Wie Startups digitale Lösungen nutzen, um Brücken zwischen der Energie- und Wohnungswirtschaft zu bauen.


Smart City & Buildings

40 Prozent unseres Gesamtenergieverbrauchs veranschlagen Wohn- und Gewerbegebäude. Doch bis zum Jahr 2050 gilt es die neue EU-Richtlinie zur Energieeffizienz von Gebäuden umzusetzen. Dann sollen alle Gebäude europaweit Niedrigstenergiehäuser sein. Bis dahin ist noch einiges zu leisten. Denn um das zu erreichen, braucht es nicht nur Dämmung und mehr Energieeffizienz in Gebäuden. Benötigt wird ebenso der Einsatz von erneuerbarer Energie zur Energieversorgung, die Einrichtung von Ladepunkten für Elektroautos sowie die Nutzung von digitalen Gebäude- und Energiemanagementlösungen für den kombinierten Einsatz.

All das kann in sich vereint ein „Smart Building“ bieten. Durch smarte Gebäudelösungen wachsen jedoch auch die Energiewirtschaft und Wohnungswirtschaft immer weiter zusammen. So können in vernetzten Gebäuden mithilfe verbauter Sensorik Daten generiert, analysiert und ausgewertet werden. Durch die Daten lassen sich Informationen schneller gewinnen und verarbeiten. Sie bilden Energieverbräuche, Nutzungsverhalten von Bewohnern und Betriebszustände von technischen Geräten und Anlagen in Gebäuden ab. Unter Einbindung zusätzlicher Daten sind Analysen und Prognosen möglich, die helfen Gebäude instand zu halten. Daraus ergeben sich neben Energieservices, ebenso neue Geschäfts- und Serviceoptionen für die Immobilien- und Wohnungswirtschaft.

8 smarte Lösungen für Smart Buildings aus dem LOFT-Ecosystem

Smarte vernetzte Lösungen für Smart Buildings adressieren gleichermaßen Energie- und Wohnungswirtschaft. Sie bilden den Ausgangspunkt für neue digitalisierte Geschäftsmodelle. Mit solchen innovativen Energie-, Daten- und Gebäudemanagement-Lösungen beschäftigen sich Startups. Sie entwickeln auf Grundlage von Big Data, Künstlicher Intelligenz (KI), Internet of Things (IoT), Digitalen Zwillingen und anderen technischen Lösungen die Infrastruktur für smarte Gebäude. Mit welchen Lösungen Startups Scharniere für die Energie- und Wohnungswirtschaft bauen, zeigen Euch die nachfolgenden acht ausgewählten Fallbeispiele.

KUGU Home GmbH – Business-Opener für neue Geschäftsfelder in der Wohnungswirtschaft 

Das Berliner Startup KUGU entwickelt einen digitalen Werkzeugkasten für Immobilien. Mit ihren Lösungen lassen sich Gebäudetechnik und Services digitalisieren. Für die Wohnungswirtschaft eröffnet KUGU damit neue Geschäftsfelder und gibt die Möglichkeit an die Hand, eigenständige Services, wie beispielsweise Heiz- und Wasserkostenabrechnungen, anzubieten. Bewohner erhalten auf dem Weg transparente Einblicke in ihre Energieverbräuche und werden zum Energiesparen angehalten.

Lemonbeat GmbH – Plattform-Generalist für IoT-Anwendungen

Das Dortmunder Startup Lemonbeat schafft eine Kommunikationsinfrastruktur für IoT-Anwendungen, die sich sowohl für Industrie als auch für die Energie- und Immobilienwirtschaft nutzen lässt. Ihr IoT Communication Backbone ist das Rückgrat für verschiedene IoT-Kommunikationslösungen. Lemonbeat stellt mit dem IoT-Betriebssystem Lemonbeat OS™ alle Softwarebausteine (Services) zur Verfügung, die für den gewünschten Anwendungsfall benötigt werden. Dadurch ermöglicht Lemonbeat eine schlanke Gebäudeautomation im Bereich Smart Building, ebenso wie Energieeffizienz, Sicherheit und Komfort, die sich auch für den Einsatz in Bestandsimmobilien lohnt. Als Technologieanbieter sind sie darauf bedacht, Entwicklungskosten von Systemen durch Standardisierung zu reduzieren.

