MotionMiners ist das Startup der Woche 2: Analyse und Optimierung von manuellen Prozessen


Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT

Menschliche Flexibilität und Anpassungsfähigkeit spielen auch im Zeitalter der Digitalisierung eine wichtige Rolle in der industriellen Wertschöpfung. Die Analyse und Optimierung von manuellen Arbeitsschritten erweist sich jedoch oft als aufwendig und kompliziert. Unser Startup der Woche, MotionMiners GmbH, nutzt die Technologie des Motion-Mining ® um manuelle Arbeitsschritte automatisch zu analysieren und optimieren. Wir haben mit CEO Sascha Feldhorst gesprochen, um mehr über diese Technologie und MotionMiners zu erfahren.

Hallo Sascha! Schön, dass du heute hier bist. Lass uns direkt loslegen: Was ist Motion-Mining?

Motion-Mining® ermöglicht, mithilfe von Sensorik und Machine Learning, eine automatische Analyse und Optimierung von manuellen Arbeitsprozessen hinsichtlich der Effizienz und Ergonomie (bspw. Ermittlung von Heatmaps, Weg-, Warte- und Prozesszeiten sowie ungesunden Bewegungsabläufen), wodurch ein Mehrwert sowohl auf Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmerseite entsteht.

Wie funktioniert Motion-Mining?

Motion-Mining® unterstützt Unternehmen dabei, automatisch die Effizienz und Ergonomie der manuellen Arbeitsprozesse zu analysieren. Unter Einsatz von Wearables, Beacons (Kleinstfunksensoren) und maschinellem Lernen werden Prozessdaten anonymisiert und zur Aufdeckung von verborgenen Optimierungspotenzialen gesammelt. So können Prozessanalysen durchgeführt werden, ohne dass ein Prozessingenieur mit Stoppuhr und Klemmbrett den gesamten Prozess dokumentieren muss. Dies führt im Vergleich zu heutigen manuellen Analysen (z. B. mittels REFA) zu einer Aufwandsreduzierung und sorgt für einen 40- bis 80-fach größeren Datenbestand. 

Entschließt sich ein Kunde ein Motion-Mining®-Projekt durchzuführen wird die Arbeitsumgebung mit Beacons und die Mitarbeiter in den zu betrachtenden Prozessen mit Wearables ausgestattet. Im Anschluss an die Messung werden die gesammelten Daten mit Machine-Learning-Algorithmen ausgewertet. Auf Grundlage der Daten entwickeln unsere Mitarbeiter in enger Zusammenarbeit mit den Kunden individuelle Maßnahmenkataloge und Umsetzungsprioritäten. So werden nicht nur Wege hin zu effizienteren Logistikprozessen aufgezeigt, sondern auch Umsetzungspläne gefasst, welche die Kunden im Anschluss verfolgen können. Auf Wunsch kann die Umsetzung der Optimierungsmaßnahmen mit Erfolgsmessungen begleitet werden. 

Motion-Mining® wird in Form verschiedener Produkte und Dienstleistungen vermarktet. In Beratungsprojekten werden Prozesse mithilfe der Technologie durch Mitarbeiter der MotionMiners analysiert und optimiert. Zudem wird seit 2019 auch eine Motion-Mining-Produktlösung angeboten, die Manual Process Intelligence. Die MPI ist eine Kombination aus einer Hardware und einer Softwarelizenz und ermöglicht Kunden, eigenständig Prozessanalysen durchzuführen. Das Angebot beinhaltet neben einer vollumfänglichen Messausrüstung auch den Zugang zum Analyse-Dashboard. Über dieses können Nutzer eigene Messszenarien erstellen und Daten entsprechend ausgewählter Kennzahlen auswerten. Die Ergebnisse können dann für eigene Optimierungsmaßnahmen verwendet werden.

Im Juni 2020 wurde das Portfolio um die Motion-Mining® Tracing Solution (MMTS) erweitert. Bei der MMTS handelt es sich um eine Kombination aus App, Kleinstfunksendern und einem Analysedashboard. Die Lösung verfügt zwar über ein geringeres Datenschutzniveau als die Bundes-App kann dafür aber eine genauere Verortung und Einhaltung der Hygienemaßnahmen realisieren und richtet sich speziell an Geschäftskunden. Neben den Möglichkeiten der Kontaktverfolgung im Infektionsfall stellt unsere Lösung noch verschiedene Möglichkeiten zur Prävention bereit.

Was ist das Besondere an Motion-Mining?

Im Gegensatz zu manuellen Analysen durch menschliche Beobachtungen, bei denen ein Prozessingenieur die Arbeitsprozesse manuell dokumentiert, funktioniert die Prozessaufnahme mittels Motion-Mining automatisch. Die Technologie basiert auf Sensoren, Beacons und einem selbstentwickeltem Deep-Learning-Algorithmus, der die Rohdaten in Prozesskennzahlen umwandelt. Derzeit können mehrere Aktivitäten erkannt und auch Hilfsmittel und Arbeitsbereiche ermittelt werden. Zu unseren USPs zählen, dass Messtechnik ohne IT-Integration eingesetzt werden kann und mit geringer Vorlauflaufzeit auf- und wieder abgebaut werden kann. Zudem können die KPIs für die Prozesseffizienz und -ergonomie aus dem gleichen Datenbestand gewonnen werden und die Anonymität (nach DSGVO) der Mitarbeiter bleibt jederzeit gewahrt.

Wie habt ihr diese Form von automatisierten Analysen in ein Geschäftsmodell integriert?

Unsere Hauptertragsquelle bildet derzeit noch das Dienstleistungs-/Beratungsgeschäft. Zudem bieten wir seit letztem Jahr unsere Motion-Mining®-Produktlösung, die Manual Process Intelligence (MPI), an. 

Die Beratungsdienstleistung wird über ein Beratungshonorar mit den Kunden abgerechnet. Der Preis variiert abhängig von verschiedenen Faktoren wie der Anzahl der Prozesse, Mitarbeiter, Schichten sowie der Komplexität der Analysefragestellungen. Für das Produkt dagegen wird eine Grundgebühr für die Lizenz erhoben. Das Lizenzmodell umfasst allerdings auch eine nutzungsabhängige Preiskomponente. Vor dem Hintergrund der Corona-Situation haben wir außerdem eine Tracing Solution, ein Präventionstool, für den Einsatz in Unternehmen entwickelt. Mit Hilfe einer App und zusätzlichen Funksendern können Anwender der Motion-Mining® Tracing Solution u. a. Infektionsketten nachvollziehen, häufig frequentierte Bereiche identifizieren und Sicherheitsabstände sowie Hygienemaßnahmen einhalten. Zur Unterstützung stellt die App ein Echtzeitfeedback bereit. 

Dieses informiert den Mitarbeiter: 

  • Wenn die Kontaktzeit von 15 Minuten überschritten wird 
  • Zur Erinnerung an regelmäßige Handhygiene und Belüftung von Räumen (durch Einsatz von Zusatzsensorik) 
  • Zur Warnung vor kritischen und hochfrequentierten Bereichen zur Kontaktreduktion 
  • Im Infektionsfall zur Information für weitere Maßnahmen

Die Motion-Mining® Tracing Solution entlastet die Mitarbeiter und unterstützt bei der Vermeidung eines unternehmensweiten Lockdowns.

Was ist eure Zielgruppe?

Unser aktueller Zielmarkt setzt sich aus verschiedenen Industrieunternehmen zusammen. Dabei liegt der Fokus auf Unternehmen in den Branchen Produktion und Logistik. Hier finden beispielsweise viele Umpack-, Verpackungs-, Produktions- und Kommissioniertätigkeiten statt und eine Automatisierung lohnt sich häufig aufgrund kurzer Vertragslaufzeiten, einer hohen Geschäftsdynamik oder geringer Margen nicht. Zuletzt wurde ein erstes Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit einem Krankenhaus durchgeführt. Ziel ist es künftig verstärkt auch Kunden aus dem Health-Care-Bereich zu gewinnen. 

