschäftsjahr seit Bestehen der Innoloft GmbH zu Ende. Auch wenn wir auf noch keine allzu lange Firmenhistorie blicken können, gab es im Jahr 2019 etliche Highlights für uns. Diese möchten wir durch einen Rückblick auf das Jahr mit euch teilen.  

Los geht’s!  

 

Plattform im neuem Gewand und mit erweitertem Funktionsumfang

Ein für uns weichenstellender Schritt war ohne Zweifel der Relaunch unserer Plattform mit Neugestaltung des Designs. Dafür haben wir unsere Plattform komplett überarbeitet. Wir haben sie nicht nur durch einen optimierten Aufbau und die Nutzung moderner Webtechnologien nutzerfreundlicher gestaltet, sondern auch durch neue Features erweitert. Damit bietet sie größere Mehrwerte für unsere Nutzer.

Somit geht die neue Plattform mit allerlei neuen Funktionen einher, wodurch sich der Funktionsumfang erweitert hat. Wie ihr dadurch noch besser eure Innovationsprojekte mit passenden Partnern umsetzen könnt, seht ihr in der nachfolgenden Grafik und beschreiben wir euch im Blog-Beitrag Bühne frei …

 

Infographik benefits innoloft

 

Doch damit nicht genug!

 

Rebranding öffnet Pforte zu neuen Branchen und Internationalisierung

Im rasanten Tempo ging es weiter, denn auch unser bisheriger (Marken-)Name “Energieloft” stand auf dem Prüfstand und damit unser gesamtes Corporate Design. Dessen Ausarbeitung, Anpassung und Neugestaltung hat mehrere Monate gedauert und uns den Sommer hinweg in Anspruch genommen. Happy waren wir, als wir dann am 1. Oktober 2019 unser Rebranding offiziell bekannt geben konnten. Wie aus Energieloft schließlich Innoloft wurde, haben wir ebenfalls in einem separaten Blog-Beitrag Aus Energieloft wird Innoloft: Here’s why! … für euch festgehalten. Ganz nebenbei erfahrt ihr mehr über den evolutionären Prozess, den wir mit unserem B2B Innovationsnetzwerk seit Gründung Ende 2015 beschritten haben.

Zwar wird der Energiesektor für uns weiterhin eine ganz zentrale Säule bleiben. Doch auch in anderen Branchen, wie beispielsweise im Gesundheits-, Finanz- und Industriesektor warten Innovationen auf Umsetzung. Zudem haben wir uns dem ambitionierten Ziel verschrieben, branchenübergreifend und weltweit Innovationen zu beschleunigen, gemeinsam mit euch über Deutschlands Grenzen hinweg – “Create Tomorrow Together”.

Innoloft platforms requests

 

Event Highlights und Projekterfolge 2019

Natürlich haben wir uns in dem Jahr nicht nur mit unserem Design und unserer Plattform befasst. Neben der neuen strategischen Ausrichtung und Positionierung haben wir unser “daily business”  nicht aus den Augen verloren. Aus unserem Business-Repertoire gefiltert, folgen einige ausgewählte Event- und Projekt-Highlights des vergangenen Geschäftsjahres, die wir gemeinsam mit Kunden und Partnern umgesetzt haben.

 

Startup Speed-Datings 2019

Ein zentrales Kernelement, das zwar einerseits zu unserem digitalen Innovationssystem zählt, aber andererseits analog stattfindet, sind unsere Startup Speed-Datings. Dafür waren wir im letzten Jahr quer verteilt in Deutschland unterwegs und kamen im Herbst sogar bis nach Paris. Mit unseren Startup Speed-Datings bringen wir Startups gezielt mit etablierten Unternehmen und Investoren zusammen. Auf sehr effektive Weise, in kurzen 8-minütigen Gesprächsrunden, können sich die Teilnehmenden, die sich zuvor auf den entsprechenden Webpages angemeldet haben, ihren Wünschen, Interessen und Kooperationsgesuchen entsprechend vernetzen lassen. Dazu setzen wir einen intelligenten Algorithmus ein, der auf Basis der eingegebenen Daten exakt die richtigen Gesprächspartner vermittelt.

Auf folgenden Events waren wir in 2019 mit einem Startup Speed-Dating vertreten und haben hier insgesamt mehr als 700 Teilnehmende bei rund 2.800 Dates gematcht.

 

Innoloft Speed Dating

 

 

Startup Challenges 2019

Während sich unsere Startup Speed-Datings darauf fokussieren, den Teilnehmenden passende Kontakte für mögliche Kooperationsprojekte zu vermitteln, geht es bei unseren Startup Challenges um Wettbewerbe auf Knopfdruck. Die Startup Challenges sind ebenso zentraler Baustein unseres B2B Innovationsnetzwerkes. Sie ermöglichen Startups, sich gezielt an Ausschreibungen zu beteiligen.

Gleichzeitig können etablierte Unternehmen ihre Innovationsprojekte voranbringen und sich dafür passende Partner aus dem Startup-Ecosystem suchen. Daraus resultiert ein win-win für beide Seiten. Schließlich verfügen Startups selten über eigene, über lange Jahre gewachsene Kundennetzwerke. Ihnen fehlt ebenfalls oft noch die entsprechende Erfahrung und Bekanntheit am Markt. Dafür bringen sie häufig viel frisches Know-how, neue Technologien, Mut und Risikobereitschaft mit – also genau genommen den sogenannten “entrepreneurial Spirit”, den eine Umsetzung von Innovationsprojekten braucht.

Mit unseren Challenges betätigen wir uns als Vermittler und können dazu unsere Plattform einsetzen, die inzwischen mehr als 2.500 etablierte Unternehmen und rund 2.000 Startups zählt. Allein in 2019 konnten wir insgesamt 314 Bewerbungen für unsere Startup Challenges screenen und an unsere Partner weiterleiten.

Zu den erfolgreichsten Challenges des letzten Jahres zählten:

  • U-START Challenge 2019 | Veolia, Thüga & BS | Energy
  • Metro Startup Challenge
  • EWE Mobility Challenge
  • E.DIS Startup Challenge

 

Hier könnt ihr selbst einen Blick auf unsere Challenges … werfen.

 

Erfolgreiche Innovationsprojekte

Neben unserer digitalen Plattform und unseren White Label Partnerplattformen, den Events und Challenges begleiten wir Innovationsprozesse, um Innovationen auch auf direktem Weg in Unternehmen zu beschleunigen. Dazu unterstützen wir euch mit Know-how und Innovation-Consulting bei der Entwicklung und Auswahl von Ideen, beim Konzeptionieren und Umsetzen sowie bei der Vermarktung und Skalierung.

Unsere auf Branchen und Technologien spezialisierten Innovation Manager helfen euch dabei passende Partner via Screening und Scouting zu finden und in Projekte einzubinden. Sie beraten bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen und erarbeiten Customer Journeys. Auf die Weise haben wir im letzten Jahr etliche Innovationsprojekte gemeinsam mit Kunden und Partnern realisiert.

Hier findet ihr eine Auswahl an durchgeführten Innovationsprojekten …

  • IoT-Plattform Stadtwerke Aachen
  • IoT Plattform evo Oberhausen
  • Digitalstrom-Produkt, Stadtwerke Aachen
  • E-Roller-Sharing Aachen, Business Crowdfunding
  • Mobilitätsplattform Stadtwerke Neuss

 

Bei Fragen zu den einzelnen Projekten sprecht uns gern an!

 

Was es sonst noch zu berichten gibt …

Noch vieles mehr ließe sich über das vergangene Jahr berichten. Daher möchten wir hier in einer abgespeckten Form auf weitere Highlights verweisen …

Unser Team wächst von 18 zu Beginn des Jahres auf 28 Teammitgliedern Ende des Jahres. Gemeinsam verbringen wir eine Team-Week in der Eifel und lassen das Jahr mit einer gemütlichen Weihnachtsfeier ausklingen.

 

Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner energate GmbH bringen wir den Trendradar für die Energiewirtschaft blue oceans – einem neuen Branchenreport zu bedeutenden Energie-Trends heraus. Der erste Report erfolgt zum Thema Smart Building Solutions und wird im Februar auf der E-world 2019 präsentiert. Ein zweiter Branchenreport folgte im Sommer zum Thema Smart Mobility Services.

 

Wir starten mit neuen Social Media Formaten, um euch am aktuellen Innoloft Geschehen teilhaben zu lassen. Unsere Followerzahlen entwickeln sich positiv und unsere Social Media Community wächst erfreulicherweise. Ihr findet uns auf den folgenden Kanälen: Twitter, Facebook, Instagram, Youtube und Linkedin.

 

Erste Kooperationen und Projekte haben wir 2019 in Asien gestartet und setzen die Zusammenarbeit mit unseren White-Label Innovationsplattformen fort, die wir ebenfalls relauncht haben.

