node.energy ist das Startup der Woche 38: Dezentrale Energiesysteme optimal planen & managen


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Die Hardware für die Energiewende ist vorhanden. Es existiert eine breite Palette an technischen Lösungen. Nur erschweren sich beständig ändernde Gesetze, Regeln und Vorschriften eine Marktdurchdringung dezentraler Energiekonzepte. Damit sich erneuerbare Energielösungen auch ohne Fördermittel rechnen, hat unser Startup der Woche Software und Services für dezentrale Energiesysteme entwickelt. Sie vereinfachen nicht nur die Planung und das Management dezentraler Energieskonzepte, sondern bieten gleichzeitig ein neues Geschäftsmodell für Energieversorger und Energiedienstleister. Wie diese dank der Software zum digitalen Komplettanbieter für dezentrale Energielösungen werden und von diesen profitieren können, erzählt uns im Interview Matthias Karger, Geschäftsführer der node.energy GmbH.

Hallo Matthias. Schön, dass du uns heute ein paar Einblicke in euer Startup node.energy gibst. Kannst du kurz in einem Satz zusammenfassen, was eure Mission ist?

Gerne. Wir haben eine Softwarelösung entwickelt, mit der Energieversorger (EVUs) die steigende Eigenerzeugung bei Gewerbekunden als eigene Geschäftschance nutzen können.

Das klingt interessant. Wie können wir uns das konkret vorstellen? Kannst du etwas mehr darüber erzählen?

Mit node.energy haben wir ein spezielles Software- und Dienstleistungsangebot entwickelt, mit dem sich EVUs schnell und kostengünstig als digitaler Full-Service Dienstleister für Ihre Gewerbekunden aufstellen können. Mit Hilfe der Software-as-a-Service Lösung opti.node können EVUs auf Basis von wenigen, meist bekannten Kundendaten Ihren Gewerbekunden in wenigen Minuten den individuell idealen Mix aus Eigenerzeugung und Netzbezug empfehlen. Durch diesen proaktiven Ansatz positioniert sich das EVU als erster Ansprechpartner für die Planung und Umsetzung der vorgeschlagenen Lösungen und Dienstleistungen. Durch das anschließende digitale Management der Energiekonzepte, sowie durch die Reststrombelieferung und Überschussvermarktung können dauerhafte und profitable Kundenbeziehungen aufgebaut werden. opti.node kann eine Vielzahl von Erzeugern und Verbrauchern, sowie Speicher und E-Mobilty Infrastruktur berücksichtigen. Dabei werden sämtliche regulatorische Wechselwirkungen, wie Umlagen und Steuern in die Optimierung der Energiekosten mit einbezogen. Damit können EVUs Ihren Kunden jeweils die günstigsten Energiekosten sicherstellen.

Verstehe. Ihr generiert für EVUs und Energiedienstleister Mehrwert, indem ihr ihnen eine Software-Lösung offeriert, die auf dezentralen Eigenstrom Konzepten basiert und die ihnen neue Umsätze verschafft. Woraus setzen sich die Umsätze zusammen?

Richtig. Mit unserer Software-as-a-Service Lösung können auch komplexe dezentrale Eigenstrom Konzepte in Minuten geplant und gemanagt werden. Somit können EVUs die wachsende Eigenversorgung ihrer Industrie und Gewerbekunden als eigene Geschäftschance nutzen. Neues Umsatzpotential entsteht durch die Planung, Bau und Implementierung von Eigenstrom Konzepten. Zusätzlich kann durch die Betriebsführung, sowie durch das automatische erfüllen von Melde- und Betreiberpflichten via opti.node eine kontinuierliche Management Fee etabliert werden. Berücksichtigt werden z.B. atypische Netznutzung, oder EEG Mengenabgrenzungen und Meldungen, sowie sämtliche E-Mobility Betreiberpflichten. Abgerundet wird das Konzept durch die Reststrombelieferung und die Überschussvermarktung durch den EVU. Durch diesen idealen Mix aus Eigenversorgung und Reststrombelieferung entsteht ein hybrides Produkt mit hoher Kundenbindung.

Somit reduziert ihr mit eurer Software und dem Service Angebot nicht nur Komplexität und Bürokratieaufwand für Kunden, sondern ihr gebt EVUs ein Erlös-Modell an die Hand, welches auf neue Marktanforderungen zugeschnitten ist. Auf welche Weise generiert ihr selbst Einnahmen?

Wir bieten unser Produkt als Software-as-a-Service Modell an für das eine jährliche Nutzungsgebühr fällig ist. Im kontinuierlichen Management wird diese nur fällig, wenn tatsächlich neue Umsätze mit Kunden generiert werden.

Und an wen ist eure Lösung adressiert?

Wir adressieren die gesamte Wertschöpfungskette der dezentralen Energieerzeugung und automatisieren diese weitestgehend.

2016 habt ihr euch gegründet und sicher einige Zeit für die Entwicklung eurer opti.node Software verwendet. Seit wann gibt es die Lösung am Markt?

Unsere Software ist seit Anfang 2019 Markt und wird ständig auf Basis von neuen Kundenforderungen weiterentwickelt. Unsere Kunden profitieren also von einem ständig wachsenden Funktionsumfang.

Matthias, vielen Dank für die spannenden Einblicke in euer Startup und ganz viel Erfolg weiterhin. Wir werden eure Entwicklungen zum Thema dezentrale Energiesysteme weiterverfolgen. Wer das auch tun und mehr über eure SaaS-Lösung erfahren möchte, kann einen Blick in euer Innoloft Profil oder eure Innoloft Requests werfen. Wer Kontakt zu euch aufnehmen möchte, findet dort ebenso eure Kontaktinfos.

Breeze Technologies ist das Startup der Woche 35: Sensoren für die Luftqualität


Energie & Umwelt, Energieeffizienz & Umwelt, IT & IKT

In den letzten Monaten haben wir gesehen, welche positiven Auswirkungen der Lockdown auf unsere Umwelt hat. Der Smog hat sich verzogen, die Luft war vielerorts wieder klar. Allerdings messen viele Städte nur punktuell ihre Luftqualität, was große Lücken in den Daten lässt. Das soll sich jetzt ändern. Wir haben mit Robert Heinecke über sein Startup Breeze Technologies zu dieser Mission gesprochen.

Hallo Robert! Danke, dass du uns heute unsere Fragen beantwortest. Lass uns direkt loslegen: Was macht ihr bei Breeze Technologies?

Breeze Technologies liefert flächendeckende Luftqualitäts- und Klimadaten, generiert daraus Handlungsempfehlungen und hilft damit Städten und Unternehmen eine lebenswertere Umwelt zu schaffen.

Das klingt sehr spannend! Könntest du uns erläutern, wie das genau funktioniert?

Gerne! Wir entwickeln kleine und kostengünstige Luftqualitätssensoren, die alle gängigen Luftschadstoffe in Echtzeit erfassen, und sammeln die so gewonnenen Daten in einer zentralen Cloud. Daneben integrieren wir aber auch andere Datenquellen, zum Beispiel Satellitendaten, um ein möglichst genaues Abbild der Luftqualität in unseren Städten zu erzielen. Eine von uns entwickelte künstliche Intelligenz wertet diese Daten in Echtzeit aus und liefert optimale Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der lokalen Luftqualität. Diese speisen sich aus einem Katalog von über 3.500 Einzelmaßnahmen und reichen von photokatalytischem Asphalt im Straßenbau bis zur Verkehrssteuerung auf der Basis von Luftqualitätsdaten, wie sie zum Beispiel in der Stadt Köln als Pförtnerampeln erprobt wird.

Dadurch, dass ihr auch künstliche Intelligenz einsetzt, gibt euer System je nach Situation neue Empfehlungen, richtig?

