Conclurer ist das Startup der Woche 28: Smarter Service für die Industrie 4.0


Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT

Die digitale Transformation ermöglicht neue Geschäftsmodelle und effiziente Prozesse – in jeder Branche. Das Startup der Woche Conclurer hat sich auf die Digitalisierung in den Maschinen- und Anlagenbau bzw. Industrie 4.0 spezialisiert. Somit gehören Chaos in der Serviceabteilung, unzufriedene Kunden und Druck vom Markt der Vergangenheit an. Was Conclurer stattdessen ermöglicht und was sie von anderen Startups unterscheidet, dass hat uns Janick Oswald, Innovation Delivery Manager, erzählt.

Hallo Janick! Danke, dass du heute hier bist! Wie würdest du Conclurer in einem Satz beschreiben?

Conclurer bringt den digitalen Service 4.0 in den Maschinen- und Anlagenbau und sichert so den langfristigen Erfolg, mit intelligenter Software, die Service einfach macht und mehr Umsatz ermöglicht.

Diese Lösungen vertreibt ihr aktuell unter dem Produktnamen CUSE. Könntest du uns etwas mehr darüber erzählen?

Gerne! Mit CUSE als cloudbasierte Softwarelösung, bieten wir dem Maschinen- und Anlagenbau eine Plattform für alle Anwendungsfälle im After-Sales. Dabei kombiniert CUSE verschiedenen Tools und Funktionalität in nur einer Lösung mit einer spielerisch leichten Benutzeroberfläche. Unser Ziel ist es, alle Tätigkeiten und Aufgaben die im Service anfallen einfach und kollaborativ abzubilden und schnellstmöglich zu lösen. Dabei sammeln wir zeitgleich relevante Daten für Analysen und machen die Arbeit im Service dank intelligenten Assistenten Tag für Tag einfacher und effizienter. Als Basis dafür dient eine automatisiert Workflowengine, ein skalierbare Maschinendatenbank inkl. Servicelogbuch sowie verschiedenste Assistentssysteme. Dank einer modernsten Dockerarchitektur und standardisierten APIs skaliert unser System mit Ihrem Anwendungsfall und integriert sich optimal in Ihre Systemlandschaft.

Verstehe. Wie sehen denn konkrete Mehrwerte aus, die mit der Nutzung eurer Services einhergehen?

Wir haben unsere ganze Erfahrungen und Wissen der letzten Jahre und unzähliger Projekt im After-Sales in eine Software gepackt. Rausgekommen ist CUSE – die leichtest zu bedienende Software für den After-Sales welche ab Tag 1 Mehrwert liefert. Egal wo man ansätzt, CUSE schafft Transparenz und Effizienz um langfristig mehr Umsatz zu generieren. Ob beim kleinen Mittelständer, der mit noch mit Telefon und Haftnotizen kämpft oder beim großen Innovatior, bei dem bereits die Sensorik in den Maschinen integriert ist. Cuse bildet die installierte Basis transparent ab, zeigt ungenutztes Potential im Service auf und sammelt wertvolle Daten für die nächste Stufe der präventiven Instandhaltung. Dabei zählt unsere Usability zum Erfolgsfaktor, denn das beste System nützt nichts, wenn es keiner nutzt.

Conclurer Digitalisierung 4.0
Das Conclurer Team

In eurem Innoloft Profil habt ihr unter Anderem das Businessmodel „License“ angegeben. Wie gestaltet sich das im Detail?

Wir sprechen nicht nur über den Service-Trend, sondern setzen diesen auch selber um.  Als Software-as-a-Service liefern wir CUSE browserbasiert über die Cloud aus. Sofort einsatzbereit, unabhängig von Zeit und Ort. Aber wir liefern nicht nur Software. Als Experten in der Servicedigitalisierung begleiten wir unsere Kunden von der Ist-Aufnahme über die Potentialanalyse und die Ideenfindung bis hin zur umgesetzten Servicelösung und der erfolgreichen Einführung des Systems im Unternehmen. Wir sind im gesamten Projekt mit dabei und stellen den Mehrwert unserer Lösungen sicher.

Wen wollt ihr mit CUSE erreichen?

Unsere Lösungen bietet Allen Mehrwert, die wartungs- und servicebedürftige Assets vertreiben, welche über den gesamten Lebenszyklus wertvolles Potential bieten. Zur unserer Hauptzielgruppe zählt der Anlagen- und Maschinenbau, ganz egal ob es sich um bewegliche oder stationäre Assets handelt. Dabei konzentrieren wir uns aktuell auf die DACH Region. In Deutschland ist der Maschinenbau mit mehr als 1 Millionen Beschäftigten der größte Arbeitgeber.

So wie das klingt, seid nicht mehr ganz neu im Business und könnt eure Produkte bereits gut vertreiben. Wer zählt denn zu euren Kunden? Wie sehen eure nächsten Schritte zum weiteren Wachstum aus?

Unserer Softwarelösungen sind seit mehreren Jahren bei Kunden wie Voith, Azo, Christian Maier und Diefenbacher im Einsatz. Mit Cuse bieten wir seit einem Jahr die wichtigsten Funktionalitäten für den After-Sales in einer Standardsoftware und haben diese bereits vielfach unter Beweis gestellt. Dabei entwickeln wir CUSE ständig weiter und ergänzen relevante Funktionalitäten um täglich noch mehr Mehrwert zu bieten.

Janick, vielen Dank für die spannenden Einblicke in eure Idee und Technologie. Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg! Wer mehr über Conclurer erfahren möchte, kann sich ihr Innoloft Profil anschauen und mit ihnen Kontakt aufnehmen.

Digitales B2B-Unterstützungsangebot hilft beim Abfedern der Corona-Krise


Energie & Umwelt, Health & FoodTech, Industrie 4.0 & Logistik, Mobilität, Smart City & Buildings

Innoloft unterstützt euch mit seinem digitalen Netzwerk in Zeiten von Corona

Die Corona-Pandemie greift weltweit um sich. Sie betrifft uns alle und bringt viel Unsicherheit mit sich. Was in den nächsten Monaten auf uns zukommt, weiß im Moment keiner. Die wirtschaftlichen Folgen der Krise können derzeit kaum beziffert werden. Dennoch stehen wir der Krise nicht vollkommen hilflos gegenüber. Während es für das analoge Wirtschaftsleben große Einschnitte gibt und es durch den „Lockdown“ beinahe zum Erliegen kommt, können digitale Lösungen helfen, das komplette Herunterfahren zu überbrücken. Millionen von Menschen in Deutschland und der Welt arbeiten derzeit vom Home-Office. Ohne Internetanbindung, digitale Tools und Plattformen wäre dies nicht möglich.

Zahlreiche Unternehmen bieten derzeit ihre digitalen Lösungen zur Unterstützung an. Auch wir von Innoloft möchten uns aktiv beteiligen und einen Beitrag leisten, die wirtschaftlichen Einschränkungen, hervorgerufen durch die Corona-Krise, abzufedern. Wir stellen unsere digitale Netzwerk-Plattform als „White Label-Applikation“ Netzwerken, Verbänden, Clustern, Messen und weiteren privaten Organisationen zur Verfügung. Dazu passen wir sie entsprechend eurem Corporate Design an. Unser Innoloft Netzwerk-Betriebssystem ist darauf ausgelegt, Business-Kontakte zu initiieren und Lösungsanbieter, wie zum Beispiel Startups mit Lösungssuchenden zu verbinden.

Welche Funktionen bietet euch unsere digitale B2B-Netzwerkplattform?

  • – Unternehmensprofil anlegen

  • – Ein persönliches Mitarbeiterprofil anlegen

  • – Produkte hinterlegen

  • – Partnergesuche einstellen

  • – Automatisches Matchmaking zwischen Gesuchen und Angeboten

  • – News einstellen

 

Neben diesen zentralen Funktionen bietet die digitale Netzwerk-Plattform mit ihrem Netzwerk-Feed, Chat- und Mailing-Funktionen weitere Möglichkeiten, um sich auszutauschen und mit Netzwerk-Usern in Kontakt zu treten. Damit unterstützt die Plattform euch dabei zeitlich und örtlich unabhängig neue Geschäftsbeziehungen anzubahnen sowie bestehende zu bedienen.

Wirtschaftliche Mehrwerte durch digitalisierte Geschäftsbeziehungen auch für die Zeit nach Corona

Mit unserer digitalen B2B-Netzwerkplattform möchten wir euch unterstützen, die schwierige Corona-Zeit zu überbrücken. Dafür stellen wir euch die Plattform für einen Zeitraum von sechs Monaten in eurem Design zur Verfügung. Die Plattform eignet sich ausschließlich als Business-Netzwerk und ist nicht für private Anwendungen konzipiert.