 

Last but not least … zum Ende des Jahres freuen wir uns, dass Gründerszene Awards uns als eines der am schnellsten wachsenden Startups im Bereich digitale Businessmodelle gekürt hat. Immerhin haben wir es mit unserem Startup unter die TOP 50 auf Platz 21 in Deutschland geschafft und sind Branchensieger im Bereich Energie. Wie wir das erreicht haben, könnt ihr in einem Interview mit unserem CEO Sven bei Gründerszene … nachlesen.

 

Ein großes Danke an unser Team, Kunden & Partner

All das, was wir im letzten Jahr auf die Beine gestellt haben, wäre weder ohne unsere Kunden und Partner noch ohne ein schlagkräftiges und engagiertes Team möglich gewesen. Daher gilt euch ein großer Dank und wir freuen uns auf die Fortsetzung in diesem und in den nächsten Jahren. Denn nun heißt es, den Blick nach vorne gerichtet und mit voller Kraft voraus.

 

Ausblick auf 2020

Erste Projekte stehen bereits in den Startlöchern. Folgende Termine könnt ihr euch für euren Terminkalender vormerken.

Das sind die Events auf die wir uns in den ersten Monaten dieses Jahres freuen. Weitere werden folgen!

 

Startup Speed-Datings

 

  • 11. & 12. Februar 2020, E-world Startup Speed-Dating – Infos & Anmeldung
  • 05. & 06. März 2020, Fiberdays Startup Speed-Dating – Infos & Anmeldung
  • 24. März 2020, Tech Festival Startup-Dating – Infos & Anmeldung
  • 20. April. 2020, HANNOVER MESSE Startup Speed-Dating – Infos & Anmeldung

 

Das neue Jahr kann kommen!

 

 

Climedo Health ist das Startup der Woche 3: Innovationsförderung in der Medizinforschung


Health & FoodTech, IT & IKT

Innovation im Gesundheitssektor hat viele Gesichter. Um medizinische Innovationen zu beschleunigen, ist es notwendig, zwischen verschiedenen Partnern wie Pharmaunternehmen, Krankenhäusern und Patienten zu kooperieren. Climedo, unser Startup der Woche, bietet eine cloud-basierte Software, der verschiedene Stakeholder bei der effizienten und sicheren Durchführung von Studien, z.B. zu neuen Krebstherapien, unterstützt. Wir sprachen mit Catherine Higginson, Marketing Managerin bei Climedo Health, um mehr über ihre innovative Idee zu erfahren.

Hey Catherine, danke, dass du dir heute die Zeit genommen hast! Lass uns direkt starten. Wie würdest du Climedo in einem Satz pitchen?

Na klar! Climedo hat es sich zur Aufgabe gemacht, jedem Patienten die beste Behandlung zukommen zu lassen, indem es die Fachleute im Gesundheitswesen mit intelligenten Softwarelösungen unterstützt.

Das ist eine ziemlich große Mission! Wie sieht diese Softwarelösung im Detail aus?

Climedo ist eine Cloud-basierte Plattform, die aus drei Kernelementen besteht: zwei integrierte Datenbanken (eine digitale Patientenakte und eine Biodatenbank) und das Hauptmodul, welches die Durchführung einer großen Anzahl von Studien ermöglicht. Es kann sowohl auf einem Laptop/PC als auch auf einem Tablet oder Smartphone verwendet werden. So können Sponsoren, Ärzte und medizinisches Fachpersonal in einer zentralen, ganzheitlichen Lösung auf alle relevanten Studiendaten zugreifen und dennoch auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sein. Das intuitive und flexible Studiendesign ermöglicht die kosteneffiziente Durchführung von Mono- und Multi-Center-Studien. Parameter können in Echtzeit validiert und analysiert werden. Wir setzen Technologien ein, die sich besonders für die Verarbeitung unstrukturierter Daten eignen – was unserer Meinung nach ein Muss im Gesundheitswesen ist. Diese Daten werden in einer intuitiven und komfortablen Benutzeroberfläche verfügbar, so dass auch komplexe Zusammenhänge schnell und umfassend dargestellt werden können. Um ein Höchstmaß an Daten- und Informationssicherheit zu gewährleisten, stehen unsere Server ausschließlich in Deutschland und sind nach den einschlägigen Industriestandards zertifiziert.

Welchen Mehrwert generiert euer Produkt, den andere bestehende Lösungen nicht haben?

An klinischen Prüfungen sind in der Regel mehrere Parteien an verschiedenen Standorten beteiligt (z. B. Industriepartner, CROs, Krankenhäuser, Patienten usw.). Die Parteien arbeiten meist mit völlig getrennten Systemen. Da Darüber hinaus werden über 50% aller klinischen Studien immer noch auf Papier oder mit Hilfe von Tabellen durchgeführt. Angesichts der digitalen Transformation des Gesundheitssektors und mehrerer neuer EU-Verordnungen, die auf uns warten, ist dies keine realistische und nachhaltige Lösung mehr. Die Zusammenführung aller Daten und Ergebnisse kostet viel Zeit und Geld, das stattdessen in die Behandlung der Patienten fließen könnte. Hier kommt Climedo ins Spiel. Wir verbinden alle Beteiligten nahtlos in einem Cloud-basierten System und ermöglichen die strukturierte Erfassung und Verwaltung aller studienbezogenen Daten. Zum Beispiel können Patienten  auch ohne spezielle IT-Kenntnisse per E-Mail oder SMS Informationen, wie z.B. die Wirksamkeit eines Medikaments oder die Zufriedenheit mit einem eingesetzten Implantat, eingeben. Folglich müssen sie nicht mehr so oft das Studienzentrum besuchen und sparen somit sowohl ihnen selbst als auch den Ärzten wertvolle Zeit. Im Gegensatz zu bestehenden Lösungen ist Climedo zu 100% anwenderorientiert und verbindet alle Beteiligten in einem ganzheitlichen System.

Besonders die einfache Integration von Patientendaten klingt sehr hilfreich und zeitsparend! Bieten ihr eure Software als Dienstleistung an?

Ja, genau! Wir haben ein SaaS-Modell, das aus einer einmaligen Einrichtungsgebühr und einer flexiblen monatlichen Nutzungsgebühr besteht, je nach Umfang der Studie und des Produktportfolios.

Wen adressiert Climedo Health genau? Und welche Länder sind eure Zielmärkte?

Unsere Zielkunden sind Medizinproduktehersteller, Pharmaunternehmen, Auftragsforschungsinstitute (CROs) sowie Krankenhäuser und Hochschulen. Derzeit sind wir vor allem in der DACH-Region tätig und möchten im kommenden Jahr in weitere EU-Länder expandieren. Darüber hinaus werden einige unserer in Deutschland durchgeführten Studien bereits international ausgerollt, unter anderem in den USA.

Ihr seid also bereits am Markt etabliert und befindet euch nun in der Expansionsphase?Ihr seid also bereits am Markt etabliert und befindet euch nun in der Expansionsphase?

Ja! Unser Produkt ist auf internationaler Ebene verfügbar und wird bereits von mehreren Partnern aus Industrie und Wissenschaft eingesetzt. Wir haben kürzlich eine Finanzierungsrunde im 7-stelligen Bereich abgeschlossen, die es uns ermöglicht, unser Team weiter zu vergrößern, international zu expandieren und unsere Softwareentwicklung weiter voranzutreiben, um die klinische Validierung für unsere Kunden effizienter zu gestalten.

Das klingt sehr spannend! Catherine, danke für das Gespräch! Wir hoffen, dass wir noch viel von euch hören und wünschen euch weiterhin viel Erfolg! Wer sich für eure Produkte oder eine Zusammenarbeit mit euch interessiert, kann sich das entsprechende Innoloft-Profil und Requests für weitere Informationen ansehen.

Greenlytics ist das Startup der Woche 51: Wettervorhersagen für Entscheidungsoptimierung


Energieeffizienz & Umwelt, IT & IKT

Wettervorhersagen beinhalten mehr, als einfach zu wissen, ob es morgen regnet. Von den Wetterbedingungen gehen Effekte aus, die den Geschäftsbetrieb beeinflussen. Für Energieversorgungsunternehmen sind Wettervorhersagen also extrem wichtig. Unser Startup der Woche, Greenlytics, benutzt Wetterdaten und künstliche Intelligenz um Unternehmen den Weg in Richtung nachhaltiger und effizienter Energiegewinnung zu ebnen. Wir haben mit Sebastian Haglund El Gaidi, CEO von Greenlytics, gesprochen, um mehr über ihre Idee zu erfahren.

Hallo Sebastian! Danke, dass du dir Zeit für dieses Interview genommen hast. Wir starten direkt mit der ersten Frage. Wie würdest zu Greenlytics in einem Satz erklären?

Wir bei Greenlytics sind wie Google Analytics für Wetter- und Energiedaten.

Kannst du uns etwas mehr über die zugrundeliegende Technologie erzählen?