Rockethome GmbH – Anbieter einer digitalen Service Plattform für vernetztes Wohnen

„Alles aus einer Hand und auf einer Service-Plattform!“ ist das Versprechen des Kölner Startups Rockethome. Mit ihrer IoT-Plattform schaffen sie Anwendungsfälle in den verschiedensten Bereichen. Rockethome spezialisiert sich auf ganzheitliche IoT-Lösungen für Gerätesteuerung und -automation, aber auch für Monitoring und Optimierung von Energieflüssen in Gebäuden durch dezentrales Energiemanagement, Echtzeit-Monitoring für Sicherheitssysteme, Mieterportale, Mieterstrom oder intelligentes Lademanagement für E-Fahrzeuge.

Rysta GmbH – Schützt Bausubstanz und schafft gutes Wohnklima

Sensorik kombiniert mit intelligenten Algorithmen unter Einbindung von Nutzern, mit dieser Hard-und Softwarelösung unterstützt das Berliner Startup Rysta die Wohnungswirtschaft. Mit der Rysta Schimmel Guard Lösung hat Rysta ein Tool entwickelt, welches Raumluft analysiert, Daten aufbereitet und über ein Portal zur Verfügung stellt. Dieses gibt Hilfestellung, um Wohnklima zu verbessern sowie Schimmelbildung sowohl in Neubauten als auch in Bestandsimmobilien zu vermeiden. Damit schützen sie die Gesundheit der Bewohner ebenso wie die Bausubstanz von Gebäuden.

ESENTA GmbH – Digitalisierter Schlüssel für Gebäudezugänge

Das aus dem Baden-Württembergischen Kappelrodeck stammende Startup Esenta verschafft Besuchern über ihre digitale Lösung Zutritt zu Gebäuden per Smartphone. So können über ein Authentifizierungsverfahren Besucher ein Gebäude für einen bestimmten Zeitraum betreten. Die Kontrolle ist über die Ferne möglich. Esentas Zutritts- und Kommunikationslösung ist eine Smart-Home Anwendung, die sich für verschiedene Anwendungsfälle nutzen lässt.

METR GmbH – IoT Infrastruktur zur Bewirtschaftung von Wohnimmobilien

Mit seinem multifunktionalen Gateway stellt das Berliner Startup METR die Basis für eine herstellerübergreifende, sichere und universell einsetzbare IoT-Infrastruktur in vernetzten Gebäuden bereit. Dabei fokussiert sich METR auf die Wohnungswirtschaft und bereitet Anwendungen für Wohnungsgesellschaften und Verwalter basierend auf digitalen Lösungen vor. Zu diesen zählen beispielsweise vernetzte Rauchmelder, Submetering, intelligente Heizungssteuerung und andere Services. Mit ihrer Hardware-Plattform schafft METR die Voraussetzung für Interkonnektivität und die Bündelung der unterschiedlichen digitalen Produkte und Services.

vilisto – Selbstlernede Heizkörperthermostate für smarte Nicht-Wohngebäude

Für eine bedarfsgerechte und effiziente Wärmeversorgung in Büro- und Gewerbegebäuden sorgt das auf KI-basierende, selbstlernende und vollautomatische Heizkörperthermostat des Hamburger Startups vilisto. Es nutzt Raum- und Präsenzsensorik, bindet Wetterdaten ein und entschlüsselt das Nutzungsverhalten sowie verschiedene Gebäudeparameter raumindividuell. Dadurch lässt sich nachweislich bis zu 32 Prozent Energieeinsparung erzielen. Vilistos selbstlernendes System besteht aus dem Heizkörperthermostaten ovis und einem intelligenten Gateway shepherd.