 

Langfristig und über die Corona-Krise hinaus, möchten wir euch als ein digitales B2B-Netzwerk bereitstehen, mit dem ihr auch nach der Corona-Pandemie euch für die digitale Zukunft aufstellen könnt. Unsere Plattform bietet euch und euren Netzwerkmitgliedern die Chance, sich auf effektive Weise mit anderen Unternehmen, Startups, Organisationen zu vernetzen. Auf digitalem Weg könnt ihr Geschäftsbeziehungen anbahnen und pflegen. Unsere Plattform bietet mit den genannten Funktionen zahlreiche Möglichkeiten für neue “Kundenleads”, Partnerschaften, Kontakte, Austausch, Innovationen und Projekte.

Details zu unserer Plattform erfahren

 

Wer Interesse an unserem sechsmonatigen Unterstützungsangebot hat und mehr darüber erfahren möchte, kann direkt Kontakt zu unserem CEO, Sven Pietsch aufnehmen.

Anfragen und weitere Informationen zum Corona B2B-Unterstützungsangebot:
Email: s.pietsch@innoloft.com
Tel. +49 152 33668237

Einen Gesprächstermin vereinbaren

BOX ID Systems ist das Startup der Woche 19: Lokalisierung für mobile Assets innerhalb der Supply Chain


Industrie 4.0 & Logistik

Logistische Prozesse sind hochkomplex und genauestens aufeinander abgestimmt. Trotzdem geht viel schief, wenn man nicht genau nachvollziehen kann, wo sich etwas befindet. Dann kann es schnell sehr teuer werden. Unser Startup der Woche BOX ID Systems schafft Abhilfe. Mit ihrer Lösung können Assets aus der gesamten Lieferkette verfolgt werden. Das schafft nicht nur Transparenz, sondern spart auch Kosten. Wir haben mit Shawn Silberhorn, einem der Co-Founder dazu gesprochen.

Hallo Shawn! Danke, dass du uns heute unsere Fragen beantwortest. Lass uns direkt mit der ersten Frage beginnen. Was macht ihr bei BOX ID Systems?

BOX ID Systems bietet End-to-End Ortungslösungen, mit denen Millionen von Logistik-Assets in der gesamten industriellen Lieferkette nachverfolgt werden können. Und zwar europaweit, digital und kosteneffizient. Das kann Standort-zu-Standort, auf Firmengeländen und innerhalb von Gebäuden erfolgen.

Welche Technologie steckt dahinter?

Das System ist eine Komplettlösung, die viele wertvolle Funktionen enthält. Dahinter steckt eine spezialisierte Softwareplattform und LPWAN sensorische Tracking-Geräte. Eine effiziente Verwaltung, einschließlich Funktionen zur Unterstützung der Automatisierung und Prozessoptimierung machen das Ganze dann komplett. So profitieren beispielsweise Kunden aus der Industrie und Automobilproduktion davon, dass ihre Logistikprozesse effizienter und kostenoptimiert erfolgen. Ihre kritischen Prozesse laufen zu 100% transparent ab.

Was ist das Besondere an eurem Produkt?

Die gesamten Prozesse werden vereinfacht, optimiert und sind weniger anfällig für Fehler. So werden Verluste von Behältern und Ladungsträgern vermieden und die Zuordnung von Schäden zu Verursachern fällt leichter.

Andere Vorteile sind zum Beispiel der Entfall von manuellen Suchzeiten und Erfassungszeiten durch automatisierte Ortung und Datenerfassung. Die Verfolgung und Verbuchung der Waren entlang der Lieferkette verläuft automatisiert. Darüber hinaus kann die gesamte Lieferkette überwacht und optimiert werden.

Baut euer Geschäftsmodell auf dem klassischen SaaS Modell auf?

Ja. Wir bieten eine End-to-End-Lösung als Solution-as-a-Service an. Die besteht aus Hardware, Connectivity und Cloudsoftware. Für entsprechend große Kunden ist auch reine Softwarelizensierung als Software-as-a-Service vorgesehen.

Wo sitzen eure Kunden? Und wen wollt ihr erreichen?

Wir beliefern europaweite und internationale Produktionskunden. Dabei liegt ein hoher Fokus auf Produktionslogistik, bei der wiederverwendbare Behälter/Verpackungen in einem Logistikpool eingesetzt werden.

In welcher Entwicklungsphase befindet ihr euch im Moment?

Wir haben bereits viele interessante Projekte mit namenhafte Kunden abgeschlossen. Mit der neuen Version unserer intelligenten Software, fusionieren wir die Daten von tausenden von LPWAN-Tracking-Sensoren mit den Datenquellen des Kunden. Unser gesamtes Produktspektrum ist darauf ausgelegt, möglichst benutzerfreundlich zu sein.

„In einem gemeinsamen Projekt mit BOX ID Systems GmbH konnten wir die Kosten für den Betrieb von Pendelverpackungen in einer Siemens Einheit durch die Einführung der Asset Tracking und Monitoring Lösung von BOX-ID optimieren. Durch die neu gewonnene Transparenz über den Bestand entlang der gesamten Lieferkette können nun Unregelmässigkeiten im Prozess erkannt, die Rücklaufquote erhöht, der ständige Zukauf von neuen Pendelverpackungen vermieden und somit auch die Versorgung der Kunden sichergestellt werden. Neben Kosteneinsparungen werden somit auch eine höhere Kundenzufriedenheit erreicht“, so Ralf Dupal, Senior Consultant Produktion &Ampel; Logistik bei Siemens IoT Services Consulting.

Shawn, damit sind wir leider schon am Ende des Interviews angelangt. Danke für das spannende Gespräch! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg und hoffen, noch viel von euch zu hören. Wer mehr über BOX-ID Systems erfahren möchte, kann sich das Profil und die Requests auf unserer Innovationsplattform anschauen.

Startups of the Month March 2020


Energie & Umwelt, Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT

Unsere fünf Startups of the Month March auf einen Blick

Im Monat März haben wir euch in unserem Startup der Woche Format fünf Startups in einem Interview vorgestellt. Interviews führten wir mit Blue Boson, FSIGHT, Motius, SPAROX und AMPEERS ENERGY. Ihre Lösungsansätze auf einen Blick findet ihr hier in unserem Startups of the Month March Beitrag.
Wer mehr über ihre Angebote erfahren möchte, kann ebenso einen Blick auf ihr Profil in unserer Innoloft Datenbank werfen. Ebenso findet ihr dort ihre und weitere Kunden- und Partnergesuche (Requests).

 

Blue Boson – Wasseraufbereitung ganz ohne chemische Zusätze

Blue Boson nutzt eine Technologie zur Aufbereitung von verunreinigtem Abwasser, die ganz ohne chemische Zusätze auskommt. Damit können sie auf umweltfreundliche Weise Verkrustungen und Ablagerungen entfernen. Indem sie Systeme vor Korrosionen schützen, verlängern sie deren Lebensdauer. Mit zwei patentierten Produkten unter der Bezeichnung SCAT® und SCAT REXCIT® sind sie bereits am Markt. Ihre hydraulischen Durchflussmodule sorgen für eine supramolekulare Aufbereitung von Wasser, eignen sich aber genauso zur Aufbereitung von anderen flüssigen oder gasförmigen Medien. Ihre Geräte stellen sie je nach Anforderung und Einsatzzweck her oder modifizieren sie. Vollautomatisiert können sie rund um die Uhr betrieben werden. Ihre Produkte vertreiben sie nach dem ESCO-Modell. Damit gemeint ist ein Energie-Einspar-Contracting Modell, das auf Energieeffizienz und Kosteneinsparungen ausgerichtet ist. Darüber hinaus bieten sie die Vermietung und den Verkauf von Ausrüstung sowie weitere Services an.

Zum Startup der Woche Interview KW10

FSIGHT – Künstliche Intelligenz Plattform für den Energiesektor

Das Startup FSIGHT setzt ganz auf Künstliche Intelligenz und zeigt, wie diese sich gewinnbringend in der Energiewirtschaft einsetzen lässt. Mit ihrer Energiemanagement Plattform können Energieströme vorausschauend berechnet und bedarfsgerecht angepasst werden. Mithilfe ihrer Energy-AI Plattform können sie das Verbrauchsverhalten von Konsumenten mit dem der Energieerzeugung von erneuerbaren Energien sowie Energiemarktpreisen verbinden. Dazu nutzen sie über 40 Machine Learning-Modelle. Ihr Handelsmodell für Energiegemeinschaften erlaubt es Privathaushalten, Gewerbekunden und Industrieunternehmen den eigens erzeugten Strom zu handeln. Darüber hinaus lassen sich Energieeinsparungen für den Endkonsumenten von bis zu 20 Prozent erzielen. Zugleich hilft ihre Plattform lokale Stromnetze zu stabilisieren. Von ihrer Software-as-a-Service-Lösung profitieren Energiekunden und Verbraucher gleichermaßen wie Energieunternehmen und Netzbetreiber. Die Kunden von FSIGHT finden sich über den gesamten Erdball verstreut.