Na klar! Wir verbinden die Felder von Energie, Meteorologie und Data Science. Damit erstellen wir Produkte, die die Transformation in eine nachhaltige Zukunft unterstützen. Wir bieten eine Plattform mit vier verschiedenen Modulen an.Das erste Modul ist der Datahub. Dort werden Wetterdaten gesammelt und gespeichert. Diese Wetterdaten beinhalten Messungen, Analysen und Informationen zur Vorhersage.

Als zweites Modul haben wir die Vorhersage für Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit. Im Detail bedeutet dies, dass wir Wettervorhersagen und mögliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit für Energieversorger miteinander in Verbindung setzen. Diese Auswirkungen könnten zum Beispiel sein: der zukünftige Energiekonsum für bestimmte Viertel, Wetterfolgen auf die Netzinfrastruktur oder Vorhersagen für die erneuerbaren Energieproduktion. Das Prognose-Modul nutzt Open Source Machine Learning Technologien, die auf skalierbaren Computer-Infrastrukturen laufen können.

Darüber hinaus haben wir das Modul der Entscheidungs-Optimierung, welche eine skalierbare Optimierungs-Technologie bietet. Ein Beispiel: Vorhersagen für die Geschäftstätigkeiten können als Input für die Optimierung von Entscheidungen hinsichtlich Stromhandel, Wartung oder Geschäftsbetrieb genutzt werden.

Das letzte Modul in unserer Plattform ist das Visualisierungs-Modul. Das ist besonders wichtig für den Nutzer. Mit diesem Modul können wir interaktive Visualisierungen erstellen, die komplizierte Daten aus dem KI Modell beschreibbar und intuitiv für den Nutzer machen.

Das klingt sehr vielversprechend, besonders im Hinblick auf die genutzten Technologien. Um im Markt langfristig zu überleben, müsst ihr euch gegen eure Wettbewerber durchsetzen. Welches Alleinstellungsmerkmal macht euch aus?

Um es kurz auszudrücken: Mit der Greenlytics Plattform können unsere Kunden eine immense Menge an Zeit sparen. Was ich damit meine ist, dass Energieunternehmen von einer Idee zur Umsetzung in 20% der vorherigen Zeit übergehen können. Darüber hinaus ermöglicht die Greenlytics-Plattform, menschliche Operatoren aus der endlosen Entscheidungsschleife herauszuholen. Dadurch können sie datengesteuerte Entscheidungen überwachen und kritisieren. Wir machen Entscheidungsprobleme einfacher, verbessern die Prozesseffizienz und senken die Kosten. Es ermöglicht Unternehmen auch, ihre Umweltauswirkungen zu reduzieren und die Zuverlässigkeit ihrer Anlagen zu erhöhen.

Wie bringt ihr euer Produkt in ein profitables Geschäftsmodell ein? Bietet ihr euer Produkt als Serviceleistung an?

Ja, genau. Wir bieten unser Produkt als SaaS-Lösung an. Also bekommt der Kunde Zugang zu der Plattform, welche aber auf unseren Servern gehosted wird. Wir verwenden auch ein „Pay-as-you-go“-Geschäftsmodell, das Cloud-Anbietern wie Amazon oder IBM Cloud ähnlich ist.

Und wo befindet sich euer Zielmarkt?

Im Moment kommen die meisten Kunden aus Europa. Allerdings bieten wir unsere Leistungen auch international an.

Was sind eure Pläne für die Zukunft von Greenlytics? Soweit ich informiert bin, habt ihr vor Kurzem ein neues Produkt gelaunched?

Ja, wir haben gerade die Beta für unser Forecasting-as-a-Service gestartet. Jeder kann auf unsere Website gehen und sich anmelden. Das Produkt wird während der Beta Periode komplett kostenlos sein. Momentan suchen wir nach Pilotprojekten und Investoren. Für die Pilotprojekte sind wir auf der Suche nach Wetteranalyseprojekten für Energieversorger, um ihre Bedürfnisse zu erfüllen und die Entwicklung unserer Plattform fortzusetzen.

Sebastian, danke dir für die detaillierten Einblicke in Greenlytics und eure Produkte. Wir sind gespannt, wie sich euer Startup insbesondere im nächsten Jahr weiter entwickeln wird. Wer mehr über euch erfahren möchte, kann auf eurem Innoloft Profil oder in euren Innoloft Requests vorbeischauen.

Komprenu ist das Startup der Woche 50: Innovative Software für Energiemonitoring und Condition Monitoring


Energieeffizienz & Umwelt, IT & IKT

Wenn es um Ressourcen-Einsparung geht, kann man auf viele Software-Lösungen zurückgreifen, die den Verbrauch von Geräten und Maschinen messen. Allerdings setzt ein Unternehmen Geräte verschiedener Hersteller ein, die überwacht werden müssen. Daher gibt es oft Kompatibilitätsprobleme. Um Energiemonitoring und auch Condition Monitoring übersichtlicher zu machen, hat unser Startup der Woche, Komprenu, eine Software-Lösung entwickelt, die es erheblich einfacher macht, Daten einzusehen und Einsparpotentiale zu finden. Wir haben uns mit Rolf-Dieter Clavery, CEO von Komprenu, zusammengesetzt, um über die Lösungen und Technologien im Detail zu sprechen.

Hallo Rolf-Dieter! Schön, dass du Zeit hast, uns ein paar Fragen zu beantworten! Steigen wir doch direkt ein. Was steckt hinter eurem Startup Komprenu?

Bei Komprenu haben wir den Anspruch, Ressourceneinsparung einfach zu machen.
Dazu entwickeln unsere herstellerunabhängige Katmai-Plattform. Die Plattform zeichnet Daten für das Energiemanagement, Condition Monitoring oder Gebäudedaten auf. Diese Daten werden visualisiert und mit Hilfe von maschinellem Lernen kann das Einsparpotential optimal ausgeschöpft werden.

Das klingt nach einer spannenden Idee! Besonders der Visualisierungsaspekt macht es den Benutzern einfacher, die Daten schnell zu verstehen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Welche Technologie steckt dahinter?

Die Daten werden aus den Messgeräten in einem Unternehmen erhoben und über einen kleinen Konnektor über eine sichere Verbindung an unseren Server übertragen. Dort werden die Daten aufbereitet und den Analysen unterzogen. Die Konfiguration und die vom Anwender gestaltbare Visualisierung erfolgen über eine reine Web-Oberfläche. Damit ist die Anwendung vom Mobilgerät bis zum Desktop-PC bedien- und einsetzbar.

Meist sind die Mess-Strukturen in Unternehmen über die Zeit gewachsen. Somit ist es wahrscheinlich, dass auch unterschiedliche Messgeräte und/oder Plattformen zusammengekommen sind. Wir können unterschiedlichste Datenquellen nutzen und auch Daten aus mehreren Portalen unterschiedlicher Hersteller oder Energieversorger in einer Datenbank zusammenführen. Der Energiemanager in einem Unternehmen muss für einen monatlichen Bericht nicht mehr unterschiedliche Quellen manuell abfragen, und bekommt damit mehr Zeit, sich um das Thema Optimierung zu kümmern.

Energie Monitoring ist mittlerweile aber nichts Neues mehr. Schließlich gibt es viele junge Unternehmen, die sich dieser Herausforderung annehmen. Was lässt euch da herausstechen?

Unsere Software macht den Ressourcenverbrauch transparent: wo wird wann wieviel von welcher Ressource verbraucht. Das machen andere EM-Systeme auch. Wir gehen aber weiter und bieten an, mit erweiterter Sensorik in die Maschine zu schauen und auch dort Zustandsdaten zu erfassen, die dann mit den Verbrauchsdaten in Bezug gesetzt werden können. Das ermöglicht Kennzahlen zu bilden und das bis zu einem einzelnen Stück einer Serienfertigung. Hat man diese Zahlen einmal ermittelt, kann man sie auch nutzen, den Energieverbrauch für die geplante Produktion zu berechnen. Außerdem kann hierbei der Energieverbrauch optimiert und/oder die Energie auf dem Spotmarkt zielgenau eingekauft werden.

Das klingt nach einem guten Herausstellungsmerkmal! Vertreibt ihr eure Software als Teil eines Software-as-a-Service Modells?

Unsere Software ist im aktuellen Stadium noch im Fluss und wird beständig ausgebaut. Daher bieten wir sie zurzeit nur als Dienst an, den wir in einem deutschen nach ISO 27001 zertifizierten Rechenzentrum betreiben. Es wird sie in absehbarer Zeit aber auch als „On Premises“-Lösung geben.

Für den Dienst verlangen wir monatlich eine Bereitstellungspauschale und pro gemessenem Wert einen Betrag. Dadurch sind die Kosten überschaubar und auch für kleine Unternehmen erschwinglich.

