Nekonata XR Technologies ist das Startup der Woche 35: We virtualize mobility, safety, training


IT & IKT, Mobilität

Nekonata XR Technologies ist ein junges Technologieunternehmen mit Sitz in Österreich, das sich auf die Bereiche Automotive, Handel und Training spezialisiert hat. Mit ihrem Mixed-Reality-Testdrive-System bieten sie als weltweit erstes Unternehmen solch eine Lösung für echte Fahrzeuge an, um Marketing-, Vertriebs- und F&E-Führungskräfte zu unterstützen. Welchen Ansatz sie im Detail verfolgen, das erzählt uns heute Lukas Stranger, CEO von Nekonata XR Technologies. Er nimmt uns mit auf ihre Startup-Journey und berichtet darüber, wie ihre Technologie in der Automobilindustrie genutzt werden kann.

Hi Lukas, schön heute mehr über euch erfahren zu dürfen. Ihr verbindet also die virtuelle Welt mit der echten im Bereich der Mobilität. Kannst du kurz in einem Satz sagen, was sich genau hinter eurem Startup Nekonata XR Technologies verbirgt?

Nekonata bietet das weltweit erste Mixed-Reality-Showcase und Testdrive-System mit realen Fahrzeugen, das Vertriebs-, Marketing- und F&E-Verantwortliche auf ihrem Weg zum autonomen Fahren unterstützt.

Das klingt wahnsinnig innovativ. Wie können Vertriebs- und Marketing Manager eure XR Technologie für ihre Kunden einsetzen?

Unsere Technologie bewältigt Herausforderungen, die innerhalb des Verkaufszyklus bei Händlern, Messen oder Einführungsveranstaltungen auftreten, und ermöglicht meist keine erste Interaktion mit dem präsentierten Fahrzeug. Lecatex unterstützt Sales & Marketing Manager dabei, die Markengeschichte des Fahrzeugs sowie seine technischen Features wie Advanced Driver Assistance Systems (ADAS) in interaktive Mixed-Reality-Fahrerlebnisse zu übersetzen, die für den Verbraucher leicht verständlich sind. Für Vertriebs- und Marketingverantwortliche ist Lecatex ein einfaches Werkzeug, das sie im Verhandlungs- und Erklärungsprozess mit Kunden unterstützt, ob und welches Assistenzsystem oder welche Motorleistung berücksichtigt werden soll und am besten zu ihnen passt. Die Technologie ist für den Einbau in die Fahrzeuge der Autohäuser konzipiert und wartet darauf, dass die potenziellen Käufer zeigen, was sie in Bezug auf ADAS, Funktionen und Leistung zu bieten hat.

Der potenzielle Käufer steigt einfach in das Auto, das mit dem Nekonata Sensor-System ausgestattet ist. Das ermöglicht, reale Eingaben in virtuelle Weltausgaben zu übertragen. Der Kunde setzt unsere einzigartige Mixed-Reality-Brille auf, die eine virtuelle Welt außerhalb des Autos zeigt, und genießt seine interaktive virtuelle Führung durch die Autoassistenzsysteme. Dabei lernt der Kunde, wie sie zu bedienen ist. Das Fahrzeug wird auf kleinen Drehtischen platziert, um eine angemessene Drehung des Lenkrads bei Fahrten in gemischter Realität zu gewährleisten.

Mit eurer XR Technologie erhalten Kunden also Einblick in das Innenleben eines Fahrzeugs und können neue Technologie erspüren. Womit überzeugt ihre eure Kunden, was sind eure Verkaufsargumente?

Die Technologie ermöglicht es, potenziellen Käufern neue Fahrzeugtechnologien angemessen zu präsentieren. Heute werden Autos, Lastwagen und Motorräder jeden Tag sicherer. Leider ist es für Vertriebs- und Marketingverantwortliche fast unmöglich, diese Technologien einfach zu demonstrieren, und deshalb ist es schwierig, mit neu entwickeltem ADAS Umsatz zu erzielen. Mit unserer Lösung machen wir diese Systeme für potenzielle Käufer transparent und unterstützen Vertrieb und Marketing auf ihrem Weg zum Kunden.

Die Technologie und der Lösungsansatz für Nutzer sind die eine Seite der Medaille und damit Geld verdienen die andere. Auf welchem Ansatz fußt euer Geschäftsmodell?

Unser Geschäftsmodell basiert auf der Lizenz der interaktiven Guided Mixed Reality Showcase Erfahrungen für Händler und Automobilhersteller + einer Erfolgsgebühr auf jeden mit der Technologie verkauften ADAS.

Ihr seid ein Startup aus Österreich, an welche Zielmärkte und Zielgruppen adressiert ihr eure Lösungen?