Zum Startup der Woche Interview KW11

Motius – Moderne Technologien für jede Art Use-Case

Auf die rasanten Veränderungen in der Tech-Welt hat die Motius GmbH eine Antwort. Ihre Mission besteht darin für Kunden aus den unterschiedlichsten Bereichen für ihre jeweiligen Einsatzbereiche Technologien zu erschließen. Dazu nutzt das Motius-Team umfangreiche Tech-Expertise. Als Technologieexperten bedienen sie den Innovationsbedarf ihrer Kunden zum einen über ihren interdisziplinären Talent Pool und zum anderen über Einbindung von Technologie- und Managementhubs. Dabei bieten sie Unterstützung bei der Generierung von Ideen und Anwendungen, beim Erbringen des Proof-of-Concepts bis hin zum Produkt-Rollout. Ihren Fokus legt Motius weniger auf spezielle Branchen und Zielgruppen als vielmehr die Anwendung neuer Technologien in einem breiten Kundensegment. Seit sieben Jahren besteht Motius am Markt. Sie gehören seit einiger Zeit zu den am stärksten wachsenden Startups in Deutschland.

Zum Startup der Woche Interview KW12

SPAROX – Amazon für Ersatzteile im Energiesektor

Sparox vermittelt Ersatzteile für Energieanlagen. Über ihre Plattform beliefern sie Anlagenbetreiber jeglicher Energieerzeugungsart im deutschsprachigen Raum. Dazu haben sie sich ein Lieferantennetzwerk mit breitem Produktspektrum aufgebaut. In ihrem Portfolio befinden sich derzeit über 15.000 Ersatzteile. Für Ersatzteile, die schnell benötigt werden, um einen Ausfall der Anlagen zu verhindern, gibt es eine Notfallfunktion auf der Plattform. Mit SPAROX3D bedienen sie zusätzlich ein Segment, in der 3D gedruckte Ersatzteile bestellt werden können. Für Anlagenbetreiber ist die Nutzung der Plattform kostenfrei. Für Lieferanten erheben sie eine Transaktionsgebühr. Gerade in der aktuellen Corona-Krise zeigt sich der Mehrwert der Plattform von Sparox, bei der es nicht zuletzt um die Vermeidung von Stillständen und die Sicherstellung der Energieversorgung geht.

Zum Startup der Woche Interview KW13

AMPEERS ENERGY – Energiemanagement 4.0 für die dezentrale Energieversorgung

Mit ihrer Software-as-a-Service (SaaS)-Lösung geben AMPEERS ENERGY der dezentralen Energiewende richtigen Anschub. Sie erlaubt auf Basis einer selbstlernenden Technologie die dezentrale Erzeugung mit dem Verbrauch von Energie zu verbinden und zu steuern. AMPEERS ENERGY hat drei cloudbasierte Applikationen im Angebot, die auch einzeln genutzt werden können. Dazu zählen ihr AE District Manager als umfassende Quartiers-Energiemanagement-Lösung, ihre AE Local Supplier vollautomatisierte, integrierbare Mieterstromsoftware und ihre AE Fleet Optimizer-Lösung für eine intelligente Steuerung von Ladevorgängen und Lasten bei Elektro-Flotten. Alle drei Komponenten greifen technisch ineinander, kennzeichnet ein hohe Nutzerfreundlichkeit und verbindet Marktteilnehmer. Ihr SaaS-Lösung ermöglicht nicht nur neuartige Geschäftsmodelle, sondern verschafft allen Beteiligten umweltfreundliche Effizienzvorteile sowie Kosteneinsparungen. Mit ihrem Lösungsansatz konnten AMPEERS ENERGY nicht nur die Jury-Mitglieder der kraftwerk city acceleration bremen Challenge im vergangenen Jahr überzeugen, sondern gewannen ebenso den Fraunhofer Gründerpreis 2019.

Zum Startup der Woche Interview KW14

AMPEERS ENERGY ist das Startup der Woche 14: Die Zukunft der Energie


Energieeffizienz & Umwelt, Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT

Die Energiewirtschaft wandelt sich. Wo über viele Jahre hinweg wenige große Unternehmen den Ton angegeben haben, bietet sich jetzt die Möglichkeit, durch dezentrale Erzeugung mit Hilfe der Erneuerbaren Energien selbst zum Energieproduzent zu werden und die Energiewende aktiv mitzugestalten. Dazu braucht es allerdings externe Hilfe. Die kommt zum Beispiel von unserem Startup der Woche AMPEERS ENERGY. Sie gewannen die kraftwerk city accelerator bremen Challenge und auch den Gründerpreis der Frauenhofer im letzten Jahr – Erfolge, die sich sehen lassen. Wir wollten mehr wissen und haben mit Gerrit Ellerwald, Geschäftsführer von AMPEERS ENERGY, über das Startup und die Idee gesprochen.

Hallo Gerrit! Wir freuen uns, heute mehr über euer Startup zu erfahren und legen deswegen auch direkt los. Wer seid ihr bei AMPEERS ENERGY?

Wir bei AMPEERS ENERGY machen es Unternehmen einfach die Potenziale der dezentralen Energiewende zu erschließen – und zwar ökonomisch und ökologisch!

Das klingt sehr spannend! Wie funktioniert das Ganze im Detail?

Zuerst sollte man wissen, dass wir als SaaS-Unternehmen drei cloudbasierte Applikationen anbieten, die es Unternehmen ermöglichen Geld zu sparen, Prozesse zu automatisieren und dabei die Umwelt zu schonen.
So gibt es neben dem AE District Manager, welcher eine vollumfängliche Lösung des Energiemanagements im Quartier darstellt, noch den AE Local Supplier. Diese vollautomatisierte und integrierte Mieterstromsoftware übernimmt die administrative Seite von Mieterstromprojekten. Und darüber existiert der AE Fleet Optimizer. Durch die Zusammenführung aller relevanten Daten, übernimmt die intelligente Software die Steuerung des Last- und Lademanagements von E-Flotten.Grundlage dieser Produkte ist eine äußerst leistungsfähige Fraunhofer-Software, die durch den Einsatz von selbstlernenden Technologien in der Lage ist, alle dezentralen Prozesse rund um Energieerzeugung und Verbrauch miteinander zu verbinden und zielgerichtet zu steuern.Die Technologie besteht grundsätzlich aus zwei Komponenten – einer Energiemanagementkomponente und einer Abrechnungskomponente.
Die Energiemanagementkomponente steuert und optimiert Erzeugungs- und Verbrauchsanlagen. Je heterogener diese Anlagen sind, desto besser kann die Technologie ihre Stärken ausspielen. Ähnlich eines Dirigenten orchestriert man alle Erzeuger und Verbraucher in einem Quartier und kann so Geld sparen. Dahinter liegen lineare Optimierungsmodelle und der Grundgedanke, dass man versucht Erzeugung und Verbrauch deckungsgleich zu gestalten. Sehr, sehr vereinfacht ausgedrückt soll das Auto eben dann geladen werden, wenn die Sonne scheint. Lastspitzen werden abgefangen, indem man versucht flexible Lasten dann anzuschalten, wenn nicht gleichzeitig auch andere Lasten laufen.Die Abrechnungskomponente ist ein Energiedatenmanagement und dafür da, dass man die verschiedenen Energiedaten der Managementsysteme, wie z.B. aus dem Zähler und den Erzeugungskomponenten, nimmt und verursachungsgerecht richtig zuordnen kann. Sie kann Abrechnungen für den Kunden erstellen oder der Meldepflicht an Netzbetreiber und Regierungsbehörden nachkommen. Die relevanten Energiedaten richtig abzufangen, diese transparent zu machen und korrekt abzurechnen oder weiterzuleiten ist die Leistung der Abrechnungskomponente.

Diese Komponenten sind auch einzeln nutzbar, beispielsweise wird nur das Energiemanagement im Quartier oder nur die Abrechnungskomponente in Mieterstromprojekten verwendet. Doch ist der große Vorteil unseres Angebots die Kombinierfähigkeit der Komponenten. So kann zum Beispiel beim gesteuerten Flottenladen im Quartier auch die Ladesäule korrekt abgerechnet werden. Das ist es, was das Produkt so stark macht.

