TeDaLoS ist das Startup der Woche 7: die Zukunft im Internet of Things


Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT

Bestandsüberwachungssysteme sind im digitalen Zeitalter sehr wichtig. Aber nur 5% der aktuellen Lagerflächen können durch robotergestützte Systeme automatisiert werden. Um die Prozesse effizienter zu machen, muss eine andere Lösung her. Unser Startup der Woche, TeDaLoS, hat ein System auf den Markt gebracht, das Daten in Echtzeit liefert, ohne externe Ressourcen oder Infrastruktur zu benötigen. Thomas Tritremmel, CEO von TeDaLoS, hat uns mehr dazu erzählt.

Hallo Thomas! Danke, dass du uns heute Rede und Antwort stehst. Erzähl uns doch gerne mal, was ihr bei TeDaLoS macht.

Sehr gerne! Wir haben ein patentiertes System entwickelt, das eine sensorbasierte, digitale und mobile Bestandsüberwachung von Waren in Echtzeit ermöglicht. Damit erfassen wir nicht nur eine stückgenaue Menge der Waren, sondern können auch den Zustand überwachen. Zustand heißt zum Beispiel Temperatur oder Erschütterung. Außerdem können wir noch den Standort der Ware im Betrieb oder im Transport überwachen. Die Art der Ware spielt dabei keine Rolle.

Um das TeDaLoS-Sysystem erfolgreich zu nutzen, sind keine externen Ressourcen oder Stützinfrastruktur möglich. Es muss auch niemand für das System geschult werden.

Das klingt nach einer sehr nutzer-orientierten Lösung. Gib uns gerne mehr Informationen darüber.

Unsere Sensoreinheiten senden Informationen verschlüsselt direkt an unsere Cloud-Software, die diese Daten entschlüsseln, validieren, interpretieren und umgerechnet darstellen. Die Daten können über Schnittstellen auch direkt an ein führendes System übergeben werden. Eingestellte Schwellwerte lösen, bei Überschreitung, sofort eine Alarm-Nachricht aus.

Mit diesem System kann man die physische Verteilung der Bestände an dezentralen Lagerorten in Echtzeit messen. Darüber hinaus ist es möglich, Lieferanten anzubinden und akkurate Inhaltsmengen in Transportbehältern zu ermitteln. Es gibt aber noch viele andere Möglichkeiten für den Einsatz. Das System ist vollautonom ohne lokale Ressourcenbindung, beinhaltet spezielle Sensorik, Funktechnik, Datenkommunikation, Cloud Software und IT-Schnittstelle.

IoT ist ja schon lange ein großes Schlagwort und gerade im Bereich Logistik wird immer mehr digitalisiert. Was ist das Besondere bei TeDaLoS?

Viele Abteilungen eines Unternehmens profitieren von unserer Lösung. Die Prozesse in den Abteilungen laufen effizienter. Das Lager spart zum Beispiel Platz, Suchzeiten und Inventurkosten. In der Produktion entsteht eine schnellere Materialbereitstellung auf weniger Produktionsfläche. Auch der Einkauf und die Finanzabteilung profitiert von genaueren Informationen, die in Echtzeit bereitgestellt werden. Bei TeDaLoS liegt der Return of Invest liegt bei unter 2 Jahren.

Ein weiterer Vorteil ist, dass jeder Lagerort und jede Art von Warenstrom nachgerüstet werden kann. Die Anwendung erfolgt standortübergreifend und stückgenau.

Wie integriert ihr eure Leistung in ein Geschäftsmodell?

Unser Pricing-Modell besteht aus dem Kauf der Hardware (Kauf, Mietkauf oder Miete), monatliche Kosten für die Telekommunikation, Datenübertragung und die Miete der Basisfunktion der Cloud-Software, sowie Einmalkosten.

Da euer Produkt mit Warenlagerung zutun hat, ist euer Kundensegment wahrscheinlich auch in dem Bereich der Logistik angesiedelt. Macht ihr da noch genaue Abgrenzungen?

Nicht wirklich. 95% aller Lagerflächen und Intralogistikwarenströme, sind nicht digital überwacht. Der Markt für Bestandsüberwachung mittels Internet of Things wird bis zum Jahr 2025 rund 300 Milliarden US-Dollar schwer sein. Somit haben wir viele Anwendungsmöglichkeiten.

Unsere Hauptzielgruppen siedeln sich natürlich vorrangig im Bereich Logistik und Transport an. Wir beliefern aber auch Kunden im Gesundheitswesen, Handel oder in der Industrie. Dabei sind wir nicht auf bestimmte Länder fokussiert, sondern bieten unsere Leistungen auf internationaler Ebene an.

Ist euer Produkt den schon einsatzfähig?

Ja. Seit 2017 ist TeDaLoS im operativen Einsatz bei Kundenprojekten von den Niederlanden bis Griechenland. Wir produzieren eine Standard-Sensoreinheit, aber auch spezielle Anpassungen an diverse Ladungsträger. Kunden, wie Kellner & Kunz AG und Canon setzen unsere Sensortechnik bereits erfolgreich ein.

Im September 2019 bestärkte BITO-Lagertechnik, als international operierendes Industrieunternehmen im Bereich der Lager- und Kommissioniertechnik, die Zusammenarbeit mit uns. Seitdem beteiligt sich der BITO Campus als Gesellschafter. Die Kooperation verfolgt das Ziel, mit vereintem Know-How mobile und autonome Systeme für die Material- und Bestandsüberwachung mittels Internet der Dinge anbieten zu können.