Genau. Die Wirkung der implementierten Maßnahmen misst unser System wiederum ebenfalls und kann hierdurch in der Zukunft noch bessere Empfehlungen abgeben. Eine ähnliche Dienstleistung erbringen wir auch für Gebäudemanager, denen wir bei der Messung und Optimierung der Luftqualität in Büroumgebungen helfen. Unser System kann also sowohl drinnen als auch draußen eingesetzt werden.

Wie habt ihr euer Geschäftsmodell aufgebaut?

Wir vermieten unsere Sensoren an Unternehmen und Städte und nehmen hierfür eine jährlich anfallende Miet- und Wartungsgebühr. Zu den von uns empfohlenen Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität werden Dienstleister und Hersteller als Partner gewonnen, die ein Vermittlungsgebühr für über uns erzielte Umsätze zahlen.

Haltet ihr eure Zielgruppe da recht allgemein?

Ja. Wir adressieren vor allem HSE- und Facility-Manager in größeren Unternehmen und die kommunale Verwaltung. Die Branche, in der sich das Unternehmen befindet spielt vorerst keine Rolle.

Vor zwei Jahren habt ihr den Hamburger Gründerpreis gewonnen und auch sonst habt ihr schon spannende Projekte gestartet. Kannst du uns da einen kleinen Einblick geben?

Na klar. Mit renommierten Pilotkunden wie der Deutschen Telekom und Smart City-Projekten in Hamburg und Berlin konnten wir bereits viele Erfolge für uns verbuchen. Über eine Bürgerplattform stellen wir einen Teil der gesammelten Daten auch der Öffentlichkeit zur Verfügung. Unser Unternehmen wurde außerdem in zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben als eines der vielversprechendsten europäischen Startups ausgezeichnet. Hierzu gehören zum Beispiel der Hamburger Gründerpreis, den du ja gerade schon genannt hast, die EU Top 50, eine Auszeichnung durch den Bundespräsidenten und die Aufnahme in die Forbes 30 Under 30-Liste für Sozialunternehmer.

Robert, vielen Dank für dieses spannende Interview! Wir wünschen euch weiterhin ganz viel Erfolg.
Wer mehr über Breeze Technologies erfahren möchte, kann sich auf ihrem Innoloft Profil über ihre Produkte und Gesuche informieren.

 

Hybrid Lidar Systems ist das Startup der Woche 34: Sensoring and Automotive


IT & IKT, Mobilität, Smart City & Buildings

Der Mobilitätssektor steht vor dem Umbruch, denn Mobilität wird gerade im Hinblick auf Sicherheit und Nachhaltigkeit neu definiert. Eine spannende Zeit, in der sich neue Lösungen entwickeln, die mit der neuesten Technik ausgestattet sind. Heute sprechen wir mit Ingo Diettele, CEO von Hybrid Lidar Systems. Das Startup der Woche hat spannende Lösungen entwickelt, um dem modernen Verkehrssystem gerecht zu werden.

Hallo Ingo! Schön, dass du heute da bist. Kannst du uns einen Einblick in das deutsche Verkehrssystem und die aktuellen Entwicklungen geben? Welche Rolle spielt ihr darin?

Die Bundesrepublik hat eines der weltweit dichtesten Straßen- und Eisenbahnnetze. Dabei sind (fahr-) sicherheitsrelevante Anforderungen jeglicher Mobilität wesentliche Betrachtungsfelder der tangierenden Branchen. Unter anderem nimmt die autonome Mobilität eine wichtige Rolle in aktuellen Diskussionen ein.

Mobilität und Sicherheit sind somit eine untrennbare Symbiose eingegangen. Sensoren, die Funktionen des menschlichen Auges und unseres Erfahrungswissens übernehmen sind unerlässlich, um autonomes Fahren grundlegend zu ermöglichen. Die Forschung konzentriert sich dabei zunehmend auf LiDAR (Light Detection and Ranging) Sensoren. Diese stehen noch vor dem Eintritt in den Massenmarkt, stellen jedoch aufgrund ihrer Eigenschaften eine potenzielle Lösung für das flächendeckende, Sicherheitsstandards entsprechende, vollautomatisierte Fahren dar.

Unser Projekt fokussiert die Forschung und (Weiter-) Entwicklung von LiDAR Sensoren sowie deren Applikationen und konzentriert sich dabei auf einen völlig neuen Ansatz. Ausschlaggebend war die Erfindung eines innovativen Messverfahrens. Damit wird die Datenerfassung mittels neuartiger digitaler Signalverarbeitungsalgorithmen mit einem sehr niedrigen Rechenaufwand umgesetzt.

Ein optimal für den Verkehr ausgerüstetes Fahrzeug hat unterschiedliche Anforderungen der Industrie zu erfüllen. Die derzeit verfügbare Spitzentechnologie bietet z. T. präzise und teure Lösungen. Wir stellen mit unserem Produkt LiSSA (LiDAR for Smart Sensing and Automotive) einen einzigartigen Ansatz vor, welcher die Anforderungen erfüllt und sogar übertrifft. Durch den geringen Rechenaufwand kann die Innovation zuverlässig kosteneffizient angeboten werden. Mit unserem Hybridverfahren sind neben einer hohen Auflösung (doppelte VGA) ein hohes Maß an Genauigkeit (<1 cm), eine garantierte Lasersicherheitsklasse 1 (augensicher), sowie eine Reichweite von mehr als 200 Metern möglich.

Durch die Kombination mehrerer neuartiger Ansätze wird eine bessere Objektklassifizierung ermöglicht, was für die Bewegung autonomer Fahrzeuge in einem dynamischen Umfeld einen entscheidenden Sicherheitsfaktor darstellt.

Wie funktionieren eure Sensoren genau?

Mit unserem LiSSA Automotive ist es möglich, ein hochauflösendes LiDAR-Bild zu erzeugen, um Objekte zu erkennen. Die verwendeten Softwarealgorithmen erlauben es, Parameter zu ändern die vorher fest im Chip verankert waren. Durch die Nutzung unseres Multiplexansatzes gelingt es, die nutzbare Chipfläche drastisch zu steigern und somit ein hochauflösendes Bild zu erzeugen. Zusätzlich arbeiten und wir derzeit an weiteren neuartigen Komponenten und können so zukünftig die Auflösung optimieren. Ziel ist es, jedes sich bewegende Objekt im Straßenverkehr mit unserer LiDAR Sensorik auszustatten, sodass wir den Verkehr auf eine neue Sicherheitsstufe heben können!

Die hochauflösenden Daten, die wir mithilfe unseres Sensors bereitstellen, stehen fahrzeugintern und -extern für eine Weiterverarbeitung zur Verfügung. Dabei sind LiDAR Sensoren für eine weitere Vernetzung des Fahrzeugs unabdingbar. Zudem ist eine Vielzahl von weiteren Anwendungsfeldern umsetzbar. Unter anderem in den Bereichen Logistik, consumer electronics (Smartphones/Tablets), augmented reality oder auch Windkraft und Drohnen: Überall dort wo eine Maschine „sehen“ können muss oder sollte, wird ein LiDAR Sensor benötigt.

Du hast schon viele Mehrwerte der LiDAR Sensorik dargestellt, kannst du auf den wichtigsten Mehrwert von eurer Lösung genauer eingehen?

Wir bieten mit unserem Produkt, wie bereits erwähnt, eine deutlich höhere Auflösung: Dies wird mithilfe unsers Signalverarbeitungsalgorithmus ermöglicht, welcher gleichzeitig die nutzbare Chipfläche drastisch erhöht. Darüber hinaus ist ein innovativer multispektraler Ansatz Teil des Projektes – so können mehrere Areale der Umgebung gleichzeitig abgedeckt werden, was in einer schnelleren und hochauflösenden Umgebungserfassung resultiert.

Ist eure Innovation schon nutzbar?