Ressourcen sparen ist ein Prozess, der einige Zeit dauert und über unterschiedliche Schritte durchgeführt wird. Diesen Prozess wollen wir gerne mit begleiten. Neben unserer Software bieten wir dazu auch die Unterstützung bei der Planung der Messstellen, gerne zusammen mit dem Energiemanager oder einem Energieberater, der Konfiguration und der Einrichtung der Visualisierung an. Darüber hinaus helfen wir bei der Interpretation der erfassten Daten.
Gerne erstellen wir auch als Dienstleistung Software in individuellen Projekten. Wir bringen zusammen mehr als ein halbes Jahrhundert Erfahrung bei der Entwicklung von Software für industrielle Prozesse in unterschiedlichen Branchen mit. Dieses Wissen bringen wir gerne bei unseren Kunden ein!

Welche Zielgruppe wollt ihr mit eurem Produkt erreichen? Und auf welchen Märkten bewegt ihr euch schon?

Unsere Zielgruppe ist jetzt am Anfang die kunststoffverarbeitende Industrie. Hier ist ein Einsparpotenzial von bis zu 50 % vorhanden. Auch in kleineren Unternehmen können damit jedes Jahr Kosten in der Höhe des Preises einer Eigentumswohnung gespart werden. Ok, über die Größe der Wohnung reden wir hier nicht…
Wir beschränken uns aber nicht darauf, sondern bieten unsere Leistungen natürlich Unternehmen jeglicher Branche an!Gerade Zulieferbetriebe für größere Unternehmen werden sich der Herausforderung der Klimaneutralität stellen müssen. Hier ist die Einsparung von Energie, als Vorbereitung, ein Muss.

Die Endlichkeit der Ressourcen hört nicht an deutschen Grenzen auf. Das betrifft genauso Europa und den Rest der Welt. Auch wenn wir zunächst Firmen vorwiegend in Deutschland ansprechen, bietet die Webplattform eine orts- und länderunabhängige Möglichkeit die Leistungen anzubieten.

Du hast vorhin schon erwähnt, dass ihr eure Software noch weiterentwickeln wollt. Wo steht ihr denn jetzt gerade mit Komprenu und eurer Katmai-Plattform?

Unsere Plattform ist bereit Daten zu erfassen und zu visualisieren und suchen hierfür Pilotkunden. Zurzeit arbeiten wir daran, die restlichen Punkte auf der Liste des BAFA umzusetzen und als förderfähige Energiemanagement-Software eingestuft zu werden. Das soll in Q1/2020 der Fall sein.
Parallel planen wir die nächsten Schritte in Richtung Condition Monitoring und maschinellem Lernen.

Rolf-Dieter, vielen Dank für dieses spannende Gespräch! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg bei dem Ausbau eures Produktes und sind gespannt, wie sich Komprenu weiter entwickeln wird! Wer mehr über euch erfahren will, schaut am besten auf eurem Innoloft Profil und in den Innoloft Requests rein!

Bia ist das Startup der Woche 49: KI-gesteuerte Optimierung von Stromnetzen für Elektromobilität


Energieeffizienz & Umwelt, IT & IKT

Elektroautos sind aufgrund wirtschaftspolitischer und umweltbedingten Entwicklungen auf dem Vormarsch. Allerdings sind unsere Stromnetze nicht auf diese Entwicklungen ausgelegt. Denn die Elektrifizierung des Verkehrs erhöht die Spitzennachfrage und verursacht zusätzliche Kosten, Ineffizienzen und Umweltverschmutzung in den Stromnetzen. Außerdem haben die Stromnetze aufgrund von Unterbrechungen und mangelnder Dispositionskontrolle Schwierigkeiten bei der Integration erneuerbarer Energien, was zu Schwankungen im Netz führt. Unser Startup der Woche, Bia, hat sich diesen Problemen angenommen und mithilfe von Machine Learning Lösungen dafür entwickelt. Wir sprechen heute mit Anne-Lise Laurain, Head of Product Strategy bei Bia, um mehr über das Startup und seine Idee zu erfahren.

Hallo Anne-Lise! Danke, dass du dir heute die Zeit für uns genommen hast. Wir starten auch gleich schon mit der ersten Frage. Was macht ihr bei Bia?

Bei Bia entwickeln wir Softwarelösungen, um Elektrofahrzeuge und verteilte Speicher in Kernbestandteile sauberer und widerstandsfähiger Stromnetze zu verwandeln. Wir steuern den Ladevorgang von Elektrofahrzeugen so, dass die gesamte flexible Kapazität für den Netzbetrieb zur Verfügung steht, während Flotten und einzelne EV-Besitzer eine konstante Verfügbarkeit, billigere Ladung und gesündere Batterien haben.

Das klingt sehr spannend! Wie funktioniert das Ganze im Detail?

Unsere Softwareplattform bietet Werkzeuge für eine optimierte Interoperabilität zwischen E-Mobilität und Versorgungsunternehmen. Sie reduziert die Stromkosten und minimiert den Batterieabbau für EVs, indem sie den Ladevorgang optimiert und gleichzeitig das Kundenerlebnis erhält. Außerdem ist unsere Software in der Lage, die Lade- und Prognoseflexibilität aus der Ferne zu steuern. Das bietet Netzbetreibern neue Werkzeuge, um Spitzenlasten aus EVs zu bewältigen und die Integration intermittierender erneuerbarer Energien zu erleichtern.

Unser erstes Serviceangebot, Analytics for Insights, umfasst Datenanalysen zur Identifizierung des Flexibilitätswerts, ein Simulationsmodell mit Optimierungsszenarien und einen Vorschlag zur Implementierung. Wenn wir eine optimierte EV-Ladung implementieren, sparen unsere Kunden Geld, schonen die Batterie und haben die Möglichkeit, an Netzdienstleistungen teilzunehmen.

Darüber hinaus haben wir eine Optimierungssoftware namens Opti. Sie beinhaltet anpassbare Optionen wie z.B. die Anreizregulierung bei hohen Stromerzeugungszeiten. Schließlich wird die Zusammenführung und Optimierung dieser Speicheranlagen zu einem wertvollen Netzdienst, der neue Einnahmen durch Spitzenlasten, Nachfrageresponsoring und Zusatzleistungen ermöglicht und wertvolle Datensätze und Erkenntnisse für Netzbetreiber liefert.

Im Moment befassen sich viele mit der Optimierung der Ladenetze, was grenzt euch von deren Ideen ab?

Unsere Plattform basiert auf einer Cloud-Architektur, die für ein breites Spektrum von verteilten Speicherressourcen eingesetzt werden kann und für den Einsatz in großen Mengen konzipiert ist. Unsere Machine Learning Algorithmen analysieren und prognostizieren das EV-Verhalten. Dann finden unsere Optimierungs- und Aggregationsmodelle den höchsten Wert an Flexibilität, erneuerbaren Verbrauch und Beteiligung an Netzbetreibermärkten.

Im Gegensatz zu den meisten unserer Wettbewerber konzentrieren wir uns nicht auf die Hardwareentwicklung, sondern auf die Entwicklung skalierbarer und hardware-unabhängiger Software.

Darüber hinaus beziehen wir strategisch den unerschlossenen Markt der Light-EV-Flotten ein, den nur sehr wenige Unternehmen betrachten. Analytics for Insights bietet Datenanalysedienste, die Optimierungsmöglichkeiten für Kunden simulieren, bevor sie sich für die Implementierung unserer Software entscheiden.

Unsere Pilotprojekte in den Emerging Energy Markets bieten die Möglichkeit, ein breites Anwendungsspektrum zu validieren, von der Ladungsoptimierung bis hin zu V2G-Fähigkeiten, während wir Bia als globale Plattform mit positiven Auswirkungen auf ländliche Gemeinschaften und Mini-Netze bis hin zu zentralisierten Systemen in den am weitesten entwickelten Umgebungen etablieren.

Wir sind ein sogenanntes “world positive” Unternehmen mit der Überzeugung, dass Zero Carbon Grids nicht nur möglich sind, sondern dass sie widerstandsfähig, zuverlässig und für alle zugänglich sind.

Wie integriert ihr eure Cloud-Lösung inklusive der verschiedenen Leistungen denn in ein Geschäftsmodell?

Wir haben verschiedene Möglichkeiten, Umsatz zu generieren. Erstens erwirtschaftet Bia Einnahmen durch Daten- und Simulationsdienstleistungen mit Beraterverträgen im Rahmen von “Analytics for Insights“. Diese wird zu einem festen Projektpreis berechnet, der je nach Größe und Qualität des Datensatzes sowie dem Volumen der Flotte oder der Ladeinfrastrukturkapazität variiert.

Wir erzielen Einnahmen aus einer monatlichen Gebühr mit Opti-Implementierungen, da EV-Betreiber und Ladepunktinhaber von niedrigeren Stromrechnungen, optimiertem Batteriezustand und der Teilnahme an Netzdienstleistungen profitieren.

Als Aggregator werden wir Einnahmen aus der Teilnahme an der Nachfragesteuerung, der Lastverlagerung und der Erbringung von Zusatzleistungen generieren.