Zu unserer Zielgruppe zählen die Branchen Logistikdienstleistung, E-Commerce, Groß- und Einzelhandel, Produktion, Luftfracht und HealthCare. Zudem gehören mittlerweile auch Beratungsunternehmen zum Kundenstamm, welche die Technologie lizenzieren und im Rahmen ihrer eigenen Kundenprojekte einsetzen. 

Momentan arbeiten wir vornehmlich mit Unternehmen in Deutschland zusammen. Unser Ziel ist es in den nächsten Jahren vermehrt international zu agieren. Es wurden bislang Beratungsprojekte und Lizenzen, in die Schweiz, Niederlande und nach Malaysia verkauft.

Wo steht ihr gerade mit MotionMiners GmbH?

Wir befinden uns in der Wachstumsphase und bewegen uns auf die nächste Skalierungsstufe zu. Dabei geht es u. a. darum einen größeren Footprint bei den einzelnen Kunden zu erreichen und auch die Herstellung der Messtechnik weiter zu professionalisieren. Dabei können wir bereits jetzt über 20 Kundenreferenzen vorweisen, die wir in über 40 Beratungsprojekten und aus unserem Produktgeschäft gewonnen haben. Bisher konnten wir 15 Kunden davon überzeugen unsere Technologie zu lizenzieren und sind ohne Investor von 3 Gründern auf ein 30-köpfiges Team angewachsen. Wir sind aber einem weiteren Wachstum und auch der Zusammenarbeit mit Investoren gegenüber nicht abgeneigt 😉


Sascha, vielen Dank für dieses spannende Interview. Wir wünschen MotionMiners weiterhin viel Erfolg, insbesondere für das Jahr 2021.

Wer mehr über MotionMiners erfahren möchte, kann sich auf ihrem Innoloft Profil informieren.

Lava-X ist das Startup der Woche 50: Laserstrahlschweißen im Vakuum


Industrie 4.0 & Logistik

Unser heutiges Startup der Woche begleitet Unternehmen bei der vollständigen Prozessentwicklung von der Machbarkeitsstudie, über die Bauteilfertigung als Auftragsfertiger, bis hin zur Implementierung der Anlage. Lava-X ist Experte zum Thema Laserstrahlschweißen im Vakuum und hat den Innovationspreis „Rheinland Genial“ vergangenen Monat erhalten. Wir haben CEO Christian Otten im Interview getroffen, um mehr über ihre Technologie zu erfahren.

 

Hallo Christian! Danke, dass du heute hier bist. Erklär uns doch mal kurz, was ihr bei Lava-X macht.

Wir sind Lösungsanbieter für das Laserschweißen im Vakuum. Wir begleiten unsere Kunden von der Machbarkeit über die B-Musterfertigung bis zur produktbezogenen Produktionsanlage.

Was ist das Besondere an eurer Art zu Schweißen?

Unsere Technik steigert die Qualität und Produktivität beim Laserschweißen bei gleichzeitiger Senkung der Invest- und Produktionskosten.

Inwiefern wird die Qualiät und die Produktivität beim Laserschweißen im Vakuum erhöht?

Wenn wir unsere Technik nutzen, können wir poren- und rissfreie Schweißnähte auch bei schwierigen Werkstoffen und Mischverbindungen ermöglichen. Die Schweißnahtqualität verbessert sich deutlich. Darüber hinaus bietet diese Art des Schweißens eine Erhöhung der Einschweißtiefe oder Reduktion der Laserleistung bei gleicher Einschweißtiefe. Das reduziert den Strombedarf.

Welche Leistungen bietet ihr euren Kunden an?

Im Grunde haben wir 3 Kernleistunge: Beratung, Auftragsfertigung und Maschinenbau.

Eine neue Technologie wird nur dann in Erwägung gezogen, wenn sie technologische oder ökonomische Vorteile bietet. Im besten Fall jedoch beides! Im Rahmen der Technologieberatung informieren wir Unternehmen über die Möglichkeiten unserer Technologie und welcher Nutzen genau für die Produkte der Unternehmen entsteht.

Bei Auftragsfertigungen unterstützen wir unsere Kunden mit Machbarkeitsstudien, Prototypen oder in der Serienfertigung.

Außerdem bieten wir auch Fertigungszellen an, die speziell für das Laserstrahlschweißen im Vakuum konzipiert sind.

Wer zählt zu euren Kunden?

Unsere Kunden sind Erstausrüster (OEM) und in der Automobilzulieferindustrie, Sensortechnik und Maschinenbau ansässig. Wir agieren auch international.

In welcher Phase seid ihr aktuell?

Wir befinden uns in der Wachstumsphase. Vier Anlagen sind bei namenhaften Kunden installiert.

 

Christian, danke für dieses spannende Interview! Wir wünschen euch weiterhin noch viel Erfolg, insbesondere im kommenden Jahr.

Wer mehr über Lava-X erfahren möchte, kann sich hier auf ihrem Innoloft Profil informieren.

Semasquare ist das Startup der Woche 41: Fahrzeugcockpits digitalisieren


Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT

Einfache Handhabung, Automatisierung von Funktionen und  geringer Installationsaufwand – für Fahrzeugcockpits in Nutz- und Sonderfahrzeugen ist das wünschenswert, aber oft nicht gegeben. Unser Startup der Woche semasquare GmbH hat diese Lücke erkannt und neue Ansätze entwickelt, um Fahrzeugkockpits intiutiver und effizienter zu machen. Heute haben wir mit Moritz Koch, Sales Business Development Manager über ihre Lösung gesprochen.

Hallo Moritz! Danke, dass du dir heute die Zeit nimmst! Erkläre unseren Lesern doch kurz, was semasquare macht.

Wir bei semasquare bieten HMI- und Softwareengineering für Nutz- und Sonderfahrzeuge.

Was beinhalten eure Lösungen konkret?

Die semasquare GmbH bietet Expertise über Hard- und Software bis hin zur Cloud. Dabei arbeiten wir agil und können so iterativ über erste Mockups mittels Rapid Prototyping mit Kunden das perfekte Bedienkonzept für den jeweiligen Einsatzbereich entwickeln. Nach Festlegung des Bedienkonzepts wählen wir zusammen mit dem Kunden passende Hardwarekomponenten aus und entwickelt die Software nach seinen Vorstellungen. Mit unserer Erfahrung in den Bereichen UI/UX werden Designentscheidungen kritisch diskutiert, um das Benutzererlebnis für den Endanwender zu optimieren.

Wie unterscheidet sich euer Ansatz von dem anderer Anbieter?

Bisherige Konzepte zur Bedienung von Nutzfahrzeugen setzen oft noch auf physikalische Eingabeelemente wie Taster und Schalter, die die Fahrzeugfunktionen nur wenig automatisieren. Dadurch lässt sich die Komplexität der Fahrzeuge nur schwer abbilden. Dienstleister bieten meist nur die Entwicklung einer modernen Benutzeroberfläche an. Das Wissen zur Einbindung in eine Cloud und damit die Ausschöpfung der vollen Potenziale, fehlt aber bisher.

Ihr entwickelt also individuelle Konzepte und setzt diese auch direkt um, richtig?

Das stimmt. Wir bieten individuelle Ingenieurdienstleistungen für Nutzfahrzeughersteller an, um die Bedienung der Fahrzeuge für den Einsatzbereich passend intuitiv zu gestalten und die komplexen Aufgaben beherrschbar zu machen. Des Weiteren ermöglicht semasquare das Übertragen der anfallenden Daten an Server bzw. die Cloud. Wir helfen so unseren Kunden neue innovative, datenbasierte Geschäftsmodelle zu entwickeln und umzusetzen. Ein weiteres Projekt, welches angepasst auf die Covid-19 Situation entstand, ist ein Rätselbot welchen Escape Rooms oder andere Anbieter von Erlebnissen nutzen können, um individuelle Touren zu erstellen und anzubieten.

Hat sich da eine neue Zielgruppe für euch entwickelt? Oder adressiert ihr stets noch die Sonderfahrzeug-Branche?