Noch nicht. Aktuell befindet sich die Hybrid Lidar Systems vorrangig im Forschungs- und Entwicklungsprozess. Wir fertigen in unserem Labor die ersten LiDAR Sensoren in Handarbeit mit Prototypen-Komponenten. Wir sind im Bereich der Optoelektronik, sowie der Hard- und Softwareprogrammierung tätig und fungieren als Designcenter.

In den nächsten zwei Jahren haben wir uns zum Ziel gesetzt, die autonome Mobilität mittels LiDAR Sensoren zu revolutionieren. Langfristiges, übergeordnetes Ziel ist es, mit unserem Sensor die Basis für eine sichere sowie kosteneffiziente Mobilität für den Massenmarkt zu ermöglichen.

Verstehe. In welchen Branchen ist euer Produkt zuhause? Nur in der Automobilindustrie?

Nicht ganz. Hauptzielgruppe ist schon die internationale Automobilindustrie. Allerdings haben wir auch zahlreiche Kontakte zu anderen Branchen geknüpft, welche die Vorteile von LiDAR Sensoren benötigen. Das „Sehen“ ist eine elementare Eigenschaft, die in vielen Branchen (Logistik, Industrie, Windenergie, HealthCare & Sport, Verkehr & Mobilität) benötigt wird, um Produkte auf ein neues (Sicherheits-) Level zu heben.

Du hast vorhin schon erwähnt, dass ihr noch in der Forschungsphase seid. Was ist der nächste große Meilenstein für euch?

Wir verfolgen unsere Ziele seit Ende 2018, die Gründung des Unternehmens. Ende Q4 dieses Jahres, Q1/2021 planen wir unser erstes Automotive Projekt zu buchen. Unser Industrieprodukt LiSSA Industrie ist bereits bestellbar und wird Ende des Jahres an den ersten Kunden im Bereich der Logistik ausgeliefert.

Ingo, damit sind wir leider schon am Ende des Interviews angelangt. Vielen Dank für die spannenden Einblicke in die Automotive Welt und eure innovative Lösung. Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg!

Wer mehr über Hybrid Lidar Systems erfahren möchte, kann sich auf dem Innoloft Profil umschauen.

Olmatic ist das Startup der Woche 32: Effiziente Energiemanagement Lösungen


Energieeffizienz & Umwelt, Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT

Obwohl der Zusatz „smart“ schon länger die Diskussion über Energiemanagement prägt, sind konkrete Umsetzungsansätze nur selten zu finden. Das findet auch unser Startup der Woche, denn herkömmliche Systeme sind meist unflexibel und plattformgebunden. Einer der Mitgründer von Olmatic, Christian Olma, stellt uns daher im Interview die Lösung des Startups vor: Das Olmatic Power Tracking.

Hallo Christian! Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Wir freuen uns schon sehr, Olmatic näher kennenzulernen. Würdest du uns deswegen direkt einen kleinen Pitch geben?

Klar, gerne! Wir entwickeln, fertigen und vermarkten Geräte und Systeme für das Energiemanagement 4.0 und die drahtlose Vernetzung durch zentrale Steuereinheiten im Industrie 4.0 und IoT Bereich. Unser hochinnovatives Olmatic Power Tracking ermöglicht dabei eine maximale Autarkie im Energiebereich.

Was hat es denn genau mit dem Olmatic Power Tracking auf sich?

Das sogenannte Olmatic Power Tracking (OPT) ist eine intelligente Kombination aus Hardware und Software, vereint in einem Produkt, was sich mit der völlig autarken Versorgung elektrischer Verbraucher über regenerative Energiequellen ohne die Notwendigkeit des konventionellen Versorgungsnetzes befasst. Um die durch erneuerbare Energiequellen (Solarzellen, Windturbinen, Wasserkraftwerke, usw.) verfügbare Leistung auf effektivste Weise zu verwenden, ohne überschüssige Energie in Form von Verlustleistung oder ähnlichem zu verlieren, bietet das OPT entsprechende Technologien und Systematiken, um eine dynamische Leistungsverteilung und Priorisierung der Energie- und Verbraucherquellen zu realisieren. Das bedeutet, dass bei optimaler Auslegung die Möglichkeit besteht, nahezu komplett auf das öffentliche Versorgungsnetz zu verzichten und den Energiebedarf über das konventionelle Versorgungsnetz auf < 1% zu reduzieren. Selbst beim Einsatz des Systems ohne regenerative Energiequellen, d.h. direkt über das konventionelle Versorgungsnetz, können hiermit bereits >30% an Energieeinsparung im Vergleich zu herkömmlichen Energiemanagementsystemen realisiert werden.

Das Hauptaugenmerk unseres Energiemanagementsystems liegt auf der spezifischen Behandlung jeder Eingangsquelle und jedes Verbraucheroutputs unabhängig voneinander. Dies gibt uns die Möglichkeit einer Energieverteilung an alle Verbraucher eines Systems mit höchster Effizienz. In Kombination mit einer direkten Integration in die Versorgungsleitung und offenen Schnittstellen in der Kommunikationsleitung können unsere Energiemanagementsysteme einfach an bestehende Systeme angepasst oder in diese integriert werden. Somit ist eine Energieverteilung über die Grenzen einer bestimmten Plattform oder Systems hinweg möglich.

Wie schlägt sich euer Produkt denn verglichen mit aktuell bereits etablierten Energie-Management-Systemen?

Im Gegensatz zu herkömmlichen Energie-Management-Systemen zeichnet es sich vor allem durch die zusätzliche Vernetzung des Smart Grid auf Versorgungsebene aus, welche eine stufenlose Leistungsregulierung (0-100%) und Leistungsverteilung ermöglicht. Durch die spezifische Betrachtung aller Energieverbraucher und der Plattformunabhängigkeit der Systeme, kann ein hocheffizientes Energy-Sharing zwischen verschiedenen Energiesystemen mit maximalem Wirkungsgrad betrieben werden. Herkömmliche Systeme sind plattformgebunden und können lediglich über die Kommunikationsschnittstellen kommunizieren und leiden durch das statische Ein- und Abschalten auf Basis von vorkonfigurierter Leistungshysterese unter höheren Verlusten und fehlender Dynamik. Insbesondere in sicherheitsrelevanten Systemen kann die simple Abschaltung zu enormen Sicherheitslücken oder Chaosszenarien führen, welche das OPT-Verfahren über intelligente und dynamische Leistungsregulierung und Verteilung auf Basis von Priorisierungen vermeidet. Durch kundenspezifische, individuell anpassbare Ausführungen der Module, kann eine maximale Energieeinsparung zu geringen Investitionskosten für den Hersteller/Entwickler erreicht werden, welche geringe Amortisationszeiten versprechen. Das OPT-Verfahren wird hierfür mit bereits bestehenden und am Markt etablierten Energie-Management-Modulen und zentralen Steuereinheiten des Olmatic Produktsortiments verknüpft und realisiert dadurch die zwei folgenden Kernprodukte, welche jeweils in Kombination oder autark voneinander in allen AC und DC strombasierten Energiesystemen, konventioneller und regenerativer Erzeugungsart, verwendet werden können.

Verstehe. Du hast gerade davon gesprochen, dass ihr eure Produkte kundenspezifisch und individuell anpasst. Das Pricing gestaltet sich dann sicherlich genauso, oder?

Unter Anderem. Wir verfolgen die Umsetzung von zwei unterschiedlichen Geschäftsmodellen. Einerseits verkaufen wir über den Direktvertrieb im B2B Bereich durch entsprechender Akquise unseres Vertriebsteams und im Zuge von Networking-Maßnahmen und andererseits haben wir einen großen Kooperationspartner namens Endrich Bauelemente Vertriebs GmbH, welcher für uns als Zwischenhändler fungiert und international aktiv unsere Produktreihe verkauft. Da wir stets kundenspezifische Produkte anbieten, ist das Pricing-Modell variabel und je nach Komplexität und Aufwand kalkuliert. Als zusätzliche Leistung bieten wir im Bereich des Energie Management 4.0 die komplette Energieberatung als zusätzliche Dienstleistung mit an.