Für Versorgungsunternehmen können wir Flexibilitätsprognosen, Sichtbarkeit hinter dem Zähler und Datendienste für Echtzeit- und Zukunftsplanungsanforderungen gegen eine pauschale Jahresgebühr anbieten.

Auf welchen Märkten seid ihr vertreten?

Wir konzentrieren uns auf Europa und die USA, da wir das Potenzial bei der Öffnung der Märkte für EV-Wachstum und Demand Response sehen. Basierend auf dem erwarteten EV-Wachstum in den USA und Europa wird die gemeinsame Marktgröße bis 2030 mindestens 50 Mrd. $ betragen.

Uns erwarten auch bedeutende Chancen in den Schwellenländern, da das Wachstum von Light-EVs und erneuerbaren Energien in den nächsten Jahren exponentiell zunehmen wird. Insgesamt sehen wir eine globale Marktchance von 100 Mrd. $.

Wo steht ihr denn aktuell mit der Entwicklung von Bia? Ist eure Cloud Plattform bereits nutzbar?

Vor 7 Monaten haben wir offiziell gegründet und sind Mitglied im Accelerator-Programm von Telefonica. Außerdem sind wir in verschiedenen anderen Pilotprojekten und Programmen tätig. Zum Beispiel haben wir ein LEV2MG (Light-EV 2 Minigrid) Pilotprojekt in Bangladesch in Zusammenarbeit mit SOLShare, das 18 Mikronetze im ganzen Land besitzt und betreibt. Wir sehen ein großes Potenzial in Schwellenländern, um unsere Technologie zu validieren, unsere KI zu trainieren und kommerzielle Strategien zu testen. Wir arbeiten auch an einem neuen Piloten in Uganda, um die Batteriewechselstationen für E-Motorräder zu überwachen und zu optimieren.

Unser aktueller Fokus liegt auf dem Einsatz unseres MVP im kommerziellen Umfeld und der Einbindung unserer Kundenpipeline durch Analytics for Insights, die Daten und Optimierungsdienste bereitstellt.

Wir befinden uns jetzt in einer Seed-Finanzierungsrunde und suchen nach Angel-Investoren, öffentlichen Mitteln und Zuschussmitteln, um zu unseren ersten Einnahmen zu kommen.

Anne-Lise, leider sind wir nun schon am Ende des Interviews angekommen. Vielen Dank für die spannenden Einblicke in eure Idee. Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg! Wer mehr über euch erfahren will, kann auf eurem Innoloft Profil und den entsprechenden Requests nachschauen.

Parametricos ist das Startup der Woche 48: web-basierte Visualisierungsanwendungen für die Bauindustrie


IT & IKT, Smart City & Buildings

Der Baumarkt boomt. Da die Weltbevölkerung weiter wächst, muss Raum zum Wohnen und Arbeiten geschaffen werden. In Großstädten jagt ein Bauprojekt das nächste und die Architekten, Ingenieure und Bauleiter sind sehr beschäftigt. Unser Startup der Woche, Parametricos, hat eine Software entwickelt, die den “AECs” mithilfe von BIM-Daten und genereller Verbesserung des Workflows das Leben erleichtert. Heute sprechen wir mit Marios Messios, dem CEO von Parametricos, um mehr über das Startup zu erfahren.

Hallo Marios! Danke, dass du dir heute die Zeit nimmst! Würdest du uns zum Einstieg kurz beschreiben, was Parametricos macht?

Na klar! Parametricos entwickelt das sogenannte Studio, eine Cloud-Lösung zur Verbesserung des Workflows des AEC-Profis in allen Phasen eines Bauprojekts. Unter den Begriff AEC fallen alle Experten der Architektur-, Ingenieur- und Bauindustrie.

Könntest du uns ein paar Infos über die zugrundeliegende Technologie geben?

Parametricos Studio („Studio“) ist eine Cloud BIM+GIS Asset Management Lösung für Fachleute der Architektur-, Ingenieur- und Bauindustrie, die ihren Workflow in allen Phasen des Lebenszyklus eines Gebäudes verbessert. Von der Planung über das Facility Management bis hin zum Abbruch. Das Studio bietet ein Cloud-basiertes Toolkit, das alle digitalen Assets und Dokumentationen, die mit dem Bauprojekt verbunden sind, sicher auf einem privaten Konto speichert und visualisiert. Darunter fallen auch 3D-Modelle und Building Information Modelling. Letzteres bezeichnet ein 3D-Modell mit eingebetteten Daten. Mit diesem Ansatz können die Nutzer ihre Architekturvorschläge testen und ihre digitalen Assets auf Online-Karten mit Hilfe von Geographical Information System (“GIS”) Daten geokoordinieren.

Alles klar. Lösungen zur Workflow-Verbesserung gibt es ja schon einige. Worin siehst das USP, das Experten vom Fach dazu bewegt, eure Lösung zu nutzen?

Das rasante Arbeitsumfeld in der Bauindustrie und der Mangel an Daten während eines Projekts zwingen die meisten Architekturbüros, ein Projekt in kürzester Zeit zu visualisieren und zu realisieren. Diese Praxis entsteht isoliert, mit minimaler Berücksichtigung der Umgebung oder der Gemeinschaft, in der sich das Projekt befindet. Das Studio verdeutlicht die Bedeutung der Kontextualisierung eines Gebäudes von den frühesten Phasen des Planungskonzepts über den Bau bis hin zum Facility Management für die verbleibende Projektlaufzeit unter Verwendung von Geodaten.

Unsere Wettbewerber bringen Lösungen auf den Markt, die die Bedeutung von BIM veranschaulichen und validieren, aber noch nicht Cloud BIM mit Geospatial-Möglichkeiten wie unser Studio erkundet haben. Keiner der Wettbewerber für Cloud-Lösungen bietet eingebettete Online-Geodaten an.

Softwarelösungen werden von vielen Unternehmen als Lizenzmodell vertrieben. Ist das bei euch ähnlich oder nutzt ihr ein anderes Geschäftsmodell?

Ja genau. Wir bieten ein Basispaket namens „Professional“ zum Festpreis von 49,00 €/Monat an, das den Zugriff auf alle Funktionen und Vorteile beinhaltet. Der Benutzer kann gegen Aufpreis mehr Speicherplatz und Teammitglieder hinzufügen. Unsere Basispreise von 49,00 €/Monat gewinnen gegenüber der Konkurrenz, die durchschnittlich 63,00 €/Monat (70 $) berechnet. Das Studio, zu einem erschwinglichen und wettbewerbsfähigen Preis, skaliert nach den Bedürfnissen des Benutzers.

Seit der Registrierung des Unternehmens haben wir mehrere erfolgreiche Initiativen ergriffen, um mehrere Produkte und Veranstaltungen auf die Beine zu stellen, im Einklang mit dem Hauptprodukt, dem Studio. Diese Produkte arbeiten an Sensibilisierungsproblemen in unserem lokalen Markt in Zypern und dem internationalen Markt. Die Marketingkampagnen für beide Produkte tragen dazu bei, den Traffic für das Studio zu steigern. Wir haben einen Core Account entwickelt und einige Lösungen für unsere Kunden eingeführt, darunter „find an architect“.

Architectonic ist ein weiteres Produkt, das von Parametricos unterstützt wird: eine jährliche Hybridveranstaltung in Zypern, in der Welt der Start-ups und des Bauens mit ausländischen Referenten, Netzwerkaktivitäten und Ausstellungen.

Du hast eben schon erwähnt, dass euer Heimatmarkt in Zypern ist. Aber ihr seid auch international tätig. Kannst du uns noch mehr zur aktuellen Marktsituation und eurer Position darin erzählen?

Da die Zukunft des Bauens sich durch Building Information Modelling und digitale Akzeptanz verändert, wird der Nischenmarkt von BIM immer leistungsfähiger und profitabler. Die Marktgröße von BIM wird, laut vielen Marktforschungsberichten, bis 2025 über 11 Milliarden US-Dollar wachsen.

Basierend auf den Eigenschaften unseres Produktes, platzieren wir unsere Innovation im BIM-Markt im Segment Software, das 59% des Nischenmarktes einnimmt. Daher streben wir bis 2025 ein Marktvolumen von rund 6,49 Mrd. USD an.

Unsere Zielkunden sind Berufe in der Architektur-, Ingenieur- und Bauindustrie in kleinen und mittleren Unternehmen.

Die Pilotanwender sind in mehreren BIM-Segmenten tätig. Viele der Teilnehmer an einem Bauprojekt möchten an einem effizienteren und kostengünstigeren Asset Management beteiligt werden, indem sie ihre Projekte pünktlich und budgetgerecht halten. Beispielsweise könnten Ingenieure und Facility Manager mit Hilfe von Geo-Location in der Informationsumgebung in einer virtuellen Umgebung navigieren, die die reale Welt (d.h. die umliegenden Gebäude, bioklimatisch usw.) repräsentiert. Die Architekten und Ingenieure hingegen wären daran interessiert, die Planungszeit zu verkürzen, weniger Besuche vor Ort durchzuführen und den Flächenbedarf und die Materialverschwendung zu reduzieren. Der Bauherr könnte mit unserer Lösung, bessere strategische Entscheidungen während des gesamten Lebenszyklus des Bauwerks treffen.