Solarimo GmbH – Mieterstrom aus Solaranlagen für Mietimmobilien

Als Full-Service-Anbieter plant und realisiert das Berliner Startup Solarimo Mieterstromprojekte auf Dächern von Mietimmobilien. Doch das Startup betätigt sich nicht nur als Planer und Projektierer der PV-Anlagen. Vielmehr kümmert sich Solarimo ganzheitlich um Betrieb, Wartung und Service. Den generierten Strom verkaufen sie an die Mieter von Wohngebäuden, die ihren Strom direkt vom Dach des Wohnhauses beziehen. Investoren und Immobilienbesitzer profitieren ebenfalls durch gesteigerte Attraktivität der Gebäude sowie Beteiligungsoptionen. Damit bringt Solarimo die Energiewende in Städte, indem sie das Potenzial von Dachflächen für die solare Stromerzeugung nutzen.

Bahnbrechende innovative Mobilitätsservice-Lösungen – 8 Beispiele aus dem LOFT-Ecosystem.


Mobilität

Mehr als 70 Prozent aller Menschen in Europa leben in urbanen Räumen und erzeugen hier rund 85 Prozent des EU-BIP. Zugleich steigt die Dichte der in Städten und Ballungsräumen lebenden Bevölkerung beständig und mit ihr der Verkehr. Das ruft nach sauberen, bedarfsabhängigen, emissionsarmen Verkehrslösungen, nicht nur für Menschen, sondern auch für Waren.

Insbesondere mit Blick auf die heute bestehenden Verkehrsprobleme wie Staus, Lärm, Luftverschmutzung, Feinstaubbelastungen, Unfallrisiken und Parkplatzmangel sind bessere umweltfreundliche, kostengünstige, sichere und intelligente Mobilitätslösungen gefragt. Diese bringen innovative Startups sowie junge Unternehmen in Form von Mobilitätsservices, wie beispielsweise Sharing-, Pooling- sowie alternative Transportangebote auf den Markt. Mit ihnen eröffnen sich nicht nur für Endnutzer, sondern ebenso für Gewerbe und Industrie neue Nutzungsoptionen für den mobilen Einsatz von Mitarbeitern, wie auch für den Waren- und Güterverkehr. Die nachfolgenden ausgewählten Beispiele verdeutlichen dies.

Vulog Nice – SaaS-Mobilitäts-Technologie für Car-Sharing und mehr

Car-Sharing Angebote gibt es inzwischen weit über den Globus verstreut in fast jeder größeren Stadt. Nur kaum einer weiß, dass die Technologielösungen, auf denen viele dieser Serviceangebote beruhen, aus Nizza stammen. Bereits seit 2006 ist das Unternehmen Vulog Nice am Markt. Es stellt Carsharing Betreibern, wie beispielsweise emov aus Spanien, Green Mobility aus Dänemark oder Evo Car aus Kanada ihre Software-as-a-Service Mobilitätslösung bereit. Mit dieser können Carsharing-Anbieter umfassend und individuell gestaltbar ihre Sharing-Mobilitätsangebote managen. Darüber hinaus entwickelt Vulog Nice auf Basis ihrer Vulogs in-car Technologie Soft- und Hardware für Free-floating Angebote, Peer-to-Peer-Carsharing, Ride Hailing, Hybriddienste oder autonome Mobilitätspiloten.

Hyper Poland – Revolutioniert Transportinfrastruktur für logistische Herausforderungen im 21. Jahrhundert

Für bahnbrechende Logistikangebote braucht es nicht den fernen Blick nach Amerika. Ein Blick nach Polen genügt, denn hier entwickelt das Startup Hyper Poland eine von der Hyperloop Technologie inspirierte Smart Logistic Plattform. Hinter dieser verbirgt sich ein vollkommen neu gedachtes Transportkonzept, mit dem Menschen und Güter in Zukunft transportiert werden sollen. Ihr Fokus liegt jedoch zunächst auf dem bedarfsgerechten Gütertransport für Strecken von 5 km Länge bei einer Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h, bei denen Güter zwischen Produktionsstätten und Distributionszentren transportiert werden sollen. Ein erstes Pilotprojekt ist in Planung.