Was sagst du denn zu dem Markt, den ihr aktuell adressiert? Inwieweit siehst du dort Wachstumspotenziale, Chancen und auch Risiken?

Ein Produkt wie das Olmatic Power Tracking zum richtigen Zeitpunkt in einem Markt zu platzieren, welcher momentan mehr denn je im aktuellen Fokus steht, bringt zweifelsohne eine riesige Chance mit sich, das Unternehmen als Vorreiter in einem zukünftig stetig steigenden Markt zu etablieren. Da der Markt der elektrischen Verbraucher in den kommenden Jahren eher steigen wird, die konventionellen Energieressourcen dagegen eher sinken werden, ist damit zu rechnen, dass der Markt im Segment der regenerativen Energieversorgung für die kommenden Jahrzehnte ein gesichertes Wachstum mit sich bringt. Der rechtzeitige Markteintritt, sowie der Schutz des Produkts gegenüber Mitbewerbern stellen für uns also eine riesige Chance dar, uns schon jetzt nachhaltig für die kommenden Jahrzehnte gesund aufzustellen. Nichtsdestotrotz ist der Markt hart umkämpft und bereits durch eine große Anzahl an „Big Playern“ besiedelt, welche den Konkurrenzkampf gerne und direkt annehmen werden und bereits entsprechenden finanziellen Background besitzen, um hier kurzfristig aktiv zu werden. Die große Chance ist somit also gleichzeitig ein großes Risiko, den Konkurrenzkampf und somit die Marktanteile bereits zu Beginn zu verlieren, sofern die Strategie und die Ziele nicht mit vollster Präzision verfolgt werden. Wir verfolgen die internationale Zielgruppe.

Ihr habt euch 2016 gegründet, seitdem ist bestimmt viel passiert. Einige Ergebnisse hast du uns ja im Interview schon erläutert. Wie sehen die nächsten Schritte für die Entwicklung von Olmatic aus?

Im letzten Jahr haben wir die bereits vorhandenen Prototypen zur Marktreife überführt. Ziel war es, diese schnellstmöglich am Markt platzieren zu können. Im Zuge der Prototypenphase wurde ein neues Energiemanagementmodul entwickelt, welches das OPT-Verfahren beinhaltet. Es sind drei neue Produkte entstanden, welche direkt an bereits vorhandene Kundennetzwerke und Vertriebswege vermittelt werden. Das Energieversorgungsmodul ist das erste Produkt der neuen Universal 4.0 Reihe und dient in der aktuellen Ausführung als Energieversorgungsmodul für die intelligente Versorgung und das Energiemanagement gemäß OPT für Verbraucher im Niederspannungsbereich. Die um die Software-Funktionalität des OPT erweiterte wiu kann direkt als Nachfolgemodell der bereits vorhandenen plus der zusätzlichen Funktion des OPT vermarktet werden und dient zukünftig als zentrales Gateway und Steuereinheit zur digitalen Vernetzung des Systems.

Christian, vielen Dank für dieses spannende und ausführliche Interview. Wir wünschen euch für die weitere Entwicklung von Olmatic viel Erfolg. Wer mehr erfahren möchte, kann gerne einen Blick auf euer Innoloft Profil werfen.

Solarworx ist das Startup der Woche 31: Solar power for rural electrification


Energie & Umwelt, Energieversorgung

Führt man in Deutschland einen politischen Diskurs über die Stromversorgung, fallen häufig Buzzwords wie „erneuerbare Energien“, „smart grid“ oder „Speichersysteme“. Diese Begriffe sind von technologischem Fortschritt geprägt, denn ist bereits ein Stromnetz aufgebaut und etabliert, folgen Weiterentwicklungen und Optimierungsmaßnahmen. Was dabei jedoch oft nicht berücksichtigt wird: 1,2 Milliarden Menschen auf der Erde leben noch gänzlich ohne Stromzugang. Stattdessen werden fossile Brennstoffe, wie bspw. Diesel oder Kerosin eingesetzt – selbstredend mit erheblichen Auswirkungen auf Natur und Gesellschaft. Unser Startup der Woche, Solarworx, hat daher die Initiative ergriffen und reagiert auf diese Problemstellungen. Wie? Das erläutert uns CEO Felix Boldt im Interview.

Hallo Felix, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast! Wir freuen uns, heute mehr über Solarworx zu erfahren. Deswegen starte ich auch direkt mit der ersten Frage: Wie würdest du euch in einem Satz vorstellen?

Wir bieten innovative Solarstromlösungen für 1.2 Milliarden Menschen ohne Stromzugang.

Ein sehr sozialer Ansatz. Könntest du da ein bisschen weiter ins Detail gehen? Wie ist eure Lösung bspw. technisch aufgebaut?

Unsere Solarstromlösungen richten sich an Menschen in Sub-Sahara Afrika, die fernab des öffentlichen Stromnetzes leben. Unsere Systeme lassen sich modular erweitern und sprechen mit unseren Kunden in lokalen Sprachen wie Suaheli und Wolof. Einzelne Anlagen können untereinander zu einem DC-Microgrid verbunden werden, wodurch Nachbarn Strom teilen und größere Verbraucher problemlos betrieben werden können. Unsere Produkte sind IoT integriert und lassen sich bequem über das Handyguthaben der Kunden in Raten bezahlen (PayGo). Wir nutzen sauberen Solarstrom, verwenden Kunststoffe auf Holzbasis für unsere Produktgehäuse und innovative Batterietechnologien ohne Verwendung seltener Erden.

Du hast gerade schon einige Aspekte aufgezählt, die eure Technologie und eure Mission auszeichnen. Schafft ihr darüber hinaus weitere Mehrwerte?

Wir haben unsere langjährige Erfahrung als Gründer im off-grid Solarsektor genutzt, um eine einzigartige, auf unsere Zielmärkte zugeschnittene Lösung zu entwickeln. Die Systeme können zum Betrieb von Haushaltsgeräten (Lampen, Fernseher, Kühlschrank) genutzt werden aber auch lokale Kleinbetriebe ohne Stromnetzzugang unterstützen. Im Vergleich zu Dieselgeneratoren und dem Anschluss an ein Stomnetz bieten wir eine kostengünstigere und ökologisch nachhaltige Alternative.

Der durch eure Anlagen produzierte Strom ist ja für den Endverbraucher gedacht. Ist euer Geschäftsmodell dementsprechend aufgebaut?

Nein, wir verfolgen da ein anderes Konzept. Aus unserer Erfahrung hat sich gezeigt, dass vertikal integrierte B2C Konzepte mit regionalem Fokus riskant sind und eine schnelle Skalierung verhindern. Wir vertreiben unsere Produkte daher auf B2B Basis an lokale, in den Zielmärkten (zurzeit West-Afrika) erfahrene Distributoren. Abgesehen davon bieten wir Beratungsleistungen für Distributoren, NGOs und weitere internationale Akteure an.

Verstehe. Zu Anfang hast du von 1,2 Milliarden Menschen gesprochen, die derzeit ohne Stromzugang leben. Welche Auswirkungen hat eine solche Lebensweise?

Genau, mehr als 1 Milliarde der ärmsten Menschen der Welt haben keinen Zugang zu Strom. 600 Millionen allein in Sub-Sahara Afrika. Die meisten von Ihnen nutzen fossile Brennstoffe, wie Kerosin für Licht und Diesel für Generatoren. Der fehlende Zugang zu einer sauberen und kostengünstigen Stromversorgung schränkt die Bildungschancen von Kindern ein, schädigt die Gesundheit von Familien und bietet nur sehr begrenzt Möglichkeiten Einkommen zu generieren. Diese Auswirkungen können dann natürlich gesellschaftlich und politisch weitergesponnen werden.

Solarworx wurde 2018 gegründet und ihr habt seitdem schon einige Meilensteine bestritten. kannst du uns darüber etwas mehr erzählen?