Wie lange gibt es euch schon?

Wir haben am 7. September 2019 eine funktionale Studio-Plattform entwickelt und öffentlich gestartet. Wir testen und extrahieren derzeit Feedback von handverlesenen Industrieexperten, basierend auf ihrem Fachwissen und ihrer Anwendung von BIM, ihren Auswirkungen auf die BIM-Community weltweit und ihren Arbeitsbereich. Die Pilotanwender nutzen die Plattform probeweise mit einem vorher festgelegten Ablaufdatum, gefolgt von unserem Abrechnungsplan.

Marios, damit sind wir leider schon am Ende unseres Interviews angekommen! Wir danken euch für die spannenden Einblicke in euer Unternehmen. Wer mehr über euch, Parametricos, erfahren möchte, kann sich gerne das entsprechende Innoloft Profil oder eure Requests anschauen.

Fincite ist das Startup der Woche 46: best-in-class wealthmanagement software


Banking & Finance, IT & IKT

Wer schon mal selbst Geld anlegen wollte, weiß wahrscheinlich, wie kompliziert und aufwändig der ganze Prozess ist. Das ist allerdings nicht nur auf Kundenseite so, sondern auch auf der Seite der Banken. Um den Banken und letztendlich auch dem Kunden zu helfen, hat unser Startup der Woche Fincite eine Softwärelösung entwickelt, die es Finanzdienstleistern ermöglicht, neue Modelle und Innovationen schneller zu realisieren. Wir haben uns mit Christian Paulus, dem Marketing Director zusammengesetzt, um etwas mehr über Fincite, dessen Werte und Ziele zu erfahren.

Hallo Christian! Danke, dass du dir heute die Zeit genommen hast. Wir beginnen direkt mit unserer ersten Frage: Wie würdest du Fincite pitchen?

Heutzutage wird es für Finanzinstitute von Tag zu Tag teurer, analoge Anlageberatung und Vermögensverwaltung anzubieten. Deswegen ermöglichen wir Banken, Asset Management und Versicherungsunternehmen, ihren Kunden digitale oder digitalunterstützte, also hybride Leistungen anzubieten.

Um das umzusetzen, habt ihr eine eigene Software entwickelt, richtig? Was kann der Nutzer mit dieser Software alles tun?

Genau. Unsere Software Fincite.CIOS ermöglicht Finanzdienstleistern hauptsächlich drei Dinge. Alle Konten, Vermögenswerte, Investmentziele und Restriktionen können in einem 360°-Profil erfasst werden. Diese Daten nutzen wir dann, um der Bank Erkenntnisse und Impulse über den Kunden zu generieren.
Außerdem kann das Finanzinstitut hochindividualisierte Portfolios erstellen und managen. Diese Portfolios entsprechen den Präferenzen, Zielen und Einschränkungen des Kunden, sowie den Anlagerichtlinien der Bank.

Das klingt sehr umfangreich. Was ist der Vorteil von Fincite.CIOS gegenüber anderen Softwaresystemen?

Unsere Software befähigt Finanzdienstleister dazu neue Service-Modelle und Innovationen rund um das Thema Investment schnell auszurollen, zu digitalisieren und kundenzentrierter zu gestalten. Heutzutage schaffen das viele Finanzinstitute nicht, da wichtige Prozessschritte softwaretechnisch nicht unterstützt werden oder nur in starren Legacy-Systemen stattfinden.

Mit Fincite.CIOS decken wir eine Vielzahl an Investmentprozessen ab. Dies reicht von der Finanzanalyse über die Beratung bis hin zur Anlagevermittlung und Vermögensverwaltung. Bei institutionellen Kunden kann sogar die Fondskonstruktion mit CIOS erstellt werden.

Wir haben damit die weltweit erste vernetzte Investmentsoftware entwickelt, die drei vorher isolierte Softwaresysteme eines Finanzdienstleisters vereint. Diese drei Softwaresysteme sind Financial Homes, Beratungsprozesse und Portfolio-Management-Systeme. Während die Softwareklasse des Financial Homes (i) noch neu ist, gibt es für Beratungsprozesse (ii) viele, eher einfache Softwarelösungen. Oft isoliert von diesen Systemen haben Banken ihre (iii) Portfolio-Management-Systeme. Diese kommen oft noch aus einer Welt in der Berater und Vermögensverwalter mehr Wert auf die Analyse einzelner Aktien als auf den Kunden gelegt haben.

Damit könnt nicht nur wertvolle Informationen über Kunden liefern, sondern auch Finanzdienstleistern die meisten Prozesse verkürzen. Wie sieht euer Geschäftsmodell aus?

CIOS ist eine Software-as-a-Service (SaaS). Das heißt, wir bieten unsere Software als Dienstleistung an. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden außerdem noch Leistungen zur Konfiguration. Das geschieht dann gemeinsam mit unseren Partnern.

Du hast vorhin schon kurz eure Zielgruppen angerissen. Könntest du nochmal konkretisieren, wie euer Zielmarkt aussieht?

Ja, klar. Auf der einen Seite sind unsere Zielgruppen die Finanzdienstleister, also von Direktbanken über Finanzvertriebe und Privatbanken bis hin zu institutionellen Asset Managern.

Auf der anderen Seite, also der Unternehmensebene, sind es in der Regel umsatzverantwortliche oder prozessverantwortliche Manager in den Bereichen Beratung, Wertpapier, Vermögensverwaltung, Fondsvertrieb und so weiter.

Dabei konzentrieren wir uns hauptsächlich auf die Märkte DACH, BENELUX und NORDICS.

Das heißt, ihr seid mittlerweile auch international im Markt vertreten?

Genau. In vielen europäischen Ländern sind wir bereits aktiv und zu unseren Kunden zählen neben großen Retailbanken auch renommierte Privatbanken und Vertriebe. Unser Ziel ist es die Internationalisierung in Europa weiter auszubauen. Währenddessen wollen wir unseren Marktanteil im Heimatmarkt Deutschland weiter konsistent ausbauen.

Auf der Produktseite haben wir zuletzt unsere Software um das Thema nachhaltige Investments erweitert. Der Wunsch vieler Konsumenten nach einer nachhaltigen Lebensweise spiegelt sich auch vermehrt in ihren Investments wider, weshalb es für uns wichtig war, unsere Software dahingehend auszubauen.

Christian, damit sind wir auch schon am Ende dieses Interviews. Vielen Dank für deine Zeit und dieses spannende Gespräch! Wir hoffen, auch weiterhin viel von euch zu hören! Wer an weiteren Informationen über euch interessiert ist, darf gerne einen Blick in euer Innoloft Profil oder euren Innoloft Request werfen.

Aus Energieloft wird Innoloft: Here´s why! The Story behind


Energie & Umwelt, IT & IKT, Mobilität, Smart City & Buildings

 

Liebes Netzwerkmitglied, lieber Netzwerkpartner,

1. Oktober 2019: Aus Energieloft wird Innoloft. Ein Tag und Ereignis auf das wir lange hingearbeitet und hin gefiebert haben. Du fragst dich, was uns zu diesem bedeutungsvollen Schritt bewegt hat? Das möchten wir dir hier gern erzählen und dich by the way auf unsere Startup-Reise mitnehmen. Doch dazu werfen wir zunächst einen kurzen Blick zurück auf den Anfang als Ausgangspunkt unserer Reise.

 

Wie es begann

 

Warum geht der Fortschritt bei der Energiewende, eine unserer größten gesellschaftlichen Herausforderungen nur so langsam voran? Diese Frage stellten wir uns vor vier Jahren Ende 2015. Wir, das Gründerteam, befanden uns gerade in den letzten Zügen unseres Studiums und suchten Antwort auf die Frage in unserem direkten Umfeld. Wie sich zeigte, bleiben viele Forschungsergebnisse in den Schubladen liegen und werden nicht in der Wirtschaft umgesetzt. Unsere Lösung: Eine digitale Plattform, die den Forschungstransfer digitalisiert – “ener.wi – transparente Energiewende” war geboren.

Schnell merkten wir, dass Forschung und etablierte Unternehmen recht gut vernetzt sind und sich das Interesse an unserer Plattform in Grenzen hielt. Von etablierten Unternehmen erhielten wir jedoch immer wieder die Anfrage: “Wir suchen Startups mit innovativen Technologien und Geschäftsmodellen. Habt ihr diese auch in eurem Netzwerk?”