Internationale Vertriebspartner mit Fokus in den Anwender-Zielgruppen konnten bereits akquiriert werden.

Vielen Dank Thomas, für dieses spannende Interview! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg mit eurer Idee. Wer mehr über euch erfahren möchte, kann sich gerne euer Innoloft Profil anschauen.

Innoloft Highlights 2019 – Unsere größten Erfolge im Jahresrückblick


Energie & Umwelt, Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT, Mobilität, Smart City & Buildings

Mit dem Abschluss von 2019 geht unser bis dato stärkstes und energiegeladenes Geschäftsjahr seit Bestehen der Innoloft GmbH zu Ende. Auch wenn wir auf noch keine allzu lange Firmenhistorie blicken können, gab es im Jahr 2019 etliche Highlights für uns. Diese möchten wir durch einen Rückblick auf das Jahr mit euch teilen.  

Los geht’s!  

 

Plattform im neuem Gewand und mit erweitertem Funktionsumfang

Ein für uns weichenstellender Schritt war ohne Zweifel der Relaunch unserer Plattform mit Neugestaltung des Designs. Dafür haben wir unsere Plattform komplett überarbeitet. Wir haben sie nicht nur durch einen optimierten Aufbau und die Nutzung moderner Webtechnologien nutzerfreundlicher gestaltet, sondern auch durch neue Features erweitert. Damit bietet sie größere Mehrwerte für unsere Nutzer.

Somit geht die neue Plattform mit allerlei neuen Funktionen einher, wodurch sich der Funktionsumfang erweitert hat. Wie ihr dadurch noch besser eure Innovationsprojekte mit passenden Partnern umsetzen könnt, seht ihr in der nachfolgenden Grafik und beschreiben wir euch im Blog-Beitrag Bühne frei …

 

Infographik benefits innoloft

 

Doch damit nicht genug!

 

Rebranding öffnet Pforte zu neuen Branchen und Internationalisierung

Im rasanten Tempo ging es weiter, denn auch unser bisheriger (Marken-)Name “Energieloft” stand auf dem Prüfstand und damit unser gesamtes Corporate Design. Dessen Ausarbeitung, Anpassung und Neugestaltung hat mehrere Monate gedauert und uns den Sommer hinweg in Anspruch genommen. Happy waren wir, als wir dann am 1. Oktober 2019 unser Rebranding offiziell bekannt geben konnten. Wie aus Energieloft schließlich Innoloft wurde, haben wir ebenfalls in einem separaten Blog-Beitrag Aus Energieloft wird Innoloft: Here’s why! … für euch festgehalten. Ganz nebenbei erfahrt ihr mehr über den evolutionären Prozess, den wir mit unserem B2B Innovationsnetzwerk seit Gründung Ende 2015 beschritten haben.

Zwar wird der Energiesektor für uns weiterhin eine ganz zentrale Säule bleiben. Doch auch in anderen Branchen, wie beispielsweise im Gesundheits-, Finanz- und Industriesektor warten Innovationen auf Umsetzung. Zudem haben wir uns dem ambitionierten Ziel verschrieben, branchenübergreifend und weltweit Innovationen zu beschleunigen, gemeinsam mit euch über Deutschlands Grenzen hinweg – “Create Tomorrow Together”.

Innoloft platforms requests

 

Event Highlights und Projekterfolge 2019

Natürlich haben wir uns in dem Jahr nicht nur mit unserem Design und unserer Plattform befasst. Neben der neuen strategischen Ausrichtung und Positionierung haben wir unser “daily business”  nicht aus den Augen verloren. Aus unserem Business-Repertoire gefiltert, folgen einige ausgewählte Event- und Projekt-Highlights des vergangenen Geschäftsjahres, die wir gemeinsam mit Kunden und Partnern umgesetzt haben.

 

Startup Speed-Datings 2019

Ein zentrales Kernelement, das zwar einerseits zu unserem digitalen Innovationssystem zählt, aber andererseits analog stattfindet, sind unsere Startup Speed-Datings. Dafür waren wir im letzten Jahr quer verteilt in Deutschland unterwegs und kamen im Herbst sogar bis nach Paris. Mit unseren Startup Speed-Datings bringen wir Startups gezielt mit etablierten Unternehmen und Investoren zusammen. Auf sehr effektive Weise, in kurzen 8-minütigen Gesprächsrunden, können sich die Teilnehmenden, die sich zuvor auf den entsprechenden Webpages angemeldet haben, ihren Wünschen, Interessen und Kooperationsgesuchen entsprechend vernetzen lassen. Dazu setzen wir einen intelligenten Algorithmus ein, der auf Basis der eingegebenen Daten exakt die richtigen Gesprächspartner vermittelt.

Auf folgenden Events waren wir in 2019 mit einem Startup Speed-Dating vertreten und haben hier insgesamt mehr als 700 Teilnehmende bei rund 2.800 Dates gematcht.

 

Innoloft Speed Dating

 

 

Startup Challenges 2019

Während sich unsere Startup Speed-Datings darauf fokussieren, den Teilnehmenden passende Kontakte für mögliche Kooperationsprojekte zu vermitteln, geht es bei unseren Startup Challenges um Wettbewerbe auf Knopfdruck. Die Startup Challenges sind ebenso zentraler Baustein unseres B2B Innovationsnetzwerkes. Sie ermöglichen Startups, sich gezielt an Ausschreibungen zu beteiligen.