Seit Ende 2018 haben wir unsere Solarstromsysteme in zwei Pilotprojekten mit insgesamt 250 Anlagen in Senegal und Kamerun getestet. Die erste kommerzielle Produktion ist letztes Jahr gestartet. Parallel haben wir ein Microgrid-Modul entwickelt. Wir konnten uns ein Seed-Investment von InnoEnergy und diverse andere Zuschüsse sichern. Für unsere Solar Home Systeme wurden wir u.a. mit dem „Digital Solar & Storage“ Award ausgezeichnet und haben uns für die globale Finalrunde von „Empower a billion lives“ von IEEE qualifiziert. Ende letzten Jahres haben wir den zweiten Platz beim MakeItBetter Award belegt.

Vielen Dank für das spannende Interview, Felix. Wir finden euer Projekt klasse und wünschen euch auch weiterhin viel Erfolg! 

Um die Serienproduktion ihrer  modularen Lösung anzugehen, sucht Solarworx noch Investoren. Mehr dazu findet ihr auf ihrem Innoloft Profil.

Nuventura ist das Startup der Woche 30: Innovative gasisolierte Schaltanlagen


Energie & Umwelt, Energieeffizienz & Umwelt

Bei Diskussionen und Berichterstattungen um Treibhausgase ist der Begriff CO2 wohl am präsentesten. Weniger häufig fallen Verbindungen wie Methan oder Lachgas. Aber nur, wer sich intensiver mit dem Thema beschäftigt, ist schonmal auf die Familie der fluorierten Treibhausgase gestoßen. Anders als die klassischen Treibhausgase, werden die sogenannten F-Gase nämlich nicht als unerwünschte Nebenprodukte (bspw. bei der Verbrennung fossiler Rohstoffe) freigesetzt, sondern gezielt produziert, zum Beispiel für gasisolierte Schaltanlagen. Dabei ist ihr Effekt auf die Ozonschicht laut Umwelt Bundesamt je nach Substanz 100- bis 24.000-mal höher als bei Kohlendioxid. Unser Startup der Woche, nuventura, sieht dort zurecht Handlungsbedarf und entwickelt daher eine Technologie, die ohne SF6 auskommt. CEO Fabian Lemke erklärt uns im Interview, was dahinter steckt.

Hallo Fabian! Vielen Dank, dass du dir die Zeit für uns nimmst! Würdest du uns zum Einstieg einen kurzen Pitch geben?

Nuventura ermöglicht ein sichereres und effizienteres Energienetz ohne SF6 – dem stärksten Treibhausgas, dass es gibt.

Ein Energienetz beinhaltet eine Vielzahl von Komponenten. Wo setzt eure Lösung da konkret an?

Nuventura hat eine neue revolutionäre Schaltanlage erfunden – ein wesentlicher Bestandteil jedes Stromnetzes –, die frei von Treibhausgasen ist und den bestehenden Industriestandard übertrifft. Bestehende gasisolierte Schaltanlagen (GIS) basieren auf SF6 – dem stärksten Treibhausgas, das die Menschheit kennt. Es ist 23.500 mal schlechter als CO2 in Bezug auf seine globale Erwärmungswirkung. Es handelt sich um ein synthetisches Gas, für das weder eine natürliche Senke noch eine wirksame Entsorgungsmethode zur Verfügung steht, so dass seine Anhäufung in der Atmosphäre nahezu irreversibel ist. Darüber hinaus ist das Gas extrem langlebig: Die atmosphärische Lebensdauer von SF6 beträgt 3.200 Jahre, was weit über die Lebensdauer von CO2 von 100-200 Jahren hinausgeht.

Die vorliegenden Daten zeigen, dass jedes Jahr ca. 8000t SF6 in die Atmosphäre abgegeben werden (entspricht 188.000.000.000t CO2). 80% des produzierten SF6 werden in gasisolierten Schaltanlagen eingesetzt. nuventura hat ein GIS entwickelt, das anstelle von SF6 einfach die Luft nutzt, die wir alle atmen, so dass die Verwendung dieses hochwirksamen Treibhausgases entfällt.

Das klingt sehr vielversprechend. Gibt es neben der Reduktion von Treibhausgasen weitere Vorteile, die mit eurer Schaltanlage einhergehen?

Die Technologie hat nicht nur das Potenzial, eine Treibhausgasemissionsminderung in Höhe von 100 Millionen Autos auszulösen, sondern verbessert auch die Leistung der Schaltanlagen erheblich. Es ermöglicht erstmals ein integriertes, typgeprüftes Sensorsystem. Die Technologie ebnet den Weg für Anwendungen in der Industrie 4.0, wie z.B. Zustandsüberwachung, vorausschauende Wartung oder dynamische Anpassung von maximal zulässigen Lasten. Sein innovatives Design reduziert die Gesamtbetriebskosten aufgrund der aktivierten Vorteile und der verlängerten Lebensdauer. Darüber hinaus ermöglicht es eine wettbewerbsfähige Produktion und einen wettbewerbsfähigen Betrieb, indem es den Herstellungsprozess vereinfacht und die Notwendigkeit einer Gasbehandlung und teurer Herstellungsverfahren, wie sie bei SF6-basierten Designs üblich sind, überflüssig macht.

Wie gestaltet sich denn der Vertrieb eurer Entwicklung?

Wir lizenzieren unsere Anlagen an Hersteller, die in diesem Kontext zudem als Research & Developement Center agieren. Wir arbeiten außerdem mit Endverbrauchern (DSOs und Industrie) zusammen, um sicherzustellen, dass unsere Technolgie auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Du bist gerade schon am Rande auf den Industriebereich als potenziellen Markt eingegangen. Wie groß ist denn der gesamte Markt, auf dem ihr euch bewegt?

Genau, unsere Zielkunden sind die globale Gemeinschaft der Schaltanlagenhersteller und unser Produkt ist für den globalen Einsatz geeignet. Insgesamt adressiert unsere Technologie einen Markt von 11,1 Mrd. €, der bis 2024 mit einer 10 %igen CAGR zu einem 23,1 Mrd. € Markt weiter wachsen wird.

Da ist natürlich ein großes Potenzial. Welche Unternehmungen habt ihr denn bereits angestellt, um diesen Markt zu erschließen?

Wir haben im letzten Jahr unsere Seed-Investment-Runde mit E.ON, dem von der IBB Beteiligungsgesellschaft mbH verwalteten VC Fonds Technologie Berlin, Apex Energy Teterow und bestehenden Investoren abgeschlossen. Nach der Investition, mehreren Zuschüssen, Darlehen und nationalen und internationalen Innovationspreisen verfügt nuventura nun über einen beachtlichen 7-stelligen EUR-Betrag, um die anstehenden Ziele und Meilensteine zu realisieren. Unser Fokus liegt nun darauf, unsere nachhaltige, patentierte Technologie für gasisolierte Schaltanlagen für den gewerblichen Einsatz im Mittelspannungsbereich weiter zu zertifizieren und als Technologielizenzunternehmen in den Markt für Schaltanlagentechnologien einzusteigen.

Fabian, vielen Dank für dieses spannende Interview! Wir hoffen, auch in Zukunft noch viel von euch zu hören und wünschen euch weiterhin viel Erfolg!

Ihr möchtet mehr über nuventura erfahren? Nuventuras Innoloft Profil gibt euch mehr Informationen über mögliche Kooperationschancen.

ChemiTek ist das Startup der Woche 29: Fortgeschrittene Chemie für eine fortgeschrittene Zukunft


Energie & Umwelt

Die meisten Reinigungsprodukte sind eigentlich voller Chemikalien, die einen negativen Einfluss auf unsere Umwelt haben. Dies gilt nicht nur für die in unseren eigenen Schränken, sondern auch für die Produkte, die von der Industrie verwendet werden. Startup der Woche ChemiTek entwickelt Reinigungs- und Pflegeprodukte für die Industrie, die biologisch abbaubar sind. CEO César Martins erzählte uns im Interview mehr über ihre Mission und ihr Produkt Solar Wash Protect.