Im Moment befassen sich viele mit der Dezentralisierung der Energieversorgung, was grenzt euch von deren Ideen ab?

AMPEERS ENERGY sorgt dafür, dass Energieerzeugung, -transport, -verbrauch und -abrechnung ähnlich einfach funktionieren wie beispielsweise der Online-Handel heute. Wir ermöglichen damit unseren Kunden den Eintritt in das Energiemanagement 4.0, in dem alle Akteure und technischen Komponenten nahtlos ineinandergreifen. Jeder einzelne Marktteilnehmer kann dadurch beträchtliche Einsparpotenziale realisieren, teilweise bis zu 40 Prozent. E-Fahrzeugflotten können durch unsere SaaS-Lösung zu einer echten Alternative zu bestehenden Dieselfahrzeugen werden und vieles mehr. So können neuartige Geschäftsmodelle auf Basis intelligenter Energie entstehen.

Der große Unterschied zu unseren Wettbewerbern ist, dass wir die dezentralen Geschäftsmodelle ganzheitlich betrachten und nicht nur Teillösungen liefern. Bei uns bekommt man die komplette softwareseitige Unterstützung zur Umsetzung eines gesamt dezentralen Geschäftsmodells. Und diese ist wiederum so benutzerfreundlich, dass wir uns dank dieser intuitiven Usability vom Wettbewerb klar differenzieren.
Darüber hinaus haben wir dank der Kooperation mit Fraunhofer den Vorteil kontinuierlich weitere Innovationen in unsere SaaS-Lösungen zu integrieren. Das ist ein Marktvorteil, wie ihn wohl kein zweites Start-Up besitzt.

Du hast eben schon erwähnt, dass ihr ein SaaS-Unternehmen seit. Ihr bietet die Applikationen also als Service an. Wie sieht euer Geschäftsmodell da genau aus?

Wir sind ein Software-as-a-Service Unternehmen und generieren Erlöse durch die Lizenzvergabe unserer Produkte an Kunden.
Das Pricing besteht aus einer Einrichtungsgebühr, der Set Up Fee, und einer Benutzungsgebühr, einer Pay per Use Fee. In der Set Up Fee werden die Einrichtungsaufwände berechnet, wie das Customizing des Systems oder der Anschluss der Schnittstellen an das System. Und um die Einstiegshürde niedrig zu halten, sodass nicht zu hohe monatliche Kosten anfallen, wird bei der Pay per Use Fee nach Benutzung gezahlt. Bei Mieterstromprojekten ist das pro Wohnung/ pro Zähler, beim Quartiersmanagement und beim Flottenoptimieren pro KWh, die über das System gemanagt wird.Nebenleistungen abseits unserer Kernprodukte sind vorerst nicht vorgesehen, wir konzentrieren uns auf die stete Entwicklung, die Implementierung und die Pflege unserer Produkte.

Wen genau sprecht ihr mit euren Lösungen an? Adressiert ihr auch Märkte außerhalb von Deutschland?

Für unsere Leistungen gibt es drei Hauptzielgruppen: Energieversorger & -dienstleister, die Immobilienwirtschaft und Flottenbetreiber.

Für unsere Mieterstrom- und Quartierslösungen sind z.B. alle mittleren und großen Wohnungsbauunternehmen, beziehungsweise alle Unternehmen mit relevant großem Wohnungsbaubesitz (kirchliche, private, öffentliche Träger und Genossenschaften) geeignet.
Es gibt ungefähr 40 Millionen Wohnungen in Deutschland – davon sind 10% Mieterstrom und für den AE Local Supplier geeignet.
Für unser Quartiersenergiemanagementsystem kommen alle größeren Gebäudekomplexe mit einer heterogenen Erzeugungsinfrastruktur infrage, wie Flughafen, Einkaufszentren, reine Wohnquartiere oder auch diverse Mischquartiere.
Der AE Fleet Optimizer lohnt sich für alle Unternehmen, die mindestens 10 E-Fahrzeuge haben, seien es Firmenfahrzeuge oder Dienstwägen.

Und auf die Frage der Internationalisierung können wir antworten, dass wir schon heute dabei sind in der DACH Region zu internationalisieren. Am Ende des Tages sind unsere Lösungen nicht auf den deutschen Energiemarkt beschränkt. Bei einem (Quartiers-) Energiemanagement System stellt sich nur die Frage, was optimiert werden soll. Und wenn es dabei um eine Kostenoptimierung unter Randbedingungen (z.B. wie die Maximierung des Eigenstromverbrauchs) handelt, dann ist das nur eine mathematische Funktion, die optimiert wird. Somit ist unser Produkt letztlich international überall einsetzbar. Im Moment fokussieren wir uns auf die DACH Region, später auf Europa und letztlich überall dort, wo unsere Produkte genutzt werden können.

Kommen wir zur letzten Frage. Als Sieger der kraftwerk city Accelerator Bremen Challenge und Frauenhofer Spin-off findet eure Idee sehr viel Anklang. Wo steht ihr mit eurem Startup im Moment?

Wir haben die erste Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen, die ersten zwei Produkte (District Manager und Local Supplier) sind erfolgreich am Markt und wir haben eine zweistellige Anzahl an Kunden. An dieser Stelle möchten wir mit Stolz auf den Gewinn des Fraunhofer Gründerpreises 2019 hinweisen. Dieser Preis zeichnet das erfolgreichste, am Markt aktive Fraunhofer Spin-off des Jahres aus, dessen Produkte und Dienstleistungen einen unmittelbaren gesellschaftlichen Nutzen aufweisen.

Wir finden es motivierend mit unserer täglichen Arbeit einen aktiven Beitrag für die Energiewende und somit auch für eine grünere Zukunft zu leisten. Und wer auch der Meinung ist, dass man nicht länger nur über die Energiewende reden sollte, sondern sie endlich angehen muss, dem legen wir nahe sich uns anzuschließen und mal einen Blick auf unsere Website zu werfen. Dort sind offene Stellenausschreibungen (ebenso wie die Kontaktdaten für eine Initiativbewerbung) zu finden.

Wir bedanken uns bei euch für das Interview!

Gerrit, wir danken dir ebenfalls für das spannende Gespräch! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg und werden eure Entwicklungen gespannt mitverfolgen. Wer mehr über euch erfahren will, kann einen Blick auf euer Innoloft Profil und eure Requests werfen.

SPAROX ist das Startup der Woche 13: Die Plattform für Ersatzteile im Energiesektor


Energieerzeugung, Energieversorgung, Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT

Ersatzteile für Energieanlagen zu beschaffen ist ein echter Kraftakt. Vor allem erfordert er viel Geduld. Die Suche nach passenden Anbietern dauert lange. Außerdem muss man mit Lieferzeiten von mehreren Monaten rechnen. Unser Startup der Woche hat die Lösung gefunden, die Energieanbietern Zeit und Geld spart. Mit ihrer Plattform bietet SPAROX einen Online Marktplatz, die Anlagenbetreiber und Lieferanten schnell vernetzt. Wir haben mit Sonja Zahradnik-Leonhartsberger, Projektleiterin von SPAROX gesprochen.

Hallo Sonja! Danke, dass du dir heute die Zeit nimmst. Beschreibe SPAROX zum Start doch mal in einem Satz.

Gerne. Wir verbinden Anlagen und Ersatzteile im Energiesektor und haben ein starkes branchenrelevantes Netzwerk im deutschsprachigen geschaffen, das sich auch im Notfall binnen kürzester Zeit hilft.

Wie kann jemand, der Ersatzteile braucht, diese auch bekommen?

Sparox ist eine Vermittlerplattform für Ersatzteile, an der Anlagenbetreiber mit kritischen Ersatzteilen und Lieferanten mit einem großen Produktspektrum beteiligt sind. Wir sind sozusagen „Amazon für Ersatzteile“. Zusätzlich haben wir eine Notfallfunktion etabliert, wenn bei einem drohenden Anlagenstillstand Ersatzteile schnell benötigt werden und mit SPAROX3D gibt es auch die Möglichkeit 3D gedruckte Ersatzteile zu bestellen.

Ist diese Notfallfunktion eines eurer Alleinstellungsmerkmale?

Ja, genau. Wir sind die größte online Plattform für Ersatzteile im Energiesektor im deutschsprachigen Raum mit einer sehr raschen Hilfe bei Notfällen. Gerade in der aktuellen Corona-Krise hat sich der Nutzen von Sparox einmal mehr unter Beweis gestellt: letztendlich geht es darum einen Anlagenstillstand zu verhindern, um die sichere Versorgung der Menschen mit Energie sicherstellen zu können.