Unsere Zielgruppe ist in erster Linie die Automobilindustrie im asiatischen Raum, ihre Hersteller, Forschungs- und Entwicklungszentren und Händler. Nekonata XR Technologies ist international tätig, da wir bereits Kunden in Österreich, der Schweiz und Deutschland bedienen. Mit über 200 Automobilherstellern und über 300.000 Händlern sehen wir uns einem riesigen Marktpotenzial für einen umfassenden Technologie-Rollout gegenüber.

Das bringt mich zur letzten Frage: In welcher Phase der Umsetzung befindet ihr euch aktuell?

Mit unserem neuesten Software-Update führen wir derzeit einen weiteren Proof of Concept durch, um weiteres Marktfeedback und Fit zu erhalten. Darüber hinaus schließen wir unsere erste Finanzierungsrunde ab – bisher ist das Unternehmen aufgrund erfolgreicher Kundenprojekte in der Anfangsphase, wie z.B. bei Mercedes Austria, zu 100% gebootet.

Herzlichen Dank, Lukas, für die spannenden Einblicke in euer Startup Nekonata XR-Technologies. Du hast uns damit eine konkrete Vorstellung für die Anwendung von XR-Technologien ermöglicht. Wir drücken euch die Daumen für euren Technologie- und Markt Roll-out und werden natürlich eure Startup-Reise gespannt weiterverfolgen. Aktuell seid ihr auf der Suche nach einem Investment. Wer mehr über euch erfahren möchte, kann weitere Infos zu euch und eurem Produkt Lecatex eurem Energieloft-Profil sowie eurem Request entnehmen. Ebenso sind dort eure Kontaktinfos hinterlegt.

CIRRANTiC ist das Startup der Woche 33: Guiding New Mobility.


Mobilität

Elektromobilität bestimmt aktuell den gesellschaftspolitischen Diskurs um neuartige und zukunftsträchtige Mobilitätskonzepte. Dieses Trendthema wurde allerdings schon 2014 von unserem Startup der Woche als solches erkannt und sehr erfolgreich in Form von digitalen Services umgesetzt. Geschäftsführer Ulrich Heitmann erklärt uns im Interview mehr über CIRRANTiCs Ideen, Potenziale und Leistungen.

Hallo Ulrich. Schön, dich heute hier zu haben. Gibst du uns zum Einstieg vielleicht einen kurzen Pitch?

Gerne! Wir schaffen Infrastrukturen für die Elekromobilität, bspw. indem wir Elektroauto-Fahrer zu besten öffentlichen Ladestation für ihre aktuellen Bedürfnisse führen.

Und wie genau macht ihr das? Welche Idee steckt dahinter?

Der Mobilitätswandel zur E-Mobilität ist in vollem Gange. Das Aufladen gehört dabei immer dazu. Damit EV-Fahrer ihr Fahrzeug möglichst effizient nutzen können, unterstützen wir sie mit unseren Informationen und Services. Wir stellen die kostenlose App MOOVILITY für alle EV-Fahrer bereit, unterstützen Ladestationsbetreiber und Fahrstromanbieter mit unseren B2B Whitelabel Mapsites und Automotive Hersteller mit unseren Information-Webservices. Das Neuartige an unseren Services ist der Fokus auf Multisource Daten, Qualitätssicherung und -anreicherung, Prognose, Tarifen und eWallet Ladetarif-Management.

Verstehe. Wie sehen denn konkrete Mehrwerte aus, die mit der Nutztung eurer Services einhergehen?

Unsere Services ermöglichen dem EV-Fahrer in bester Weise die Nutzung seines Fahrzeugs auch in unbekannten Regionen und auf Langstrecken. Darüber hinaus sorgen wir für das notwendige Vertrauen in Ladeinfrastruktur und vermeiden negative Überraschungen bei den Ladekosten. EV-fahren wird sicher und einfach – und spart Kosten! Unsere USPs sind die Prognose von Ladestationsverfügbarkeit / -nutzung, unsere anbieterübergreifende Tarifübersicht und -einbettung und unser völlig neuartiger eWallet Service um alle Ladetarife in einer App nutzen zu können. Unser Qualitätsanspruch an die Informationen überzeugt weltweit globale Navigationsdienstleister wie z.B. Apple Inc.

Du hast gerade EV-Fahrer als Profiteure eurer Services angesprochen, das ist ein sehr breites Feld. Könntest du euer Geschäftsmodell in diesem Kontext noch etwas konkretisieren?