Bisher ja. Unsere bisherigen Kunden sind Hersteller von Nutz- und Sonderfahrzeugen mit komplexen Aufbauten aus den Bereichen Straßenkehrer/Kanalreiniger. Darüber hinaus sind viele weitere Einsatzzwecke wie Abfallsammelfahrzeuge, Bohrfahrzeuge und Feuerwehrfahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr interessant. Außerdem sind Nutzfahrzeuge, die nicht für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen sind, wie Baumaschinen, Baustellen-, Forstwirtschafts- und Landwirtschaftsfahrzeuge interessant. Neben den Herstellern von Nutzfahrzeugen sind auch Nutzer, Vermittler, Verleiher und Nutzfahrzeuge einsetzende Dienstleister interessante Kundengruppen.

Ihr seid schon im Markt vertreten. Wie sehen eure nächsten Schritte aus?

Ja, der Markteintritt ist bereits mit einem Pilotprojekt erfolgt. Ein zweiter Kunde steht kurz vor der Beauftragung. Um den Einstieg bei diesen Kunden zu vereinfachen, boten wir im ersten Schritt eine Dienstleistung zur Entwicklung einer HMI an. 

Zusätzlich zur Kaltakquise nutzen wir das bereits vorhandene Netzwerk über die Genossenschaft visibleRuhr, die Bochum Wirtschaftsentwicklung, das Hochschul- und Unternehmensnetzwerk ruhrvalley und weiteren befreundeten Unternehmen. Nach der Fertigstellung der Pilotprojekte wollen wir  basierend auf den Erfahrungen der Pilotprojekte Plattformen für HMI und Cloud entwickeln, die die Bearbeitung weiterer Projekte beschleunigen. Basierend auf der Entwicklung soll die Dienstleistung langsam auch zu Produkten überführt werden. Die Nutzung der Cloud erfolgt in der Zukunft über Lizenzen. Damit wird die Cloud ein skalierbares Produkt. Basierend auf der HMI-Plattform wollen wir weiterhin Dienstleistungen anbieten. Die aktuell bestehenden Partnerschaften wollen wir außerdem noch weiter ausbauen.

Wir werden darüber hinaus mit dem Institut für Elektromobilität der Hochschule Bochum und weiteren Partnern Innovationen und Fortschritte im Bereich der Elektromobilität für Nutzfahrzeuge fördern. Zusätzlich zu den Referenzen der Pilotprojekte untermauern wir so unsere Innovationskraft. Wir kompensieren das steigende Arbeitsaufkommen durch die Einstellung von weiteren Vollzeitmitarbeitern und Werkstudenten. Unser übergeordnetes Ziel ist die Diversifizierung der Kunden. So möchten wir sicherstellen, dass ein Kunde maximal 30% des Gesamtumsatzes ausmacht.

Moritz, vielen Dank für das spannende Interview! Wir wünschen euch weiterhin noch viel Erfolg mit euren Zielen. Wir hoffen, noch viel von euch zu hören.

Wer mehr über semasquare erfahren möchte, kann sich auf dem entsprechenden Innoloft Profil umschauen.

Olmatic ist das Startup der Woche 32: Effiziente Energiemanagement Lösungen


Energieeffizienz & Umwelt, Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT

Obwohl der Zusatz „smart“ schon länger die Diskussion über Energiemanagement prägt, sind konkrete Umsetzungsansätze nur selten zu finden. Das findet auch unser Startup der Woche, denn herkömmliche Systeme sind meist unflexibel und plattformgebunden. Einer der Mitgründer von Olmatic, Christian Olma, stellt uns daher im Interview die Lösung des Startups vor: Das Olmatic Power Tracking.

Hallo Christian! Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Wir freuen uns schon sehr, Olmatic näher kennenzulernen. Würdest du uns deswegen direkt einen kleinen Pitch geben?

Klar, gerne! Wir entwickeln, fertigen und vermarkten Geräte und Systeme für das Energiemanagement 4.0 und die drahtlose Vernetzung durch zentrale Steuereinheiten im Industrie 4.0 und IoT Bereich. Unser hochinnovatives Olmatic Power Tracking ermöglicht dabei eine maximale Autarkie im Energiebereich.

Was hat es denn genau mit dem Olmatic Power Tracking auf sich?

Das sogenannte Olmatic Power Tracking (OPT) ist eine intelligente Kombination aus Hardware und Software, vereint in einem Produkt, was sich mit der völlig autarken Versorgung elektrischer Verbraucher über regenerative Energiequellen ohne die Notwendigkeit des konventionellen Versorgungsnetzes befasst. Um die durch erneuerbare Energiequellen (Solarzellen, Windturbinen, Wasserkraftwerke, usw.) verfügbare Leistung auf effektivste Weise zu verwenden, ohne überschüssige Energie in Form von Verlustleistung oder ähnlichem zu verlieren, bietet das OPT entsprechende Technologien und Systematiken, um eine dynamische Leistungsverteilung und Priorisierung der Energie- und Verbraucherquellen zu realisieren. Das bedeutet, dass bei optimaler Auslegung die Möglichkeit besteht, nahezu komplett auf das öffentliche Versorgungsnetz zu verzichten und den Energiebedarf über das konventionelle Versorgungsnetz auf < 1% zu reduzieren. Selbst beim Einsatz des Systems ohne regenerative Energiequellen, d.h. direkt über das konventionelle Versorgungsnetz, können hiermit bereits >30% an Energieeinsparung im Vergleich zu herkömmlichen Energiemanagementsystemen realisiert werden.

Das Hauptaugenmerk unseres Energiemanagementsystems liegt auf der spezifischen Behandlung jeder Eingangsquelle und jedes Verbraucheroutputs unabhängig voneinander. Dies gibt uns die Möglichkeit einer Energieverteilung an alle Verbraucher eines Systems mit höchster Effizienz. In Kombination mit einer direkten Integration in die Versorgungsleitung und offenen Schnittstellen in der Kommunikationsleitung können unsere Energiemanagementsysteme einfach an bestehende Systeme angepasst oder in diese integriert werden. Somit ist eine Energieverteilung über die Grenzen einer bestimmten Plattform oder Systems hinweg möglich.

Wie schlägt sich euer Produkt denn verglichen mit aktuell bereits etablierten Energie-Management-Systemen?

Im Gegensatz zu herkömmlichen Energie-Management-Systemen zeichnet es sich vor allem durch die zusätzliche Vernetzung des Smart Grid auf Versorgungsebene aus, welche eine stufenlose Leistungsregulierung (0-100%) und Leistungsverteilung ermöglicht. Durch die spezifische Betrachtung aller Energieverbraucher und der Plattformunabhängigkeit der Systeme, kann ein hocheffizientes Energy-Sharing zwischen verschiedenen Energiesystemen mit maximalem Wirkungsgrad betrieben werden. Herkömmliche Systeme sind plattformgebunden und können lediglich über die Kommunikationsschnittstellen kommunizieren und leiden durch das statische Ein- und Abschalten auf Basis von vorkonfigurierter Leistungshysterese unter höheren Verlusten und fehlender Dynamik. Insbesondere in sicherheitsrelevanten Systemen kann die simple Abschaltung zu enormen Sicherheitslücken oder Chaosszenarien führen, welche das OPT-Verfahren über intelligente und dynamische Leistungsregulierung und Verteilung auf Basis von Priorisierungen vermeidet. Durch kundenspezifische, individuell anpassbare Ausführungen der Module, kann eine maximale Energieeinsparung zu geringen Investitionskosten für den Hersteller/Entwickler erreicht werden, welche geringe Amortisationszeiten versprechen. Das OPT-Verfahren wird hierfür mit bereits bestehenden und am Markt etablierten Energie-Management-Modulen und zentralen Steuereinheiten des Olmatic Produktsortiments verknüpft und realisiert dadurch die zwei folgenden Kernprodukte, welche jeweils in Kombination oder autark voneinander in allen AC und DC strombasierten Energiesystemen, konventioneller und regenerativer Erzeugungsart, verwendet werden können.

Verstehe. Du hast gerade davon gesprochen, dass ihr eure Produkte kundenspezifisch und individuell anpasst. Das Pricing gestaltet sich dann sicherlich genauso, oder?