Gleichzeitig können etablierte Unternehmen ihre Innovationsprojekte voranbringen und sich dafür passende Partner aus dem Startup-Ecosystem suchen. Daraus resultiert ein win-win für beide Seiten. Schließlich verfügen Startups selten über eigene, über lange Jahre gewachsene Kundennetzwerke. Ihnen fehlt ebenfalls oft noch die entsprechende Erfahrung und Bekanntheit am Markt. Dafür bringen sie häufig viel frisches Know-how, neue Technologien, Mut und Risikobereitschaft mit – also genau genommen den sogenannten “entrepreneurial Spirit”, den eine Umsetzung von Innovationsprojekten braucht.

Mit unseren Challenges betätigen wir uns als Vermittler und können dazu unsere Plattform einsetzen, die inzwischen mehr als 2.500 etablierte Unternehmen und rund 2.000 Startups zählt. Allein in 2019 konnten wir insgesamt 314 Bewerbungen für unsere Startup Challenges screenen und an unsere Partner weiterleiten.

Zu den erfolgreichsten Challenges des letzten Jahres zählten:

  • U-START Challenge 2019 | Veolia, Thüga & BS | Energy
  • Metro Startup Challenge
  • EWE Mobility Challenge
  • E.DIS Startup Challenge

 

Hier könnt ihr selbst einen Blick auf unsere Challenges … werfen.

 

Erfolgreiche Innovationsprojekte

Neben unserer digitalen Plattform und unseren White Label Partnerplattformen, den Events und Challenges begleiten wir Innovationsprozesse, um Innovationen auch auf direktem Weg in Unternehmen zu beschleunigen. Dazu unterstützen wir euch mit Know-how und Innovation-Consulting bei der Entwicklung und Auswahl von Ideen, beim Konzeptionieren und Umsetzen sowie bei der Vermarktung und Skalierung.

Unsere auf Branchen und Technologien spezialisierten Innovation Manager helfen euch dabei passende Partner via Screening und Scouting zu finden und in Projekte einzubinden. Sie beraten bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen und erarbeiten Customer Journeys. Auf die Weise haben wir im letzten Jahr etliche Innovationsprojekte gemeinsam mit Kunden und Partnern realisiert.

Hier findet ihr eine Auswahl an durchgeführten Innovationsprojekten …

  • IoT-Plattform Stadtwerke Aachen
  • IoT Plattform evo Oberhausen
  • Digitalstrom-Produkt, Stadtwerke Aachen
  • E-Roller-Sharing Aachen, Business Crowdfunding
  • Mobilitätsplattform Stadtwerke Neuss

 

Bei Fragen zu den einzelnen Projekten sprecht uns gern an!

 

Was es sonst noch zu berichten gibt …

Noch vieles mehr ließe sich über das vergangene Jahr berichten. Daher möchten wir hier in einer abgespeckten Form auf weitere Highlights verweisen …

Unser Team wächst von 18 zu Beginn des Jahres auf 28 Teammitgliedern Ende des Jahres. Gemeinsam verbringen wir eine Team-Week in der Eifel und lassen das Jahr mit einer gemütlichen Weihnachtsfeier ausklingen.

 

Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner energate GmbH bringen wir den Trendradar für die Energiewirtschaft blue oceans – einem neuen Branchenreport zu bedeutenden Energie-Trends heraus. Der erste Report erfolgt zum Thema Smart Building Solutions und wird im Februar auf der E-world 2019 präsentiert. Ein zweiter Branchenreport folgte im Sommer zum Thema Smart Mobility Services.

 

Wir starten mit neuen Social Media Formaten, um euch am aktuellen Innoloft Geschehen teilhaben zu lassen. Unsere Followerzahlen entwickeln sich positiv und unsere Social Media Community wächst erfreulicherweise. Ihr findet uns auf den folgenden Kanälen: Twitter, Facebook, Instagram, Youtube und Linkedin.

 

Erste Kooperationen und Projekte haben wir 2019 in Asien gestartet und setzen die Zusammenarbeit mit unseren White-Label Innovationsplattformen fort, die wir ebenfalls relauncht haben.

 

Last but not least … zum Ende des Jahres freuen wir uns, dass Gründerszene Awards uns als eines der am schnellsten wachsenden Startups im Bereich digitale Businessmodelle gekürt hat. Immerhin haben wir es mit unserem Startup unter die TOP 50 auf Platz 21 in Deutschland geschafft und sind Branchensieger im Bereich Energie. Wie wir das erreicht haben, könnt ihr in einem Interview mit unserem CEO Sven bei Gründerszene … nachlesen.

 

Ein großes Danke an unser Team, Kunden & Partner

All das, was wir im letzten Jahr auf die Beine gestellt haben, wäre weder ohne unsere Kunden und Partner noch ohne ein schlagkräftiges und engagiertes Team möglich gewesen. Daher gilt euch ein großer Dank und wir freuen uns auf die Fortsetzung in diesem und in den nächsten Jahren. Denn nun heißt es, den Blick nach vorne gerichtet und mit voller Kraft voraus.

 

Ausblick auf 2020

Erste Projekte stehen bereits in den Startlöchern. Folgende Termine könnt ihr euch für euren Terminkalender vormerken.