Inno2grid GmbH – Mobilität und Energielösungen für eine ganzheitliche Energiewende

Energielösungen mit nachhaltigen Mobilitätsangeboten zu verknüpfen, hat sich die 2015 gegründete inno2grid GmbH zur Aufgabe gemacht. Ihr Anliegen ist auf Basis intelligenter IT-Systeme kostengünstige und ressourceneffiziente Energie- und Mobilitätsmanagement-Angebote zu verbinden. Dazu nutzt Inno2grid Smart Grid Technologien und verbindet diese mit Mobilitätslösungen wie Elektroautos, e-Bikes oder dem ÖPNV, um im Sharing-Modus erneuerbare Energien in das System zu integrieren. Erste Testprojekte ihrer Lösung laufen auf dem Berliner EUREF-Campus.

Floatility GmbH – Mit dem e-Scooter kurz mal zu …

Wenn es nach dem 2013 in Hamburg gegründeten Unternehmen Floatility geht, sollten kurze Strecken in Städten, wie beispielsweise öffentliche Verkehrshaltestellen und das jeweilige individuelle Ziel, mit e-Scootern bewältigt werden. Daher haben sie ihre „Free Floating“ Mobilitätsdienstleistung auf den Markt gebracht. Sie beinhaltet den e-Floater, d.h. einen elektrisch betriebenen Mikro-Scooter mit einer Geschwindigkeit von maximal 25 km/h und einer Reichweite von 15 km sowie eine dazugehörige Plattform bestehend aus dem „Front End“, einer App und dem „Back End“, dem Fahrzeugmanagement. Um Städten, Unternehmen und Eventanbietern den Einstieg zu erleichtern, übernimmt Floatility den kompletten Service inklusive Installation aller Komponenten.

Chargecloud GmbH – Reibungsloses Beladen von E-Autos von überall

Noch hemmt eine fehlende flächendeckende Ladeinfrastruktur den Ausbau der Elektromobilität. Gleichzeitig stehen auch die Betreiber von Ladeinfrastrukturen vor dem Problem wirtschaftliche Lösungen anzubieten. Hierfür will das 2016 in Köln gegründete Unternehmen chargecloud eine Lösung bereitstellen. Hervorgegangen aus dem Zusammenschluss von drei Unternehmen, MENNEKES, powercloud und RheinEnergie bündelt das Gemeinschaftsunternehmen Ressourcen und Know-how, um eine modulare, cloudbasierte Softwarelösung für den Betrieb von vernetzten Ladeinfrastrukturen auf Basis eines Internet-of-Thing (IoT)-Ansatzes anzubieten.

MOQO Digital Mobility SolutionMOQO Digital Mobility Solution – Shared Mobility Services aus einer Hand

MOQO ist ein Cloud-basierter Plattform-Anbieter für Shared Mobility Services. Über sie organisieren sie die Schnittstelle zwischen Fahrzeuganbietern und Nutzern. Mit der Plattform verknüpft sind Zahlungsdienste und weitere smart Services, wie auch ein Fuhrparkmanagement, was ihr Angebot für Unternehmen der Immobilienwirtschaft oder auch Stadtwerke interessant macht. Für hohe Qualität und Konsistenz des Angebots sorgt MOQO durch ein integriertes Serviceangebot aus einer Hand mit entsprechender User-Software, Hardware und Kundenservice. Zudem lassen sich Angebote von Drittanbietern in die Plattform integrieren. Kunden erhalten so ein attraktives ganzheitliches Komplettpaket auf Basis eines Software-as-a-Service Ansatzes. Darüber hinaus sind vielfältige Zusatzangebote möglich.

Clever Shuttle – Eine Alternative zum Taxi

Eine Lösung gegen überfüllte Straßen in Städten hat das Startup GHT Mobility GmbH unter der Marke Clever Shuttle auf den Markt gebracht. Mit seinem Ride-Pooling Serviceangebot können sich Nutzer gemeinsam Fahrten teilen. Sie sind damit deutlich kostengünstiger als normale Taxifahrten und sparen zudem eine Menge CO2 ein. Möglich macht dies die bessere Auslastung der Fahrzeuge. Ein intelligenter Algorithmus, den das Startup entwickelt hat, bündelt die Fahrten von den Nutzern. Über die CleverShuttle-App sind Buchungen zu den jeweiligen Zielen zum garantierten Festpreis möglich. Für ihre Fahrzeugflotte setzt GHT Mobility ausschließlich auf Elektro- und Wasserstofffahrzeuge, die mit Ökostrom betankt sind. Ihr Ride-Pooling Serviceangebot ist mittlerweile in verschiedenen Großstädten in Deutschland wie Berlin, Hamburg, München, Leipzig und Stuttgart verfügbar. Neben einer Vergrößerung ihrer Flotte arbeiten sie an der Einführung ihres Services in weiteren Städten.