Unter Anderem. Wir verfolgen die Umsetzung von zwei unterschiedlichen Geschäftsmodellen. Einerseits verkaufen wir über den Direktvertrieb im B2B Bereich durch entsprechender Akquise unseres Vertriebsteams und im Zuge von Networking-Maßnahmen und andererseits haben wir einen großen Kooperationspartner namens Endrich Bauelemente Vertriebs GmbH, welcher für uns als Zwischenhändler fungiert und international aktiv unsere Produktreihe verkauft. Da wir stets kundenspezifische Produkte anbieten, ist das Pricing-Modell variabel und je nach Komplexität und Aufwand kalkuliert. Als zusätzliche Leistung bieten wir im Bereich des Energie Management 4.0 die komplette Energieberatung als zusätzliche Dienstleistung mit an.

Was sagst du denn zu dem Markt, den ihr aktuell adressiert? Inwieweit siehst du dort Wachstumspotenziale, Chancen und auch Risiken?

Ein Produkt wie das Olmatic Power Tracking zum richtigen Zeitpunkt in einem Markt zu platzieren, welcher momentan mehr denn je im aktuellen Fokus steht, bringt zweifelsohne eine riesige Chance mit sich, das Unternehmen als Vorreiter in einem zukünftig stetig steigenden Markt zu etablieren. Da der Markt der elektrischen Verbraucher in den kommenden Jahren eher steigen wird, die konventionellen Energieressourcen dagegen eher sinken werden, ist damit zu rechnen, dass der Markt im Segment der regenerativen Energieversorgung für die kommenden Jahrzehnte ein gesichertes Wachstum mit sich bringt. Der rechtzeitige Markteintritt, sowie der Schutz des Produkts gegenüber Mitbewerbern stellen für uns also eine riesige Chance dar, uns schon jetzt nachhaltig für die kommenden Jahrzehnte gesund aufzustellen. Nichtsdestotrotz ist der Markt hart umkämpft und bereits durch eine große Anzahl an „Big Playern“ besiedelt, welche den Konkurrenzkampf gerne und direkt annehmen werden und bereits entsprechenden finanziellen Background besitzen, um hier kurzfristig aktiv zu werden. Die große Chance ist somit also gleichzeitig ein großes Risiko, den Konkurrenzkampf und somit die Marktanteile bereits zu Beginn zu verlieren, sofern die Strategie und die Ziele nicht mit vollster Präzision verfolgt werden. Wir verfolgen die internationale Zielgruppe.

Ihr habt euch 2016 gegründet, seitdem ist bestimmt viel passiert. Einige Ergebnisse hast du uns ja im Interview schon erläutert. Wie sehen die nächsten Schritte für die Entwicklung von Olmatic aus?

Im letzten Jahr haben wir die bereits vorhandenen Prototypen zur Marktreife überführt. Ziel war es, diese schnellstmöglich am Markt platzieren zu können. Im Zuge der Prototypenphase wurde ein neues Energiemanagementmodul entwickelt, welches das OPT-Verfahren beinhaltet. Es sind drei neue Produkte entstanden, welche direkt an bereits vorhandene Kundennetzwerke und Vertriebswege vermittelt werden. Das Energieversorgungsmodul ist das erste Produkt der neuen Universal 4.0 Reihe und dient in der aktuellen Ausführung als Energieversorgungsmodul für die intelligente Versorgung und das Energiemanagement gemäß OPT für Verbraucher im Niederspannungsbereich. Die um die Software-Funktionalität des OPT erweiterte wiu kann direkt als Nachfolgemodell der bereits vorhandenen plus der zusätzlichen Funktion des OPT vermarktet werden und dient zukünftig als zentrales Gateway und Steuereinheit zur digitalen Vernetzung des Systems.

Christian, vielen Dank für dieses spannende und ausführliche Interview. Wir wünschen euch für die weitere Entwicklung von Olmatic viel Erfolg. Wer mehr erfahren möchte, kann gerne einen Blick auf euer Innoloft Profil werfen.

Conclurer ist das Startup der Woche 28: Smarter Service für die Industrie 4.0


Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT

Die digitale Transformation ermöglicht neue Geschäftsmodelle und effiziente Prozesse – in jeder Branche. Das Startup der Woche Conclurer hat sich auf die Digitalisierung in den Maschinen- und Anlagenbau bzw. Industrie 4.0 spezialisiert. Somit gehören Chaos in der Serviceabteilung, unzufriedene Kunden und Druck vom Markt der Vergangenheit an. Was Conclurer stattdessen ermöglicht und was sie von anderen Startups unterscheidet, dass hat uns Janick Oswald, Innovation Delivery Manager, erzählt.

Hallo Janick! Danke, dass du heute hier bist! Wie würdest du Conclurer in einem Satz beschreiben?

Conclurer bringt den digitalen Service 4.0 in den Maschinen- und Anlagenbau und sichert so den langfristigen Erfolg, mit intelligenter Software, die Service einfach macht und mehr Umsatz ermöglicht.

Diese Lösungen vertreibt ihr aktuell unter dem Produktnamen CUSE. Könntest du uns etwas mehr darüber erzählen?

Gerne! Mit CUSE als cloudbasierte Softwarelösung, bieten wir dem Maschinen- und Anlagenbau eine Plattform für alle Anwendungsfälle im After-Sales. Dabei kombiniert CUSE verschiedenen Tools und Funktionalität in nur einer Lösung mit einer spielerisch leichten Benutzeroberfläche. Unser Ziel ist es, alle Tätigkeiten und Aufgaben die im Service anfallen einfach und kollaborativ abzubilden und schnellstmöglich zu lösen. Dabei sammeln wir zeitgleich relevante Daten für Analysen und machen die Arbeit im Service dank intelligenten Assistenten Tag für Tag einfacher und effizienter. Als Basis dafür dient eine automatisiert Workflowengine, ein skalierbare Maschinendatenbank inkl. Servicelogbuch sowie verschiedenste Assistentssysteme. Dank einer modernsten Dockerarchitektur und standardisierten APIs skaliert unser System mit Ihrem Anwendungsfall und integriert sich optimal in Ihre Systemlandschaft.

Verstehe. Wie sehen denn konkrete Mehrwerte aus, die mit der Nutzung eurer Services einhergehen?

Wir haben unsere ganze Erfahrungen und Wissen der letzten Jahre und unzähliger Projekt im After-Sales in eine Software gepackt. Rausgekommen ist CUSE – die leichtest zu bedienende Software für den After-Sales welche ab Tag 1 Mehrwert liefert. Egal wo man ansätzt, CUSE schafft Transparenz und Effizienz um langfristig mehr Umsatz zu generieren. Ob beim kleinen Mittelständer, der mit noch mit Telefon und Haftnotizen kämpft oder beim großen Innovatior, bei dem bereits die Sensorik in den Maschinen integriert ist. Cuse bildet die installierte Basis transparent ab, zeigt ungenutztes Potential im Service auf und sammelt wertvolle Daten für die nächste Stufe der präventiven Instandhaltung. Dabei zählt unsere Usability zum Erfolgsfaktor, denn das beste System nützt nichts, wenn es keiner nutzt.

Conclurer Digitalisierung 4.0
Das Conclurer Team

In eurem Innoloft Profil habt ihr unter Anderem das Businessmodel „License“ angegeben. Wie gestaltet sich das im Detail?

Wir sprechen nicht nur über den Service-Trend, sondern setzen diesen auch selber um.  Als Software-as-a-Service liefern wir CUSE browserbasiert über die Cloud aus. Sofort einsatzbereit, unabhängig von Zeit und Ort. Aber wir liefern nicht nur Software. Als Experten in der Servicedigitalisierung begleiten wir unsere Kunden von der Ist-Aufnahme über die Potentialanalyse und die Ideenfindung bis hin zur umgesetzten Servicelösung und der erfolgreichen Einführung des Systems im Unternehmen. Wir sind im gesamten Projekt mit dabei und stellen den Mehrwert unserer Lösungen sicher.

Wen wollt ihr mit CUSE erreichen?