Das sind die Events auf die wir uns in den ersten Monaten dieses Jahres freuen. Weitere werden folgen!

 

Startup Speed-Datings

 

  • 11. & 12. Februar 2020, E-world Startup Speed-Dating – Infos & Anmeldung
  • 05. & 06. März 2020, Fiberdays Startup Speed-Dating – Infos & Anmeldung
  • 24. März 2020, Tech Festival Startup-Dating – Infos & Anmeldung
  • 20. April. 2020, HANNOVER MESSE Startup Speed-Dating – Infos & Anmeldung

 

Das neue Jahr kann kommen!

 

 

Arkite ist das Startup der Woche 42: HELPING OPERATORS EXCEL


Industrie 4.0 & Logistik

Im Interview dieser Woche geht es um eine Lösung für Industrie 4.0. Genauer gesagt, entwickelt unser Startup der Woche ein Bedienerführungssystem, das mit Hilfe von Sensoren jede einzelne Bewegung während der Montage überwacht und bei jedem Schritt ein Live-Feedback liefert. Eine spannende und komplexe Idee, die uns Head of Sales, Jorg Hendrikx, näher erläutert. Wir freuen uns darauf, mehr über die Technologie, Produkte und Vorteile von Arkite zu erfahren.

Hallo Johan. Danke, dass du dir heute die Zeit genommen hast. Wir beginnen direkt mit unserer ersten Frage: Wie würdest du Arkite pitchen? Könntest du uns ein paar Infos über die zugrundeliegende Technologie geben?

Arkite als Unternehmen wurde 2015 mit dem ersten Produkt im Mai 2016 gegründet, aber die Wurzeln von Arkite reichen bis ins Jahr 2004 zurück. Von da an war Arkite eigentlich ein Beratungsunternehmen, das produzierenden Unternehmen bei der Prozessinnovation und Prozessoptimierung zur Verbesserung der Produktion half. Aber wir haben festgestellt, dass es viele Herausforderungen gab, denn auch in der Zeit der Automatisierung werden noch viele Operationen manuell durchgeführt. Human in Industry 4.0 ist etwas, das für Unternehmen immer noch sehr relevant ist, aber nicht alles automatisieren kann. Der Mensch hat viele Vorteile gegenüber Maschinen, da er kreativ sein kann, sehr flexibel und dynamisch ist und Probleme im Gesamtprozess erkennen kann. Aber die Arbeit mit Menschen birgt noch einige Herausforderungen. Bediener vergessen manchmal Dinge; sie können den Fokus verlieren und sind anfällig für Fehler wie das Vergessen eines Teils oder die falsche Montage eines Produkts. Dies führt zu vielen Qualitätslecks und zu vielen Effizienzlecks. Unser erstes Ziel war es also, die Qualität und Effizienz auf der Bedienerebene zu verbessern. Auf der anderen Seite gibt es auch eine hohe Mitarbeiterfluktuation. Wir haben festgestellt, dass viele produzierende Unternehmen mit der Ausbildung neuer Mitarbeiter kämpfen, die durch höhere Umsätze und meist durch mangelnde Erfahrung und technisches Wissen verursacht werden. Um diese beiden Herausforderungen tatsächlich zu bewältigen, haben wir unser Produkt auf den Markt gebracht. Das Produkt wird als Human Interface Mate (HIM) bezeichnet. Es ist eine Bedienerführungstechnologie und was sie bewirkt, ist die Schaffung einer dynamischen und digitalen interaktiven Arbeitsumgebung. Wir setzen den Sensor also über den bestehenden Arbeitsplatz und können damit die Operationen validieren, die der Bediener ausführt. Wir können sehen, ob sie etwas greifen oder zusammenbauen oder ob sie das richtige Werkzeug oder das falsche Werkzeug verwendet haben. Arkite ist eigentlich ein Softwareunternehmen, so dass der Sensor mit intelligenten Algorithmen kombiniert wird, die auf derselben HIM-Einheit laufen und den gesamten Prozess über den Sensoreingang analysieren. Es gibt auch einen integrierten Projektorsensor, der zur Interaktion mit dem Bediener dient. Der Projektor wird verwendet, um Texte, Bilder und Videos zu projizieren, mit dem Ziel, die richtige Anweisung zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle zu haben. Alles, was wir also tun müssen, ist, alle standardisierten Aktionen und Abläufe einmal in das System einzulernen und dann zu validieren, ob der Bediener seine Aufgabe im Vergleich zur standardisierten Abfolge der Schritte erfüllt.

Das klingt wirklich effektiv. Wie einfach ist es, das Arkite-System in die bestehende Infrastruktur zu integrieren? Wie sieht die Akzeptanz bei den Endverbrauchern aus?

Die Implementierung unsere Lösung erfolgt in zwei Teilen. Ein Teil ist im Wesentlichen die Aktivierung oder das Training des Systems. Der zweite Teil ist dann die Integration mit der Produktionsumgebung. Betrachtet man den ersten Teil, d.h. die Aktivierung, erfolgt diese im Backend mit der Software unter Verwendung unserer proprietären Algorithmen. Das System erstelllt so eine Visualisierung  der Prozesse und automatisierte Abläufe. Abhängig vom Prozess und der Anzahl der Schritte, kann die Komplexität von wenigen Stunden für die Montage bis zu einigen Tagen reichen.