Hallo César! Schön, dass du heute hier bist! Lass uns direkt mit der ersten Frage starten: Wie würdest du ChemiTek pitchen?

Wir von ChemiTek sind ein portugiesisches Unternehmen, das sich der Entwicklung, Produktion und Kommerzialisierung von maßgeschneiderten und innovativen Lösungen für die industrielle Instandhaltung widmet, um spezifische Reinigungs- und Wartungsanforderungen zu erfüllen. Wir bieten eine Reihe verschiedener Produkte an, von denen eines in der Photovoltaikbranche eingesetzt wird. Dabei achten wir darauf, dass unsere Produkte biologisch abbaubar sind.

Lass uns über euer Produkt Solar Wash Protect sprechen. Was genau ist das? Und warum habt ihr es entwickelt? 

Das Potenzial von Photovoltaikmodulen als Quelle erneuerbarer Energie ist bekannt und unbestreitbar. Die Leistung von Sonnenkollektoren wird jedoch von vielen Faktoren beeinflusst, einschließlich der Ansammlung von Schmutz, Staub, Moos und anderen Partikeln. Tatsächlich kann die Produktion von photovoltaischen Solaranlagen, die nicht ordnungsgemäß gereinigt werden, um 50% bis 86% zurückgehen. 

Unsere Lösung dafür heißt Solar Wash Protect. Sobald du das Produkt aufbringst, wird dein Panel über längere Zeiträume mehr Energie produzieren. Warum funktioniert das? Weil mit sauberen Solarpaneelen auch die Zeit zwischen den Wartungsarbeiten zunimmt, wodurch Arbeitskraft und Wasser gespart werden. Solar Wash Protect ist biologisch abbaubar, und Schmutz bleibt nicht an dem Panel haften. 

Warum sticht Solar Wash Protect heraus? Was ist euer USP?

Solar Wash und Solar Wash Protect (SWP) stehen bei einigen Produkten in direkter Konkurrenz, wenn es um ihre Wascheigenschaften geht. Andere Produkte sind nur ein Produkt, das man waschen kann, ohne die Paneele zu schützen. Der Preis ist ebenfalls recht hoch. Unser Produkt schützt neben der Reinigung auch vor Schmutz. Dadurch wird die Energieproduktion erhöht und gleichzeitig werden die Reinigungs- und Wasserkosten gesenkt.

Was ist euer Geschäftsmodell?

Wir verkaufen unsere Produkte an Solarparks, O&M-Teams und Panelhersteller. Normalerweise ist dieser Verkauf ein B2B-Prozess, aber in einigen Fällen und Märkten werden wir auch über Reseller verkaufen können.

Bei deinen vorherigen Antworten hast du eure Kunden kurz angesprochen: Solarparks und den Industriesektor. Grenzt ihr diese Zielgruppe noch weiter ein?

Nein, nicht wirklich. Wie ich bereits erwähnt habe, richten wir uns hauptsächlich an Solarparks, Panelhersteller und O&M-Teams. Unsere Kunden haben ihren Sitz nicht nur in Portugal, sondern auf der ganzen Welt. Mit unserer starken globalen Expansion und einer internationalen Kultur, wollen wir gute und nachhaltige Beziehungen zu lokalen Geschäftspartnern auf fünf Kontinenten aufbauen.

ChemiTek wurde 2018 gegründet und hat seitdem die Entwicklung seiner Produkte sicherlich stetig vorangetrieben. In punkto Agilität: Hat sich Ihre strategische Ausrichtung seither geändert oder verfolgen Sie noch immer Ihre Kernvision?

Ja, wir verkaufen nach wie vor unseren Solar Wash Protect und führen mit unseren anderen Produkten Kundentests durch. Die Daten aller Produkte konnten wir bereits mit einem Preis, den wir von INL.int gewonnen haben, validieren. Während der Pandemie erhalten wir für die gesteigerte die Produktion unseres SANI PROTECT, eines Desinfektions- und Hygieneprodukts, finanzielle Unterstützung. Auf diese Weise sind wir sehr engagiert im Kampf gegen COVID-19.

Leider war dies unsere letzte Frage. Vielen Dank für diese faszinierenden Einblicke, César! Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg. Wenn jemand mehr über ChemiTek wissen möchte, sollte sich das entsprechende Innoloft Profil anschauen!

Conclurer ist das Startup der Woche 28: Smarter Service für die Industrie 4.0


Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT

Die digitale Transformation ermöglicht neue Geschäftsmodelle und effiziente Prozesse – in jeder Branche. Das Startup der Woche Conclurer hat sich auf die Digitalisierung in den Maschinen- und Anlagenbau bzw. Industrie 4.0 spezialisiert. Somit gehören Chaos in der Serviceabteilung, unzufriedene Kunden und Druck vom Markt der Vergangenheit an. Was Conclurer stattdessen ermöglicht und was sie von anderen Startups unterscheidet, dass hat uns Janick Oswald, Innovation Delivery Manager, erzählt.

Hallo Janick! Danke, dass du heute hier bist! Wie würdest du Conclurer in einem Satz beschreiben?

Conclurer bringt den digitalen Service 4.0 in den Maschinen- und Anlagenbau und sichert so den langfristigen Erfolg, mit intelligenter Software, die Service einfach macht und mehr Umsatz ermöglicht.

Diese Lösungen vertreibt ihr aktuell unter dem Produktnamen CUSE. Könntest du uns etwas mehr darüber erzählen?

Gerne! Mit CUSE als cloudbasierte Softwarelösung, bieten wir dem Maschinen- und Anlagenbau eine Plattform für alle Anwendungsfälle im After-Sales. Dabei kombiniert CUSE verschiedenen Tools und Funktionalität in nur einer Lösung mit einer spielerisch leichten Benutzeroberfläche. Unser Ziel ist es, alle Tätigkeiten und Aufgaben die im Service anfallen einfach und kollaborativ abzubilden und schnellstmöglich zu lösen. Dabei sammeln wir zeitgleich relevante Daten für Analysen und machen die Arbeit im Service dank intelligenten Assistenten Tag für Tag einfacher und effizienter. Als Basis dafür dient eine automatisiert Workflowengine, ein skalierbare Maschinendatenbank inkl. Servicelogbuch sowie verschiedenste Assistentssysteme. Dank einer modernsten Dockerarchitektur und standardisierten APIs skaliert unser System mit Ihrem Anwendungsfall und integriert sich optimal in Ihre Systemlandschaft.

Verstehe. Wie sehen denn konkrete Mehrwerte aus, die mit der Nutzung eurer Services einhergehen?

Wir haben unsere ganze Erfahrungen und Wissen der letzten Jahre und unzähliger Projekt im After-Sales in eine Software gepackt. Rausgekommen ist CUSE – die leichtest zu bedienende Software für den After-Sales welche ab Tag 1 Mehrwert liefert. Egal wo man ansätzt, CUSE schafft Transparenz und Effizienz um langfristig mehr Umsatz zu generieren. Ob beim kleinen Mittelständer, der mit noch mit Telefon und Haftnotizen kämpft oder beim großen Innovatior, bei dem bereits die Sensorik in den Maschinen integriert ist. Cuse bildet die installierte Basis transparent ab, zeigt ungenutztes Potential im Service auf und sammelt wertvolle Daten für die nächste Stufe der präventiven Instandhaltung. Dabei zählt unsere Usability zum Erfolgsfaktor, denn das beste System nützt nichts, wenn es keiner nutzt.

Conclurer Digitalisierung 4.0
Das Conclurer Team

In eurem Innoloft Profil habt ihr unter Anderem das Businessmodel „License“ angegeben. Wie gestaltet sich das im Detail?