Unser Geschäftsmodell ist B2B. Das heißt, Ladestationsbetreiber und Fahrstromanbieter profitieren davon, unsere Nutzer/EV-Fahrer über ihre Leistungen zu informieren und deren Anwendung möglichst einfach und sicher zu ermöglichen. Automobilhersteller und Navigationsdienstleister profitieren von unserer global einzigartigen Coverage und dem marktführenden Qualitätsstandard. Daneben unterstützen wir mit unserem Business Intelligence Portfolio Kunden im Bereich Market Insights und werden demnächst auch ein Portfolio für den Fahrzeughandel bereitstellen.

Euer Markt ist dann im B2B-Mobilitätssektor angesiedelt? Welches Potenzial sehrt ihr dort aktuell?

Genau, etwas konkreter im Automotive- und Energiesektor. Zielgruppe sind wie gerade schon angesprochen alle Ladestationsbetreiber, Fahrstromanbieter, Automobilhersteller und Navigationsdienstleister sowie der Fahrzeughandel. Im Zuge des Shift von fossilen Brennstoffen zu nachhaltiger und effizienter E-Mobilität wächst derzeit ein Milliardenmarkt alleine in Europa. Natürlich sind unsere Leistungen aber auch im B2C-Sektor, also für Endnutzer zugänglich.

Einen Namenhaften Partner, bzw. Kunden hast du ja schon genannt – ihr seid also nicht mehr ganz neu im Business und könnt eure Produkte bereits gut vertreiben. Wie sehen eure nächsten Schritte zum weiteren Wachstum aus?

Wir befinden uns seit 2018 in der ersten Wachstumsphase. Unsere Produkte sind ausgereift und stellen ihre Leistungsfähigkeit B2C und B2B seitig seit mehreren Jahren täglich unter Beweis. Kunden wie Apple Inc, AUDI, Porsche, namhafte Ladestationsbetreiber wie Innogy, EnBW und IONITY, Netzwerke wie ladenetz.de und Stromnetz Hamburg, Institutionen wie das StMWi Bayern, Fahrstromanbieter wie VLOTTE und die Deutsche Telekom profitieren täglich durch die Nutzung unserer Services und die Aufwertung ihrer Kernprodukte. Unser nächstes grosses App Update mit völlig neuen einzigartigen Möglichkeiten steht kurz vor dem Launch. Aktuell stehen wir mit Investoren in intensiven Gesprächen zur Stage A Finanzierungsrunde mit deren Hilfe wir anstreben, in den nächsten 2-3 Jahren unsere Postition als führende Informationsplattform für E-Mobilitätsanbieter und -nutzer auszubauen.

Ulrich, vielen Dank für das spannende Interview! Wir wünschen euch für die weitere Umsetzung eurer Vision viel Erfolg. Wer euch dabei unterstützen möchte, darf gerne einen Blick in euer Energieloft Profil oder euer Energieloft Request werfen, denn dort sucht ihr noch Vertriebspartner und Investoren.

Bühne frei für den neuen ENERGIELOFT Auftritt


Energie & Umwelt, Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT, Mobilität, Smart City & Buildings

Seit Monaten arbeiten wir intensiv an dem Relaunch unseres Portals. Jetzt freuen wir uns euch mit diesem Blog-Beitrag unser Release offiziell bekannt zu geben. Viele neue Funktionen gehen mit einher. Nicht nur das Frontend hat sich gewandelt, auch unser Dashboard sowie Backend hält viele Neuerungen für euch bereit. So geben wir euch zahlreiche neue Tools an die Hand, mit denen ihr eure Innovationen noch schneller voranbringen könnt. Welche Funktionen das sind und wie sie sich in unser LOFT-System einfügen, wir stellen sie euch vor.

Alle neuen ENERGIELOFT-Funktionen im Blick

Seit 2015 beschleunigen wir als Innovationsnetzwerk mit unserem Ökosystem Innovationen in den Bereichen Energie, Mobilität und Smart City sowie in den angrenzenden Bereichen, wie IKT, Industrie 4.0 oder Financing. Die ENERGIELOFT-Datenbank ist hier zentrales Herzstück. Sie unterstützt beim Screening des Marktes, Scouting von Anwendungen, Analyse neuer Produktkonzepte sowie Erschließung von Geschäftsfeldern auf Basis neuer Technologien und Businessmodelle.

Sorgfältig strukturiert nach einzelnen Technologiesegmenten können über sie auf relevante Informationen zugegriffen werden. Mit dem Relaunch wird von jetzt an in einem persönlich auf euch zugeschnittenen Feed relevanter Content angezeigt. Wir informieren euch in Echtzeit über aktuelle Lösungen von Startups, Request und News, die euch interessieren.