Der zweite Teil der Implementierung ist die Integration. Dafür haben wir eine HIM-Einheit, die in die gesamte Produktionsumgebung integriert werden muss, um mit anderen intelligenten Tools und dem gesamten Industry 4.0-Netzwerk zu kommunizieren.Wir sind ein Sliver-Partner von SAP und haben bereits eine Menge Integration mit seinen Softwareumgebungen aufgebaut. Der Grund dafür ist, Informationen über die Produktspezifikationen wie den Produktcode, die Menge, die Priorität, die Stückliste usw. zu erhalten, die unser System verwenden kann, um dem Bediener die richtige Anleitung zu geben. Darüber hinaus können wir viele Daten generieren, die wiederum mit den bestehenden Netzwerken geteilt werden können, so dass der Kunde Einblicke in seinen manuellen Betrieb hat.

Was die Akzeptanz innerhalb des Unternehmens betrifft, so möchte ich sagen, dass es für neue Mitarbeiter meist überhaupt kein Problem darstellt. Sie werden durch die Technologie unterstützt, da sie dem Unternehmen hilft, neue Mitarbeiter schneller und effizienter zu schulen. Für die neuen Mitarbeiter ist es also definitiv ein großer Mehrwert ohne Anpassungsverzögerungen an die neue Situation. Auf der anderen Seite brauchen Unternehmen jedoch ein gutes Changes Management um Akzeptanz seitens lang etablierter Mitarbeiter zu schaffen. Was wir also mit unserer Software tun, ist, dass wir die Arbeitsanweisungen auf der Grundlage eines erfahrenen Niveaus anpassen können. So können neue Mitarbeiter viele Informationen wie Texte, Bilder und Videos nutzen. Im Gegensatz dazu können sie bei erfahrenen Mitarbeitern fast keine visuelle Anleitung, sondern nur ein Feedback erhalten. Was wir in der Praxis festgestellt haben, ist, dass je mehr wir unsere Technologie integrieren, desto besser wird sie vom Betreiber genutzt. Denn so hat der Betreiber selbst die Wahl, diese virtuellen Anweisungen zu aktivieren. Was wir jedoch empfehlen, ist, das System automatisch zu aktivieren. Dies bietet verschiedene Möglichkeiten, bspw. Werkzeuge abzuschließen bzw. zu blockieren, wenn sie nicht verwendet werden dürfen. So kann die Zahl der Fehlalarme deutlich gesenkt werden, die Annahmequote bleibt jedoch sehr hoch.

Wir haben bereits darüber gesprochen, dass ihr eure Technologie im Bereich Industrie 4.0 entwickelt – einem Bereich, der sehr breit aufgestelllt ist. Welche Märkte adressieret ihr denn innerhalb dieses Sektors?

Derzeit ist unser größter Markt noch die Automobilindustrie, hauptsächlich Tier-1- und Tier-2-Lieferanten. Unsere Technologie kann aktuell nicht auf beweglichen Linien eingesetzt werden, daher konzentrieren wir uns auf Unternehmen mit Unterstationen und Kommissionierplätzen. Neben der Automobilindustrie sind wir auch sehr aktiv in der Luft- und Raumfahrt, der Halbleiterfertigung und der traditionellen Fertigung wie der Kompressor- und Pumpenindustrie. In jeder Branche, in der Unternehmen eher ein proaktives Qualitätssystem als ein reaktives Qualitätssystem benötigen, um Fehler bei der Montage zu erkennen, kann unsere Technologie zur Unterstützung eingesetzt werden. Unser Hauptsitz ist in Genk, Belgien, aber wir arbeiten mit globalen Partnern zusammen, mit einem Schwerpunkt auf Europa, Großbritannien und Asien, hauptsächlich China und Indien.

Und wie hoch ist der durchschnittliche Investitionsaufwand, den die Unternehmen für die Implementierung der Arkite-Lösung benötigen?

Wir haben derzeit zwei Versionen, Standard und Enterprise, bei denen der Investitionsaufwand pro Station hauptsächlich gering bis mittel ist und auch direkt vom gesamten Projektumfang abhängt. Das Ziel des Gesamtsystems ist die Nachverfolgung und Unterstützung einer bestimmten Station für vorzugsweise mehrere Wochen oder Monate, um den größten Wert für die Produktion zu erzielen und einen höheren ROI zu generieren. Der ROI ist sehr branchenspezifisch und hängt von mehreren Faktoren ab, bspw. wie hoch die Menge des hergestellten Produkts ist und welche Qualitäts- und Effizienzprobleme das Unternehmen während des Herstellungsprozesses hat. Im Durchschnitt können wir sagen, dass es etwa 2-3 Jahre sind.

Könntest du uns vielleicht ein paar Praxisbeispiele für die Implementierung eurer Lösung nennen?

Wir haben mehr als 150 Systeme in der Produktion installiert und aktiv in Betrieb. Ein Beispiel dafür ist Benteler. Benteler ist weltweit in den Bereichen Automobiltechnik, Stahl- und Rohrproduktion, Engineering und Vertrieb tätig. Das Unternehmen suchte nach einer Lösung, die sowohl die Montage als auch die Kommissionierung kritischer Komponenten für seine vielfältigen Produktvarianten unterstützt. HIM unterstützt zunächst den Kommissionierprozess des Hitzeschildes, des Bodenschildes und der Schäkel. Neben der Montage dieser Teile wird der Bediener durch eine virtuelle Checkliste des Armes, der Verbindung und der Schutzabdeckung in der richtigen Position (mögliche Schäden an weiteren Stationen) unterstützt. Die HIM-Einheit wurde in die Siemens S7 Liniensteuerung integriert, um bei kritischen Problemen einen Linienstopp zu ermöglichen. Alle Prozessschritte werden protokolliert, um Benteler eine lückenlose Rückverfolgbarkeit zu ermöglichen. Weitere Referenzen sind Ford Europe, Volvo, Danfoss und Atlas Copco.