Wir sprechen nicht nur über den Service-Trend, sondern setzen diesen auch selber um.  Als Software-as-a-Service liefern wir CUSE browserbasiert über die Cloud aus. Sofort einsatzbereit, unabhängig von Zeit und Ort. Aber wir liefern nicht nur Software. Als Experten in der Servicedigitalisierung begleiten wir unsere Kunden von der Ist-Aufnahme über die Potentialanalyse und die Ideenfindung bis hin zur umgesetzten Servicelösung und der erfolgreichen Einführung des Systems im Unternehmen. Wir sind im gesamten Projekt mit dabei und stellen den Mehrwert unserer Lösungen sicher.

Wen wollt ihr mit CUSE erreichen?

Unsere Lösungen bietet Allen Mehrwert, die wartungs- und servicebedürftige Assets vertreiben, welche über den gesamten Lebenszyklus wertvolles Potential bieten. Zur unserer Hauptzielgruppe zählt der Anlagen- und Maschinenbau, ganz egal ob es sich um bewegliche oder stationäre Assets handelt. Dabei konzentrieren wir uns aktuell auf die DACH Region. In Deutschland ist der Maschinenbau mit mehr als 1 Millionen Beschäftigten der größte Arbeitgeber.

So wie das klingt, seid nicht mehr ganz neu im Business und könnt eure Produkte bereits gut vertreiben. Wer zählt denn zu euren Kunden? Wie sehen eure nächsten Schritte zum weiteren Wachstum aus?

Unserer Softwarelösungen sind seit mehreren Jahren bei Kunden wie Voith, Azo, Christian Maier und Diefenbacher im Einsatz. Mit Cuse bieten wir seit einem Jahr die wichtigsten Funktionalitäten für den After-Sales in einer Standardsoftware und haben diese bereits vielfach unter Beweis gestellt. Dabei entwickeln wir CUSE ständig weiter und ergänzen relevante Funktionalitäten um täglich noch mehr Mehrwert zu bieten.

Janick, vielen Dank für die spannenden Einblicke in eure Idee und Technologie. Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg! Wer mehr über Conclurer erfahren möchte, kann sich ihr Innoloft Profil anschauen und mit ihnen Kontakt aufnehmen.

Synertics ist das Startup der Woche 27: Datengetriebene Mobilitätslösungen


IT & IKT, Mobilität

Mobilität ist eines der großen Buzzwords der letzten Jahre. Wir brauchen neue Mobilitätskonzepte, wenn wir eine nachhaltige und trotzdem effiziente Zukunft aufbauen wollen. Datenauswertung und Datennutzung kann uns dabei helfen, Prozesse zu optimieren. Wer kümmert sich um solche Lösungen? Zum Beispiel das Startup der Woche Synertics. CEO Manuel Pessanha stand uns im heutigen Interview Rede und Antwort.

Hallo Manuel! Schön, dass du heute Zeit für uns hast. Lass uns direkt mit der ersten Frage starten: Was macht ihr bei Synertics?

Bei Synertics entwickeln wir für Investoren, Betreiber und Gemeinden in der Mobilitätsindustrie digitale und datengetriebene Lösungen, um die Standortplanung und den Flotteneinsatz produktiver und wirtschaftlich effizienter zu gestalten.

Ein spannendes Thema. Wie setzt ihr das um?

Wir bieten Plattformlösungen an, um die Produktivität und die Wirtschaftlichkeit von Dienstleistungen und Produkten in der Mobilitätsindustrie zu steigern. Dazu werden Daten aus verschiedenen Quellen aktiv gesammelt, bereinigt und ausgewertet. Die Resultate sind anschließend auf den von uns entwickelten Plattformlösungen abgebildet, um den Nutzern Einblicke zu geben, die ihnen erlauben, ihre Prozesse effizienter zu strukturieren. So sollen Standorte systematischer ausgewertet, Flotten zielgerichteter eingesetzt und Logistik-Teams sinnvoller engagiert werden.

Effizienzsteigerung in der Mobilität ist nicht unbedingt ein neues Thema. Wie geht ihr das im Hinblick auf die Ideen von anderen Startups an?

Im Vergleich zu anderen Lösungen, die oft nur deskriptiv Daten darstellen (z.B. Batteriestände, Buchungsdaten), bieten wir Lösungen an, die gezielt Daten auswerten, mit externen Datenbanken verschmelzen und so durch die Erstellung von Algorithmen und die Anwendung von KI Methoden für die Nutzer signifikante Mehrwerte generieren. Wir bieten also ein analytisches Tool an, das durch Auswertung von Daten wertvolle Einblicke gewährt.

Wie sieht euer Geschäftsmodell dazu aus?

Unsere Plattformlösungen sind aufeinander aufbauend und modular strukturiert. Die Preise sind daher nach Funktionalität gestaffelt. Das Pricing-Modell ist Subscription basiert.

Du hast vorhin erwähnt, dass ihr Investoren, Betreiber und Gemeinden in der Mobilitätsindustrie ansprecht. Die Mobilitätsindustrie umfasst viele einzelne Teilbereiche. Sind eure Lösungen für alle Bereiche der Mobilität ausgerichtet?

Der Markt für die Synertics Plattformlösungen unterteilt sich in die folgenden Bereiche:
1. Ladeinfrastruktur (Betreiber, Investoren und Gemeinden)
2. Mikromobilität (Betreiber und Investoren)
3. Car Sharing (Betreiber und Investoren)
Wir sind zur Zeit vor allem in Deutschland unterwegs und planen in der Zukunft europaweit präsent zu sein.

Wie weit seid ihr mit euren Lösungen schon vorangeschritten? Was sind eure Pläne für die zweite Jahreshälfte?

In 2019 haben wir unsere Beta Version Lösung entwickelt und durch Pilotprojekte am Markt getestet. Zusätzlich, um unsere Lösungsansätze zu testen, haben wir an unserem ersten Mobility Hackathon teilgenommen, in dem wir zweiter wurden. Aufgrund des positiven Feedbacks am Markt haben wir Anfang 2020 offiziell die Startup gegründet. Um unsere Technologie weiter ausreifen zu können, suchen wir stets nach Partnern, die daran interessiert sind, ihre Produktivität durch datengetriebene Ansätze zu steigern.

Manuel, vielen Dank für das spannende Interview! Wir wünschen euch für eure weitere Unternehmensentwicklung viel Erfolg und hoffen, noch viel von euch zu hören. Wer Synertics unterstützen will, kann gerne einen näheren Blick auf euer Innoloft Profil werfen oder euch über unseren Messenger kontaktieren.

Vimbee ist das Startup der Woche 26: Die Plattform für Kunden und Unternehmen


IT & IKT

Wo sammelt man das Kundenfeedback, was ein Unternehmen zu seinen Leistungen erhält? Wie zieht man den größten Nutzen aus den Meinungen und Anregungen? Klar ist, man braucht dafür eine Schnittstelle, die es ermöglicht, Verbraucherresonanzen auszuwerten und konkrete Maßnahmen auszuführen. Das Startup der Woche Vimbee hat dazu eine Plattform entwickelt, die diese Schnittstelle bieten soll. Wir sprechen heute mit CEO Ehsan Shirangi über die Mission und Fähigkeiten von Vimbee.

Hallo Ehsan! Vielen Dank, dass du dir heute Zeit für uns nimmst. Lass uns direkt mit der ersten Frage beginnen: Was ist Vimbee?

Vimbee ist ein globales Netzwerk mit dessen Unterstützung Unternehmen in Echtzeit und konsumbezogene Informationen nutzen können. Außerdem können sie ebenfalls Konsumentenmeinungen und –wünsche zur Trends- und Marktforschung und zum automatisch generierten Empfehlungsmarketing erhalten. Vimbee kann somit zum weltweit ersten und einzigen Prosumer Netzwerk werden, das Konsumenten für Unternehmen zu wertvollen Prosumern werden lässt.

Ein sehr spannendes Thema! Wie genau gestaltet sich eure Mission im Hinblick auf die eingesetzte Technologie?