Da wir selbst ein Startup sind, sahen wir uns ebenfalls damit konfrontiert, dass uns niemand kannte und sich so das Finden von Pilotkunden und Partnern als schwierig erwies. So wurde uns klar, dass gerade junge und unbekannte Startups, die jedoch hoch innovative Geschäftsmodelle und Technologien entwickeln, nicht ausreichend vernetzt sind. Aus dieser Problemstellung heraus ist Anfang 2016 Energieloft entstanden.

 

Von der Datenbank zum Netzwerk

 

Anfänglich „nur“ mit einer Startup-Datenbank gestartet, wurde uns nach einiger Zeit bewusst, dass eine Datenbank allein das Vernetzungsproblem nicht hinreichend löst und die Digitalisierung weitaus mehr Möglichkeiten bietet. So führte uns die Entwicklung von neuen, intelligenten Formaten, wie z.B. unsere Startup Speed-Datings oder Challenges, weg von einer reinen Datenbank hin zu einem Netzwerk.

Gleichzeitig erkannten immer mehr Unternehmen, dass sie die Innovationskraft junger, innovativer Unternehmen benötigen. Wohingegen sich neu gegründete Startups auf die Suche nach Partnerschaften mit etablierten Unternehmen machen, um Zugang zu Kunden und Ressourcen zu erhalten. Für beide Seiten liegen damit handfeste win-win-Vorteile auf der Hand. Von Partnerschaften profitieren sowohl Newcomer als auch Etablierte. Seitdem haben sich immer mehr Startups und etablierte Unternehmen aus der Energiebranche in Deutschland unserem Netzwerk angeschlossen und über unsere Plattform, unsere Formate aber auch unsere Projekte im Bereich Geschäftsmodellentwicklung zusammengefunden.
Ein Erfolg, auf den wir schon recht stolz sind.

 

Branchenkonvergenz und Internationalisierung trifft auf Energieloft

 

In den letzten Jahren ist zu beobachten, wie etablierte Unternehmen der Energiebranche sich immer mehr neuen Branchen zuwenden und dort im Rahmen ihrer Innovationsaktivitäten nach neuen Geschäftsfeldern suchen. Das hatte für uns zur Folge, dass wir immer öfter gefragt wurden, ob wir als Energieloft auch neue Themen wie Mobilität, Smart City oder Industrie 4.0. adressieren. Etwas irritiert haben wir stets darauf geantwortet: “Ja, klar! Wir sind ein Innovationsnetzwerk.” Damit kam uns der Gedanke, dass der Name Energieloft vielleicht sogar für die etablierte Energiebranche gar nicht so optimal gewählt ist.

Gleichzeitig wollten nicht nur wir mit unserem Netzwerk Innovationen im Ausland beschleunigen, sondern auch die Startups in unserem Netzwerk signalisierten uns Interesse an einer Vernetzung ins Ausland. Als wir anfingen bei ersten Partnern und Kunden im Ausland über den Namen “Energyloft” zu stolpern, dachten wir uns: “Nein, so heißen wir bzw. so schreibt man uns nicht.”

Nicht nur die zuvor geschilderten Erfahrungen, sondern auch die Erkenntnis, dass weltweit und branchenübergreifend Innovationen notwendig sind, um gesellschaftliche Herausforderungen unserer Zeit zu lösen, führte uns zu dem Entschluss, dass aus Energieloft Innoloft werden muss.

Und da sind wir nun: Innoloft

 

Nicht nur neuer Look: Aus Energieloft wird Innoloft

 

Seit einigen Wochen und Monaten haben wir nicht nur intensiv daran gearbeitet, dass Energieloft jetzt Innoloft heißt, sondern, dass unsere Plattform ebenso in neuem Look und mit neuen Features daherkommt, um dich noch schneller und einfacher zu vernetzen.

So wartet auf dich unser neues intelligentes Matching, welches dich auf Basis deiner Gesuche in Sekundenschnelle mit passenden Geschäftskontakten zusammenbringt. Zudem bietet dir Innoloft nicht nur erstmals einen personalisierten Netzwerk-Feed, der dich über relevante Netzwerkaktivitäten up-to-date hält, sondern auch viele neue Such- und Filterfunktionen, um dir das Auffinden von Innovationen und Partnern noch stärker zu erleichtern.

Wir laden dich herzlich ein, wirf doch einen Blick auf unsere neue Plattform! Über Feedback freuen wir uns jederzeit unter kontakt@innoloft.com.

 

Dein (nun) Innoloft Team

IOX Lab ist das Startup der Woche 37: Make Things not Slides


IT & IKT

Diese Woche geht es im Interview um das Internet der Dinge. Eine Entwicklung, die Unternehmen viele Ideen und Use-Cases bietet. Oftmals bleibt es aber eben nur bei Ideen und langen Konzeptpapieren, die aufgrund von mangelnden Ressourcen wie Zeit und Know-How nicht ihren Weg in die Umsetzung finden. Unser Startup der Woche, IOX Lab schafft Abhilfe – und zwar mit seinem Rapid Prototyping, einer Methode, die eine Idee innerhalb kürzester Zeit in die Realität überführt. Wir haben uns mit CEO Robert Jänisch unterhalten und mehr über Hintergründe, Mehrwerte und Potenziale erfahren.

Hi Robert. Vielen Dank, dass du dir die Zeit für uns nimmst. Wir starten auch direkt mit der ersten Frage: Wie würdest du IOX in einem Satz vorstellen?

IOX ist ein Innovations- und Entwicklungspartner für Produkte im Bereich Internet of Things (IoT).

Aber der Fokus liegt dabei nicht auf der konzeptionellen Ebene, sondern auf einer konkreten Umsetzung der Idee, richtig?

Genau. Im IOX Lab unterstützen wir Kunden bei der Realisierung von IoT-Projekten und führen sie innerhalb von 30 Tagen von der Idee zum einsatzfähigen Prototypen. Unser Team setzt bei der Entwicklung auf Methoden wie RAPID DESIGN® und Rapid Prototyping. Außerdem werden moderne Technologien verwendet – vom 3D-Druck über intelligente Sensoren und Micro-Controller bis hin zu Künstlicher Intelligenz.
Über die Beratung und Umsetzung hinaus engagieren wir uns auch selbst in vielversprechenden Produkten. Dazu beteiligen wir uns an Projekten durch Revenue Shares oder durch die Lizenzierung und die Bereitstellung der Hardware, um den Aufbau einer IoT-Plattform zu unterstützen.

30 Tage ist ja ein sehr kurzer Entwicklungszyklus, der euren Kunden sicherlich viel Zeit spart. Welche Vorteile bietet eine Zusammenarbeit mit euch darüber hinaus? Ganz plakativ gefragt: Was macht IOX besonders?

Wir entwickeln Prototypen schnell und aus einer Hand. Unser Team vereint Spezialisten aus den Bereichen Industrie, Design, Elektrotechnik und Software- und Hardwareentwicklung, die sich leidenschaftlich für Service und Kundenzufriedenheit einsetzen. Ein Prototyp macht ein Produkt oder Konzept verständlich und gibt die Möglichkeit, es auf seine Funktionalität zu testen. Dadurch wird der Prozess von der Idee bis hin zur Produktion extrem verkürzt. Das spart Zeit und Kosten im Entwicklungsprozess. Damit sichern wir unseren Kunden eine Vorsprung im internationalen Wettbewerb und treiben als Unternehmen aktiv die Zukunft des IoT und die technisierte Gesellschaft voran. Marktführer wie Henkel oder Vodafone arbeiten mit uns zusammen, da wir schnell und agil reagieren können und es uns so möglich ist, Innovationsprojekte abseits der großen Corporate-Strukturen zu realisieren. Außerdem profitieren Kunden von unserem dezidierten Fokus auf IoT-Produkte aus dem B2B-Bereich.

Du hast gerade schon einen kurzen Exkurs zu eurem Geschäftsmodell gemacht. Könntest du deine Aussagen dazu noch etwas konkretisieren?

Gerne. Wie bereits gesagt, arbeiten wir projektbasiert. Das Pricing hängt dabei natürlich vom Projekt ab- wie groß es ist und welche Software und Hardware benötigt wird. Beides stellen wir bei Bedarf auch lizensiert zur Verfügung. Darüber hinaus bieten wir Sensoren und Hardware für IoT-Projekte als Whitelabel-Lösung zum Verkauf an – beispielsweise Narrowband-IoT Sensoren. Insgesamt ist IOX von uns eigenfinanziert. Es gibt also keine Investoren.

IoT-Technologien werden bereits in vielen Branchen eingesetzt, die auch thematisch sehr divers sind. Habt ihr aktuell einen bestimmten Branchenfokus, oder liegen eure Projekte in unterschiedlichen Bereichen?

Die von uns entwickelten Lösungen können allen Unternehmen helfen, den digitalen Wandel zu vollziehen. Unsere Arbeit ist demnach nahezu branchenunabhängig. Dennoch sind unsere Hauptkunden Konzerne aus der Industrie (u.a. Energie, Chemie und Logistik), aber auch Unternehmen aus dem Retail-Bereich sowie dem B2B Endkundengeschäft. Viele Kunden wollen das bestehende Geschäft durch Vernetzung effektiver machen. Andere wollen hingegen ein ganz neues Feld erschließen.
Wir agieren derzeit hauptsächlich national, haben allerdings bereits an internationalen Projekten gearbeitet.