Ist eure Plattform kostenlos? Wie generiert ihr Umsatz?

Für die Anlagenbetreiber ist die Teilnahme kostenlos. Die Lieferanten zahlen eine Transaktionsgebühr.

Da ihr Ersatzteile für den Energiesektor liefert, ist eure Zielgruppe klar definiert, oder?

Ja, das stimmt. Wir sprechen Anlagenbetreiber im Energiemarkt sowie deren Lieferanten im gesamten deutschsprachigen Raum an. Wir fokussieren uns auf alle Energieerzeugungsarten sowie auf Netzbetreiber.

Du hast eben angesprochen, dass ihr die größte Plattform seid. Von welcher Größenordnung sprechen wir dabei? In welchem Stadium befindet sich SPAROX als Startup?

Die Plattform sparox.eu ist seit 02.2019 online, wir haben aktuell mehr als 15.000 Ersatzteile. Weitere 5.000 Ersatzteile werden in den nächsten Tagen hochgeladen.Wir haben bereits mehr als 100 Partner im Netzwerk, es sind viele der größten Anlagenbetreiber aus dem deutschsprachigen Raum dabei. Wir wickelten mehrere Notfallanfragen im SPAROX-Netzwerk erfolgreich ab und tragen dadurch zu einer Reduktion der Stillstandzeiten bei. Mit dem 3D Druck erzielten wir im letzten Jahr Kosteneinsparung durch Optimierungen im 6-stelligen Bereich. Wir sind ein Corporate Start-Up der Wien Energie und haben somit einen sehr starken Eigentümer. Unser internes Team besteht aus 8 MitarbeiterInnen.

Sonja, vielen Dank für das spannende Interview! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg und hoffen, noch viel von euch zu hören. Wer sich für weitere Informationen über euch und euer Produkt interessiert, kann gerne einen Blick auf euer Innoloft Profil werfen.

TeDaLoS ist das Startup der Woche 7: die Zukunft im Internet of Things


Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT

Bestandsüberwachungssysteme sind im digitalen Zeitalter sehr wichtig. Aber nur 5% der aktuellen Lagerflächen können durch robotergestützte Systeme automatisiert werden. Um die Prozesse effizienter zu machen, muss eine andere Lösung her. Unser Startup der Woche, TeDaLoS, hat ein System auf den Markt gebracht, das Daten in Echtzeit liefert, ohne externe Ressourcen oder Infrastruktur zu benötigen. Thomas Tritremmel, CEO von TeDaLoS, hat uns mehr dazu erzählt.

Hallo Thomas! Danke, dass du uns heute Rede und Antwort stehst. Erzähl uns doch gerne mal, was ihr bei TeDaLoS macht.

Sehr gerne! Wir haben ein patentiertes System entwickelt, das eine sensorbasierte, digitale und mobile Bestandsüberwachung von Waren in Echtzeit ermöglicht. Damit erfassen wir nicht nur eine stückgenaue Menge der Waren, sondern können auch den Zustand überwachen. Zustand heißt zum Beispiel Temperatur oder Erschütterung. Außerdem können wir noch den Standort der Ware im Betrieb oder im Transport überwachen. Die Art der Ware spielt dabei keine Rolle.

Um das TeDaLoS-Sysystem erfolgreich zu nutzen, sind keine externen Ressourcen oder Stützinfrastruktur möglich. Es muss auch niemand für das System geschult werden.

Das klingt nach einer sehr nutzer-orientierten Lösung. Gib uns gerne mehr Informationen darüber.

Unsere Sensoreinheiten senden Informationen verschlüsselt direkt an unsere Cloud-Software, die diese Daten entschlüsseln, validieren, interpretieren und umgerechnet darstellen. Die Daten können über Schnittstellen auch direkt an ein führendes System übergeben werden. Eingestellte Schwellwerte lösen, bei Überschreitung, sofort eine Alarm-Nachricht aus.

Mit diesem System kann man die physische Verteilung der Bestände an dezentralen Lagerorten in Echtzeit messen. Darüber hinaus ist es möglich, Lieferanten anzubinden und akkurate Inhaltsmengen in Transportbehältern zu ermitteln. Es gibt aber noch viele andere Möglichkeiten für den Einsatz. Das System ist vollautonom ohne lokale Ressourcenbindung, beinhaltet spezielle Sensorik, Funktechnik, Datenkommunikation, Cloud Software und IT-Schnittstelle.

IoT ist ja schon lange ein großes Schlagwort und gerade im Bereich Logistik wird immer mehr digitalisiert. Was ist das Besondere bei TeDaLoS?

Viele Abteilungen eines Unternehmens profitieren von unserer Lösung. Die Prozesse in den Abteilungen laufen effizienter. Das Lager spart zum Beispiel Platz, Suchzeiten und Inventurkosten. In der Produktion entsteht eine schnellere Materialbereitstellung auf weniger Produktionsfläche. Auch der Einkauf und die Finanzabteilung profitiert von genaueren Informationen, die in Echtzeit bereitgestellt werden. Bei TeDaLoS liegt der Return of Invest liegt bei unter 2 Jahren.

Ein weiterer Vorteil ist, dass jeder Lagerort und jede Art von Warenstrom nachgerüstet werden kann. Die Anwendung erfolgt standortübergreifend und stückgenau.

Wie integriert ihr eure Leistung in ein Geschäftsmodell?

Unser Pricing-Modell besteht aus dem Kauf der Hardware (Kauf, Mietkauf oder Miete), monatliche Kosten für die Telekommunikation, Datenübertragung und die Miete der Basisfunktion der Cloud-Software, sowie Einmalkosten.

Da euer Produkt mit Warenlagerung zutun hat, ist euer Kundensegment wahrscheinlich auch in dem Bereich der Logistik angesiedelt. Macht ihr da noch genaue Abgrenzungen?

Nicht wirklich. 95% aller Lagerflächen und Intralogistikwarenströme, sind nicht digital überwacht. Der Markt für Bestandsüberwachung mittels Internet of Things wird bis zum Jahr 2025 rund 300 Milliarden US-Dollar schwer sein. Somit haben wir viele Anwendungsmöglichkeiten.

Unsere Hauptzielgruppen siedeln sich natürlich vorrangig im Bereich Logistik und Transport an. Wir beliefern aber auch Kunden im Gesundheitswesen, Handel oder in der Industrie. Dabei sind wir nicht auf bestimmte Länder fokussiert, sondern bieten unsere Leistungen auf internationaler Ebene an.

Ist euer Produkt den schon einsatzfähig?

Ja. Seit 2017 ist TeDaLoS im operativen Einsatz bei Kundenprojekten von den Niederlanden bis Griechenland. Wir produzieren eine Standard-Sensoreinheit, aber auch spezielle Anpassungen an diverse Ladungsträger. Kunden, wie Kellner & Kunz AG und Canon setzen unsere Sensortechnik bereits erfolgreich ein.

Im September 2019 bestärkte BITO-Lagertechnik, als international operierendes Industrieunternehmen im Bereich der Lager- und Kommissioniertechnik, die Zusammenarbeit mit uns. Seitdem beteiligt sich der BITO Campus als Gesellschafter. Die Kooperation verfolgt das Ziel, mit vereintem Know-How mobile und autonome Systeme für die Material- und Bestandsüberwachung mittels Internet der Dinge anbieten zu können.

Internationale Vertriebspartner mit Fokus in den Anwender-Zielgruppen konnten bereits akquiriert werden.

Vielen Dank Thomas, für dieses spannende Interview! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg mit eurer Idee. Wer mehr über euch erfahren möchte, kann sich gerne euer Innoloft Profil anschauen.

Innoloft Highlights 2019 – Unsere größten Erfolge im Jahresrückblick


Energie & Umwelt, Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT, Mobilität, Smart City & Buildings

Mit dem Abschluss von 2019 geht unser bis dato stärkstes und energiegeladenes Geschäftsjahr seit Bestehen der Innoloft GmbH zu Ende. Auch wenn wir auf noch keine allzu lange Firmenhistorie blicken können, gab es im Jahr 2019 etliche Highlights für uns. Diese möchten wir durch einen Rückblick auf das Jahr mit euch teilen.  

Los geht’s!  

 

Plattform im neuem Gewand und mit erweitertem Funktionsumfang

Ein für uns weichenstellender Schritt war ohne Zweifel der Relaunch unserer Plattform mit Neugestaltung des Designs. Dafür haben wir unsere Plattform komplett überarbeitet. Wir haben sie nicht nur durch einen optimierten Aufbau und die Nutzung moderner Webtechnologien nutzerfreundlicher gestaltet, sondern auch durch neue Features erweitert. Damit bietet sie größere Mehrwerte für unsere Nutzer.