Ihr selbst könnt mit der Funktion Request Gesuche aufgeben und so passende Investoren oder Produkte und Lösungen finden. Unser neues Live Matching vereinfacht die Kontaktanbahnung. Ihr erhaltet schnellen und vereinfachten Zugriff zu passenden Kontakten. Darüber hinaus haben wir in unser digitales Innovations-Ecosystem eine Vielzahl weiterer intelligenter Unterstützungssysteme integriert.

Gemeinsam mit euch Innovationen beschleunigen

„Create Tomorrow Together“ heißt unser Slogan und mit den Neuerungen sowie erweiterten Funktionsumfang könnt ihr jetzt noch besser Kooperationen anstoßen, schneller relevante Informationen erhalten und eure Innovationsprojekte beschleunigen. Wir vereinfachen damit ebenso Prozesse und das Management der bereits über 3.000 aktiven User unserer ENERGIELOFT-Datenbank.

Interessiert? Dann geht auf Erkundungstour im neuen LOFT-System und überzeugt euch selbst von den vielen neuen Funktionen. Hier geht’s zum Login.

In nur sechs Monaten zum CarSharing-Mobilitätsanbieter


Mobilität

Stadtwerke sind seit jeher zuverlässige Versorgungsdienstleister in Sachen Strom und Gas. Doch neben Energie als ihrem wesentlichen Standbein erschließen sie sich im Zuge sich verändernder Märkte und Angebote neue Geschäftsfelder. So auch die Stadtwerke Langenfeld.

In nur sechs Monaten haben sie gemeinsam mit dem Startup Digital Mobility Solutions GmbH (MOQO) und Unterstützung durch ENERGIELOFT ein neues Mobilitätsservice-Angebot auf Langenfelds Straßen gebracht. Seit Anfang dieses Jahrs steht den Einwohnern Langenfelds ein flexibel nutzbarer Carsharing-Service LFeld.mobil zur Verfügung.

Den Zugang erhalten Kunden über die Langenfelder Mobilitätsplattform. Hier können sie sich zunächst kostenlos registrieren, ihren Führerschein bestätigen lassen und Zahlungsinformationen hinterlegen. Über das Herunterladen der App, am besten auf das Smartphone im Google Play Store (Android) oder im App Store (iPhone), erfolgt der Zugriff auf die Fahrzeuge. Zur Auswahl stehen derzeit ein Elektrofahrzeug Smart ForTwo und ein Seat Leon.

YouTube

By loading the video, you agree to YouTube’s privacy policy.
Learn more

Load video

Wird ein Fahrzeug der Langenfelder CarSharing-Flotte benötigt, kann es einfach per Smartphone freigeschaltet werden. Die Türen lassen sich nach Freischaltung auch ohne Schlüssel öffnen. Nach Beendigung der Fahrt erfolgt automatisch die Abrechnung über die hinterlegten Bankdaten.

Realisiert werden konnte das Projekt durch das Whitelabel Angebot der Digital Mobility Solutions GmbH. Sie übernehmen für Unternehmen mit Bereitstellung ihrer Mobilitätsplattform den Betrieb und das Management der Shared Mobility Services. Zudem kümmern sie sich um den schlüssellosen Zugriff auf die CarSharing-Fahrzeuge, kümmern sich um die Kundensupport und Apps.

Damit ist das CarSharing-Konzept auch auf andere Kommunen und Unternehmen übertragbar. Mit ihrem Whitelabel Ansatz und ihrem Software-as-a-Services Paket bieten sie verschiedensten Akteuren die Möglichkeit für die Einbindung an. ENERGIELOFT unterstützt beim Prozess der Geschäftsmodellentwicklung.

Video zur Geschäftsmodellentwicklung

YouTube

By loading the video, you agree to YouTube’s privacy policy.
Learn more

Load video

 

ioki ist das Startup der Woche 29: inspiring smart mobility


IT & IKT, Mobilität

Input, Output, künstliche Intelligenz – das sind die Komponenten, die den Namen unseres Startups der Woche bilden. ioki adressiert damit das Problem, dass vor allem ländliche Regionen, aber auch einzelne Bezirke von Großstädten nach wie vor schlecht an den ÖPNV angeschlossen sind. Doch wie können diese sogenannte „letze Meile“ überbrückt und bestehende Mobilitätskonzepte innoviert werden? Wir haben uns mit iokis CEO, Michael Barillère-Scholz, getroffen und uns das ganze mal genau erklären lassen.

Hallo Michael. Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast! Gibst du uns zu Beginn bitte einen kurzen Themeneinstieg?

Gerne! Unser Motto lautet: Mobilität für alle flexibel zugänglich machen – überall, jederzeit, egal ob in Metropolen oder auf dem Land und zwar ohne eigenes Auto.