Auf Basis unserer mehrdimensionalen strukturierten Daten- und Softwarearchitektur schaffen wir ein selbstständig wachsendes System, womit wir wirtschaftlich relevante Informationen synergetisch verknüpfen und in Relation zueinander setzen. Das globale Wirtschaftssystem wird in digitaler Form abgebildet wodurch echte Data Mining Innovation, Wachstum und Wissen auf globalem Level gefördert wird. Mit Hilfe unserer eigenständigen Multi-Sided Plattform können diese Daten genutzt werden, um Produkte auf Basis von realen Kundenbedürfnissen effizient zu entwickeln und zu vermarkten.

Unternehmen haben die Möglichkeit, ihre Unternehmens- und Produktstruktur darzustellen, Teil des Netzwerkes zu werden, Auswertungen und Statistiken zu konsumbezogenen Daten zu erhalten und am automatisch generierten Empfehlungsmarketing teilzunehmen. Unternehmen aller Größenordnungen wird durch Vimbee die Möglichkeit geboten, auf effiziente Weise anhand jeder einzelnen Konsumenteninteraktion Vertrauen und eine maximale Reichweite zur Neukundengewinnung zu erlangen.

Konsumenten können auf einfache Weise gewünschte Produkt- und Dienstleistungsinformationen in Bezug auf Lage, Preis, Verfügbarkeit und Qualität auffinden und anhand der Meinungen Anderer in Sekundenschnelle vergleichen. Zudem wird ermöglicht, nachhaltig durch die eigene Meinungsäußerung hohen Einfluss auf Unternehmen zu nehmen.

Was macht ihr anders, als Tools, die zum Beispiel auch Feedback sammeln?

Wir bieten unseren Nutzern 5 große Vorteile. Erstens ermöglichen wir es, Informationen gezielt zu kommunizieren und strukturiert zu erfassen. In dem Zuge können Unternehmen den User Generated Content kommerziell und transparent nutzen.
Zweitens stehen alle Informationen in Echtzeit und sprachunabhängig zur Verfügung. Das ist ein großer Vorteil. So kann jedes Unternehmen und auch jeder Konsument Vimbee nutzen.
Darüber hinaus sind wir sehr stolz auf unsere eigene Cloud-Struktur. Die reduziert die Datenmenge auf ein Minimum, indem Informationen über Produkte und Unternehmen nur einmal im System hinterlegt, aber beliebig oft verknüpft werden können. Unternehmen können auf unserer Plattform ihre real existierenden Beziehungen digital und skalierbar darstellen.
Der vierte Vorteil ist die Kommunikation zwischen Konsument und Unternehmen. Die erhalten nämlich die Möglichkeit, auf Basis von einzelnen Produkten oder Dienstleistungen zu kommunizieren. Kundenmeinungen und -verhalten kann jetzt einfach und schnell erfasst werden. Das sind wertvolle Informationen für die Vertriebsförderung und zur kundenorientierten Anpassung des Produktportfolios.
Der letzte Vorteil, den ich heute erwähnen möchte, ist die Reichweitenerhöhung der Unternehmen. Das funktioniert auf Basis der Konsumenteninteraktion. Innerhalb der Plattform werden Produktplatzierungen durch den Earned Content gesetzt. Da die Kommunikation anhand von einzelnen Produkten stattfinden kann, ist eine Abwertung eines gesamten Unternehmens wegen Mängeln in einem Produkt nicht möglich.
Im Vergleich zu allen amerikanischen oder chinesischen Unternehmen schaffen wir eine transparente und für alle zugängliche Open-Economy-Daten für eine erfolgreiche Kreislaufwirtschaft des globalen Wirtschaftssystems. Mit unserer Datenarchitektur erstellen wir Big-Smart-Data, die direkt Verbrauchern und Unternehmen gehören und dem Wohl der Allgemeinheit dienen.

Ihr bietet keine bezahlte Werbung innerhalb der Plattform an. Welches Preismodell nutzt ihr für Vimbee?

Einnahmen werden hauptsächlich durch die angemeldeten Unternehmen generiert, die ihre Unternehmens- und Produktstruktur einstellen und administrieren können und dadurch Zugang zu den Kunden-Informationen erhalten. Wir haben da verschiedene Pakete.

Als Einstiegsmöglichkeit wird Unternehmen durch ein Freemium-Paket die kostenfreie Administration von maximal 10 Produktprofilen ermöglicht. Der Funktionsumfang kann nur durch den Wechsel in eines der sechs kostenpflichtigen Pakete erweitert werden, deren Hauptunterschied im Wesentlichen in der Anzahl der Produkt- oder Dienstleistungsprofile besteht, die administriert werden können. Dabei reicht das Angebot von 10 bis max. 1.000 Profile und ist so für Unternehmen aller Größenordnungen zugänglich.

Optional sind die Pakete mit zusätzlichen Profilen erweiterbar. Das Basispaket wird 19,99 € monatlich kosten. Der geplante Preis für das umfangreichste Paket beträgt 799 € im Monat. Die optionale Reichweitensteigerung durch Produktplatzierungen und Deals wird im Stil von gängigen Affiliate-Systemen abgerechnet. Dabei besteht für Unternehmen die Möglichkeit, die Kosten durch festgelegte Budgets von vornherein einzugrenzen.

Für Konsumenten wird die Nutzung der Plattform und der dazugehörigen App kostenlos sein.

Du hast bereits erwähnt, dass Vimbee für Unternehmen jeder Größe geeignet ist. Welche Marktsegmente adressiert ihr genau?

Unser Geschäftsfeld kann basierend auf den angebotenen Produkten den folgenden Untersegmenten zugeordnet werden: Online-Informationsbeschaffung, Reputationsplattformen, Unternehmenskommunikation (CRM), Affiliate-Marketing, Markt- und Medienforschung. Es kann weltweit von jedem Unternehmen verwendet werden. Vimbee benötigt als Plattform keine kritische Masse und kann direkt mit dem ersten Kunden bzw. Konsumenten gestartet werden. Aufgrund der Eigenschaften, die ich vorhin erwähnte, existiert ein extrem großes Marktvolumen.

Für Business-to-Business bieten wir eine plattformübergreifende und produktbasierte Architektur, die einen zentralen Überblick über alle Daten gibt, die in einzelnen Produkten und im Handel zu finden sind.

Gleichzeitig ermöglichen wir dem Business-to-Consumer Bereich eine direkten produktbezogenen Kommunikationskanal zwischen Konsumenten und Herstellern und bieten eine einzigartige, mehrsprachige Datenarchitektur, mit der alle relevanten Informationen über den Verbraucher, seine Meinung und sein Verbraucherverhalten in Echtzeit strukturiert und analysiert werden können. Dies ist einzigartig und gleichzeitig ohne Verletzung der Datenschutzbestimmungen.

Ist Vimbee schon nutzbar?

In den vergangenen 4 Jahren wurde die Software so weit entwickelt, dass wir kurz vor dem Release stehen. Eine Beta-Version kann bereits demonstriert werden. Das Node-System (Software Architektur und Datenbank) mit allen Funktionen für Back- und Front-End ist bis zu 80% fertig.

Des Weiteren haben wir die Demo-App Kunden und potenziellen Kunden gezeigt und ihr Feedback ist sehr positiv ausgefallen. Nachdem sie die zentralisierte und klare Struktur erkannt hatten, waren sie sehr interessiert und fragten nach Updates für die Einführung. Wir arbeiten außerdem an neuen Features, wie Shops, Deals, Chatfunktionen, Statistiken und Auswertungen.

Esahn, vielen Dank für dieses spannende Interview! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg für den Launch von Vimbee und hoffen, noch viel von euch zu hören!

Wer euch unterstützen will, kann gerne einen näheren Blick auf euer Innoloft Profil werfen oder euch über unseren Messenger kontaktieren.