Somit geht die neue Plattform mit allerlei neuen Funktionen einher, wodurch sich der Funktionsumfang erweitert hat. Wie ihr dadurch noch besser eure Innovationsprojekte mit passenden Partnern umsetzen könnt, seht ihr in der nachfolgenden Grafik und beschreiben wir euch im Blog-Beitrag Bühne frei …

 

Infographik benefits innoloft

 

Doch damit nicht genug!

 

Rebranding öffnet Pforte zu neuen Branchen und Internationalisierung

Im rasanten Tempo ging es weiter, denn auch unser bisheriger (Marken-)Name “Energieloft” stand auf dem Prüfstand und damit unser gesamtes Corporate Design. Dessen Ausarbeitung, Anpassung und Neugestaltung hat mehrere Monate gedauert und uns den Sommer hinweg in Anspruch genommen. Happy waren wir, als wir dann am 1. Oktober 2019 unser Rebranding offiziell bekannt geben konnten. Wie aus Energieloft schließlich Innoloft wurde, haben wir ebenfalls in einem separaten Blog-Beitrag Aus Energieloft wird Innoloft: Here’s why! … für euch festgehalten. Ganz nebenbei erfahrt ihr mehr über den evolutionären Prozess, den wir mit unserem B2B Innovationsnetzwerk seit Gründung Ende 2015 beschritten haben.

Zwar wird der Energiesektor für uns weiterhin eine ganz zentrale Säule bleiben. Doch auch in anderen Branchen, wie beispielsweise im Gesundheits-, Finanz- und Industriesektor warten Innovationen auf Umsetzung. Zudem haben wir uns dem ambitionierten Ziel verschrieben, branchenübergreifend und weltweit Innovationen zu beschleunigen, gemeinsam mit euch über Deutschlands Grenzen hinweg – “Create Tomorrow Together”.

Innoloft platforms requests

 

Event Highlights und Projekterfolge 2019

Natürlich haben wir uns in dem Jahr nicht nur mit unserem Design und unserer Plattform befasst. Neben der neuen strategischen Ausrichtung und Positionierung haben wir unser “daily business”  nicht aus den Augen verloren. Aus unserem Business-Repertoire gefiltert, folgen einige ausgewählte Event- und Projekt-Highlights des vergangenen Geschäftsjahres, die wir gemeinsam mit Kunden und Partnern umgesetzt haben.

 

Startup Speed-Datings 2019

Ein zentrales Kernelement, das zwar einerseits zu unserem digitalen Innovationssystem zählt, aber andererseits analog stattfindet, sind unsere Startup Speed-Datings. Dafür waren wir im letzten Jahr quer verteilt in Deutschland unterwegs und kamen im Herbst sogar bis nach Paris. Mit unseren Startup Speed-Datings bringen wir Startups gezielt mit etablierten Unternehmen und Investoren zusammen. Auf sehr effektive Weise, in kurzen 8-minütigen Gesprächsrunden, können sich die Teilnehmenden, die sich zuvor auf den entsprechenden Webpages angemeldet haben, ihren Wünschen, Interessen und Kooperationsgesuchen entsprechend vernetzen lassen. Dazu setzen wir einen intelligenten Algorithmus ein, der auf Basis der eingegebenen Daten exakt die richtigen Gesprächspartner vermittelt.

Auf folgenden Events waren wir in 2019 mit einem Startup Speed-Dating vertreten und haben hier insgesamt mehr als 700 Teilnehmende bei rund 2.800 Dates gematcht.

 

Innoloft Speed Dating

 

 

Startup Challenges 2019

Während sich unsere Startup Speed-Datings darauf fokussieren, den Teilnehmenden passende Kontakte für mögliche Kooperationsprojekte zu vermitteln, geht es bei unseren Startup Challenges um Wettbewerbe auf Knopfdruck. Die Startup Challenges sind ebenso zentraler Baustein unseres B2B Innovationsnetzwerkes. Sie ermöglichen Startups, sich gezielt an Ausschreibungen zu beteiligen.

Gleichzeitig können etablierte Unternehmen ihre Innovationsprojekte voranbringen und sich dafür passende Partner aus dem Startup-Ecosystem suchen. Daraus resultiert ein win-win für beide Seiten. Schließlich verfügen Startups selten über eigene, über lange Jahre gewachsene Kundennetzwerke. Ihnen fehlt ebenfalls oft noch die entsprechende Erfahrung und Bekanntheit am Markt. Dafür bringen sie häufig viel frisches Know-how, neue Technologien, Mut und Risikobereitschaft mit – also genau genommen den sogenannten “entrepreneurial Spirit”, den eine Umsetzung von Innovationsprojekten braucht.

Mit unseren Challenges betätigen wir uns als Vermittler und können dazu unsere Plattform einsetzen, die inzwischen mehr als 2.500 etablierte Unternehmen und rund 2.000 Startups zählt. Allein in 2019 konnten wir insgesamt 314 Bewerbungen für unsere Startup Challenges screenen und an unsere Partner weiterleiten.

Zu den erfolgreichsten Challenges des letzten Jahres zählten:

  • U-START Challenge 2019 | Veolia, Thüga & BS | Energy
  • Metro Startup Challenge
  • EWE Mobility Challenge
  • E.DIS Startup Challenge

 

Hier könnt ihr selbst einen Blick auf unsere Challenges … werfen.

 

Erfolgreiche Innovationsprojekte

Neben unserer digitalen Plattform und unseren White Label Partnerplattformen, den Events und Challenges begleiten wir Innovationsprozesse, um Innovationen auch auf direktem Weg in Unternehmen zu beschleunigen. Dazu unterstützen wir euch mit Know-how und Innovation-Consulting bei der Entwicklung und Auswahl von Ideen, beim Konzeptionieren und Umsetzen sowie bei der Vermarktung und Skalierung.

Unsere auf Branchen und Technologien spezialisierten Innovation Manager helfen euch dabei passende Partner via Screening und Scouting zu finden und in Projekte einzubinden. Sie beraten bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen und erarbeiten Customer Journeys. Auf die Weise haben wir im letzten Jahr etliche Innovationsprojekte gemeinsam mit Kunden und Partnern realisiert.

Hier findet ihr eine Auswahl an durchgeführten Innovationsprojekten …

  • IoT-Plattform Stadtwerke Aachen
  • IoT Plattform evo Oberhausen
  • Digitalstrom-Produkt, Stadtwerke Aachen
  • E-Roller-Sharing Aachen, Business Crowdfunding
  • Mobilitätsplattform Stadtwerke Neuss

 

Bei Fragen zu den einzelnen Projekten sprecht uns gern an!

 

Was es sonst noch zu berichten gibt …

Noch vieles mehr ließe sich über das vergangene Jahr berichten. Daher möchten wir hier in einer abgespeckten Form auf weitere Highlights verweisen …

Unser Team wächst von 18 zu Beginn des Jahres auf 28 Teammitgliedern Ende des Jahres. Gemeinsam verbringen wir eine Team-Week in der Eifel und lassen das Jahr mit einer gemütlichen Weihnachtsfeier ausklingen.

 

Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner energate GmbH bringen wir den Trendradar für die Energiewirtschaft blue oceans – einem neuen Branchenreport zu bedeutenden Energie-Trends heraus. Der erste Report erfolgt zum Thema Smart Building Solutions und wird im Februar auf der E-world 2019 präsentiert. Ein zweiter Branchenreport folgte im Sommer zum Thema Smart Mobility Services.

 

Wir starten mit neuen Social Media Formaten, um euch am aktuellen Innoloft Geschehen teilhaben zu lassen. Unsere Followerzahlen entwickeln sich positiv und unsere Social Media Community wächst erfreulicherweise. Ihr findet uns auf den folgenden Kanälen: Twitter, Facebook, Instagram, Youtube und Linkedin.

 

Erste Kooperationen und Projekte haben wir 2019 in Asien gestartet und setzen die Zusammenarbeit mit unseren White-Label Innovationsplattformen fort, die wir ebenfalls relauncht haben.

 

Last but not least … zum Ende des Jahres freuen wir uns, dass Gründerszene Awards uns als eines der am schnellsten wachsenden Startups im Bereich digitale Businessmodelle gekürt hat. Immerhin haben wir es mit unserem Startup unter die TOP 50 auf Platz 21 in Deutschland geschafft und sind Branchensieger im Bereich Energie. Wie wir das erreicht haben, könnt ihr in einem Interview mit unserem CEO Sven bei Gründerszene … nachlesen.