Unsere Lösungen bietet Allen Mehrwert, die wartungs- und servicebedürftige Assets vertreiben, welche über den gesamten Lebenszyklus wertvolles Potential bieten. Zur unserer Hauptzielgruppe zählt der Anlagen- und Maschinenbau, ganz egal ob es sich um bewegliche oder stationäre Assets handelt. Dabei konzentrieren wir uns aktuell auf die DACH Region. In Deutschland ist der Maschinenbau mit mehr als 1 Millionen Beschäftigten der größte Arbeitgeber.

So wie das klingt, seid nicht mehr ganz neu im Business und könnt eure Produkte bereits gut vertreiben. Wer zählt denn zu euren Kunden? Wie sehen eure nächsten Schritte zum weiteren Wachstum aus?

Unserer Softwarelösungen sind seit mehreren Jahren bei Kunden wie Voith, Azo, Christian Maier und Diefenbacher im Einsatz. Mit Cuse bieten wir seit einem Jahr die wichtigsten Funktionalitäten für den After-Sales in einer Standardsoftware und haben diese bereits vielfach unter Beweis gestellt. Dabei entwickeln wir CUSE ständig weiter und ergänzen relevante Funktionalitäten um täglich noch mehr Mehrwert zu bieten.

Janick, vielen Dank für die spannenden Einblicke in eure Idee und Technologie. Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg! Wer mehr über Conclurer erfahren möchte, kann sich ihr Innoloft Profil anschauen und mit ihnen Kontakt aufnehmen.

Digitales B2B-Unterstützungsangebot hilft beim Abfedern der Corona-Krise


Energie & Umwelt, Health & FoodTech, Industrie 4.0 & Logistik, Mobilität, Smart City & Buildings

Innoloft unterstützt euch mit seinem digitalen Netzwerk in Zeiten von Corona

Die Corona-Pandemie greift weltweit um sich. Sie betrifft uns alle und bringt viel Unsicherheit mit sich. Was in den nächsten Monaten auf uns zukommt, weiß im Moment keiner. Die wirtschaftlichen Folgen der Krise können derzeit kaum beziffert werden. Dennoch stehen wir der Krise nicht vollkommen hilflos gegenüber. Während es für das analoge Wirtschaftsleben große Einschnitte gibt und es durch den „Lockdown“ beinahe zum Erliegen kommt, können digitale Lösungen helfen, das komplette Herunterfahren zu überbrücken. Millionen von Menschen in Deutschland und der Welt arbeiten derzeit vom Home-Office. Ohne Internetanbindung, digitale Tools und Plattformen wäre dies nicht möglich.

Zahlreiche Unternehmen bieten derzeit ihre digitalen Lösungen zur Unterstützung an. Auch wir von Innoloft möchten uns aktiv beteiligen und einen Beitrag leisten, die wirtschaftlichen Einschränkungen, hervorgerufen durch die Corona-Krise, abzufedern. Wir stellen unsere digitale Netzwerk-Plattform als „White Label-Applikation“ Netzwerken, Verbänden, Clustern, Messen und weiteren privaten Organisationen zur Verfügung. Dazu passen wir sie entsprechend eurem Corporate Design an. Unser Innoloft Netzwerk-Betriebssystem ist darauf ausgelegt, Business-Kontakte zu initiieren und Lösungsanbieter, wie zum Beispiel Startups mit Lösungssuchenden zu verbinden.

Welche Funktionen bietet euch unsere digitale B2B-Netzwerkplattform?

  • – Unternehmensprofil anlegen

  • – Ein persönliches Mitarbeiterprofil anlegen

  • – Produkte hinterlegen

  • – Partnergesuche einstellen

  • – Automatisches Matchmaking zwischen Gesuchen und Angeboten

  • – News einstellen

 

Neben diesen zentralen Funktionen bietet die digitale Netzwerk-Plattform mit ihrem Netzwerk-Feed, Chat- und Mailing-Funktionen weitere Möglichkeiten, um sich auszutauschen und mit Netzwerk-Usern in Kontakt zu treten. Damit unterstützt die Plattform euch dabei zeitlich und örtlich unabhängig neue Geschäftsbeziehungen anzubahnen sowie bestehende zu bedienen.

Wirtschaftliche Mehrwerte durch digitalisierte Geschäftsbeziehungen auch für die Zeit nach Corona

Mit unserer digitalen B2B-Netzwerkplattform möchten wir euch unterstützen, die schwierige Corona-Zeit zu überbrücken. Dafür stellen wir euch die Plattform für einen Zeitraum von sechs Monaten in eurem Design zur Verfügung. Die Plattform eignet sich ausschließlich als Business-Netzwerk und ist nicht für private Anwendungen konzipiert.

 

Langfristig und über die Corona-Krise hinaus, möchten wir euch als ein digitales B2B-Netzwerk bereitstehen, mit dem ihr auch nach der Corona-Pandemie euch für die digitale Zukunft aufstellen könnt. Unsere Plattform bietet euch und euren Netzwerkmitgliedern die Chance, sich auf effektive Weise mit anderen Unternehmen, Startups, Organisationen zu vernetzen. Auf digitalem Weg könnt ihr Geschäftsbeziehungen anbahnen und pflegen. Unsere Plattform bietet mit den genannten Funktionen zahlreiche Möglichkeiten für neue “Kundenleads”, Partnerschaften, Kontakte, Austausch, Innovationen und Projekte.

Details zu unserer Plattform erfahren

 

Wer Interesse an unserem sechsmonatigen Unterstützungsangebot hat und mehr darüber erfahren möchte, kann direkt Kontakt zu unserem CEO, Sven Pietsch aufnehmen.

Anfragen und weitere Informationen zum Corona B2B-Unterstützungsangebot:
Email: s.pietsch@innoloft.com
Tel. +49 152 33668237

Einen Gesprächstermin vereinbaren

BOX ID Systems ist das Startup der Woche 19: Lokalisierung für mobile Assets innerhalb der Supply Chain


Industrie 4.0 & Logistik

Logistische Prozesse sind hochkomplex und genauestens aufeinander abgestimmt. Trotzdem geht viel schief, wenn man nicht genau nachvollziehen kann, wo sich etwas befindet. Dann kann es schnell sehr teuer werden. Unser Startup der Woche BOX ID Systems schafft Abhilfe. Mit ihrer Lösung können Assets aus der gesamten Lieferkette verfolgt werden. Das schafft nicht nur Transparenz, sondern spart auch Kosten. Wir haben mit Shawn Silberhorn, einem der Co-Founder dazu gesprochen.

Hallo Shawn! Danke, dass du uns heute unsere Fragen beantwortest. Lass uns direkt mit der ersten Frage beginnen. Was macht ihr bei BOX ID Systems?

BOX ID Systems bietet End-to-End Ortungslösungen, mit denen Millionen von Logistik-Assets in der gesamten industriellen Lieferkette nachverfolgt werden können. Und zwar europaweit, digital und kosteneffizient. Das kann Standort-zu-Standort, auf Firmengeländen und innerhalb von Gebäuden erfolgen.

Welche Technologie steckt dahinter?

Das System ist eine Komplettlösung, die viele wertvolle Funktionen enthält. Dahinter steckt eine spezialisierte Softwareplattform und LPWAN sensorische Tracking-Geräte. Eine effiziente Verwaltung, einschließlich Funktionen zur Unterstützung der Automatisierung und Prozessoptimierung machen das Ganze dann komplett. So profitieren beispielsweise Kunden aus der Industrie und Automobilproduktion davon, dass ihre Logistikprozesse effizienter und kostenoptimiert erfolgen. Ihre kritischen Prozesse laufen zu 100% transparent ab.

Was ist das Besondere an eurem Produkt?

Die gesamten Prozesse werden vereinfacht, optimiert und sind weniger anfällig für Fehler. So werden Verluste von Behältern und Ladungsträgern vermieden und die Zuordnung von Schäden zu Verursachern fällt leichter.

Andere Vorteile sind zum Beispiel der Entfall von manuellen Suchzeiten und Erfassungszeiten durch automatisierte Ortung und Datenerfassung. Die Verfolgung und Verbuchung der Waren entlang der Lieferkette verläuft automatisiert. Darüber hinaus kann die gesamte Lieferkette überwacht und optimiert werden.