Das klingt sehr spannend! Wie genau sieht denn das Konzept hinter diesem Motto aus?

ioki wurde als Teil der Digitalisierungsoffensive der Deutschen Bahn AG gegründet und ist Komplettdienstleister für digitale Mobilitätsformen auf der Straße und bietet dabei alle Services aus einer Hand: Wir stellen aufeinander abgestimmte Systembausteine, wie Plattform und App, fahrerbasierte und autonome Fahrzeugkonzepte oder Mobility Analytics bereit, die für unsere Kunden flexibel und individuell zusammengestellt werden können. So ermöglichen wir es Dritten, wie etwa Städten, Verkehrsunternehmen oder kommunalen Aufgabenträgern, neue Mobilitätsformen im öffentlichen Verkehr auch unter eigenem Namen und Design zu betreiben. Dabei geht es um zukunftsfähige Lösungen, die unsere Mobilität langfristig sichern, wirtschaftlich tragfähig und sozial ausgewogen sind und gleichzeitig die Umwelt schonen und letztlich die Lebensqualität erhöhen.

Neuartige Mobilitätskonzepte wie On-Demand-Ridesharing oder Carsharing Angebote sind bereits in einigen, hauptsächlich großen Städten etabliert. Wo siehst du denn in euren Leistungen den Vorteil, der euch von bisherigen Anbietern dieser Lösungen differenziert?

Als Bahntochter kommen wir aus dem Öffentlichen Verkehr und tragen durch Jahrzehntelange Erfahrung ÖPNV-DNA in uns. Unser Ziel ist es den ÖPNV nicht zu ersetzen, sondern sinnvoll zu ergänzen und den Verkehr durch ein integriertes, bedarfsgerechtes Mobilitätskonzept zu entlasten. Neben der On-Demand-Plattform kann unser Mobility-Analytics-Team mithilfe von Simulationen einsehen, wo, wann und wie sinnvoll es für Kunden wie Kommunen oder Verkehrsverbünde ist, Angebote in ihre Systeme zu implementieren. Es gibt nach wie vor viele ländliche Regionen, in denen die erste und letzte Meile nicht adäquat an den ÖPNV angeschlossen ist. Hier kommt ioki ins Spiel und evaluiert die Schnittstellen zum ÖPNV. Aber auch in Großstädten wie Hamburg gibt es schlecht angebundene Stadtteile, nämlich Lurup und Osdorf. Hier kann man mit dem ioki Hamburg Shuttle von der Haustür bis zur nächsten S-Bahn-Haltestelle zum HVV-Tarif befördert werden. Diese Integration in das örtliche Tarifsystem stellt ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal dar.

Du hast gerade angesprochen, dass ihr eure Leistungen in einem White Label Modell anbietet. Welche weiteren Aspekte integriert ihr in euer Geschäftsmodell und welche Services können Kunden da erwarten?

Wir verstehen uns als Mobility Tech-Enabler für ÖV-integrierte On-Demand-Mobilität. Wir helfen unseren Kunden, smarte On-Demand-Verkehre unter ihrer eigenen Marke einzurichten und zu betreiben. Das besondere ist, dass wir mit dieser Technologie Unternehmen wie Verkehrsbetreibern, Kommunen oder Städten die Möglichkeiten geben, diese neuen Mobilitätsformen selbst zu betreiben und auf die Straße zu bringen. Wir stellen dazu die notwendige Technologie bereit und helfen den Unternehmen den Sprung in digitale Mobilitätsangebote sicherzustellen, können aber auch nach Wunsch den ganzen Service bereitstellen. Unsere Unternehmenskunden können diese Dienste dann unter eigenem Namen und mit eigenem Design betreiben.
Dabei kann ioki als Vorlage und Blaupause für externe Projekte eingesetzt werden. Durch unser Reallabor und die Piloten, die wir bereits auf die Straße gebracht haben, wissen wir, wie ein Projekt konzipiert und umgesetzt werden muss – von diesen Erfahrungen können unsere Kunden profitieren. Das zählt für den nationalen Markt genauso wie für den internationalen Markt.
Sieht man sich unser Projekt ioki Hamburg an, so konnten seit der Etablierung im Juli 2018 mit einer 20 Fahrzeug starken Elektroflotte bis dato mehr als 150.000 Fahrten absolviert werden. Neben der Integration in den Tarif des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) wird mithilfe unseres intelligenten Algorithmus ein sogenanntes Ridepooling ermöglicht: Menschen mit dem gleichen Ziel werden von unterschiedlichen Startpunkten abgeholt und gemeinsam befördert. Aufgrund des bisherigen Erfolgs wird ioki Hamburg seinen Betrieb ab Herbst dieses Jahres auch im Hamburger Stadtteil Billbrook aufnehmen. Billbrook besteht zu einem Großteil aus einem Gewerbegebiet mit mehr als 1.000 ansässigen Betrieben und über 20.000 Beschäftigten. Besonders für Berufspendler können in Billbrook deshalb mit dem Angebot von ioki Hamburg die erste und letzte Meile zum bestehenden ÖPNV überbrückt und die vorhandenen Buslinien ergänzt werden.