Einige Projekte habt ihr also schon umgesetzt. Damit gibst du mir eine gute Überleitung zu meiner abschließenden Frage: Wo steht ihr aktuell in der Entwicklung eures Unternehmens?

Seit unserer Gründung 2015 wachsen wir beständig. Mittlerweile arbeiten über 20 Mitarbeiter für IOX. 2017 haben wir den NRW Gründerpreis gewonnen, eines unserer größten Erfolge – auch emotional gesehen. Letztes Jahr wurden wir zudem von “The Hundert” zu einem der Top 100 Start-ups Deutschlands gekürt. Solche Preise sind natürlich eine große Wertschätzung und motivieren uns. Seit Juni 2018 sind wir offizieller Partner des Kommunikationskonzerns Vodafone. Mit dem Unternehmen, aber auch mit Organisationen wie GS1, haben wir bereits erste Referenzprojekte umgesetzt.
Während wir uns anfangs nur auf die Prototypenentwicklung konzentriert haben, können wir mittlerweile auch die ersten Produkte und Lösungen zu unserem Portfolio zählen, zum Beispiel IOX RFID für Logistik und Supply Chain Management oder den C-Ring für Smart City-Projekte.

Vielen Dank für das spannende Interview, Robert! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg und haben uns sehr über das Interview gefreut. Wer mehr über euch erfahren möchte oder Interesse an einer Kooperation hat, kann gerne einen Blick in euer Energieloft Profil, oder in euer Energieloft Request werfen.

LiveEO ist das Startup der Woche 36: Innovative Infrastructure Monitoring from Space


Energie & Umwelt, IT & IKT

LiveEO ist ein Berliner Startup, das erstmalig anhand von Satteliten-Daten in der Lage ist Infrastrukturen, wie Schienen, Stromnetze oder Rohrsysteme zu überwachen. Dabei erfolgt ihr Monitoring in Echtzeit und auf Basis von Künstlicher Intelligenz. Mit Co-Founder Sven Przywarra von der LiveEO GmbH haben wir uns über ihren innovativen Geschäfts- und Lösungsansatz zur Überwachung von Infrastrukturen aus dem All ausgetauscht.

Hi Sven, könntest du uns in einem Satz die Frage beantworten, was das Besondere an LiveEO ist?

LiveEO nutzt Satellitenbilder zur automatisierten Überwachung großflächiger Infrastrukturnetzwerke und ermöglicht es den Betreibern Betriebskosten zu sparen, indem ihnen direkt nutzbare Informationen zu Gefahren durch Vegetation, Höhenunterschiede und Interaktionen mit Dritten entlang der Netze zur Verfügung gestellt werden.

Das hört sich nach einer vielversprechenden technischen Lösung an, die einen großen Nutzen und Mehrwert verspricht. Wie stellt ihr eine hochfrequente und gründliche Überwachung von Infrastrukturnetzwerken sicher?

Weltweit gibt es über 20 Millionen Kilometer Infrastrukturnetzwerke. Diese müssen nicht nur wiederholt, sondern auch effizient überwacht werden. In jüngster Zeit sind die Waldbrände in Nordamerika und Portugal, die durch zu vegetationsnahe Stromnetze verursacht wurden, und die Pipeline-Katastrophe vom Januar 2019 in Mexiko dramatische Beispiele für die Probleme, mit denen die Industrie konfrontiert ist. Gleichzeitig führt die zunehmende Anzahl von extremen Wetterereignissen zu immer häufigeren und gewalttätigeren Bedrohungen für unsere Gesellschaft und ihre Infrastruktur. Das Verständnis der Risiken, ihre Kontrolle und Minderung wird weltweit zu einer immer unerlässlicheren Aufgabe werden. LiveEO zielt darauf ab, die notwendige hochfrequente und gründliche Überwachung industrieller Infrastrukturnetze wie Eisenbahn-, Strom-, Öl- und Gaspipeline-Netze zu gewährleisten, unabhängig davon, ob es sich um kleine, lokalisierte oder länderübergreifende Netze handelt.
Das Monitoring ist als „Information-as-a-Service“-Plattform konzipiert, bestehend aus einem Frontend und einer mobilen App, die den Zugriff auf unsere Monitoring-Services ermöglicht. Diese bestehen aus Satelliten gestützten Vegetationsanalysen zur Erkennung von Gefahren für Oberleitungen und Bahntrassen durch Bäume, sowie der Identifizierung von Bodenbewegungen und Fremdeinflüssen in der Nähe von Rohrleitungen. Auf diese Weise können unsere Kunden, die Betreiber von Infrastrukturnetzen, den aktuellen Zustand ihrer Anlagen mit hoher Effizienz beurteilen und bei Bedarf vorbeugende Maßnahmen ergreifen – basierend auf den Erkenntnissen unserer, auf Satellitendaten basierenden, künstlichen Intelligenz.

Wie erfolgt derzeit und ohne Einsatz eurer satellitenbasierten KI-Software-Lösung die Zustandsüberwachung von zentralen Infrastrukturen durch die Betreiber?

Betreiber von Infrastrukturnetzen nutzen zurzeit hauptsächlich manuelle, unflexible, eng fokussierte Lösungen, z.B. den Einsatz von Autos oder Hubschraubern zur Überwachung von Infrastrukturnetzen, trotz der Verfügbarkeit von Satellitendaten. Diese manuellen Überwachungsprozesse sind oft ineffizient und führen zu hohen Netzbetriebskosten. Großflächige Überwachungen oder Bestandsaufnahmen von Netzwerken, die ein ganzes Land abdecken, können mit den bisherigen Methoden Jahre dauern. Hier setzt die innovative Satellitendaten basierte künstliche Intelligenz von LiveEO an und verkürzt die Analyse auf unter 48 Stunden. Die aus der Analyse abgeleiteten Erkenntnisse ermöglichen fundierte Managmententscheidungen über tausende Kilometer Netzwerk ohne eine weitere Verarbeitung durch Geowissenschaftler zu benötigen. Die Verteilung der Erkenntnisse über ein Frontend und eine mobile App an das Personal vor Ort führen dabei zu einem hocheffizienten und transparenten Arbeitskräftemanagement, bei gleichzeitig kostengünstiger Integration in bestehende Prozesse via API und Datenbank (SAP) Anbindungen.

Damit verkürzt ihr Arbeitsprozesse erheblich und könnt wertvolle Informationen für Management-Entscheidungen und die Einleitung von Maßnahmen schnell liefern. Wie sieht euer Geschäftsmodell aus?

Unser Produkt wird als Software as a Service (SaaS) bzw. Information as a Service (IaaS) angeboten. Der Kunde kann seinen Service dabei nach seinen jeweiligen Wünschen konfigurieren. Die Kosten für den Zugang zum Service werden dabei nach überwachten Netzwerkkilometern berechnet.

Wie wird euer Produkt- bzw. Serviceangebot bislang von Infrastrukturbetreibern angenommen?

Der angebotene Service richtet sich vor allem an Stromnetz-, Bahnnetz- und Pipelinebetreiber und ist international ausgerichtet. Es können sowohl Übertragungsnetze, als auch Verteilernetze analysiert werden. Innerhalb der Netzbetreiber gibt es zwei Gruppen von Anwendern. Das Frontend ist für die Entscheidungsträger und das Management konzipiert und bietet einen Überblick über das gesamte Netz. Als Gegenstück dazu erlaubt die mobile App dem Personal vor Ort gezielt Aufgaben vom Management entgegen zunehmen und den Fortschritt bei der Bearbeitung zu dokumentieren. Dies ermöglicht eine transparente Kommunikation zwischen allen Anwenderebenen.

Könnt ihr auf erste Projekterfahrungen zurückblicken, d.h. in welcher Phase befindet ihr euch aktuell?

Nach einigen erfolgreichen Pilotprojekten befinden wir uns derzeit in der Phase der Markteinführung. Wir konnten erste Ankerkunden gewinnen und analysieren beispielsweise ganze Schiennenetze über tausende Kilometer auf Gefahren durch Vegetation. Wir befinden uns in mehreren fortgeschrittenen Projekten und haben Stromnetze im Bereich der Verteil- und Übertragungsnetze  analysiert.

Damit könnt ihr bereits auf einige erfolgreiche Piloten blicken und habt namhafte Unternehmen als Partner gewinnen können. Respekt! Wir wünschen euch viel Erfolg weiterhin und hoffen, euch noch oft zu begegnen. Wer mehr über euch und euer Angebot erfahren möchte, kann sich gern hier über euer Energieloft-Profil informieren. Eure Kontakt-Infos sind auch in eurem Kunden Request hinterlegt.