 

Ein großes Danke an unser Team, Kunden & Partner

All das, was wir im letzten Jahr auf die Beine gestellt haben, wäre weder ohne unsere Kunden und Partner noch ohne ein schlagkräftiges und engagiertes Team möglich gewesen. Daher gilt euch ein großer Dank und wir freuen uns auf die Fortsetzung in diesem und in den nächsten Jahren. Denn nun heißt es, den Blick nach vorne gerichtet und mit voller Kraft voraus.

 

Ausblick auf 2020

Erste Projekte stehen bereits in den Startlöchern. Folgende Termine könnt ihr euch für euren Terminkalender vormerken.

Das sind die Events auf die wir uns in den ersten Monaten dieses Jahres freuen. Weitere werden folgen!

 

Startup Speed-Datings

 

  • 11. & 12. Februar 2020, E-world Startup Speed-Dating – Infos & Anmeldung
  • 05. & 06. März 2020, Fiberdays Startup Speed-Dating – Infos & Anmeldung
  • 24. März 2020, Tech Festival Startup-Dating – Infos & Anmeldung
  • 20. April. 2020, HANNOVER MESSE Startup Speed-Dating – Infos & Anmeldung

 

Das neue Jahr kann kommen!

 

 

Arkite ist das Startup der Woche 42: HELPING OPERATORS EXCEL


Industrie 4.0 & Logistik

Im Interview dieser Woche geht es um eine Lösung für Industrie 4.0. Genauer gesagt, entwickelt unser Startup der Woche ein Bedienerführungssystem, das mit Hilfe von Sensoren jede einzelne Bewegung während der Montage überwacht und bei jedem Schritt ein Live-Feedback liefert. Eine spannende und komplexe Idee, die uns Head of Sales, Jorg Hendrikx, näher erläutert. Wir freuen uns darauf, mehr über die Technologie, Produkte und Vorteile von Arkite zu erfahren.

Hallo Johan. Danke, dass du dir heute die Zeit genommen hast. Wir beginnen direkt mit unserer ersten Frage: Wie würdest du Arkite pitchen? Könntest du uns ein paar Infos über die zugrundeliegende Technologie geben?

Arkite als Unternehmen wurde 2015 mit dem ersten Produkt im Mai 2016 gegründet, aber die Wurzeln von Arkite reichen bis ins Jahr 2004 zurück. Von da an war Arkite eigentlich ein Beratungsunternehmen, das produzierenden Unternehmen bei der Prozessinnovation und Prozessoptimierung zur Verbesserung der Produktion half. Aber wir haben festgestellt, dass es viele Herausforderungen gab, denn auch in der Zeit der Automatisierung werden noch viele Operationen manuell durchgeführt. Human in Industry 4.0 ist etwas, das für Unternehmen immer noch sehr relevant ist, aber nicht alles automatisieren kann. Der Mensch hat viele Vorteile gegenüber Maschinen, da er kreativ sein kann, sehr flexibel und dynamisch ist und Probleme im Gesamtprozess erkennen kann. Aber die Arbeit mit Menschen birgt noch einige Herausforderungen. Bediener vergessen manchmal Dinge; sie können den Fokus verlieren und sind anfällig für Fehler wie das Vergessen eines Teils oder die falsche Montage eines Produkts. Dies führt zu vielen Qualitätslecks und zu vielen Effizienzlecks. Unser erstes Ziel war es also, die Qualität und Effizienz auf der Bedienerebene zu verbessern. Auf der anderen Seite gibt es auch eine hohe Mitarbeiterfluktuation. Wir haben festgestellt, dass viele produzierende Unternehmen mit der Ausbildung neuer Mitarbeiter kämpfen, die durch höhere Umsätze und meist durch mangelnde Erfahrung und technisches Wissen verursacht werden. Um diese beiden Herausforderungen tatsächlich zu bewältigen, haben wir unser Produkt auf den Markt gebracht. Das Produkt wird als Human Interface Mate (HIM) bezeichnet. Es ist eine Bedienerführungstechnologie und was sie bewirkt, ist die Schaffung einer dynamischen und digitalen interaktiven Arbeitsumgebung. Wir setzen den Sensor also über den bestehenden Arbeitsplatz und können damit die Operationen validieren, die der Bediener ausführt. Wir können sehen, ob sie etwas greifen oder zusammenbauen oder ob sie das richtige Werkzeug oder das falsche Werkzeug verwendet haben. Arkite ist eigentlich ein Softwareunternehmen, so dass der Sensor mit intelligenten Algorithmen kombiniert wird, die auf derselben HIM-Einheit laufen und den gesamten Prozess über den Sensoreingang analysieren. Es gibt auch einen integrierten Projektorsensor, der zur Interaktion mit dem Bediener dient. Der Projektor wird verwendet, um Texte, Bilder und Videos zu projizieren, mit dem Ziel, die richtige Anweisung zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle zu haben. Alles, was wir also tun müssen, ist, alle standardisierten Aktionen und Abläufe einmal in das System einzulernen und dann zu validieren, ob der Bediener seine Aufgabe im Vergleich zur standardisierten Abfolge der Schritte erfüllt.

Das klingt wirklich effektiv. Wie einfach ist es, das Arkite-System in die bestehende Infrastruktur zu integrieren? Wie sieht die Akzeptanz bei den Endverbrauchern aus?

Die Implementierung unsere Lösung erfolgt in zwei Teilen. Ein Teil ist im Wesentlichen die Aktivierung oder das Training des Systems. Der zweite Teil ist dann die Integration mit der Produktionsumgebung. Betrachtet man den ersten Teil, d.h. die Aktivierung, erfolgt diese im Backend mit der Software unter Verwendung unserer proprietären Algorithmen. Das System erstelllt so eine Visualisierung  der Prozesse und automatisierte Abläufe. Abhängig vom Prozess und der Anzahl der Schritte, kann die Komplexität von wenigen Stunden für die Montage bis zu einigen Tagen reichen.

Der zweite Teil der Implementierung ist die Integration. Dafür haben wir eine HIM-Einheit, die in die gesamte Produktionsumgebung integriert werden muss, um mit anderen intelligenten Tools und dem gesamten Industry 4.0-Netzwerk zu kommunizieren.Wir sind ein Sliver-Partner von SAP und haben bereits eine Menge Integration mit seinen Softwareumgebungen aufgebaut. Der Grund dafür ist, Informationen über die Produktspezifikationen wie den Produktcode, die Menge, die Priorität, die Stückliste usw. zu erhalten, die unser System verwenden kann, um dem Bediener die richtige Anleitung zu geben. Darüber hinaus können wir viele Daten generieren, die wiederum mit den bestehenden Netzwerken geteilt werden können, so dass der Kunde Einblicke in seinen manuellen Betrieb hat.

Was die Akzeptanz innerhalb des Unternehmens betrifft, so möchte ich sagen, dass es für neue Mitarbeiter meist überhaupt kein Problem darstellt. Sie werden durch die Technologie unterstützt, da sie dem Unternehmen hilft, neue Mitarbeiter schneller und effizienter zu schulen. Für die neuen Mitarbeiter ist es also definitiv ein großer Mehrwert ohne Anpassungsverzögerungen an die neue Situation. Auf der anderen Seite brauchen Unternehmen jedoch ein gutes Changes Management um Akzeptanz seitens lang etablierter Mitarbeiter zu schaffen. Was wir also mit unserer Software tun, ist, dass wir die Arbeitsanweisungen auf der Grundlage eines erfahrenen Niveaus anpassen können. So können neue Mitarbeiter viele Informationen wie Texte, Bilder und Videos nutzen. Im Gegensatz dazu können sie bei erfahrenen Mitarbeitern fast keine visuelle Anleitung, sondern nur ein Feedback erhalten. Was wir in der Praxis festgestellt haben, ist, dass je mehr wir unsere Technologie integrieren, desto besser wird sie vom Betreiber genutzt. Denn so hat der Betreiber selbst die Wahl, diese virtuellen Anweisungen zu aktivieren. Was wir jedoch empfehlen, ist, das System automatisch zu aktivieren. Dies bietet verschiedene Möglichkeiten, bspw. Werkzeuge abzuschließen bzw. zu blockieren, wenn sie nicht verwendet werden dürfen. So kann die Zahl der Fehlalarme deutlich gesenkt werden, die Annahmequote bleibt jedoch sehr hoch.

Wir haben bereits darüber gesprochen, dass ihr eure Technologie im Bereich Industrie 4.0 entwickelt – einem Bereich, der sehr breit aufgestelllt ist. Welche Märkte adressieret ihr denn innerhalb dieses Sektors?