Match Rider UG – Eine Mitfahrgelegenheit für Pendler

Die meisten Pendler fahren täglich zur selben Zeit eine festgelegte Strecke. Um Straßen vom Pendler-Verkehr zu entlasten und Pendlern eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Mitfahrgelegenheit zu bieten, hat das Startup Match Rider eine App entwickelt. Mit ihrer über iOS und Android verfügbaren MatchRiderGO-App können Pendler zu verlässlichen Zeiten und transparenten Preisen gemeinsame Fahrten zu festen Routen vornehmen. Das erspart ihnen unnötige Umwege oder lange Absprachen im Voraus. Zudem werden zu Pendler-Stoßzeiten Fahrten durch ausgewählte Fahrer im 10-Minuten-Takt angeboten. In Stuttgart und Heidelberg ist Match Rider bereits aktiv. Ihr Angebot rollen sie in weiteren Metropolregionen im In- und Ausland aus.

Wie kann künstliche Intelligenz die Energiewende unterstützen? 10 Beispiele aus dem LOFT-Ecosystem.


IT & IKT

Wenn das neue Auto über Assistenzsysteme, wie Einparkhilfen oder Spurassistenzsysteme, verfügt, dann freuen wir uns. Genauso ist es bei der Suche im Internet, bei der Online-Übersetzung von Texten oder bei der Nutzung von digitalen Assistenten, wie Siri oder Cortana. Diese Technologien nutzen wir heute im Alltag fast selbstverständlich. Wir fragen uns nicht welche Technologie dahinter steckt und ob das künstliche Intelligenz ist oder nicht. In der Energiewelt können entsprechende Systeme auch zur Selbstverständlichkeit werden, sie können sogar die Energiewende unterstützen. Ein paar Beispiele sollen zeigen, was mit KI möglich ist und wo sie die Energiewende unterstützt.

Was bedeutet künstliche Intelligenz?

Es gibt so viele verschiedene Begriffe in der Digitalisierung. In der Energiewende geht die Digitalisierung auch weit über das Thema intelligente Messsysteme hinaus. Sie fängt damit eigentlich erst richtig an, denn durch sie fallen riesige Mengen an Daten an, die nur automatisiert bearbeitet werden können. Darum geht es auch im Wesentlichen bei der künstlichen Intelligenz. Sie verarbeitet große Mengen an Daten und entscheidet selbständig, welche Schritte daraus folgen. Das bedeutet sie simuliert menschliche Entscheidungen aufgrund von Mustern, vorhandenen Daten, bestimmten Wahrscheinlichkeiten oder angelerntem Wissen…

Systeme, die auf künstlicher Intelligenz (KI) basieren, nutzen entsprechende Algorithmen, die aufgrund der Daten entsprechende Entscheidungen treffen oder Aktionen ausführen. Sie können mit sehr großen Datenmengen umgehen, schnell lernen, alle Varianten simulieren, um dann die Entscheidungen zu treffen.

Zur künstlichen Intelligenz gehören auch die Themen maschinelles Lernen, Deep Learning, Advanced Analytics, Predictive Analytics und Data Mining.

10 Beispiele für KI zur Unterstützung der Energiewende

Im Rahmen der Energiewende gibt es einige Anwendungsgebiete für die künstliche Intelligenz und die dazugehörenden Themen, wie maschinelles Lernen und Predictive Analytics. Aus den Startups in der Energieloft-Datenbank habe ich zehn verschiedene Beispiele ausgesucht, wie sie künstliche Intelligenz für ihre Leistungen nutzen können.