Als Kunden hast du bis jetzt Städte und Kommunen genannt. Könntest du noch einmal genauer auf die Zielgruppen eingehen, die ioki adressiert?

Als B2B bzw. B2G Marke und Tech-Enabler sind Städte, Kommunen und Verkehrsanbieter die relevantesten Stakeholder für ioki. Der klassische ÖPNV bildet somit eine wichtige Zielgruppe, aber auch im Rahmen von Unternehmen ergeben sich vielseitige Möglichkeiten der Mobilität. Ein Beispiel hierfür stellt unser Projekt in Kooperation mit DB Regio und dem Unternehmen Roche dar, das im März 2019 seinen Testbetrieb aufnahm. Hierfür testeten wir in Form eines Werkverkehrs für Roche-Mitarbeiter ein digital vernetztes Mobilitätskonzept zwischen Mannheim und Lampertheim. In einem weiteren Projekt mit DB Regio Bus können Reisende mit dem sogenannten “PAD Shuttle” in einem 10.000 qm großen Bediengebiet von und zum Paderborn-Lippstadt Airport gebracht werden. Auch hier handelt es sich um einen On-Demand-Service, der im April 2019 seinen sechsmonatigen Testbetrieb mit 20 Kleinbussen gestartet hat. Langfristig wird auch die Etablierung der Marke auf dem europäischen Markt angestrebt. So gab es beispielsweise im November 2018 den ersten internationalen Piloten: das Postbus Shuttle in Lustenau/Vorarlberg, in Zusammenarbeit mit der ÖBB-Postbus. Der Kernmarkt soll allerdings Deutschland bleiben.

Abschließend würde es uns noch interessieren, in welcher Entwicklungsphase ioki sich aktuell befindet und welche Ziele ihr zukünftig verfolgt. Auf welche Neuigkeiten können wir uns also gefasst machen?

Im Rahmen der Pilotprojekte kooperieren wir mit starken öffentlichen Partnern sowie etablierten Verkehrsunternehmen, mit denen in enger Zusammenarbeit zukunftsweisende Mobilitätsprojekte realisiert werden. So arbeiten wir beispielsweise mit der Stadt Wittlich, DB Regio Bus, der Rhein-Mosel-Verkehrsgesellschaft sowie den örtlichen Busreise- und Taxibetrieben daran, das Mobilitätsangebot in und um die rheinland-pfälzische Stadt Wittlich zu optimieren. Im Mai 2018 haben wir hier den bundesweit ersten, digital buchbaren Rufbus in den öffentlichen Personennahverkehr gebracht. In den ersten sechs Monaten nach dem Start konnte sogar ein Zuwachs an Fahrgästen von 400% nachgewiesen werden, was den Erfolg des Projekts unterstreicht.
Auch im autonomen Bereich nehmen wir eine Vorreiterrolle ein: Bereits 25.000 Passagiere wurden in dem ersten autonomen Linienbus in Bad Birnbach seit Oktober 2017 befördert. Auch unsere Hamburger Flotte, bestehend aus 20 elektrobetriebenen, und damit umweltschonenden ioki Shuttles, befördert täglich rund 200 Personen. Davon lässt sich etwa die Hälfte der Fahrgäste zu größeren ÖPNV-Haltestellen bringen. Aufgrund dieser positiven Resonanz wurde das Projekt um zwei Jahre verlängert. In diesem Jahr soll zudem noch ein neues Gebiet in Hamburg bedient werden: Billbrook. Dieses besteht zum Großteil aus einem Gewerbegebiet mit mehr als 1.000 ansässigen Betrieben und über 20.000 Beschäftigten. Mit dem Angebot von ioki Hamburg soll besonders für Berufspendler die erste und letzte Meile zum bestehenden ÖPNV überbrückt und die vorhandene Buslinie ergänzt werden.
Das nächste Ziel, das in den kommenden fünf Jahren angestrebt wird, beinhaltet die Einführung auf dem europäischen On-Demand-Markt als Technologie-Enabler für Kommunen, Städte, Verkehrs-(ÖPNV)-Anbieter und Unternehmen. Damit soll auch das Thema des individuellen Öffentlichen Verkehrs für Kunden, die Branche und den Mutterkonzern Deutsche Bahn weiter verbreitet werden. Der Kernmarkt soll allerdings weiterhin Deutschland bleiben.