Derzeit ist unser größter Markt noch die Automobilindustrie, hauptsächlich Tier-1- und Tier-2-Lieferanten. Unsere Technologie kann aktuell nicht auf beweglichen Linien eingesetzt werden, daher konzentrieren wir uns auf Unternehmen mit Unterstationen und Kommissionierplätzen. Neben der Automobilindustrie sind wir auch sehr aktiv in der Luft- und Raumfahrt, der Halbleiterfertigung und der traditionellen Fertigung wie der Kompressor- und Pumpenindustrie. In jeder Branche, in der Unternehmen eher ein proaktives Qualitätssystem als ein reaktives Qualitätssystem benötigen, um Fehler bei der Montage zu erkennen, kann unsere Technologie zur Unterstützung eingesetzt werden. Unser Hauptsitz ist in Genk, Belgien, aber wir arbeiten mit globalen Partnern zusammen, mit einem Schwerpunkt auf Europa, Großbritannien und Asien, hauptsächlich China und Indien.

Und wie hoch ist der durchschnittliche Investitionsaufwand, den die Unternehmen für die Implementierung der Arkite-Lösung benötigen?

Wir haben derzeit zwei Versionen, Standard und Enterprise, bei denen der Investitionsaufwand pro Station hauptsächlich gering bis mittel ist und auch direkt vom gesamten Projektumfang abhängt. Das Ziel des Gesamtsystems ist die Nachverfolgung und Unterstützung einer bestimmten Station für vorzugsweise mehrere Wochen oder Monate, um den größten Wert für die Produktion zu erzielen und einen höheren ROI zu generieren. Der ROI ist sehr branchenspezifisch und hängt von mehreren Faktoren ab, bspw. wie hoch die Menge des hergestellten Produkts ist und welche Qualitäts- und Effizienzprobleme das Unternehmen während des Herstellungsprozesses hat. Im Durchschnitt können wir sagen, dass es etwa 2-3 Jahre sind.

Könntest du uns vielleicht ein paar Praxisbeispiele für die Implementierung eurer Lösung nennen?

Wir haben mehr als 150 Systeme in der Produktion installiert und aktiv in Betrieb. Ein Beispiel dafür ist Benteler. Benteler ist weltweit in den Bereichen Automobiltechnik, Stahl- und Rohrproduktion, Engineering und Vertrieb tätig. Das Unternehmen suchte nach einer Lösung, die sowohl die Montage als auch die Kommissionierung kritischer Komponenten für seine vielfältigen Produktvarianten unterstützt. HIM unterstützt zunächst den Kommissionierprozess des Hitzeschildes, des Bodenschildes und der Schäkel. Neben der Montage dieser Teile wird der Bediener durch eine virtuelle Checkliste des Armes, der Verbindung und der Schutzabdeckung in der richtigen Position (mögliche Schäden an weiteren Stationen) unterstützt. Die HIM-Einheit wurde in die Siemens S7 Liniensteuerung integriert, um bei kritischen Problemen einen Linienstopp zu ermöglichen. Alle Prozessschritte werden protokolliert, um Benteler eine lückenlose Rückverfolgbarkeit zu ermöglichen. Weitere Referenzen sind Ford Europe, Volvo, Danfoss und Atlas Copco.

Das führt uns bereits zur letzten Frage: Wie sieht Arkites Herangehensweise im Kontext der Industrie 4.0 generell aus?

Es gibt eine sehr große Herausforderung, die Betreiber im Gesamtkontext von Industrie 4.0 zu unterstützen. Auch mit Robotern, AGB’s und automatisierten Systemen wird es auch in Zukunft noch viele Akteure in der Fertigungsindustrie weltweit geben. Wenn man auf das Industrie4.0-Netzwerk schaut, wird man auch einen großen Trend in der Plattformtechnologie sehen. Unternehmen wie Siemens und SAP investieren stark in die IoT- und Industrie 4.0-Plattform und Arkite kann als Ergänzung zu diesen Plattformen angesehen werden. Da wir die Schnittstelle zum Bediener sind, kann das System die richtigen Anweisungen zum richtigen Zeitpunkt bereitstellen, so dass wir Daten von diesen Plattformen an den Bediener projizieren und anweisen können. Auf der anderen Seite ist das System auch ein Input für diese Plattformen, da das System über eine menschliche Analytik verfügt, mit der es sehen kann, was die Bediener tun. Das System kann beobachten, was ihre Leistung, ihre Effizienz, die Qualität ist, also sind es auch sehr wertvolle Daten für diese Plattformen, denn bisher haben alle diese Plattformen nur die Daten von den Maschinen, der Produktionslinie und alle diese Bediener sind Blackboxen. Die Messung auf einer solchen lokalisierten Ebene kann also mehr Raum für Verbesserungen der Gesamtqualität des Prozesses bieten, und die Arkite-Technologie kann viele Erkenntnisse über diese Maßnahmen liefern. Die Vorteile, die die Unternehmen durch den Einsatz des Arkite-Systems haben können, können zum einen die verbesserte Gesamtqualität des Prozesses, die Reduzierung von Ausschuss und Nacharbeit sein. Außerdem kann das System, wie bereits erwähnt, die Effizienz verbessern, insbesondere bei neuen Bedienern und sehr komplexen Baugruppen. Darüber hinaus können wir viele wertvolle Daten generieren, die dann Erkenntnisse über lokalisierte Herausforderungen liefern können, und dann schließlich, was meiner Meinung nach die Wichtigste ist, die Investition in das, was wir als „Human Capital“ oder „Operator Empowerment“ bezeichnen. Das System kann es den Menschen erleichtern, in Fabriken zu arbeiten, komplexere Montagen durchzuführen, eine erweiterte Anleitung der Anweisungen zu erhalten und eine wesentlich flexiblere Personaleinsatzplanung zu ermöglichen.

Johan, vielen Dank für das interessante und ausführliche Interview! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg und möchten die Gelegenheit nutzen, auf euer Innoloft Profil und euer Innoloft Request hinzuweisen. Interessenten finden dort weitere spannende Informationen.

Bühne frei für den neuen ENERGIELOFT Auftritt


Energie & Umwelt, Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT, Mobilität, Smart City & Buildings

Seit Monaten arbeiten wir intensiv an dem Relaunch unseres Portals. Jetzt freuen wir uns euch mit diesem Blog-Beitrag unser Release offiziell bekannt zu geben. Viele neue Funktionen gehen mit einher. Nicht nur das Frontend hat sich gewandelt, auch unser Dashboard sowie Backend hält viele Neuerungen für euch bereit. So geben wir euch zahlreiche neue Tools an die Hand, mit denen ihr eure Innovationen noch schneller voranbringen könnt. Welche Funktionen das sind und wie sie sich in unser LOFT-System einfügen, wir stellen sie euch vor.

Alle neuen ENERGIELOFT-Funktionen im Blick

Seit 2015 beschleunigen wir als Innovationsnetzwerk mit unserem Ökosystem Innovationen in den Bereichen Energie, Mobilität und Smart City sowie in den angrenzenden Bereichen, wie IKT, Industrie 4.0 oder Financing. Die ENERGIELOFT-Datenbank ist hier zentrales Herzstück. Sie unterstützt beim Screening des Marktes, Scouting von Anwendungen, Analyse neuer Produktkonzepte sowie Erschließung von Geschäftsfeldern auf Basis neuer Technologien und Businessmodelle.

Sorgfältig strukturiert nach einzelnen Technologiesegmenten können über sie auf relevante Informationen zugegriffen werden. Mit dem Relaunch wird von jetzt an in einem persönlich auf euch zugeschnittenen Feed relevanter Content angezeigt. Wir informieren euch in Echtzeit über aktuelle Lösungen von Startups, Request und News, die euch interessieren.

Ihr selbst könnt mit der Funktion Request Gesuche aufgeben und so passende Investoren oder Produkte und Lösungen finden. Unser neues Live Matching vereinfacht die Kontaktanbahnung. Ihr erhaltet schnellen und vereinfachten Zugriff zu passenden Kontakten. Darüber hinaus haben wir in unser digitales Innovations-Ecosystem eine Vielzahl weiterer intelligenter Unterstützungssysteme integriert.

Gemeinsam mit euch Innovationen beschleunigen

„Create Tomorrow Together“ heißt unser Slogan und mit den Neuerungen sowie erweiterten Funktionsumfang könnt ihr jetzt noch besser Kooperationen anstoßen, schneller relevante Informationen erhalten und eure Innovationsprojekte beschleunigen. Wir vereinfachen damit ebenso Prozesse und das Management der bereits über 3.000 aktiven User unserer ENERGIELOFT-Datenbank.

Interessiert? Dann geht auf Erkundungstour im neuen LOFT-System und überzeugt euch selbst von den vielen neuen Funktionen. Hier geht’s zum Login.