Baut euer Geschäftsmodell auf dem klassischen SaaS Modell auf?

Ja. Wir bieten eine End-to-End-Lösung als Solution-as-a-Service an. Die besteht aus Hardware, Connectivity und Cloudsoftware. Für entsprechend große Kunden ist auch reine Softwarelizensierung als Software-as-a-Service vorgesehen.

Wo sitzen eure Kunden? Und wen wollt ihr erreichen?

Wir beliefern europaweite und internationale Produktionskunden. Dabei liegt ein hoher Fokus auf Produktionslogistik, bei der wiederverwendbare Behälter/Verpackungen in einem Logistikpool eingesetzt werden.

In welcher Entwicklungsphase befindet ihr euch im Moment?

Wir haben bereits viele interessante Projekte mit namenhafte Kunden abgeschlossen. Mit der neuen Version unserer intelligenten Software, fusionieren wir die Daten von tausenden von LPWAN-Tracking-Sensoren mit den Datenquellen des Kunden. Unser gesamtes Produktspektrum ist darauf ausgelegt, möglichst benutzerfreundlich zu sein.

„In einem gemeinsamen Projekt mit BOX ID Systems GmbH konnten wir die Kosten für den Betrieb von Pendelverpackungen in einer Siemens Einheit durch die Einführung der Asset Tracking und Monitoring Lösung von BOX-ID optimieren. Durch die neu gewonnene Transparenz über den Bestand entlang der gesamten Lieferkette können nun Unregelmässigkeiten im Prozess erkannt, die Rücklaufquote erhöht, der ständige Zukauf von neuen Pendelverpackungen vermieden und somit auch die Versorgung der Kunden sichergestellt werden. Neben Kosteneinsparungen werden somit auch eine höhere Kundenzufriedenheit erreicht“, so Ralf Dupal, Senior Consultant Produktion &Ampel; Logistik bei Siemens IoT Services Consulting.

Shawn, damit sind wir leider schon am Ende des Interviews angelangt. Danke für das spannende Gespräch! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg und hoffen, noch viel von euch zu hören. Wer mehr über BOX-ID Systems erfahren möchte, kann sich das Profil und die Requests auf unserer Innovationsplattform anschauen.

Startups of the Month March 2020


Energie & Umwelt, Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT

Unsere fünf Startups of the Month March auf einen Blick

Im Monat März haben wir euch in unserem Startup der Woche Format fünf Startups in einem Interview vorgestellt. Interviews führten wir mit Blue Boson, FSIGHT, Motius, SPAROX und AMPEERS ENERGY. Ihre Lösungsansätze auf einen Blick findet ihr hier in unserem Startups of the Month March Beitrag.
Wer mehr über ihre Angebote erfahren möchte, kann ebenso einen Blick auf ihr Profil in unserer Innoloft Datenbank werfen. Ebenso findet ihr dort ihre und weitere Kunden- und Partnergesuche (Requests).

 

Blue Boson – Wasseraufbereitung ganz ohne chemische Zusätze

Blue Boson nutzt eine Technologie zur Aufbereitung von verunreinigtem Abwasser, die ganz ohne chemische Zusätze auskommt. Damit können sie auf umweltfreundliche Weise Verkrustungen und Ablagerungen entfernen. Indem sie Systeme vor Korrosionen schützen, verlängern sie deren Lebensdauer. Mit zwei patentierten Produkten unter der Bezeichnung SCAT® und SCAT REXCIT® sind sie bereits am Markt. Ihre hydraulischen Durchflussmodule sorgen für eine supramolekulare Aufbereitung von Wasser, eignen sich aber genauso zur Aufbereitung von anderen flüssigen oder gasförmigen Medien. Ihre Geräte stellen sie je nach Anforderung und Einsatzzweck her oder modifizieren sie. Vollautomatisiert können sie rund um die Uhr betrieben werden. Ihre Produkte vertreiben sie nach dem ESCO-Modell. Damit gemeint ist ein Energie-Einspar-Contracting Modell, das auf Energieeffizienz und Kosteneinsparungen ausgerichtet ist. Darüber hinaus bieten sie die Vermietung und den Verkauf von Ausrüstung sowie weitere Services an.

Zum Startup der Woche Interview KW10

FSIGHT – Künstliche Intelligenz Plattform für den Energiesektor

Das Startup FSIGHT setzt ganz auf Künstliche Intelligenz und zeigt, wie diese sich gewinnbringend in der Energiewirtschaft einsetzen lässt. Mit ihrer Energiemanagement Plattform können Energieströme vorausschauend berechnet und bedarfsgerecht angepasst werden. Mithilfe ihrer Energy-AI Plattform können sie das Verbrauchsverhalten von Konsumenten mit dem der Energieerzeugung von erneuerbaren Energien sowie Energiemarktpreisen verbinden. Dazu nutzen sie über 40 Machine Learning-Modelle. Ihr Handelsmodell für Energiegemeinschaften erlaubt es Privathaushalten, Gewerbekunden und Industrieunternehmen den eigens erzeugten Strom zu handeln. Darüber hinaus lassen sich Energieeinsparungen für den Endkonsumenten von bis zu 20 Prozent erzielen. Zugleich hilft ihre Plattform lokale Stromnetze zu stabilisieren. Von ihrer Software-as-a-Service-Lösung profitieren Energiekunden und Verbraucher gleichermaßen wie Energieunternehmen und Netzbetreiber. Die Kunden von FSIGHT finden sich über den gesamten Erdball verstreut.

Zum Startup der Woche Interview KW11

Motius – Moderne Technologien für jede Art Use-Case

Auf die rasanten Veränderungen in der Tech-Welt hat die Motius GmbH eine Antwort. Ihre Mission besteht darin für Kunden aus den unterschiedlichsten Bereichen für ihre jeweiligen Einsatzbereiche Technologien zu erschließen. Dazu nutzt das Motius-Team umfangreiche Tech-Expertise. Als Technologieexperten bedienen sie den Innovationsbedarf ihrer Kunden zum einen über ihren interdisziplinären Talent Pool und zum anderen über Einbindung von Technologie- und Managementhubs. Dabei bieten sie Unterstützung bei der Generierung von Ideen und Anwendungen, beim Erbringen des Proof-of-Concepts bis hin zum Produkt-Rollout. Ihren Fokus legt Motius weniger auf spezielle Branchen und Zielgruppen als vielmehr die Anwendung neuer Technologien in einem breiten Kundensegment. Seit sieben Jahren besteht Motius am Markt. Sie gehören seit einiger Zeit zu den am stärksten wachsenden Startups in Deutschland.

Zum Startup der Woche Interview KW12

SPAROX – Amazon für Ersatzteile im Energiesektor

Sparox vermittelt Ersatzteile für Energieanlagen. Über ihre Plattform beliefern sie Anlagenbetreiber jeglicher Energieerzeugungsart im deutschsprachigen Raum. Dazu haben sie sich ein Lieferantennetzwerk mit breitem Produktspektrum aufgebaut. In ihrem Portfolio befinden sich derzeit über 15.000 Ersatzteile. Für Ersatzteile, die schnell benötigt werden, um einen Ausfall der Anlagen zu verhindern, gibt es eine Notfallfunktion auf der Plattform. Mit SPAROX3D bedienen sie zusätzlich ein Segment, in der 3D gedruckte Ersatzteile bestellt werden können. Für Anlagenbetreiber ist die Nutzung der Plattform kostenfrei. Für Lieferanten erheben sie eine Transaktionsgebühr. Gerade in der aktuellen Corona-Krise zeigt sich der Mehrwert der Plattform von Sparox, bei der es nicht zuletzt um die Vermeidung von Stillständen und die Sicherstellung der Energieversorgung geht.