Michael, vielen Dank für dieses überaus spannende Interview! Wir wünschen euch bei der Erreichung eurer Ziele viel Erfolg und weisen an dieser Stelle noch einmal auf euer EnergieLOFT Profil hin – dort können Interessenten sich weitere Informationen einholen.

Bahnbrechende innovative Mobilitätsservice-Lösungen – 8 Beispiele aus dem LOFT-Ecosystem.


Mobilität

Mehr als 70 Prozent aller Menschen in Europa leben in urbanen Räumen und erzeugen hier rund 85 Prozent des EU-BIP. Zugleich steigt die Dichte der in Städten und Ballungsräumen lebenden Bevölkerung beständig und mit ihr der Verkehr. Das ruft nach sauberen, bedarfsabhängigen, emissionsarmen Verkehrslösungen, nicht nur für Menschen, sondern auch für Waren.

Insbesondere mit Blick auf die heute bestehenden Verkehrsprobleme wie Staus, Lärm, Luftverschmutzung, Feinstaubbelastungen, Unfallrisiken und Parkplatzmangel sind bessere umweltfreundliche, kostengünstige, sichere und intelligente Mobilitätslösungen gefragt. Diese bringen innovative Startups sowie junge Unternehmen in Form von Mobilitätsservices, wie beispielsweise Sharing-, Pooling- sowie alternative Transportangebote auf den Markt. Mit ihnen eröffnen sich nicht nur für Endnutzer, sondern ebenso für Gewerbe und Industrie neue Nutzungsoptionen für den mobilen Einsatz von Mitarbeitern, wie auch für den Waren- und Güterverkehr. Die nachfolgenden ausgewählten Beispiele verdeutlichen dies.

Vulog Nice – SaaS-Mobilitäts-Technologie für Car-Sharing und mehr

Car-Sharing Angebote gibt es inzwischen weit über den Globus verstreut in fast jeder größeren Stadt. Nur kaum einer weiß, dass die Technologielösungen, auf denen viele dieser Serviceangebote beruhen, aus Nizza stammen. Bereits seit 2006 ist das Unternehmen Vulog Nice am Markt. Es stellt Carsharing Betreibern, wie beispielsweise emov aus Spanien, Green Mobility aus Dänemark oder Evo Car aus Kanada ihre Software-as-a-Service Mobilitätslösung bereit. Mit dieser können Carsharing-Anbieter umfassend und individuell gestaltbar ihre Sharing-Mobilitätsangebote managen. Darüber hinaus entwickelt Vulog Nice auf Basis ihrer Vulogs in-car Technologie Soft- und Hardware für Free-floating Angebote, Peer-to-Peer-Carsharing, Ride Hailing, Hybriddienste oder autonome Mobilitätspiloten.

Hyper Poland – Revolutioniert Transportinfrastruktur für logistische Herausforderungen im 21. Jahrhundert

Für bahnbrechende Logistikangebote braucht es nicht den fernen Blick nach Amerika. Ein Blick nach Polen genügt, denn hier entwickelt das Startup Hyper Poland eine von der Hyperloop Technologie inspirierte Smart Logistic Plattform. Hinter dieser verbirgt sich ein vollkommen neu gedachtes Transportkonzept, mit dem Menschen und Güter in Zukunft transportiert werden sollen. Ihr Fokus liegt jedoch zunächst auf dem bedarfsgerechten Gütertransport für Strecken von 5 km Länge bei einer Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h, bei denen Güter zwischen Produktionsstätten und Distributionszentren transportiert werden sollen. Ein erstes Pilotprojekt ist in Planung.

Inno2grid GmbH – Mobilität und Energielösungen für eine ganzheitliche Energiewende

Energielösungen mit nachhaltigen Mobilitätsangeboten zu verknüpfen, hat sich die 2015 gegründete inno2grid GmbH zur Aufgabe gemacht. Ihr Anliegen ist auf Basis intelligenter IT-Systeme kostengünstige und ressourceneffiziente Energie- und Mobilitätsmanagement-Angebote zu verbinden. Dazu nutzt Inno2grid Smart Grid Technologien und verbindet diese mit Mobilitätslösungen wie Elektroautos, e-Bikes oder dem ÖPNV, um im Sharing-Modus erneuerbare Energien in das System zu integrieren. Erste Testprojekte ihrer Lösung laufen auf dem Berliner EUREF-Campus.