Das führt uns bereits zur letzten Frage: Wie sieht Arkites Herangehensweise im Kontext der Industrie 4.0 generell aus?

Es gibt eine sehr große Herausforderung, die Betreiber im Gesamtkontext von Industrie 4.0 zu unterstützen. Auch mit Robotern, AGB’s und automatisierten Systemen wird es auch in Zukunft noch viele Akteure in der Fertigungsindustrie weltweit geben. Wenn man auf das Industrie4.0-Netzwerk schaut, wird man auch einen großen Trend in der Plattformtechnologie sehen. Unternehmen wie Siemens und SAP investieren stark in die IoT- und Industrie 4.0-Plattform und Arkite kann als Ergänzung zu diesen Plattformen angesehen werden. Da wir die Schnittstelle zum Bediener sind, kann das System die richtigen Anweisungen zum richtigen Zeitpunkt bereitstellen, so dass wir Daten von diesen Plattformen an den Bediener projizieren und anweisen können. Auf der anderen Seite ist das System auch ein Input für diese Plattformen, da das System über eine menschliche Analytik verfügt, mit der es sehen kann, was die Bediener tun. Das System kann beobachten, was ihre Leistung, ihre Effizienz, die Qualität ist, also sind es auch sehr wertvolle Daten für diese Plattformen, denn bisher haben alle diese Plattformen nur die Daten von den Maschinen, der Produktionslinie und alle diese Bediener sind Blackboxen. Die Messung auf einer solchen lokalisierten Ebene kann also mehr Raum für Verbesserungen der Gesamtqualität des Prozesses bieten, und die Arkite-Technologie kann viele Erkenntnisse über diese Maßnahmen liefern. Die Vorteile, die die Unternehmen durch den Einsatz des Arkite-Systems haben können, können zum einen die verbesserte Gesamtqualität des Prozesses, die Reduzierung von Ausschuss und Nacharbeit sein. Außerdem kann das System, wie bereits erwähnt, die Effizienz verbessern, insbesondere bei neuen Bedienern und sehr komplexen Baugruppen. Darüber hinaus können wir viele wertvolle Daten generieren, die dann Erkenntnisse über lokalisierte Herausforderungen liefern können, und dann schließlich, was meiner Meinung nach die Wichtigste ist, die Investition in das, was wir als „Human Capital“ oder „Operator Empowerment“ bezeichnen. Das System kann es den Menschen erleichtern, in Fabriken zu arbeiten, komplexere Montagen durchzuführen, eine erweiterte Anleitung der Anweisungen zu erhalten und eine wesentlich flexiblere Personaleinsatzplanung zu ermöglichen.

Johan, vielen Dank für das interessante und ausführliche Interview! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg und möchten die Gelegenheit nutzen, auf euer Innoloft Profil und euer Innoloft Request hinzuweisen. Interessenten finden dort weitere spannende Informationen.

Bühne frei für den neuen ENERGIELOFT Auftritt


Energie & Umwelt, Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT, Mobilität, Smart City & Buildings

Seit Monaten arbeiten wir intensiv an dem Relaunch unseres Portals. Jetzt freuen wir uns euch mit diesem Blog-Beitrag unser Release offiziell bekannt zu geben. Viele neue Funktionen gehen mit einher. Nicht nur das Frontend hat sich gewandelt, auch unser Dashboard sowie Backend hält viele Neuerungen für euch bereit. So geben wir euch zahlreiche neue Tools an die Hand, mit denen ihr eure Innovationen noch schneller voranbringen könnt. Welche Funktionen das sind und wie sie sich in unser LOFT-System einfügen, wir stellen sie euch vor.

Alle neuen ENERGIELOFT-Funktionen im Blick

Seit 2015 beschleunigen wir als Innovationsnetzwerk mit unserem Ökosystem Innovationen in den Bereichen Energie, Mobilität und Smart City sowie in den angrenzenden Bereichen, wie IKT, Industrie 4.0 oder Financing. Die ENERGIELOFT-Datenbank ist hier zentrales Herzstück. Sie unterstützt beim Screening des Marktes, Scouting von Anwendungen, Analyse neuer Produktkonzepte sowie Erschließung von Geschäftsfeldern auf Basis neuer Technologien und Businessmodelle.

Sorgfältig strukturiert nach einzelnen Technologiesegmenten können über sie auf relevante Informationen zugegriffen werden. Mit dem Relaunch wird von jetzt an in einem persönlich auf euch zugeschnittenen Feed relevanter Content angezeigt. Wir informieren euch in Echtzeit über aktuelle Lösungen von Startups, Request und News, die euch interessieren.

Ihr selbst könnt mit der Funktion Request Gesuche aufgeben und so passende Investoren oder Produkte und Lösungen finden. Unser neues Live Matching vereinfacht die Kontaktanbahnung. Ihr erhaltet schnellen und vereinfachten Zugriff zu passenden Kontakten. Darüber hinaus haben wir in unser digitales Innovations-Ecosystem eine Vielzahl weiterer intelligenter Unterstützungssysteme integriert.