Zum Startup der Woche Interview KW13

AMPEERS ENERGY – Energiemanagement 4.0 für die dezentrale Energieversorgung

Mit ihrer Software-as-a-Service (SaaS)-Lösung geben AMPEERS ENERGY der dezentralen Energiewende richtigen Anschub. Sie erlaubt auf Basis einer selbstlernenden Technologie die dezentrale Erzeugung mit dem Verbrauch von Energie zu verbinden und zu steuern. AMPEERS ENERGY hat drei cloudbasierte Applikationen im Angebot, die auch einzeln genutzt werden können. Dazu zählen ihr AE District Manager als umfassende Quartiers-Energiemanagement-Lösung, ihre AE Local Supplier vollautomatisierte, integrierbare Mieterstromsoftware und ihre AE Fleet Optimizer-Lösung für eine intelligente Steuerung von Ladevorgängen und Lasten bei Elektro-Flotten. Alle drei Komponenten greifen technisch ineinander, kennzeichnet ein hohe Nutzerfreundlichkeit und verbindet Marktteilnehmer. Ihr SaaS-Lösung ermöglicht nicht nur neuartige Geschäftsmodelle, sondern verschafft allen Beteiligten umweltfreundliche Effizienzvorteile sowie Kosteneinsparungen. Mit ihrem Lösungsansatz konnten AMPEERS ENERGY nicht nur die Jury-Mitglieder der kraftwerk city acceleration bremen Challenge im vergangenen Jahr überzeugen, sondern gewannen ebenso den Fraunhofer Gründerpreis 2019.

Zum Startup der Woche Interview KW14

AMPEERS ENERGY ist das Startup der Woche 14: Die Zukunft der Energie


Energieeffizienz & Umwelt, Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT

Die Energiewirtschaft wandelt sich. Wo über viele Jahre hinweg wenige große Unternehmen den Ton angegeben haben, bietet sich jetzt die Möglichkeit, durch dezentrale Erzeugung mit Hilfe der Erneuerbaren Energien selbst zum Energieproduzent zu werden und die Energiewende aktiv mitzugestalten. Dazu braucht es allerdings externe Hilfe. Die kommt zum Beispiel von unserem Startup der Woche AMPEERS ENERGY. Sie gewannen die kraftwerk city accelerator bremen Challenge und auch den Gründerpreis der Frauenhofer im letzten Jahr – Erfolge, die sich sehen lassen. Wir wollten mehr wissen und haben mit Gerrit Ellerwald, Geschäftsführer von AMPEERS ENERGY, über das Startup und die Idee gesprochen.

Hallo Gerrit! Wir freuen uns, heute mehr über euer Startup zu erfahren und legen deswegen auch direkt los. Wer seid ihr bei AMPEERS ENERGY?

Wir bei AMPEERS ENERGY machen es Unternehmen einfach die Potenziale der dezentralen Energiewende zu erschließen – und zwar ökonomisch und ökologisch!

Das klingt sehr spannend! Wie funktioniert das Ganze im Detail?

Zuerst sollte man wissen, dass wir als SaaS-Unternehmen drei cloudbasierte Applikationen anbieten, die es Unternehmen ermöglichen Geld zu sparen, Prozesse zu automatisieren und dabei die Umwelt zu schonen.
So gibt es neben dem AE District Manager, welcher eine vollumfängliche Lösung des Energiemanagements im Quartier darstellt, noch den AE Local Supplier. Diese vollautomatisierte und integrierte Mieterstromsoftware übernimmt die administrative Seite von Mieterstromprojekten. Und darüber existiert der AE Fleet Optimizer. Durch die Zusammenführung aller relevanten Daten, übernimmt die intelligente Software die Steuerung des Last- und Lademanagements von E-Flotten.Grundlage dieser Produkte ist eine äußerst leistungsfähige Fraunhofer-Software, die durch den Einsatz von selbstlernenden Technologien in der Lage ist, alle dezentralen Prozesse rund um Energieerzeugung und Verbrauch miteinander zu verbinden und zielgerichtet zu steuern.Die Technologie besteht grundsätzlich aus zwei Komponenten – einer Energiemanagementkomponente und einer Abrechnungskomponente.
Die Energiemanagementkomponente steuert und optimiert Erzeugungs- und Verbrauchsanlagen. Je heterogener diese Anlagen sind, desto besser kann die Technologie ihre Stärken ausspielen. Ähnlich eines Dirigenten orchestriert man alle Erzeuger und Verbraucher in einem Quartier und kann so Geld sparen. Dahinter liegen lineare Optimierungsmodelle und der Grundgedanke, dass man versucht Erzeugung und Verbrauch deckungsgleich zu gestalten. Sehr, sehr vereinfacht ausgedrückt soll das Auto eben dann geladen werden, wenn die Sonne scheint. Lastspitzen werden abgefangen, indem man versucht flexible Lasten dann anzuschalten, wenn nicht gleichzeitig auch andere Lasten laufen.Die Abrechnungskomponente ist ein Energiedatenmanagement und dafür da, dass man die verschiedenen Energiedaten der Managementsysteme, wie z.B. aus dem Zähler und den Erzeugungskomponenten, nimmt und verursachungsgerecht richtig zuordnen kann. Sie kann Abrechnungen für den Kunden erstellen oder der Meldepflicht an Netzbetreiber und Regierungsbehörden nachkommen. Die relevanten Energiedaten richtig abzufangen, diese transparent zu machen und korrekt abzurechnen oder weiterzuleiten ist die Leistung der Abrechnungskomponente.

Diese Komponenten sind auch einzeln nutzbar, beispielsweise wird nur das Energiemanagement im Quartier oder nur die Abrechnungskomponente in Mieterstromprojekten verwendet. Doch ist der große Vorteil unseres Angebots die Kombinierfähigkeit der Komponenten. So kann zum Beispiel beim gesteuerten Flottenladen im Quartier auch die Ladesäule korrekt abgerechnet werden. Das ist es, was das Produkt so stark macht.

Im Moment befassen sich viele mit der Dezentralisierung der Energieversorgung, was grenzt euch von deren Ideen ab?

AMPEERS ENERGY sorgt dafür, dass Energieerzeugung, -transport, -verbrauch und -abrechnung ähnlich einfach funktionieren wie beispielsweise der Online-Handel heute. Wir ermöglichen damit unseren Kunden den Eintritt in das Energiemanagement 4.0, in dem alle Akteure und technischen Komponenten nahtlos ineinandergreifen. Jeder einzelne Marktteilnehmer kann dadurch beträchtliche Einsparpotenziale realisieren, teilweise bis zu 40 Prozent. E-Fahrzeugflotten können durch unsere SaaS-Lösung zu einer echten Alternative zu bestehenden Dieselfahrzeugen werden und vieles mehr. So können neuartige Geschäftsmodelle auf Basis intelligenter Energie entstehen.

Der große Unterschied zu unseren Wettbewerbern ist, dass wir die dezentralen Geschäftsmodelle ganzheitlich betrachten und nicht nur Teillösungen liefern. Bei uns bekommt man die komplette softwareseitige Unterstützung zur Umsetzung eines gesamt dezentralen Geschäftsmodells. Und diese ist wiederum so benutzerfreundlich, dass wir uns dank dieser intuitiven Usability vom Wettbewerb klar differenzieren.
Darüber hinaus haben wir dank der Kooperation mit Fraunhofer den Vorteil kontinuierlich weitere Innovationen in unsere SaaS-Lösungen zu integrieren. Das ist ein Marktvorteil, wie ihn wohl kein zweites Start-Up besitzt.

Du hast eben schon erwähnt, dass ihr ein SaaS-Unternehmen seit. Ihr bietet die Applikationen also als Service an. Wie sieht euer Geschäftsmodell da genau aus?

Wir sind ein Software-as-a-Service Unternehmen und generieren Erlöse durch die Lizenzvergabe unserer Produkte an Kunden.
Das Pricing besteht aus einer Einrichtungsgebühr, der Set Up Fee, und einer Benutzungsgebühr, einer Pay per Use Fee. In der Set Up Fee werden die Einrichtungsaufwände berechnet, wie das Customizing des Systems oder der Anschluss der Schnittstellen an das System. Und um die Einstiegshürde niedrig zu halten, sodass nicht zu hohe monatliche Kosten anfallen, wird bei der Pay per Use Fee nach Benutzung gezahlt. Bei Mieterstromprojekten ist das pro Wohnung/ pro Zähler, beim Quartiersmanagement und beim Flottenoptimieren pro KWh, die über das System gemanagt wird.Nebenleistungen abseits unserer Kernprodukte sind vorerst nicht vorgesehen, wir konzentrieren uns auf die stete Entwicklung, die Implementierung und die Pflege unserer Produkte.