Floatility GmbH – Mit dem e-Scooter kurz mal zu …

Wenn es nach dem 2013 in Hamburg gegründeten Unternehmen Floatility geht, sollten kurze Strecken in Städten, wie beispielsweise öffentliche Verkehrshaltestellen und das jeweilige individuelle Ziel, mit e-Scootern bewältigt werden. Daher haben sie ihre „Free Floating“ Mobilitätsdienstleistung auf den Markt gebracht. Sie beinhaltet den e-Floater, d.h. einen elektrisch betriebenen Mikro-Scooter mit einer Geschwindigkeit von maximal 25 km/h und einer Reichweite von 15 km sowie eine dazugehörige Plattform bestehend aus dem „Front End“, einer App und dem „Back End“, dem Fahrzeugmanagement. Um Städten, Unternehmen und Eventanbietern den Einstieg zu erleichtern, übernimmt Floatility den kompletten Service inklusive Installation aller Komponenten.

Chargecloud GmbH – Reibungsloses Beladen von E-Autos von überall

Noch hemmt eine fehlende flächendeckende Ladeinfrastruktur den Ausbau der Elektromobilität. Gleichzeitig stehen auch die Betreiber von Ladeinfrastrukturen vor dem Problem wirtschaftliche Lösungen anzubieten. Hierfür will das 2016 in Köln gegründete Unternehmen chargecloud eine Lösung bereitstellen. Hervorgegangen aus dem Zusammenschluss von drei Unternehmen, MENNEKES, powercloud und RheinEnergie bündelt das Gemeinschaftsunternehmen Ressourcen und Know-how, um eine modulare, cloudbasierte Softwarelösung für den Betrieb von vernetzten Ladeinfrastrukturen auf Basis eines Internet-of-Thing (IoT)-Ansatzes anzubieten.

MOQO Digital Mobility SolutionMOQO Digital Mobility Solution – Shared Mobility Services aus einer Hand

MOQO ist ein Cloud-basierter Plattform-Anbieter für Shared Mobility Services. Über sie organisieren sie die Schnittstelle zwischen Fahrzeuganbietern und Nutzern. Mit der Plattform verknüpft sind Zahlungsdienste und weitere smart Services, wie auch ein Fuhrparkmanagement, was ihr Angebot für Unternehmen der Immobilienwirtschaft oder auch Stadtwerke interessant macht. Für hohe Qualität und Konsistenz des Angebots sorgt MOQO durch ein integriertes Serviceangebot aus einer Hand mit entsprechender User-Software, Hardware und Kundenservice. Zudem lassen sich Angebote von Drittanbietern in die Plattform integrieren. Kunden erhalten so ein attraktives ganzheitliches Komplettpaket auf Basis eines Software-as-a-Service Ansatzes. Darüber hinaus sind vielfältige Zusatzangebote möglich.

Clever Shuttle – Eine Alternative zum Taxi

Eine Lösung gegen überfüllte Straßen in Städten hat das Startup GHT Mobility GmbH unter der Marke Clever Shuttle auf den Markt gebracht. Mit seinem Ride-Pooling Serviceangebot können sich Nutzer gemeinsam Fahrten teilen. Sie sind damit deutlich kostengünstiger als normale Taxifahrten und sparen zudem eine Menge CO2 ein. Möglich macht dies die bessere Auslastung der Fahrzeuge. Ein intelligenter Algorithmus, den das Startup entwickelt hat, bündelt die Fahrten von den Nutzern. Über die CleverShuttle-App sind Buchungen zu den jeweiligen Zielen zum garantierten Festpreis möglich. Für ihre Fahrzeugflotte setzt GHT Mobility ausschließlich auf Elektro- und Wasserstofffahrzeuge, die mit Ökostrom betankt sind. Ihr Ride-Pooling Serviceangebot ist mittlerweile in verschiedenen Großstädten in Deutschland wie Berlin, Hamburg, München, Leipzig und Stuttgart verfügbar. Neben einer Vergrößerung ihrer Flotte arbeiten sie an der Einführung ihres Services in weiteren Städten.

Match Rider UG – Eine Mitfahrgelegenheit für Pendler

Die meisten Pendler fahren täglich zur selben Zeit eine festgelegte Strecke. Um Straßen vom Pendler-Verkehr zu entlasten und Pendlern eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Mitfahrgelegenheit zu bieten, hat das Startup Match Rider eine App entwickelt. Mit ihrer über iOS und Android verfügbaren MatchRiderGO-App können Pendler zu verlässlichen Zeiten und transparenten Preisen gemeinsame Fahrten zu festen Routen vornehmen. Das erspart ihnen unnötige Umwege oder lange Absprachen im Voraus. Zudem werden zu Pendler-Stoßzeiten Fahrten durch ausgewählte Fahrer im 10-Minuten-Takt angeboten. In Stuttgart und Heidelberg ist Match Rider bereits aktiv. Ihr Angebot rollen sie in weiteren Metropolregionen im In- und Ausland aus.