Gemeinsam mit euch Innovationen beschleunigen

„Create Tomorrow Together“ heißt unser Slogan und mit den Neuerungen sowie erweiterten Funktionsumfang könnt ihr jetzt noch besser Kooperationen anstoßen, schneller relevante Informationen erhalten und eure Innovationsprojekte beschleunigen. Wir vereinfachen damit ebenso Prozesse und das Management der bereits über 3.000 aktiven User unserer ENERGIELOFT-Datenbank.

Interessiert? Dann geht auf Erkundungstour im neuen LOFT-System und überzeugt euch selbst von den vielen neuen Funktionen. Hier geht’s zum Login.

Olmatic ist das Startup der Woche 28: Products and systems for Industry 4.0 and IoT


Energiemarkt & -handel, Energieversorgung, Industrie 4.0 & Logistik

Obwohl der Zusatz „smart“ schon länger die Diskussion über Energiemanagementsysteme prägt, sind konkrete Umsetzungansätze nur selten zu finden. Das findet auch unser Startup der Woche, denn herkömmliche Systeme sind meist unflexibel und plattformgebunden. Einer der Mitgründer von Olmatic, Christian Olma, stellt uns daher im Interview die Lösung des Startups vor: Das Olmatic Power Tracking.

Hallo Christian! Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Wir freuen uns schon sehr, Olmatic näher kennenzulernen. Würdest du uns deswegen direkt einen kleinen Pitch geben?

Klar, gerne! Wir entwickeln, fertigen und vermarkten Geräte und Systeme für das Energiemanagement 4.0 und die drahtlose Vernetzung durch zentrale Steuereinheiten im Industrie 4.0 und IoT Bereich. Unser hochinnovatives Olmatic Power Tracking ermöglicht dabei eine maximale Autarkie im Energiebereich.

Was hat es denn genau mit dem Olmatic Power Tracking auf sich?

Das sogenannte Olmatic Power Tracking (OPT) ist eine intelligente Kombination aus Hardware und Software, vereint in einem Produkt, was sich mit der völlig autarken Versorgung elektrischer Verbraucher über regenerative Energiequellen ohne die Notwendigkeit des konventionellen Versorgungsnetzes befasst. Um die durch erneuerbare Energiequellen (Solarzellen, Windturbinen, Wasserkraftwerke, usw.) verfügbare Leistung auf effektivste Weise zu verwenden, ohne überschüssige Energie in Form von Verlustleistung oder ähnlichem zu verlieren, bietet das OPT entsprechende Technologien und Systematiken, um eine dynamische Leistungsverteilung und Priorisierung der Energie- und Verbraucherquellen zu realisieren. Das bedeutet, dass bei optimaler Auslegung die Möglichkeit besteht, nahezu komplett auf das öffentliche Versorgungsnetz zu verzichten und den Energiebedarf über das konventionelle Versorgungsnetz auf < 1% zu reduzieren. Selbst beim Einsatz des Systems ohne regenerative Energiequellen, d.h. direkt über das konventionelle Versorgungsnetz, können hiermit bereits >30% an Energieeinsparung im Vergleich zu herkömmlichen Energiemanagementsystemen realisiert werden.
Das Hauptaugenmerk unseres Energiemanagementsystems liegt auf der spezifischen Behandlung jeder Eingangsquelle und jedes Verbraucheroutputs unabhängig voneinander. Dies gibt uns die Möglichkeit einer Energieverteilung an alle Verbraucher eines Systems mit höchster Effizienz. In Kombination mit einer direkten Integration in die Versorgungsleitung und offenen Schnittstellen in der Kommunikationsleitung können unsere Energiemanagementsysteme einfach an bestehende Systeme angepasst oder in diese integriert werden. Somit ist eine Energieverteilung über die Grenzen einer bestimmten Plattform oder Systems hinweg möglich.

Wie schlägt sich euer Produkt denn verglichen mit aktuell bereits etablierten Energie-Management-Systemen?

Im Gegensatz zu herkömmlichen Energie-Management-Systemen zeichnet es sich vor allem durch die zusätzliche Vernetzung des Smart Grid auf Versorgungsebene aus, welche eine stufenlose Leistungsregulierung (0-100%) und Leistungsverteilung ermöglicht. Durch die spezifische Betrachtung aller Energieverbraucher und der Plattformunabhängigkeit der Systeme, kann ein hocheffizientes Energy-Sharing zwischen verschiedenen Energiesystemen mit maximalem Wirkungsgrad betrieben werden. Herkömmliche Systeme sind plattformgebunden und können lediglich über die Kommunikationsschnittstellen kommunizieren und leiden durch das statische Ein- und Abschalten auf Basis von vorkonfigurierter Leistungshysterese unter höheren Verlusten und fehlender Dynamik. Insbesondere in sicherheitsrelevanten Systemen kann die simple Abschaltung zu enormen Sicherheitslücken oder Chaosszenarien führen, welche das OPT-Verfahren über intelligente und dynamische Leistungsregulierung und Verteilung auf Basis von Priorisierungen vermeidet. Durch kundenspezifische, individuell anpassbare Ausführungen der Module, kann eine maximale Energieeinsparung zu geringen Investitionskosten für den Hersteller/Entwickler erreicht werden, welche geringe Amortisationszeiten versprechen. Das OPT-Verfahren wird hierfür mit bereits bestehenden und am Markt etablierten Energie-Management-Modulen und zentralen Steuereinheiten des Olmatic Produktsortiments verknüpft und realisiert dadurch die zwei folgenden Kernprodukte, welche jeweils in Kombination oder autark voneinander in allen AC und DC strombasierten Energiesystemen, konventioneller und regenerativer Erzeugungsart, verwendet werden können.