Wen genau sprecht ihr mit euren Lösungen an? Adressiert ihr auch Märkte außerhalb von Deutschland?

Für unsere Leistungen gibt es drei Hauptzielgruppen: Energieversorger & -dienstleister, die Immobilienwirtschaft und Flottenbetreiber.

Für unsere Mieterstrom- und Quartierslösungen sind z.B. alle mittleren und großen Wohnungsbauunternehmen, beziehungsweise alle Unternehmen mit relevant großem Wohnungsbaubesitz (kirchliche, private, öffentliche Träger und Genossenschaften) geeignet.
Es gibt ungefähr 40 Millionen Wohnungen in Deutschland – davon sind 10% Mieterstrom und für den AE Local Supplier geeignet.
Für unser Quartiersenergiemanagementsystem kommen alle größeren Gebäudekomplexe mit einer heterogenen Erzeugungsinfrastruktur infrage, wie Flughafen, Einkaufszentren, reine Wohnquartiere oder auch diverse Mischquartiere.
Der AE Fleet Optimizer lohnt sich für alle Unternehmen, die mindestens 10 E-Fahrzeuge haben, seien es Firmenfahrzeuge oder Dienstwägen.

Und auf die Frage der Internationalisierung können wir antworten, dass wir schon heute dabei sind in der DACH Region zu internationalisieren. Am Ende des Tages sind unsere Lösungen nicht auf den deutschen Energiemarkt beschränkt. Bei einem (Quartiers-) Energiemanagement System stellt sich nur die Frage, was optimiert werden soll. Und wenn es dabei um eine Kostenoptimierung unter Randbedingungen (z.B. wie die Maximierung des Eigenstromverbrauchs) handelt, dann ist das nur eine mathematische Funktion, die optimiert wird. Somit ist unser Produkt letztlich international überall einsetzbar. Im Moment fokussieren wir uns auf die DACH Region, später auf Europa und letztlich überall dort, wo unsere Produkte genutzt werden können.

Kommen wir zur letzten Frage. Als Sieger der kraftwerk city Accelerator Bremen Challenge und Frauenhofer Spin-off findet eure Idee sehr viel Anklang. Wo steht ihr mit eurem Startup im Moment?

Wir haben die erste Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen, die ersten zwei Produkte (District Manager und Local Supplier) sind erfolgreich am Markt und wir haben eine zweistellige Anzahl an Kunden. An dieser Stelle möchten wir mit Stolz auf den Gewinn des Fraunhofer Gründerpreises 2019 hinweisen. Dieser Preis zeichnet das erfolgreichste, am Markt aktive Fraunhofer Spin-off des Jahres aus, dessen Produkte und Dienstleistungen einen unmittelbaren gesellschaftlichen Nutzen aufweisen.

Wir finden es motivierend mit unserer täglichen Arbeit einen aktiven Beitrag für die Energiewende und somit auch für eine grünere Zukunft zu leisten. Und wer auch der Meinung ist, dass man nicht länger nur über die Energiewende reden sollte, sondern sie endlich angehen muss, dem legen wir nahe sich uns anzuschließen und mal einen Blick auf unsere Website zu werfen. Dort sind offene Stellenausschreibungen (ebenso wie die Kontaktdaten für eine Initiativbewerbung) zu finden.

Wir bedanken uns bei euch für das Interview!

Gerrit, wir danken dir ebenfalls für das spannende Gespräch! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg und werden eure Entwicklungen gespannt mitverfolgen. Wer mehr über euch erfahren will, kann einen Blick auf euer Innoloft Profil und eure Requests werfen.

SPAROX ist das Startup der Woche 13: Die Plattform für Ersatzteile im Energiesektor


Energieerzeugung, Energieversorgung, Industrie 4.0 & Logistik, IT & IKT

Ersatzteile für Energieanlagen zu beschaffen ist ein echter Kraftakt. Vor allem erfordert er viel Geduld. Die Suche nach passenden Anbietern dauert lange. Außerdem muss man mit Lieferzeiten von mehreren Monaten rechnen. Unser Startup der Woche hat die Lösung gefunden, die Energieanbietern Zeit und Geld spart. Mit ihrer Plattform bietet SPAROX einen Online Marktplatz, die Anlagenbetreiber und Lieferanten schnell vernetzt. Wir haben mit Sonja Zahradnik-Leonhartsberger, Projektleiterin von SPAROX gesprochen.

Hallo Sonja! Danke, dass du dir heute die Zeit nimmst. Beschreibe SPAROX zum Start doch mal in einem Satz.

Gerne. Wir verbinden Anlagen und Ersatzteile im Energiesektor und haben ein starkes branchenrelevantes Netzwerk im deutschsprachigen geschaffen, das sich auch im Notfall binnen kürzester Zeit hilft.

Wie kann jemand, der Ersatzteile braucht, diese auch bekommen?

Sparox ist eine Vermittlerplattform für Ersatzteile, an der Anlagenbetreiber mit kritischen Ersatzteilen und Lieferanten mit einem großen Produktspektrum beteiligt sind. Wir sind sozusagen „Amazon für Ersatzteile“. Zusätzlich haben wir eine Notfallfunktion etabliert, wenn bei einem drohenden Anlagenstillstand Ersatzteile schnell benötigt werden und mit SPAROX3D gibt es auch die Möglichkeit 3D gedruckte Ersatzteile zu bestellen.

Ist diese Notfallfunktion eines eurer Alleinstellungsmerkmale?

Ja, genau. Wir sind die größte online Plattform für Ersatzteile im Energiesektor im deutschsprachigen Raum mit einer sehr raschen Hilfe bei Notfällen. Gerade in der aktuellen Corona-Krise hat sich der Nutzen von Sparox einmal mehr unter Beweis gestellt: letztendlich geht es darum einen Anlagenstillstand zu verhindern, um die sichere Versorgung der Menschen mit Energie sicherstellen zu können.

Ist eure Plattform kostenlos? Wie generiert ihr Umsatz?

Für die Anlagenbetreiber ist die Teilnahme kostenlos. Die Lieferanten zahlen eine Transaktionsgebühr.

Da ihr Ersatzteile für den Energiesektor liefert, ist eure Zielgruppe klar definiert, oder?

Ja, das stimmt. Wir sprechen Anlagenbetreiber im Energiemarkt sowie deren Lieferanten im gesamten deutschsprachigen Raum an. Wir fokussieren uns auf alle Energieerzeugungsarten sowie auf Netzbetreiber.

Du hast eben angesprochen, dass ihr die größte Plattform seid. Von welcher Größenordnung sprechen wir dabei? In welchem Stadium befindet sich SPAROX als Startup?

Die Plattform sparox.eu ist seit 02.2019 online, wir haben aktuell mehr als 15.000 Ersatzteile. Weitere 5.000 Ersatzteile werden in den nächsten Tagen hochgeladen.Wir haben bereits mehr als 100 Partner im Netzwerk, es sind viele der größten Anlagenbetreiber aus dem deutschsprachigen Raum dabei. Wir wickelten mehrere Notfallanfragen im SPAROX-Netzwerk erfolgreich ab und tragen dadurch zu einer Reduktion der Stillstandzeiten bei. Mit dem 3D Druck erzielten wir im letzten Jahr Kosteneinsparung durch Optimierungen im 6-stelligen Bereich. Wir sind ein Corporate Start-Up der Wien Energie und haben somit einen sehr starken Eigentümer. Unser internes Team besteht aus 8 MitarbeiterInnen.

Sonja, vielen Dank für das spannende Interview! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg und hoffen, noch viel von euch zu hören. Wer sich für weitere Informationen über euch und euer Produkt interessiert, kann gerne einen Blick auf euer Innoloft Profil werfen.