Optimierung der Planung von Solaranlagen
Eine datengetriebene Beratung und Optimierung von Photovoltaik-Anlagen mit hochauflösenden Daten aus dem Energiemonitoring bietet freeelio.io UG. Das Startup aus München trägt dazu bei, die Planungskosten zu reduzieren und den Ertrag zu optimieren.

Intelligentes Monitoring von industriellen PV-Anlagen
Die Überwachung von großen Photovoltaik-Anlagen, Aufdach- oder Freiflächenanlagen, mit einer intelligenten Monitoring-Lösung der Solytic GmbH hilft Betreibern und Asset Managern, die Wartung zu optimieren und den Anlagenertrag zu steigern.

Analyse und Prognose von Erzeugungsdaten
Mit einer Software auf Basis neuronaler Netze kann die Sota Solutions GmbH anhand historischer Daten den Energieertrag besser prognostizieren als mit herkömmlichen Verfahren. Damit ist eine optimierte Planung von Anlagen möglich, was die Kosten reduziert und Erträge steigert.

Management und Verwertung von Windanlagen-Daten
Mit der Hilfe von entsprechenden Algorithmen kann die Onwrks Gbr proaktives Windturbinen Management betreiben und Kosten in der Wartung und Instandhaltung von Windenergieanlagen ermöglichen.

Optimierung von Energieverbrauch, -speicherung und -erzeugung 
Anhand von Daten über den Verbrauch, das Verhalten der Bewohner, dem Wetter und weiteren relevanten Größen optimiert die intelligente Software von ÜberEnergy den Energieverbrauch in privaten Haushalten wie auch die Erzeugung von Energie.

Vorausschauender Betrieb der Gebäudetechnik in Handelshäusern
Anhand der Datenströme aus den Gebäuden und Energiesysteme kann die Recogizer Group GmbH eine vorausschauende Regelung (predictive analytics) von technischen Anlagen realisieren und damit Einsparungen erzielen. In Handelshäusern sind auf diesem Weg Energieeinsparungen von 40% möglich.

Vorausschauende Wartung von Industrieanlagen
Mit einer Software für das Energiemanagement kann man nicht nur den Energieverbrauch überwachen. Die Daten lassen sich auch für eine vorausschauende Wartung oder Instandhaltung von Anlagen in der Industrie (predictive maintenance) nutzen, wie bei ENIT Systems GmbH aus Freiburg.

Identifizierung von wechselwilligen Kunden und potentiellen Kunden
Wie verhalten sich die Kunden eines Energieversorgers, welche Kunden könnten bald zu einem anderen Anbieter wechseln und welche Kunden interessieren sich für die neuen Produkte. BEN Energy AG aus Zürich kombiniert die Verhaltensökonomie mit Methoden der predictive analytics, um diese Fragen zu beantworten.

Energieeinsparung in Heizungsanlagen durch intelligente Betriebsführung
Eine intelligente Anpassung von Heizprogrammen mit Sensor-Nachrüstung und Algorithmen auf der Basis von künstlicher Intelligenz bietet die metr Building Management Systems GmbH aus Berlin, um in großen Gebäuden Heizenergie einzusparen.

Geographische Big Data Analysen mit Geodaten
Mit der Hilfe von geographischen Big Data Analysen, Deep Learning und predictive analytics erstellt die Geospin GmbH aus Freiburg zeitliche und räumliche Prognosen. Dazu gehört zum Beispiel die Optimierung der Standorte von Ladesäulen für Elektrofahrzeuge.

Künstliche Intelligenz ist heute schon in der Energiewelt angekommen
Die künstliche Intelligenz ist in der Energiewelt kein Hypethema wie Blockchain. Aber vieles davon wird auch vielleicht nicht als KI wahrgenommen oder ist noch nicht so weit verbreitet. Die genannten Beispiele zeigen immerhin, wie viele unterschiedliche Innovationen es in Deutschland in dem Bereich der künstlichen Intelligenz in der Energiewelt gibt. Sie sind auch nur eine Auswahl aus den Startups in der Energieloft Datenbank.