Verstehe. Du hast gerade davon gesprochen, dass ihr eure Produkte kundenspezifisch und individuell anpasst. Das Pricing gestaltet sich dann sicherlich genauso, oder?

Unter Anderem. Wir verfolgen die Umsetzung von zwei unterschiedlichen Geschäftsmodellen. Einsereits verkaufen wir über den Direktvertrieb im B2B Bereich durch entsprechender Akquise unseres Vertriebsteams und im Zuge von Networking-Maßnahmen und andererseits haben wir einen großen Kooperationspartner namens Endrich Bauelemente Vertriebs GmbH, welcher für uns als Zwischenhändler fungiert und international aktiv unsere Produktreihe verkauft. Da wir stets kundenspezifische Produkte anbieten, ist das Pricing-Modell variabel und je nach Komplexität und Aufwand kalkuliert. Als zusätzliche Leistung bieten wir im Bereich des Energie Management 4.0 die komplette Energieberatung als zusätzliche Dienstleistung mit an.

Was sagst du denn zu dem Markt, den ihr aktuell adressiert? Inwieweit siehst du dort Wachstumspotenziale, Chancen und auch Risiken?

Ein Produkt wie das Olmatic Power Tracking zum richtigen Zeitpunkt in einem Markt zu platzieren, welcher momentan mehr denn je im aktuellen Fokus steht, bringt zweifelsohne eine riesige Chance mit sich, das Unternehmen als Vorreiter in einem zukünftig stetig steigenden Markt zu etablieren. Da der Markt der elektrischen Verbraucher in den kommenden Jahren eher steigen wird, die konventionellen Energieressourcen dagegen eher sinken werden, ist damit zu rechnen, dass der Markt im Segment der regenerativen Energieversorgung für die kommenden Jahrzehnte ein gesichertes Wachstum mit sich bringt. Der rechtzeitige Markteintritt, sowie der Schutz des Produkts gegenüber Mitbewerbern stellen für uns also eine riesige Chance dar, uns schon jetzt nachhaltig für die kommenden Jahrzehnte gesund aufzustellen. Nichtsdestotrotz ist der Markt hart umkämpft und bereits durch eine große Anzahl an „Big Playern“ besiedelt, welche den Konkurrenzkampf gerne und direkt annehmen werden und bereits entsprechenden finanziellen Background besitzen, um hier kurzfristig aktiv zu werden. Die große Chance ist somit also gleichzeitig ein großes Risiko, den Konkurrenzkampf und somit die Marktanteile bereits zu Beginn zu verlieren, sofern die Strategie und die Ziele nicht mit vollster Präzision verfolgt werden. Wir verfolgen die internationale Zielgruppe.

Ihr habt euch 2016 gegründet, seitdem ist bestimmt viel passiert. Einige Ergebnisse hast du uns ja im Interview schon erläutert. Wie sehen die nächsten Schritte für die Entwicklung von Olmatic aus?

Ein wesentlicher Meilenstein der Strategie stellt die Überführung der bereits vorhandenen Prototypen in eine Marktreife dar. Ziel soll es sein, diese schnellstmöglich am Markt platzieren zu können. Ein Proof-of-Concept der Prototypen wurde bereits erfolgreich durchgeführt, so dass der nächste Schritt gemäß der Strategie darin bestehen soll, entsprechende abschließende Entwicklungsschritte zur Serienreife durchzuführen. Diese beinhalten im Wesentlichen eine letzte Optimierung der Erkenntnisse aus den Prototypentests, die Anpassung der Konformität zu den gültigen Standards und Normen, eine Planung und Umsetzung notwendiger Produktionsprozesse sowie eine finale Zulassung der Produkte. Im Zuge der Prototypenphase wurde ein neues Energiemanagementmodul entwickelt, welches das OPT-Verfahren beinhaltet. In diesem Zuge sollen kurzfristig zwei neue Produkte entstehen, welche direkt an bereits vorhandene Kundennetzwerke und Vertriebswege vermittelt werden können. Das Energieversorgungsmodul soll das erste Produkt der neuen Universal 4.0 Reihe werden und dient in der aktuellen Ausführung als Energieversorgungsmodul für die intelligente Versorgung und das Energiemanagement gemäß OPT für Verbraucher im Niederspannungsbereich. Die um die Software-Funktionalität des OPT erweiterte wiu kann direkt als Nachfolgemodell der bereits vorhandenen plus der zusätzlichen Funktion des OPT vermarktet werden und dient zukünftig als zentrales Gateway und Steuereinheit zur digitalen Vernetzung des Systems.

Christian, vielen Dank für dieses spannende und ausführliche Interview. Wir wünschen euch für die weitere Entwicklung von Olmatic viel Erfolg. Wer euch dabei unterstützen möchte, kann gerne einen Blick in euren EnergieLOFT Request werfen, denn dort sucht ihr noch Investoren für das Olmatic Power Tracking.